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Berlin (kobinet)

Berlin (kobinet)

Berlin (kobinet) „Die Bewegung behinderter Menschen für selbstbestimmtes Leben reicht weit über Deutschland hinaus. Seit 1989 gibt es das Europäische Netzwerk für selbstbestimmtes Leben (ENIL). Wir organisieren regelmäßig den Freedom Drive bei dem Menschen mit Behinderung aus ganz Europa und darüber hinaus in Brüssel zusammenkommen, um gemeinsam für Ihre Rechte einzutreten. Unter dem Motto ‚Reclaim your rights“ (Fordere deine Rechte ein) werden vom 23. bis zum 25. September 2024 in Brüssel Workshops, eine Konferenz, eine Anhörung im Europäischen Parlament und ein Protestzug durch das Europaviertel stattfinden.“ Darauf hat Florian Sanden von ENIL die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

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Schwerin (kobinet) Diese Woche stellte Kulturministerin Bettina Martin gemeinsam mit dem Geschäftsführer des gemeinnützigen Trägers Kultur Land MV, Hendrik Menzl, den Bericht „Kultur inklusiv Teilnahmebedingungen an Kulturangeboten für Menschen mit Behinderungen in Mecklenburg-Vorpommern“ der Öffentlichkeit vor. Der Bericht wurde durch das Kulturministerium aus Mitteln der kulturellen Projektförderung mit 45.000 Euro finanziert und durch die Fachstelle Kulturelle Bildung und Kultur Land MV erstellt. Darauf weist das Kultusministerium von Mecklenburg-Vorpommern hin.

HANNOVER (kobinet) Der „Zweite Bericht zur inklusiven Schule“ der Landesregierung. macht einige positiven Aspekte deutlich, die belegen, dass sich die Inklusion an niedersächsischen Schulen in ungenügendem Tempo entwickelt. Die Anzahl der Kinder mit Förderbedarf, die eine inklusive Schule besuchen, befindet sich seit fünf Jahren auf dem gleichen Niveau. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert diese Stagnation und fordert mehr Anstrengungen seitens der Landesregierung

Luxemburg (kobinet) Elf Lesungen hat er schon hinter sich. Kurz vor der Sommerpause geht es für Ottmar Miles-Paul aber noch einmal auf Tour zu einer Lesung aus seinem Roman „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen und Alternativen dazu nach Luxemburg. Im Rahmen eines Workshops der Universität Luxemburg bei der Veranstaltung „Alles normal – Letz Celebrate Inclusion“ mit dem Titel: „Welche Arbeit braucht die inklusive Gesellschaft?“ im Forum Geesseknäppchen, 40 Boulevard Pierre Dupong, in L-1430 Hollerichfindet findet am 13. Juli 2024 von 10:00 – 13:30 Uhr eine Lesung von Ottmar Miles-Paul mit seinen Leseassistent*innen Peter Stabenow und Susanne Göbel mit Diskussion statt.

Dresden (kobinet) „Vor ein paar Tagen haben sich morgens um 9 Uhr Vertreter*innen der Initiative Neustad(t)raum, des Verbandes der Körperbehinderten der Stadt Dresden und Neustadt-Kümmerer Peter Thormeyer in Seidels Klosterbäckerei getroffen. Gemeinsam starteten sie eine ‚Rampen-Tour‘. Vorneweg Annett Heinich. Sie und andere Rollstuhlfahrer*innen hatten mobile Rampen im Gepäck und wollten praktisch testen, ob und mit welcher Rampe der Zugang für Rollstuhlnutzer*innen in Läden, Restaurants, Cafés oder Kulturstätten mit maximal zwei Stufen am Eingang ermöglicht werden kann.“ So heißt es in der Einführung eines Berichts des Online-Magazin für Dresden Neustadt Neustadt-Geflüster. Annett Heinich erklärte dazu gegenüber den kobinet-nachrichten: „Die von der Regierungskoalition versprochene Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz für mehr Barrierefreiheit könnte eine solche Sisyphus-Arbeit überflüssig machen.“

Mainz (kobinet) Dörte Schall, neue Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung von Rheinland-Pfalz, hat am 10. Juli 2024 die Amtsgeschäfte übergenommen. Zuvor war sie von Ministerpräsident Alexander Schweitzer ernannt und anschließend im Landtag vereidigt worden. Anlässlich der Amtsübergabe dankte Dörte Schall ihrem Vorgänger, Ministerpräsident Alexander Schweitzer, sowie dem früheren Staatssekretär und Amtschef Fedor Ruhose für die erfolgreiche Arbeit, die reibungslose Amtsübergabe und den vertrauensvollen Austausch. Dörte Schall erklärte: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die enge Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen. Rheinland-Pfalz ist ein vielfältiges, lebenswertes und erfolgreiches Bundesland, in dem die Menschen gerne leben und mit Zuversicht in die Zukunft blicken können.“

Berlin (kobinet) „Medizinische Rehabilitation als Schlüssel zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit für Menschen mit Behinderungen“, so lautet der Titel eines Beitrags von Lars Hemme von der Fachstelle Teilhabeberatung, der im aktuellen Newsletter der Fachstelle Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung veröffentlicht wurde. „Die Teilhabe am Arbeitsleben ist von großer Bedeutung – nicht nur um den Lebensunterhalt zu sichern, sondern auch für die persönliche Entfaltung und das soziale Miteinander. Menschen mit Behinderungen sehen sich jedoch oft mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, wenn es um die Teilhabe am Arbeitsleben geht. Eine neu auftretende Behinderung oder eine Verschlimmerung dieser kann den Arbeitsplatz gefährden“, schreibt Lars Hemme u.a.

MAGDEBURG (kobinet) Im Leben gibt es immer wieder einmal Anlässe, sich an Personen zu erinnern, die man früher kannte. Bei mir ist das häufig meine Großmutter. „Bist Du Gottes Sohn, dann hilft Dir selbst !“ hatte sie immer gesagt und das ist mir wieder eingefallen als ich die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion an den Landtag von Sachsen-Anhalt in die Hand bekam. Die Linksfraktion hatte nach den öffentliche Toiletten an Bahnhöfen beziehungsweise Haltepunkten in Sachsen-Anhalt gefragt.

BERLIN (kobinet) In Zusammenarbeit mit dem Verein Leben mit Behinderung Hamburg hat der Lebenshilfe-Verlag in Berlin eine neue Broschüre veröffentlicht: Sie trägt den Titel„BestimmtSelbst – Eine Arbeitshilfe zur Unterstützten Entscheidungsfindung in der rechtlichen Betreuung“. Die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung zu stärken und ihre Wünsche in den Vordergrund zu rücken, ist das Ziel. Hierbei unterstützt die Broschüre rechtliche Betreuerinnen und Betreuer.

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HANNOVER (kobient)
HANNOVER (kobient) Wer in Niedersachsen in einem Pflegeheim lebt, muss immer mehr dazubezahlen. Das zeigt eine aktuelle Berechnung des Verbands der Ersatzkassen (vdek). Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zeigt sich angesichts dieser Zahlen erschüttert und appelliert an die Landesregierung, Betroffene schnell zu entlasten und die Investitionskosten für Pflegeheimplätze zu übernehmen.

Berlin (kobinet) Die Suche nach dem Referentenentwurf für die im Koalitionsvertrag versprochene Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) für mehr Barrierefreiheit gestaltet sich nach wie vor schwierig. Am 5. Juli 2024 hatte sich die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) bewaffnet mit einer Lupe beim Bundesjustizministerium nach dem Entwurf umgeschaut und ihn dort nicht gefunden. Nun schauten sich Aktive von der ISL am 10. Juli beim Bundesfinanzministerium um. Aber trotz der guten Lupe von Juliane Harms vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) war auch dort der Referentenentwurf nicht zu finden, wie Alexander Ahrens von der ISL den kobinet-nachrichten mitteilte. Nach der Einigung zum Haushalt 2025 hatten die Betroffenen gehofft, dass es nun mit der Reform vorangeht – aber nach wie vor wird der Referentenentwurf gut versteckt.

Mainz (kobinet) Mit Malu Dreyer hat sich am 10. Juli 2024 eine Institution der rheinland-pfälzischen Landespolitik verabschiedet, die weit über das Bundesland hinausgestrahlt hat. Elf Jahre lang setzte Malu Dreyer in der Behindertenpolitik Zeichen, die bundesweite Ausstrahlung hatten, und elf Jahre lang führte sie Rheinland-Pfalz als Ministerpräsidentin. „ZusammenLand“, diesen Begriff hat Malu Dreyer nicht nur geprägt, sondern wie bei ihrer Verabschiedung im Hof der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei deutlich wurde, auf vielfältige Weise mit Leben gefüllt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul war als ehemaliger Landesbehindertenbeauftragter von Rheinland-Pfalz zusammen mit der derzeitigen Landesbeauftragten Ellen Kubica bei der Verabschiedung von Malu Dreyer in Mainz dabei.

Mainz (kobinet) „Leichte Sprache braucht fast jeder zehnte Mensch“, so titelte die SWR Landesschau Rheinland-Pfalz einen Beitrag, der der Frage nachgeht, was Leichte Sprache ist. Gedreht wurde der fast 5 Minuten lange Film beim Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. Dort gibt es nämlich auch ein Übersetzungsbüro für Leichte Sprache (EULE).

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Dresden (kobinet) Der vom sächsischen Landesbeauftragten für Inklusion der Menschen mit Behinderungen im vergangenen Herbst an die Sächsische Staatsregierung übergebene Bericht über die Ergebnisse seiner Tätigkeit liegt nunmehr als Broschüre vor. Diese kann unter dem Link: Bericht des Landesbeauftragten – Sächsische Staatskanzlei – sachsen.de heruntergeladen oder beim Zentralen Broschürenversand des Freistaates Sachsen unter dem Link: www.publikationen.sachsen.de als Broschüre bestellt werden.

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STUTTGART (kobinet) Den vorgelegten Bericht Bericht und die Empfehlungen der Enquetekommission „Krisenfeste Gesellschaft“ beurteilt der Paritätische Wohlfahrtverband Baden-Württemberg als richtige Stoßrichtung für diese Arbeit aber unzureichend in der Konsequenz der damit verbundenen Anforderungen.

ERLANGEN (kobinet) Eine wichtige Vorrausetzung für Teilhabe sowie ein Grundbedürfnis des Menschen ist, sich mitteilen zu können und verstanden zu werden. Deshalb ist Unterstützte Kommunikation (UK) eine große Errungenschaft für Menschen, die sich nicht oder nur schwer lautsprachlich ausdrücken können. Denn: Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen.

DÜSSELDORF (kobinet) Nach einer aktuellen Auswertung des Verbands der Ersatzkassen müssen Pflegebedürftige in Nordrhein-Westfalen im Ländervergleich mittlerweile den höchsten Eigenanteil aufbringen. Der Sozialverband VdK sieht darin eine erschreckende Entwicklung und fordert eine Pflegevollversicherung als einzigen Ausweg aus dieser Entwicklung und den damit verbundenen Problemen.

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Brüssel (kobinet) Ein Vorschlag der Europäischen Kommission zum sogenannten grenzüberschreitenden Schutz schutzbedürftiger Erwachsener bereitet derzeit einer Reihe von Behindertenrechtler*innen in verschiedenen Ländern der Europäischen Union große Sorgen. „Wir sind besorgt, dass mit der Inkraftsetzung dieses Verordnungsentwurfs die UN-Behindertenrechtskonvention (UN BRK) verletzt würde“, heißt es u.a. in einer Stellungnahme von BODYS, dem Bochumer Zentrum für Disability Studies. Florian Sanden arbeitet als Referent beim European Network on Independent Living (ENIL) und beschäftigt sich dort intensiv mit dem Thema aus der Sicht behinderter Menschen. Er hat den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

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Berlin (kobinet) Das inklusive Job-Speed-Dating-Format der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) gibt es nicht erst seit dem derzeitigen bundesweiten Job-Speed-Dating-Projekt der Selbstvertretungsorganisation aus dem Jahr 2021, sondern schon seit 2017 in Berlin. Damals hatte die ISL ein Projekt namens „Birlikte“, das in Kooperation mit einem Verein für Migration und Behinderung realisiert wurde. Ziel war es dabei, einem inklusiven Arbeitsmarkt im Sinne des Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention näher zu kommen. Ab 2021 startete das bundesweites Projekt „Job-Speed-Dating – gestärkt und inklusiv ins Arbeitsleben“. „Wir wollten unser Peer-Know-How, unsere Methoden und selbstentwickelten Materialien an andere interessierte ‚Zentren für Selbstbestimmtes Leben‘ weitergeben.“ Dies berichtet Maria-Victoria Trümper im Interview mit der Online-Zeitschrift forum arbeit 02/24.

Regensburg (kobinet) Bei ihrem Jahrestreffen vom 4.-6. Juli 2024 in Regensburg tauschten sich die kommunalen Behindertenbeauftragten aus ganz Bayern mit Holger Kiesel, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, aus. Dieses Mal stand unter anderem das Bayerische Behindertengleichstellungsgesetz im Vordergrund. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung war die Überarbeitung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) auf Bundesebene ein fester Bestandteil der Vereinbarungen. Inzwischen ist die Zeit recht knapp und es ist zu befürchten, dass die Bundesregierung die Überarbeitung nicht mehr in dieser Legislaturperiode angehen wird. Das verzögere leider auch die Überarbeitung des Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetzes (BayBGG), die dringend erforderlich wäre.

Berlin (kobinet) Die Verkehrsminister der Länder haben eine Preiserhöhung des Deutschlandtickets ab Oktober angekündigt. Der neue Preis steht noch nicht fest. VdK-Präsidentin Verena Bentele fordert in diesem Zusammenhang: „Das 49-Euro-Ticket ist für viele ein guter Anreiz, das Auto im Alltag häufiger stehenzulassen. Mit einer Preiserhöhung besteht die Gefahr, dass dieser Trend rückläufig wird. Dabei sollte es angesichts des Klimawandels genau umgekehrt sein: Bund und Länder müssen dafür sorgen, dass mehr Menschen Bahn fahren. Jeder sollte seinen Teil zur Transformation hin zu mehr Klimaschutz beitragen können. Menschen mit wenig Einkommen müssen die Möglichkeit bekommen, den ÖPNV zu nutzen. Der VdK fordert daher einen bundesweit einheitlich gültigen Sozialtarif für das Deutschlandticket.“

Berlin (kobinet) Die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP hat sich am 5. Juli 2024 auf einen Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 geeinigt. Nun müsste endlich der Weg für eine Reihe von Reformen frei sein, die im Koalitionsvertrag verankert sind und noch abgearbeitet werden müssen. Das findet zumindest kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der in seinem Kommentar der Frage nachgeht, wo der längst überfällige Referentenentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgestzes für mehr Barrierefreiheit nun bleibt.

Berlin (kobinet) Am 19. Juli 2024 um 16:00 Uhr wird die Wanderausstellung Inklusion im Blick vom Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, in seinem Amtssitz im Kleisthaus in Berlin eröffnet. Dort kann die Ausstellung vom 19. Juli bis zum 6. September im Kleisthaus, Mauerstraße 53 in 10117 Berlin besichtigt werden. Darauf hat der Verein Sozialdenker hingewiesen.

Frankfurt am Main (kobinet) Die 12. Kammer des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main entschied am 3. Juli 2024, dass E-Roller-Anbieter die Kosten tragen müssen, wenn E-Roller von Leitstreifen entfernt werden müssen. Auf diese Entscheidung hat Jan Dürrschnabel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

München (kobinet) Für die Abschieds-und Übergangs-Feier für Andreas Vega, der am 18. Juni 2024 gestorben ist, gibt es eine kleine Planänderung. „Da sich sehr viele Leute angemeldet haben, mussten wir kurzfristig einen anderen Rahmen finden, da die ursprünglich vorgesehene Location nicht genügend Raum bot. Der Termin bleibt bestehen, aber wir treffen uns nun am 12. Juli ab 15:00 Uhr am Orleansplatz 3, im dortigen Kaufhaus im vierten Stock in den Räumen der LAGS.“ Dies teilte Inge Plangger den kobinet-nachrichten mit.

BAD KREUZNACH (kobinet) Seit fast 25 Jahren das Kompetenzzentrum für Menschen mit Autismus gegen die viele Vorurteile in den Köpfen der Menschen an. Jana Schäfer-Bunde ist hier Teamleiterin hat vor kurzem im Rahmen des Bad Kreuznacher Gesundheitsforums die Arbeit der Autismus Ambulanz vorgestellt. An einem der heißesten Juni-Tagen lockte sie 32 Besucher zu einem Vortrag der Volkshochschule, den sie als Expertin der Stiftung kreuznacher diakonie präsentierte.

ESSEN (kobinet) Wenn ein Sozialhilfeempfänger, der eine Schwerbehinderung hat, aus gesundheitlichen und sprachlichen Gründen keine günstigere und angemessene Wohnung finden, darf die Sozialhilfebehörde die zu übernehmenden Unterkunftskosten nicht einfach kürzen. Der Sozialhilfeträger ist dann verpflichtet, bei der Wohnungssuche zu unterstützen

Berlin (kobinet) „Versprechen muss man halten! Wo bleibt der Gesetzentwurf zum BGG? Privatwirtschaft zur #Barrierefreiheit verpflichten!“. Mit diesem Schild, das der Rollstuhlnutzer Alexander Ahrens trägt, zogen Aktive der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) am 5. Juli 2024 vor das Bundesjustizministerium in Berlin. Die Aktion zeigt erneut die wachsende Ungeduld behinderter Menschen und ihrer Verbände auf, dass die im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP verankerten Maßnahmen zur Behindertenpolitik endlich konsequent angepackt werden müssen. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf für Verbesserungen zur Barrierefreiheit durch die versprochene Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) vor.

Berlin (kobinet) Maximilian Krah von der AfD hat in den Sozialen Medien die ARD-Tagesschau in Einfacher Sprache als „Nachrichten für Idioten“ bezeichnet und damit die Zielgruppe des Angebots in unerträglicher Weise verunglimpft. Dies hat ein breites Bündnis von Verbänden auf Initiative der Bundesvereinigung Lebenshilfe und des Paritätischen Gesamtverbandes scharf kritisiert. Ergänzend hierzu hat sich Prof. Dr. Sigrid Arnade von der LIGA Selbstvertretung mit einer Botschaft in Einfacher Sprache an Maximilian Krah zu Wort gemeldet.

Berlin (kobinet) „Wir sind behinderte und verrückte Menschen. Wir machen am 13. Juli unsere Pride Parade. Dieses Jahr ist unser Motto: ‚behindert + verrückt + solidarisch feiern‘. Wir gehen und humpeln und rollen für unsere Rechte auf die Straße. Bei der Parade sind auch Unterstützer*innen dabei. Los geht es um 15 Uhr an der Hasenheide/Jahnstraße. Von dort wird dann zum Kottbusser Tor getanzt. Wir sagen: Deutschland muss mehr für die Menschen•echte von behinderten Menschen und von verrückten Menschen machen!“ So heißt es in der Ankündigung der disjährigen Pride Parade, die am 13. Juli 2024 in Berlin statfindet.

Berlin (kobinet) Der Paritätische Gesamtverband zeigt sich angesichts der am 5. Juli 2024 verkündeten Einigung zum Bundeshaushalt 2025 zutiefst besorgt: “Die Einigung markiert den kleinsten Nenner, aber keinen großen Wurf. Dringende notwendige soziale Investitionen und zugesagte Verbesserungen für breite Bevölkerungsgruppen drohen auf der Strecke zu bleiben”, erklärte Joachim Rock, Leiter der Abteilung Sozial- und Europapolitik und designierter Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

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Berlin (kobinet) „Deutschlands Gesundheitssystem belegt aktuell meist (noch) einen der vorderen Ranking-Plätze. Leider profitieren nicht alle gleichermaßen von diesem System. Der Paritätische möchte mit seinem Eckpunktepapier ‚Für alle, jetzt! – Gesundheit ist Menschenrecht‘ dazu beitragen, allen Menschen gleichermaßen den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu ermöglichen und den Weg für ein inklusives Gesundheitswesen zu ebnen“, so heißt es vonseiten des Paritätischen, der ein entsprechendes Eckpunktepapier veröffentlicht hat.

Berlin (kobinet) Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man. (Franz Kafka)

Berlin (kobinet) „Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – KJSG) am 10. Juni 2021 gingen zahlreiche Neuregelungen des SGB VIII einher. Das KJSG beinhaltetet Maßnahmen für einen besseren Kinder- und Jugendschutz, welche Kinder und Jugendliche, die in Pflegefamilien oder in Einrichtungen der Erziehungshilfe aufwachsen, stärken sollen. In Notsituationen können sich Familien, Kinder und Jugendliche nun an eine Erziehungsberatungsstelle in ihrer Umgebung wenden, um unbürokratisch Hilfe zu bekommen. Daneben werden junge Menschen und ihre Familien bei der Wahrnehmung ihrer Rechte gestärkt. Sie können sich an bundesweit eingerichtete unabhängige Ombudsstellen wenden.“ Darauf und auf vieles mehr macht die Fachstelle Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) in ihrem aktuellen Newsletter aufmerksam.

Leverkusen (kobinet) Behinderte Menschen wehren sich zunehmend gegen Barrieren und fordern die entsprechenden Reformen ein – so auch in Leverkusen. „Wir dürfen Sie/Dich herzlich am 8. Juli.2024 um 17:00 Uhr zum Protest für Barrierefreiheit am Bahnhof Leverkusen-Mitte und danach um 18:30 Uhr zur Info-Veranstaltung mit der DB InfraGO AG im EINFACH DA, Breidenbachstraße 13-15, 51373 Leverkusen einladen“, schreibt Andreas Hollstein von der Inklusionsgruppe Leverkusen.

Bonn / Berlin (kobinet) Die Ergebnisse des „Atlas digitale Barrierefreiheit“ im Internet sind unter atlasdigitalebarrierefreiheit.de kostenlos einsehbar. Rund 11.000 kommunale Internetseiten in Deutschland wurden erstmals von Menschen mit Behinderungen getestet. Das Ergebnis der Untersuchung ist für das Inclusion tech lab ernüchternd: Nur rund drei Prozent der kommunalen Internetseiten wurden demnach von den Testern als barrierefrei wahrgenommen. Die Vollerhebung zeige zudem überraschende Unterschiede zwischen den Bundesländern. So landet das reiche Bayern nur knapp vor Thüringen und Sachsen-Anhalt auf dem drittletzten Platz.

MÜNSTER (kobinet) Das NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung Nordrhein-Westfalen hat in einer weiteren Online-Veranstaltung über Barrieren im Gewaltschutz sowie Möglichkeiten, diese abzubauen oder durch Vernetzung auszugleichen, beraten. Im Vorfeld hatten alle Teilnehmenden einen speziell erarbeiteten Fragebogen zur Prüfung der Barrieren innerhalb ihrer eigenen Anlaufstelle erhalte.

KKONSTANZ (kobinet) Die Spiegelhalle des Theater Konstanz war Ende des Monats Juni zum Festivalgelände für „Let’s Ally Ideal Teilhabe“ geworden. Bereits in vergangenen Spielzeiten hatte das Team die aktive Verbündetenschaft beispielsweise mit der LGBTQI+ Gemeinschaft gefeiert und die Perspektiven weiterentwickelt. In dieser Spielzeit war es das Ziel, gemeinsam mit Künstlern, Referenten und einem neugierigen Publikum mit und ohne Behinderung einen utopischen Raum aus Hoffnung und Potenzialen zu schaffen.

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SAINT NAZAIRE (kobinet) Die deutsche Sprache ist auch in dem Sinne eine Bildsprache, dass auch sie von bildlichen Vergleichen lebt, Vergleichen, welche man auch Metaphern nennt. Wir verwenden diese bildlichen Vergleiche ganz allgemein in unserer Alltagssprache. Wie ist das jedoch mit diesen Metaphern in der Leichten Sprache ? Dann wenn die Sprache eben so ganz einfach wie möglich sein soll. ? Andrea Halbritter, eine in Frankreich lebende Expertin für Leichte Sprache, hat sich in ihrem aktuellen Newsletter mit diesem Thema beschäftigt und eine Antwort darauf gegeben.