
Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet)

Berlin (kobinet)

Kassel (kobinet) Heute, am 1. September 2024, blicken viele mit Bangen nach Thüringen und Sachsen. Denn dort finden heute Landtagswahlen statt und alle Umfragen im Vorfeld sagen hohe Werte für die AfD und damit eine schwierige Regierungsbildung voraus. Viele behinderte Menschen und ihre Verbände blicken dabei mit Sorge auf die weiteren Entwicklungen, beispielsweise in Sachen schulische Inklusion und Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. So hat beispielsweise der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mit verschiedenen Sharepics in den sozialen Medien für Vielfalt, Inkusion und Demokratie bei der Wahlentscheidung geworben. Wahlinhofs der Aktion Mensch und Wahlprüfsteine zur Antidiskriminierung geben zudem die Möglichkeit, sich über die Positionen der einzelnen Parteien in Sachen Inklusion und Vielfalt zu informieren.

Staufen (kobinet) Ist Amerika krank? Nicht nur Pathologen drängt sich diese Frage auf. Bis in den Schlaf hinein verfolgt sie auch normale Zuschauer und raubt ihnen denselben. Religiöser Wahn bricht sich Bahn, zusätzlich zu den systemischen Pathologien. In den verwirrten Köpfen allzu vieler Americans hat die Stunde der göttlichen Vorsehung geschlagen. Da ist es besser, man sieht sich vor, schalte die ubiquitär gestreamte True Crime Trump Show vorübergehend aus und erkundigt sich nach Therapiemöglichkeiten für ein krankes System, dessen Land und Leute. Die Systemkrankheit und der Gotteswahn sind schließlich ansteckend und können uns alle mit in den Abgrund reißen.

Koblenz (kobinet) Christian Bayerlein aus Koblenz ist seit vielen Jahren in der Selbstbestimmt Leben Bewegung aktiv, der nutzt einem elektrischen Rollstuhl und ist auf Persönliche Assistenz angewiesen. Dabei ist er so wie viele andere behinderte Assistenznutzer*innen von der Anrechnung des Einkommens und Vermögens bei Leistungen zur Eingliederungshilfen betroffen. Christian Bayerlein hat sich nun mit einem Kommentar für die kobinet-nachrichten zu Wort gemeldet, in dem er deutlich macht, dass es nun Zeit für Taten vonseiten der Bundesregierung ist.

Würzburg (kobinet) Ein Angebot für alle. Es beweist, dass es mehr Teilhabeangebote im ÖPNV für (fast) alle gibt.
Am 01.09.2024 starte im südlichen Landkreis Würzburg das Rufbussystem Callheinz als Ergänzung zu den regulären Bussen im APG-Nahverkehrsgebiet.

Frankfurt (kobinet) Bei seinem Besuch im Hessischen Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung (HKFB) in Frankfurt hat Andreas Winkel, Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, das HKFB als wichtige und kompetente Anlaufstelle für Frauen mit Behinderung, ihre Angehörigen sowie für Fachkräfte gewürdigt. Winkel tauschte sich mit HKFB-Leiterin Rita Schroll über Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen aus, mit denen Frauen mit Behinderung in ihrem Bestreben konfrontiert sind, volle gesellschaftliche Teilhabe zu erlangen. Wichtige Punkte waren dabei unter anderem Unzulänglichkeiten bei der medizinischen Versorgung von Frauen mit Behinderung sowie notwendige Verbesserungen bei Hilfsangeboten für von Gewalt betroffene Frauen mit Behinderung.

HAMBUG (kobinet) In der Zeit vom 8. September bis zum 13. Oktober 2024 geht der Spendenlauf der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (ESA) in die nächste Runde. Unter dem Motto „Werde Life Investor“ geht es darum, Kilometer zu machen für den guten Zweck! Egal bei der Joggingrunde oder beim Spaziergang: Einen Euro pro zurückgelegtem Kilometer investieren die teilnehmenden Unternehmen in innovative Förderprojekte der ESA – von Sportkursen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung über Therapieangebote bis hin zu neuen inklusiven Kunst- und Kulturprojekten.

PIRNA-SONNENSTEIN (kobinet) In aller Deutlichkeit widersprechen die Gedenkstätten Pirna-Sonnenstein und Großschweidnitz der von Klaus Heckemann in den KVS-Mitteilungen geäußerten „Zukunftsvision“ einer eugenisch begründeten Mutationssuche bei Frauen mit Kinderwunsch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gedenkstätten kritisieren, dass ein Repräsentant der ärztlichen Selbstverwaltung in Sachsen den historisch belastenden Begriff der Eugenik nutzt, um aktuelle gesundheitspolitische Debatten zu führen

Reinach BL (kobinet) Sport ist Mord. Und Behindertensport ist Mord an Behinderten. So einfach ist das. Oder etwa nicht? Warum soll für den Behindertensport nicht gelten, was für den Sport der Normalos erwiesenermaßen zutrifft? Hier wie dort müssen sich die Leistungen immer wieder überbieten. Schneller, stärker, weiter ist die Losung – bei Behinderten wie bei Nichtbehinderten. Und nie darf die fatale Spirale zu tanzen aufhören. Sie dreht sich immer weiter – bis es eben Leben kostet. Die Geschichte des Sports ist voller Beispiele dafür.
Eine Glosse.

Berlin (kobinet) „Wir brauchen eine Revolution für Barrierefreiheit, Inklusion und Menschenrechte und die muss jetzt beginnen“, fordert Prof. Dr. Sigrid Arnade, Sprecherin der LIGA Selbstvertretung. Sie erinnert an die Prüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) durch den UN-Fachausschuss genau vor einem Jahr in Genf. Damals, am 29. und 30. August 2023, leitete Arnade die zivilgesellschaftliche Delegation, und sie begrüßte die deutliche Kritik, die der Ausschuss an der schleppenden Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland äußerte.

Berlin (kobinet) Vor einem Jahr, am 29. und 30. August 2023, fand in Genf die Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vor dem Ausschuss über die Rechte von Menschen mit Behinderungen statt. Dabei gab es nicht nur Proteste von behinderten Menschen und ihren Angehörigen, die auf die schleppende Umsetzung der Konvention in Deutschland und auf Menschenrechtsverletzungen hinwiesen. Es hagelte auch vonseiten des Ausschusses kräftig Kritik an der Exklusion und den fehlenden Strategien und Maßnahmen zur Inklusion in Deutschland. Während bisher immer noch keine offizielle Übersetzung der Abschließenden Bemerkungen des Ausschuss in deutsch vorliegt, hat die Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beim Deutschen Institut für Menschenrechte den Staatenprüfungsprozess gut dokumentiert und auch die Mitschrift der Ausschussanhörung veröffentlicht.

Berlin / Paris (kobinet) Die Paralympischen Spiele sind nach Ansicht von Tina Winklmann, Sprecherin für Sportpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, weit mehr als ein sportliches Großereignis – sie seien ein kraftvolles Symbol für Inklusion, Gleichberechtigung und die Überwindung von Barrieren, sowohl physischer als auch mentaler Art. „Unsere deutschen Athletinnen und Athleten repräsentieren unser Land mit Stolz und unerschütterlichem Willen. Sie stehen nicht nur für sportliche Höchstleistungen, sondern auch für die Kraft, Hürden zu überwinden. Die Athletinnen und Athleten sind Vorbilder und zeigen uns, dass Menschen mit Behinderung nicht durch ihre Einschränkungen definiert sind, sondern ihre Fähigkeiten und ihr Mut sie ausmacht“, betonte die Politikerin.

Berlin (kobinet
Berlin (kobinet Scharfe Kritik hagelt es derzeit von einer Reihe von Verbänden an den eugenischen Äußerungen des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen. „Aus gegebenem Anlass fordern wir die sofortige Abberufung von Dr. Klaus Heckemann aus dem Amt als Vorstandsvorsitzendem Ihrer KV.“ So heißt es in einer aktuellen Stellnungnahme der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (achse). „Die Eugenik-Äußerungen des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen stoßen auf massive Kritik. Rücktrittsforderungen werden laut. Verbandsvertreter fordern, dass er sich erklärt. Auch Sachsens Sozialministerin reagiert“, heißt es auch in einem aktuellen Beitrag der Leipziger Volkszeitung mit der Überschrift: „Klaus Heckemann in der Kritik: ‚Verstörend und absolut inakzeptabel'“. Worum geht es?

Mainz (kobinet) Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen können sich bei Konflikten und Problemen in ihrer Einrichtung seit diesem Sommer an die Ombudsperson des Landes Rheinland-Pfalz, Sven Lefkowitz, wenden. Die neue Ombudsstelle für Einrichtungen der Pflege hat ihren Sitz beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) in Mainz. Die Ombudsperson arbeitet unparteiisch und unabhängig. Die Sozialministerin von Rheinland-Pfalz, Dörte Schall, betonte dazu: „Die Einrichtung einer Ombudsstelle ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Rechte pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer Angehörigen. Allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Einrichtungen der Pflege sowie deren Angehörigen steht damit eine unabhängige Anlaufstelle zur Verfügung, die Sorgen aufnimmt und bei Konflikten vermittelt.“

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Potsdam (kobinet) Ab dem 4. September 2024 bietet die Potsdamer Einzelfallhilfe-Manufaktur nun ein regelmäßiges Beratungsangebot an. „Mit dem neuen Teammitglied, Nina Waskowski, wird auch der Peer Counseling-Ansatz – von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung – berücksichtigt.“, freut sich Oliver Käding, Geschäftsführer der Einzelfallhilfe-Manufaktur. Über die Jahre hinweg erreichten den Verein viele Fachfragen zu den unterschiedlichsten Themen rund um das Thema Inklusion: von der Einzelfallhilfe und Assistenz über Pflege, Hilfsmittelversorgung, Barrierefreiheit bis hin zur Beantragung eines Schwerbehindertenausweises. Deshalb wurde nun eine professionelle Beratungsstelle eingerichtet.

KASSEL (kobinet) Die Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) in Hessen erhalten im Jahr 2024 rund 3,4 Millionen Euro vom Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen. Nach einer Erhöhung im vergangenen Jahr ist das eine weitere Steigerung um rund 257.000 Euro. Sie resultiert aus einem gestiegenen Grundförderbetrag. Diese finanzielle Unterstützung hat der Verwaltungsausschuss des LWV heute beschlossen.

BERLIN (kobinet) Mit dem Blick auf die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen, wonach die Hälfte aller Menschen, die studieren, weniger als 867 Euro im Monat zur Verfügung, fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband eine effektive Reform des BAföG und Hilfe bei den Wohnkosten für Studierende. Der Paritätische Gesamtverband warnt in diesem Zusammenhang vor weiterer Verarmung von Studierenden in Deutschland.

BERLIN (kobinet) In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Stephanus Seniorenzentren Müggelspree und dem Haus zur Brücke entsteht auf einem zirka 3.200 Quadratmeter großem Grundstück ein sechsgeschossiges Gebäude mit einer Geschossfläche von etwa 10.000 Quadratmeter. Das ganze Bauprojekt in der Wendenschloßstraße in Berlin-Köpenick wird rund 30 Millionen Euro kosten.

Berlin (kobinet) Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig zeigt Fotos von Martin Jehnichen aus den Jahren 1988 bis 1990. Als Student aus Westdeutschland war er mittendrin bei den Protesten am 40. Gründungstag der DDR und fotografierte das brutale Vorgehen der Staatsmacht. Wie so viele Protestler wurde Jehnichen geschlagen, verletzt und festgenommen. Aufgrund seines bundesdeutschen Passes kam er aber rasch frei und wurde des Landes verwiesen. Nach dem Fall der Mauer kam er zurück und lebt bis heute in der Leipziger Südvorstadt.

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Paris (kobinet) Das Medienecho ist groß, das Wetter war gut, die Sportler*innen sind hoch motiviert und die Versprechen sind groß. Seit 22:37 Uhr am 28. August sind die Paralympics 2024 in Paris eröffnet. Der französiche Präsident Emmanuel Macron hat die traditionelle Begrüßungsformel gesprochen, so dass nun die Spiele während der elf Wettkampftage in der französischen Hauptstadt, an denen in 22 Sportarten 549 Entscheidungen fallen, beginnen können. Aber auch in Sachen Inklusion gab es klare Worte: „‚Es ist bewiesen, dass wir mehr tun müssen. Vor 225 Jahren war der Place de la Concorde Zentrum der französischen Revolution, ich hoffe, dass hier nun auch der Funke zur Inklusionsrevolution überspringt. Vive la revolution de inclusion‘, sagte Andrew Parsons, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees. ‚Ab jetzt wird Geschichte geschrieben‘, rief Organisationschef Tony Estanguet den Zuschauern zu“, wie es in einem Bericht von ntv heißt.

Berlin (kobinet) „Bei den Landtagswahlen im September 2024 Demokratie, Vielfalt und Inklusion wählen“, mit diesem über Facebook verbreiteten Post wirbt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) für die Teilnahme an den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen, die am 1. September 2024 stattfinden, sowie für die Landtagswahl am 22. September 2024 in Brandenburg. Dabei plädiert der Verband bei der Wahlentscheidung für eine Wahl im Sinne der Demokratie, Vielfalt und Inklusion. „Wir treten für eine inklusive, vielfältige und offene Gesellschaft ein, in der alle Menschenrechte und Grundfreiheiten geachtet und gelebt werden. Jeglicher Form von Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt erteilen wir eine klare Absage!“ heißt es weiter auf dem Facebook-Post des DBSV.

Berlin (kobinet) Anlässlich des 2. Todestages lädt das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation am 10. September 2024 um 15:00 Uhr zum Gedenken an Dr. Ilja Seifert an seinem Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte, Chausseestr. 126, ein. Dr. Ilja Seifert, geborem am 6. Mai 1951, Behindertenaktivist, Bundestagsabgeordneter und Lyriker, langjähriger Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland „Für Selbstbestimmung und Würde“ (ABiD) sowie des Berliner Behindertenverbandes (BBV), gründete das ABiD-Institut im Jahr 2018. (Vereinsleben | ABiD-Institut Behinderung & Partizipation). Er starb am 10. September 2022″. Darauf haben Dr. Karsten Lippmann (Vorsitzender) und André Nowak (stellv. Vorsitzender) des Instituts hingewiesen.

Berlin (kobinet) Das Bundeskabinett hat am 28. August 2024 den Entwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung der gesetzlichen Unfallversicherung beschlossen. Damit werden Unbilligkeiten beseitigt, Schutzlücken geschlossen und die Verwaltung von Bürokratie entlastet, wie es vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales heißt. „Mit dem Unfallversicherungs-Weiterentwicklungsgesetz bringen wir ein Update auf den Weg und gewährleisten einen Unfallversicherungsschutz auf der Höhe der Zeit. Die veränderte Sicherheitslage in der Welt erfordert, dass alle im Gesetz genannten Krisenhelfergruppen einen umfassenden Versicherungsschutz bei Unfällen im Einsatzland erhalten. Auch sind neue Regelungen für Unfälle auf dem Arbeitsweg bei der Begleitung von Kindern zu Schule und Kita nötig. Zudem wird der Unfallversicherungsschutz von Studierenden verbessert. Gleichzeitig bauen wir Bürokratie ab und beschleunigen Verfahren“, teilte der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil mit.

Berlin (kobinet) Am 25. März 2025 verleiht der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) zum 23. Mal den Deutschen Hörfilmpreis. Ab sofort und bis zum 15. Oktober 2024 können Vorschläge für Hörfilm-Produktionen in den folgenden sechs Kategorien eingereicht werden: Spielfilm Kino, Spielfilm TV/Mediatheken/Streaming, Serie, Dokumentation, Kinder-/Jugendfilm und Filmerbe. Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 jährlich in Berlin vergeben. In Anlehnung an den Begriff Audiodeskription (AD) wird der Preis auch „ADele“ genannt, wie der DBSV mitteilte.

Reinach BL (kobinet) Wir haben einen Kontakt zu Walter Beutler, Basel Schweiz, hergestellt. Er schreibt Kolumnen. Diese wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten:
Ich musste ja schon leer schlucken, als ich das erste Mal begriff, wie radikal der Inklusionsgedanke wirklich ist. Ich, ein abgebrühter Behinderter – pardon: Mensch mit Behinderung –, seit über fünfzig Jahren im Rollstuhl, im Spital und in Heimen aufgewachsen, später fast schon krankhaft freiheitsliebend und selbständig. Ich also musste leer schlucken, als ich das Credo der Inklusion zur Kenntnis nahm: Keine Sonderlösungen!

BERLIN (kobinet) „Wir stehen am Scheideweg !“ sagt die Bundesvereinigung Lebenshilfe mit dem Blick auf die anstehenden Wahlentscheidungen in Sachsen und in Thüringen. Sie warnt angesichts der hohen Umfragewerte einer demokratiefeindlichen Partei, die in Thüringen vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird und deren Landesvorsitzender ein wegen Nazi-Parolen verurteilter Faschist ist. Die Lebenshilfe appelliert deshalb an alle unentschlossenen Wählerinnen und Wähler: „Gehen Sie zur Wahl und unterstützen mit Ihrer Stimme demokratische Parteien! Wählen Sie nicht die AfD!“

STUTTGART (kobinet) Der zweiten Berichts zur gesellschaftlichen Teilhabe hat sich mit der Wohnsituation armutsgefährdeter Menschen in Baden-Württemberg befasst. In die Untersuchungen dazu sind auch die Perspektiven einzelner Betroffenengruppen eingeflossen. Dieser Bericht bestätigt, dass es für armutsgefährdete Menschen schwierig ist, auf dem angespannten Wohnungsmarkt eine Wohnung zu finden. Sie haben geringere finanzielle Möglichkeiten und sind bei der Wohnungssuche einer Form von Diskriminierung ausgesetzt. Wenn sie eine Wohnung haben, sind sie von den steigenden Wohnkosten der letzten Jahre besonders betroffen. Daher besteht für armutsgefährdete Menschen auch die Gefahr, wohnungslos zu werden.

Berlin (kobinet) Am 10. September 2024 findet in Berlin eine Protestaktion für Barrierefreiheit und die Einhaltung der im Koalitionsvertrag dazu gemachten Versprechen für Gesetzesreformen statt. Los geht es mit einer Kundgebung um 10:00 Uhr mit einer Pressekonferenz um 10:30 Uhr am Brandenburger Tor, wie Ottmar Miles-Paul vom Aktionsbündnis für die Reform des BGG und AGG für mehr Barrierefreiheit mitteilte. Mit dabei ist die über 5 Meter hohe Freiheitsstatue im Rollstuhl – Miss Liberty -, die sich ab 11:00 Uhr mit Teilnehmenden einer rollenden Demonstration auf einem Anhänger durch Berlin zu den einzelnen für die Barrierefreiheit und Antidiskriminierung verantwortlichen Ministerien begibt. „Um ein kraftvolles Zeichen für Barrierefreiheit und Nichtdiskriminierung zu setzen, brauchen wir euch alle, ob mit Auto, Bussen, Tandems oder Einzelfahrrädern, Rollstuhl oder auch einfach nur als ermutigende Zuschauer*innen am Straßenrand“, heißt es von den Akteur*innen der Protestaktion.

Bremen (kobinet) „Sie ist zwölf Meter lang, knapp fünfeinhalb Meter hoch, flauschig und blau – und wo Wüna auftaucht, da ist garantiert Bewegung. Als Leit- und Symboltier des Vereins Blaue Karawane wirbt das riesige blaue Kamel seit nunmehr 30 Jahren für Toleranz, Selbstbestimmung, Kreativität und Individualität 1994 wurde es in der Aucoop Bootswerkstatt in Vegesack gebaut. Und das kam so …“, heißt es in einem Bericht von Anne Gerling im Weser Kurier.

Berlin (kobinet) „Das AGG wird 18 Jahre und die Reform lässt auf sich warten: Schluss damit, gebt uns was zum Feiern!“ Mit diesen Worten hat das Bündnis AGG Reform Jetzt! im Nachgang zum 18. Geburtstag des am 18. August 2006 in Kraft getretenen und dringend reformbedürftigen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) insgesamt 4 Kilogramm Microwellen-Popcorn an Mitglieder des Deutschen Bundestags, Ministerien und das Kanzleramt versandt. Und dies mit der Aufforderung: „Lasst es endlich krachen – AGG Reform Jetzt! „Denn die Zeit drängt: Die AGG-Reform muss jetzt angepackt werden. Die nächste Bundestagswahl ist bald nur noch ein Jahr entfernt und im Wahlkampf kein Platz für große Reformen“, heißt es vonseiten des Bündnis AGG Reform Jetzt.

Berlin (kobinet) „E-Scooter: Das Chaos beenden, nicht das Chaos verschlimmern“, so lautet der Titel einer Petition auf der Plattform openPetition. „Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Leih-E-Scootern. Sie blockieren Gehwege, Plätze, Haltestellen und Parkwege. Sie werden oft regelwidrig und rücksichtslos gefahren: auf Gehwegen schnell und dicht an Gehenden vorbei, betrunken, zu zweit oder zu dritt, dicht an Haustüren und Ecken. Auch auf Radwegen und Fahrbahnen werden Grundregeln oft missachtet: gerade Linien halten, Rechtsfahren, korrekt abbiegen und mehr. Am stärksten gefährdet sind Kinder, Menschen im hohen Alter und Menschen mit Behinderungen – vor allem blinde Menschen, die stehende E-Scooter oft mit dem Stock nicht erfassen und dann über sie stolpern. Kurz: Leih-E-Scooter sind mehr Mobilitätshindernisse als Mobilitätsförderer. Sie bieten neue Optionen für Wenige, aber beeinträchtigen viele Menschen“, heißt es u.a. im Text zur Petition, die von FUSS e.V Berlin gestartet wurde.

Berlin (kobinet) Heute, am 28. August 2024 beginnen die Paralympischen Sommerspiele 2024 in Paris. Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer: „Mit den Paralympics steht ein weiteres großartiges Sportevent unmittelbar bevor. Beim drittgrößten Sportfest der Welt kämpfen allein im „Team D Paralympics“ 143 Sportlerinnen und Sportler in insgesamt 18 der 22 Sportarten um Medaillen. Damit umfasst das deutsche Aufgebot mehr Para-Athletinnen und -Athleten als in Tokio vor drei Jahren. Ein Zeichen dafür, dass der Para-Sport in Deutschland im Aufwind ist. Dieses Momentum muss auch positive Auswirkungen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Breitensport entfalten. Noch können zu wenige von ihnen Sport treiben. Häufig scheitert dies an Faktoren wie der fehlenden Barrierefreiheit von Sportanlagen oder nicht geeigneten Angeboten in den Vereinen.“

Schwerin (kobinet) Ab sofort können Anträge bei der neu eingerichteten Fach- und Beratungsstelle für Diversität und Inklusion Mecklenburg-Vorpommern gestellt werden. Damit unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern Kulturträger bei der Verbesserung von Barrierefreiheit und Teilhabe im Kulturbereich mit Beträgen von 1.000 bis zu 5.000 Euro pro Antragsteller. Insgesamt stehen dafür 100.000 Euro zur Verfügung. Anträge können bis 30. September 2024 gestellt werden auf https://kulturinklusiv-mv.de/. Darauf hat das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten von Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam gemacht.

Plau am See (kobinet) „It’s the economy, stupid!“ Mit diesem Slogan, der sich ungefähr mit „Es ist die Wirtschaft, Dummkopf!“ übersetzen lässt, gewann Bill Clinton einst die amerikanische Präsidentschaftswahlen. Da bekommen wir doch recht unverblümt und unverkleistert vor die Nase gehalten, dass man so etwas wie ein Dummkopf ist, wenn man nicht wahrhaben will, dass in unserem Gesellschaftssystem mehr oder weniger alle Dinge immer irgendwie mit Ökonomie zu tun haben. Wie sollte es denn in einer kapitalistischen Gesellschaft auch anders sein?

Berlin (kobinet) Vor gut einem Jahr hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Reformen im System der Werkstätten für behinderte Menschen und für einen inklusiveren Arbeitsmarkt angekündigt. Die Betroffenen warten jedoch immer noch auf konkrete Gesetzesinitiativen. Der Nachrichtendienst EU-Schwerbehinderung hat nun beim BMAS nachgefragt. Von dort heißt es: „Der Gesetzentwurf für ein Zweites Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts und die Übergänge von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wird aktuell im BMAS vorbereitet. Damit sollen insbesondere die Alternativen zu einer Beschäftigung in der WfbM gestärkt werden. Daneben sind erste Verbesserungen beim Entgelt der WfbM-Beschäftigten vorgesehen, die mit den Werkstatträten Deutschland und Starke.Frauen.Machen erörtert wurden.“

BERLIN (kobinet) Wer damit beginnt, sich mit Barrierefreiheit beschäftigt und barrierefreie Angebote gestalten möchte, steht erst einmal vor einem großen Berg an Fragezeichen, die alle in den Fragen münden: „Wo fange ich an ?“ und „Wie gestalte ich diese Arbeit ?“ Den Wunsch, barrierefreie Angebote machen zu können, den gibt es eigentlich überall. Nur scheint das praktische Umsetzen dieses Zieles nicht ganz so einfach zu sein. Noch viel zu oft ist es auch so, dass mit gutem Vorsatz und sehr viel Energie an das barrierefreie Gestalten gegangen wird. Bald wird dann jedoch festgestellt, dass die Zeit des entsprechenden Projektes viel zu kurz ist oder das veranschlagte Geld doch nicht reicht

Leipzig (kobinet) Am 25. August 2024 führten Aktive des Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZsL) Sachsen eine Sternfahrt nach Leipzig zum barrierefreien Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durch. „Anschliessend diskutierten wir mit dem Landesinklusionsbeauftragten des Freistaates Sachsen im Haus der Demokratie Leipzig zum Thema.“ Über diese Aktion berichtet Birger Höhn auf Facebook. Diese Aktion fügt sich in eine Reihe von Aktivitäten ein, mit denen sich behinderte Menschen derzeit für mehr Barrierefreiheit und vor allem für die Umsetzung der im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP auf Bundesebene verankerten Maßnahmen zur Barrierefreiheit einsetzen. So warten die Betroffenen immer noch auf einen Referentenentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und auch bei der Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sind noch keine nennenswerten Aktivitäten des Bundesjustizministeriums in Sicht.

Berlin (kobinet) Der Bundeshaushalt 2025 sieht an vielen Stellen Einsparungen vor. Dabei hat die Bundesregierungen auch Einsparungen im Bereich Soziales vorgesehen. Die Bundesregierung teilte dazu mit: „Mit 409,65 Millionen Euro soll die Inklusion von Menschen mit Behinderungen gefördert werden (2024: 523,7 Millionen Euro). Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen nach dem Bundesteilhabegesetz will die Regierung mit 135,48 Millionen Euro fördern. Im Etat für 2024 waren dafür noch 234,03 Millionen Euro eingestellt.“ Der Nachrichtendienst EU-Schwerbehinderung hat nachgehakt und diese Zahlen nach eigenen Angaben einem Faktencheck unterzogen, in dem dieser beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales nachgefragt hat.

Frankfurt (kobinet) „Die Spielzeugindustrie setzt verstärkt auf Vielfalt: Barbie im Rollstuhl, Lottie mit Hörgerät und LEGO Braille Bricks bringen Inklusion ins Kinderzimmer. Diese Innovationen fördern Repräsentation und Verständnis spielerisch.“ So heißt es in einem Beitrag mit dem Titel „Vielfalt im Kinderzimmer: Wie Spielzeughersteller Inklusion fördern“ des Good News Magazin, auf den Sabine Lohner in ihren Medientipps für die kobinet-nachrichten hinweist.

Mainz (kobinet) „Barrierefrei für alle“: Unter diesem Motto macht das ZDF derzeit bundesweit auf das Thema ‚Barrierefreiheit‘ aufmerksam. Mit der Kampagne setzt sich der Sender für mehr Barrierefreiheit im Programm ein und zeigt, wie dies für alle Menschen möglich wird – unabhängig von temporären oder dauerhaften Einschränkungen ihres Hör- oder Sehvermögens. Darauf macht das ZDF mittels einer Presseinformation aufmerksam.