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Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen ausbaufähig

Zeichnung von  mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Verwirklichte Kinderrechte sichern Teilhabe der Kinder
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Das Sozial- und Politikforschungsinstituts Verian hat online deutschlandweit 3.218 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren im Auftrage des Deutschen Kinderhilfswerkes zur Mitbestimmung befragt. Die Umfrageergebnisse zeigen ausbaufähige Werte in Familien und Schulen aber eine katastrophale Situation in den Kommunen.



Die Kinder und Jugendlichen in Deutschland bewerten ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten bei Entscheidungen, die sie betreffen, sowohl im familiären Bereich als auch in den Schulen als ausbaufähig. 57 Prozent können in ihren Familien häufig mitbestimmen, in Schulen sind es hingegen nur noch 29 Prozent. Für 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die Mitglied in Vereinen sind, gehört Mitbestimmung dort häufig zum Alltag. 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die Freizeiteinrichtungen wie Jugendzentren oder Jugendclubs nutzen, sagen, dass sie dort häufig mitbestimmen können. Die Mitbestimmung bei kommunalen Entscheidungen ist auf einem katastrophalen Niveau: Hier geben nur 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen an, dass sie häufig bei Entscheidungen, die sie betreffen, mitbestimmen können.

Dabei zeigen sich teils deutliche Unterschiede in den Meinungen der Kinder und Jugendlichen in den Bundesländern, beispielsweise bei der Mitbestimmung in den Kommunen. So sagen 19 Prozent der Befragten in Bremen, 9 Prozent in Nordrhein-Westfalen und 8 Prozent in Berlin, Hamburg und dem Saarland, dass sie häufig bei kommunalen Entscheidungen, die sie betreffen, mitbestimmen können. In Baden-Württemberg (1 Prozent) und Sachsen (3 Prozent) sind es hingegen deutlich weniger.

Weitere Informationen zu dieser Umfrage sind auf dieser Internetseite zu erfahren.