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Digitale Barrierefreiheit in der Justiz

Buchstaben  in kleinen Buchstaben und Braile, recht daneben ein Auge
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Foto: DVBS

Saarbrücken (kobinet) Von einer modernen und digitalen Justiz wird erwartet, dass sie barrierefrei zugänglich und nutzbar ist. Insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen, die als Richter, Staatsanwältinnen, Rechtspfleger, Urkundsbeamtinnen oder Mitarbeiter der Geschäftsstellen in der Justiz arbeiten oder als Prozessbeteiligte und Verfahrensbevollmächtigte mit der Justiz kommunizieren, ist die Barrierefreiheit der Informationstechnik von zentraler Bedeutung. Der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) beteiligt sich daher am 33. Deutschen EDV-Gerichtstag, der vom 11. bis 13. September 2024 in Saarbrücken stattfindet.



„An einem mit Braillezeile, Sprachausgabe und Vergrößerungsmöglichkeiten ausgestatteten PC-Arbeitsplatz demonstrieren blinde und sehbehinderte Juristinnen und Juristen, wie sie ihren Arbeitsalltag bewältigen. Wir informieren über die Anforderungen an barrierefreie Informationstechnik und beraten zur barrierefreien Gestaltung von grafischen Benutzeroberflächen, Programmen und elektronischen Dokumenten. Wir freuen uns, Sie während des EDV-Gerichtstages auf dem Campus Saarbrücken im Fakultätssitzungssaal, Gebäude B4 1, Raum 0.17, begrüßen zu können“, heißt es in einer Presseinformation des DVBS.

Andreas Carstens (Richter am Niedersächsischen Finanzgericht, Vertrauensperson der schwerbehinderten Richterinnen und Richter und Mitglied der Fachgruppe Jura des DVBS) erläutert anhand von konkreten Beispielen, wie sich die rechtlichen Verpflichtungen zur Barrierefreiheit in Ausschreibungs- und Vergabeverfahren in der Praxis umsetzen lassen (siehe: https://www.edvgt.de/veranstaltungen/arbeitskreis-barrierefreiheit/).

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 12.09., 14:30 – 15:30 Uhr.

Der DVBS mit Sitz in Marburg ist eine Selbsthilfeorganisation, zu deren Zielen die gleichberechtigte Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen in Beruf und Gesellschaft gehört. Zu seinen Mitgliedern zählen mehr als 300 Juristinnen und Juristen.