Hamburg (kobinet)
Werk-statt-räte Deutschland ruft zu einer Demo auf.
Demo bedeutet: Viele Menschen gehen zusammen auf die Straße.
Sie zeigen so ihre Meinung.
Der Werk-statt-rat vertritt die Menschen in der Werk-statt.
Die Menschen in der Werk-statt wählen den Werk-statt-rat.
Die Menschen wollen etwas verändern.
Das zeigen sie mit der Demo.
Die Demo ist am Dienstag, dem 15. September 2026.
Sie beginnt um 10 Uhr.
Sie endet um 13 Uhr.
Der Ort ist der Rathausmarkt in Hamburg.
Die Demo hat 2 Gründe:
Menschen in Werk-stätten bekommen zu wenig Geld.
Das soll sich endlich ändern.
Die Bundes-regierung will Geld kürzen.
Die Bundes-regierung besteht aus dem Bundes-kanzler und den Ministern.
Sie kümmern sich um die Politik in ganz Deutschland.
Kürzen bedeutet: Es soll weniger Geld geben.
Das betrifft die Eingliederungs-hilfe.
Eingliederungs-hilfe ist Geld und Unterstützung vom Staat.
Die Hilfe ist für Menschen mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Diese Unterstützung soll nicht weniger werden.
Deshalb gehen die Menschen auf die Straße.
Werk-statt-räte Deutschland schreibt:
3 verschiedene Bundes-regierungen haben mehr Geld versprochen.
Keine Bundes-regierung hat das Versprechen gehalten.
Kommt zur Demo.
Teilt den Aufruf mit anderen Menschen.
Ein Aufruf ist eine Bitte an viele Menschen.
Man sagt: Bitte macht alle mit!
Foto: Werkstatträte Deutschland
Hamburg (kobinet)
"Es war einmal ein Land, in dem alle gut bezahlt werden. Bei uns ist das ein Märchen. Ein besseres Entgelt und ein inklusiver Arbeitsmarkt: versprochen von drei Bundesregierungen, geliefert von keiner. Dafür gehen wir auf die Straße. Und gegen die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Dienstag, 15. September, 10 bis 13 Uhr, Rathausmarkt Hamburg. Kommt dazu und teilt diesen Aufruf. #wirverdienenmehr", so heißt es in einem Facebook-Post von Werkstatträte Deutschland zur Ankündigung der Demonstration am 15. September 2026 in Hamburg.
Foto: Werkstatträte Deutschland
Hamburg (kobinet)
"Es war einmal ein Land, in dem alle gut bezahlt werden. Bei uns ist das ein Märchen. Ein besseres Entgelt und ein inklusiver Arbeitsmarkt: versprochen von drei Bundesregierungen, geliefert von keiner. Dafür gehen wir auf die Straße. Und gegen die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Dienstag, 15. September, 10 bis 13 Uhr, Rathausmarkt Hamburg. Kommt dazu und teilt diesen Aufruf. #wirverdienenmehr", so heißt es in einem Facebook-Post von Werkstatträte Deutschland zur Ankündigung der Demonstration am 15. September 2026 in Hamburg.





Die Reaktion der Bundesregierung ist eine Lehrbuchstunde in politischer Arbeitsverweigerung. Wenn die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen dreimal schneller steigt als im Gesamtdurchschnitt und mit fast 193.000 Betroffenen den höchsten Stand seit über 20 Jahren erreicht, ist das kein schicksalhafter Konjunktureffekt, sondern das Ergebnis einer jahrzehntelangen Verfehlung.
Der gebetsmühlenartige Verweis auf Kündigungsschutz und „anstehende Werkstattreformen“ ist eine reine Nebelkerze. Kündigungsschutz schützt niemanden vor Nicht-Einstellung, und die WfbM ist keine Job-Perspektive, sondern ein Verschiebebahnhof ohne Mindestlohn und ohne Arbeitsrechte, der vor allem dazu dient, die Arbeitslosenstatistik sauber zu halten.
Seit dem Koalitionsvertrag von 2005 haben mindestens fünf Bundesregierungen immer wieder versprochen, das Werkstattsystem zu reformieren. Schon 2006 lag mit der „Deutzer Erklärung“ des 3. Alternativen Werkstättentages ein fertiges Konzept auf dem Tisch: Sie forderte eine verbindliche, gesetzliche 10-Jahres-Frist für die Umwandlung und Auflösung der Sonderwelt WfbM zugunsten des ersten Arbeitsmarktes. Diese Zehn-Jahres-Frist ist seit 2016 verstrichen! Die Politik und die Wohlfahrtsverbände haben diese Blaupause bewusst ignoriert, um ihr milliardenschweres System abzusichern.
Wer angesichts dieses Rekordstands an Arbeitslosigkeit Betroffene wieder auf vage Reformversprechen vertröstet, betreibt Inklusion im Rückwärtsgang. Was wir brauchen, ist kein Weiter-so, sondern die Durchsetzung des gesetzlichen Mindestlohns (§ 221 SGB IX ersatzlos streichen), eine drastische Erhöhung der Ausgleichsabgabe für Verweigerer-Betriebe und die konsequente Umsetzung von Artikel 27 der UN-BRK.