BERLIN (KOBINET) Für den Vorsitzenden des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland (ABiD), Dr. Ilja Seifert, mutet der gestern veröffentlichte Referentenentwurf für das Bundesteilhabegesetz behinderten Menschen ein Bundesdraußenhaltgesetz (BDHG) zu. In einer ersten Stellungnahme kritisierte er den vorliegenden Entwurf scharf.
BERLIN (KOBINET) Für die Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), Dr. Sigrid Arnade, fällt das erste Resümee nach der ersten Durchsicht des Referentenentwufs zum Bundesteilhabegesetz sehr ernüchternd aus. Folgende Ersteinschätzung des heute veröffentlichten Referentenentwurfs stellte sie den kobinet-nachrichten zur Verfügung:
Veröffentlicht am 26.04.2016 21:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Grafik zeigt Logo der SPD-Bundestagsfraktion Foto: SPD
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Kurz nach dem heutigen Erscheinen des Bundesteilhabegesetzes hat die Bundestagsfraktion der SPD ein Papier mit dem Titel „Fakten zum Bundesteilhabegesetz“ veröffentlicht. Dieses Papier dokumentieren die kobinet-nachrichten im folgenden.
BIELEFELD (KOBINET) Nach der Veröffentlichung des Referentenentwurfs zum Bundesteilhabegesetz äußerte sich der Initiator der Petition für ein Recht auf Sparen und ein gutes #Teilhabegesetz Constantin Grosch enttäuscht über die Vorschläge der Bundesregierung. „Mit dem Entwurf springt die Bundesregierung viel zu kurz, denn behinderte Menschen werden bei den bisherigen Vorschlägen nach wie vor erheblich benachteiligt“, erklärte Constantin Grosch.
BERLIN (KOBINET) Heute Nachmittag wurde der lange erwartete Referentenentwurf für das Bundesteilhabegesetz vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales an die Verbände zur Anhörung versandt. Das inklusive Begründung 369 Seiten starke Dokument ist damit der offizielle Vorschlag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für das Bundesteilhabegesetz, der am 24. Mai zur ersten Anhörung kommt, bevor der Entwurf dann vom Bundeskabinett im Juni oder Juli beschlossen werden kann.
LöNINGEN (KOBINET) „Der kommunale Index für Inklusion – Was ist das?“ Der Beirat für Menschen mit Behinderung in der Stadt Löningen lud am 20. Apri zu diesem Themenabend mit anschließender Diskussion ein. Als Fachreferentinnen konnte Susanne Jungkunz (Leiterin der Fachstelle für Inklusion der Stadt Oldenburg) und Meike Dittmar (Behindertenbeirat der Stadt Oldenburg) gewonnen werden. Darüber informierte die Inklusionsbotschafterin Diana Hömmen die kobinet-nachrichten.
BERLIN (KOBINET) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat heute die regierende große Koalition aufgefordert, Wort zu halten beim Bundesteilhabegesetz. „Menschen mit Behinderungen warten auf das Bundesteilhabegesetz. Und sie erwarten ein gutes Gesetz. Denn es ist das maßgebliche behindertenpolitische Versprechen der Koalition. Und deshalb darf es nicht weiter verzögert werden“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. „Der SoVD erwartet konkrete Verbesserungen für behinderte Menschen. Hierfür sind insbesondere ausreichende finanzielle Mittel erforderlich. Nur wenn tatsächlich spürbare Leistungsverbesserungen erreicht werden, sollte das Bundesteilhabegesetz auf den Weg gebracht werden.“
HOLLENBACH (KOBINET) Die kobinet-nachrichten berichteten am 21.04.2016 „Wie schaut unser Fukushima aus?“ von einer Frau, die von ihrem Lebensgefährten verlassen wurde. Dieser ging tagsüber einer harten Berufstätigkeit nach, sollte in der Nacht seiner Lebensgefährtin unbezahlte Assistenzdienste leisten und sich dann auch noch wesentliche Teile seines Lohnes als zumutbaren Eigenanteil an deren Assistenzkosten anrechnen lassen. Nun spitzte sich die Angelegenheit zu.
Veröffentlicht am 26.04.2016 11:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundeskanzleramt in Berlin Foto: sch
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BERLIN (KOBINET) Die Twitternachricht der SPD-Bundestagsabgeordneten Kerstin Tack von gestern Abend hat sich nun bestätigt. Die Veröffentlichung des Referentenentwurfs des Bundesteilhabegesetzes steht kurz bevor. Wie T-Online auf seiner Internetplattform im Wirtschaftsteil berichtet, hat das Kanzleramt nun den Entwurf freigegeben.
Veröffentlicht am 26.04.2016 10:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild: Assistenz macht mobil – Hilfe beim Trampen Foto: NITSA
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BERLIN (KOBINET) Da sich bei der Diskussion um das Bundesteilhabegesetz gezeigt hat, dass das Bewusstsein darüber, was Persönliche Assistenz ist und welche Bedeutung sie für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen hat, hat das Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assisenz eine Aktion unter dem Motto „ZiemlichbesteAssistenz“ gestartet. In Kurzvideos wird dabei die Bedeutung von Assistenz für behinderte Menschen dargestellt, um für ein gutes Bundesteilhabegesetz in diesem Bereich zu werben.
Veröffentlicht am 26.04.2016 10:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Anhörung Foto: omp
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BERLIN (KOBINET) Dass beim derzeitigen Entwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts noch einiges an Bewegung nötig ist, um Barrieren umfassend abzubauen, hat die gestrige Anhörung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales gezeigt. Es wurde deutlich, dass besonders im privaten Bereich dringender Handlungsbedarf besteht.
Veröffentlicht am 26.04.2016 09:28 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Foto zeigt Dr. Jürgen Schneider Foto:
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Im Vorfeld der Bauausschusssitzung des Abgeordnetenhauses von Berlin über Änderungen an der Berliner Bauordnung, die letzte Woche stattfand, sprach der rbb mit dem Landesbehindertenbeauftragten von Berlin Dr. Jürgen Schneider, der die Kritik des Landesbeirates von Menschen mit Behinderungen am vorliegenden Entwurf bekräftigte. Im Juni steht der Entwurf zur Verabschiedung an.
EISENACH (KOBINET) Der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Freistaats Thüringen, Joachim Leibiger, hat gestern das Opelwerk Eisenach besucht. Er traf sich mit Werkleiter Pieter Ruts, weiteren Vertretern des Managements und der Schwerbehindertenvertretung zu einem Arbeitsgespräch. Das Unternehmen gab einen Einblick in erfolgreiche Eingliederungsprozesse von Menschen mit Behinderungen. Während der Besichtigung einer Produktionshalle nutzte Joachim Leibiger die Gelegenheit, mit zwei schwerbehinderten Beschäftigten über Arbeitsbedingungen für Menschen mit Behinderungen im Werk zu sprechen.
BERLIN (KOBINET) Nun scheint der Weg für die Veröffentlichung des Referentenentwurfs des Bundesteilhabegesetzes und damit auch für die Anhörung der Verbände und Länder frei zu sein. Wie die Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Kerstin Tack, gestern Abend über Twitter verbreitete, sei das Bundesteilhabegesetz nun freigegeben.
BERLIN (KOBINET) „ANDERS MACHER“, lautet der Titel eines neuen Projektes, das die Sozialhelden auf den Weg gebracht haben und durch das Menschen mit Behinderungen porträtiert werden, die einen anderen Weg nehmen, als man ihnen ursprünglich zugetraut hat. Darauf hat Raul Krauthausen die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
BERLIN (KOBINET) Der letzte Stand in Sachen Bundesteilhabegesetz sah vor, dass das Gesetzesvorhaben von den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Donnerstag und Freitag beraten werden sollte. Auch wenn den konbinet-nachrichten bisher noch keine offizielle Stellungnahme vorliegt, wie es nun mit dem Gesetz weitergehen könnte, scheint das Vorhaben noch nicht vom Tisch zu sein, wie einige befürchtet haben.
Veröffentlicht am 25.04.2016 08:56 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild des Reichstages Foto:
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BERLIN (KOBINET) Heute findet von 14:00 bis 15:10 Uhr die Anhörung zum Gesetz zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales im Reichstag in Berlin statt. Die Verbände behinderter Menschen hoffen insbesondere, dass es noch gelingt, dass die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit ins Gesetz aufzunehmen, bevor dieses voraussichtlich am 12. Mai abschließend beraten und vom Deutschen Bundestag beschlossen wird.
ERFURT (KOBINET) Der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Freistaats Thüringen, Joachim Leibiger, hat in Erfurt eine Neuausrichtung der Politik für Menschen mit Behinderungen angemahnt. Thüringen könne dabei zum bundesweiten Vorreiter werden.
ERLANGEN (KOBINET) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat das unwürdige Geschachere um den Referentenentwurf für ein Bundesteilhabegesetz (BTHG) scharf kritisiert. Auf ihrer Mitgliederversammlung in Erlangen forderten die Mitglieder die Regierung am Wochenende auf, endlich den lange versprochenen Gesetzentwurf zu veröffentlichen: „Mit dem Gesetz will die Bundesregierung die gesellschaftliche Teilhabe und Menschenrechte Behinderter voranbringen, so behauptet sie jedenfalls“, betonte Vorstandsmitglied Uwe Frevert. „Wieso wird ein solches Gesetz dann als Spielball oder Verhandlungsmasse in den Bund-Länder-Finanzausgleich eingebracht, um am Ende doch wieder verschoben zu werden?“
KöLN (KOBINET) „Rollt, humpelt, tastet euch vor. Feiert mit uns die MAD PRIDE 2016 in Köln“, heißt es im Aufruf zum Finale des Sommerblut-Festivals in Köln, an dem wieder die ganz besondere Kundgebung stattfindet. Die Mad Pride wird am Pfingstmontag, 16. Mai, ab 14.00 Uhr (Aufstellung am S-Bahnstation Köln-Ehrenfeld Ausgang Stammstraße) und dann ab 15:00 Uhr vom Café Goldmund, Glasstraße 2, in 50823 Köln Ehrenfeld nach Odonien, Hornstr. 85, in 50823 Köln Neuehrenfeld ziehen.
BERLIN (KOBINET) Die Ergebnisse eines Treffens von Vertretern der Fachministerkonferenzen zur Errichtung einer Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ für ehemalige Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien hat die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen heute als faulen Kompromiss kritisiert.
KASSEL (KOBINET) Behinderte Menschen haben gestern in mehreren Städten Deutschlands gegen die Verzögerungen beim Bundesteilhabegesetz unter dem Motto „Die Zeit ist reif für ein gutes Bundesteilhabegesetz“ demonstriert. Dabei haben sie deutlich gemacht, dass es ein gutes Bundesteilhabegesetz werden muss, das diesen Namen auch verdient. Weder was den zeitlichen Ablauf des geplanten Gesetzes angeht, noch was die inhaltliche Ausrichtung der bisherigen Vorschläge betrifft, sieht es derzeit rosig aus. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul widmet sich daher in seinem Kommentar dem Umstand, dass sich die Behindertenbewegung wieder einmal in der Situation befindet, für ihre Rechte auf die Straße gehen zu müssen.
BERLIN (KOBINET) Das Gesetz zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts sollte ursprünglich bereits Ende April vom Deutschen Bundestag verabschiedet werden. Nun zeichnet sich ab, dass den Verbänden noch zwei Wochen länger für ihre Überzeugungsarbeit bleibt und das Gesetz wahrscheinlich erst am 12. Mai vom Deutschen Bundestag verabschiedet wird. Am kommenden Montag findet die Anhörung zum Gesetzentwurf im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales statt.
Veröffentlicht am 22.04.2016 09:04 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Uhr zeigt 5 vor 12 Foto: teilhabe-jetzt
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MüNCHEN (KOBINET) Mit einer Protestaktion um fünf vor zwölf in München setzten sich gestern behinderte und nichtbehinderte Menschen in München nicht nur für ein gutes Bundesteilhabegesetz, sondern auch für eine gesetzliche Verankerung der Barrierefreiheit ein. In einem Filmbericht von münchen heute machte Erwin Brandl vom Münchner Arbeitskreis BRK von unten deutlich, dass es ihm nun reicht, da behinderte Menschen schon seit Jahren auf gesetzliche Regelungen warten. Rückenwind kam auch von der bayerischen Landesbehindertenbeauftragten Irmgard Badura.
BERLIN (KOBINET) Werkstatträte aus ganz Deutschland fordern seit mehr als zehn Jahren die Novellierung der Werkstättenmitwirkungsverordnung, kurz WMVO und wollen damit mehr gesetzlich garantierte Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen erreichen. Mit einem Aufruf unter dem Motto „Keine Verzögerung bei der WMVO! Wir brauchen die novellierte WMVO 2017!“ machen die Werkstatträte nun Druck auf die Politik. Darauf hat Jürgen Linnemann, der sich als Inklusionsbotschafter u.a. für die Rechte behinderter Menschen in Werkstätten stark macht, die kobinet-nachrichten hingewiesen.
Veröffentlicht am 22.04.2016 08:29 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wappen Rheinland-Pfalz Foto: Public Domain
MAINZ (KOBINET)
MAINZ (KOBINET) Sechs Wochen nach der Landtagswahl stehen in Rheinland-Pfalz nun die politischen Zeichen auf rot-gelb-grün. Die VerhandlungspartnerInnen haben sich gestern wohl auf einen Koalitionsvertrag geeinigt, dessen Ergebnisse heute um 11:00 Uhr in einer Pressekonferenz vorgestellt werden. Mit Spannung blicken behinderte Menschen in und weit über Rheinland-Pfalz hinaus darauf, ob Matthias Rösch, erneut zum Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz berufen wird und welche behindertenpolitischen Akzente die neue Koalition setzen will.
Veröffentlicht am 21.04.2016 20:59 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Uhr aus Menschen zeigt fünf vor zwölf Foto: Heinrich Schaudt
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HAMBURG (KOBINET)
HAMBURG (KOBINET) Über eine ganz besondere und spontane Aktion im Zusammenhang mit den heutigen Protesten für ein gutes Bundesteilhabegesetz berichtet Heinrich Schaudt aus Mannheim. Dieser hat an einer Tagung der Schwerbehindertenvertrauensleute in Hamburg teilgenommen, wo spontan eine Uhr aus Menschen gebildet wurde, die zeigt, dass es fünf vor zwölf für ein gutes Bundesteilhabegesetz ist.
Veröffentlicht am 21.04.2016 17:28 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Aktion vor dem Mainzer Sozialministerium Foto: ZsL Mainz
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MAINZ (KOBINET) Die rund 50 behinderten und nichtbehinderten Menschen, die sich heute um 5 vor 12 vor dem Mainzer Sozialministerium versammelt hatten, erhielten Rückenwind von der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die sich auch für ein gutes Bundesteilhabegesetz stark macht. Die Demonstranten forderten die große Koalition auf, den Referentenentwurf für das Bundesteilhabegesetz endlich zu veröffentlichen. Dieser wird seit November angekündigt, liegt jedoch immer noch nicht vor.
Veröffentlicht am 21.04.2016 16:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild vom Flashmob der Beauftragten Foto: Matthias Rösch
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BERLIN (KOBINET) Die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder haben sich heute um fünf vor zwölf mit einem eigenen Beauftragten Flashmob am Rande des 6. Treffens der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin an den heutigen Aktionen für ein gutes Bundesteilhabegesetz beteiligt. Darüber berichtet der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch in seinem Blog.
Veröffentlicht am 21.04.2016 16:06 von Christian Mayer in der Kategorie Nachricht
Aktion auf dem Kasseler Königsplatz Foto: Susanne Göbel
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BERLIN (KOBINET) Auf dem Kasseler königsplatz machten heute behinderte und nichtbehinderte Menschen um fünf vor zwölf Krach für ein gutes Bundesteilhabegesetz. Seit über 40 Jahren warte man nun auf die Reform des Behindertenrechts und immer noch würden behinderte Menschen arm gemacht, kritisierte der Koordinator der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz, Ottmar Miles-Paul, die Bundesregierung und vor allem die Länder. Besonders stand dabei Horst Seehofer in der Kritik, der das Gesetz derzeit blockiere.
Veröffentlicht am 21.04.2016 15:45 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Fünf vor 12 am 21. April 2016 zeigt die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz Foto: privat
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Von der Weltzeituhr auf dem Alex in Berlin erging heute ein Weckruf an die Bundesregierung. Fünf Minuten vor 12 wurde die Regierung aufgefordert, „endlich aufzuwachen“ und das im Koalitionsvertrag angekündigte Teilhabegesetz nicht länger zu verzögern. „Wir wollen ein gutes Bundesteilhabegesetz – und zwar jetzt“, war die Parole der nach Angaben der Polizei mehr als 100 Demonstranten.
JOCKGRIM / BERLIN (KOBINET) Bevor das Bundesteilhabegesetz beim Treffen der MinisterpräsidentInnen beraten wirdl, fordert der Verein Mobil mit Behinderung (MMB) alle Beteiligten auf, an einem grundlegenden Richtungswechsel in der Behindertenpolitik festzuhalten. Auch der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat dazu aufgerufen, sich an den heutigen Aktionen um fünf vor zwölf für ein gutes Bundesteilhabegesetz zu beteiligen.
MüNCHENBERNSDORF (KOBINET) Wie in der Atomwirtschaft liegt auch in der Behindertenpolitik vieles im Argen. In der Atompolitik sorgte die Katastrophe von Fukushima jedoch für einen gewaltigen Erkenntnisgewinn. Wie schaut unser Fukushima aus, in welcher Gestalt kommt dieser Erkenntnisgewinn in der Politik für behinderte Menschen daher, fragt sich Alexander Hübner, stellvertretender ForseA-Vorsitzender im Gespräch mit kobinet-Redakteur Gerhard Bartz.
BERLIN (KOBINET) Nahezu jeder vierte Mensch (24,4%) mit Behinderungen hat in den vergangenen 24 Monaten Diskriminierungserfahrungen gemacht. Auf dieses Ergebnis einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes mit dem Titel „Diskriminierungserfahrungen in Deutschland“ weist Katrin Werner, die behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag hin. Sie setzt sich u.a. für die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit ein.
BONN (KOBINET) „Wir dürfen wegen des fehlenden Bundesteilhabegesetzes nicht sparen und können dann nicht mal barrierefrei ne Bank ausrauben“, so kommentierte Raul Krauthausen kürzlich ein Video, das von der Aktion Mensch zusammen mit der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) unter dem Motto „Gleiche Chancen für Alle“ erstellt wurde. Nachdem das Video vor kurzem beim Parlamentarischen Frühstück zum Behindertengleichstellungsrecht der LIGA Selbstvertretung seine Premiere hatte, steht dieses nun Online zur Verfügung.
BERLIN (KOBINET) Zeichnet sich ein fauler Kompromiss in Sachen Anerkennung und Hilfe für ehemalige Heimkinder, die in Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien Unrecht und Leid erleben mussten, ab? Wie die kobinet-nachrichten aus gut informierten Kreisen erfuhren, sieht dies nach einem Treffen von VertreterInnen verschiedener Ministerkonferenzen vom Dienstag wohl so aus. Demnach soll dieser Personenkreis gegenüber ehemaligen Heimkindern in der Jugendhilfe massiv benachteiligt werden.
Veröffentlicht am 21.04.2016 07:56 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Uhr zeigt 5 vor 12 Foto: teilhabe-jetzt
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BERLIN (KOBINET) Um 11:55 Uhr führen heute in mehreren Städten Deutschlands behinderte und nichtbehinderte Menschen einen Weckruf für die Verantwortlichen im Bund und den Ländern für ein gutes Bundesteilhabegesetz durch. In Berlin, Hamburg, Kassel, Köln, Trier, Mainz, Stuttgart und München werden auf zentralen Plätzen um 5 vor 12 Wecker und andere Krachmachern erklingen, um auf das immer noch ausstehende Bundesteilhabegesetz aufmerksam zu machen.
HAMBURG (KOBINET) Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 24. März 2016, der heute bekanntgegeben wurde, der Verfassungsbeschwerde einer querschnittgelähmten Frau aus Schleswig-Holstein stattgegeben. Die Verfassungsbeschwerde, die von der Kanzlei Menschen und Rechte in Hamburg eingereicht worden ist, richtete sich gegen eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig in einem Schadenersatzprozess wegen eines nicht behindertengerecht ausgestalteten Behindertenparkplatzes in Ratzeburg, erfuhr kobinet von Rechtsanwalt Dr. Oliver Tolmein.
BERLIN (KOBINET) Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert die Bundesregierung anlässlich des Welttags des Buches am 23. April auf, den „Vertrag von Marrakesch“ endlich umzusetzen. Dieses völkerrechtliche Übereinkommen aus dem Jahr 2013 sichert Menschen mit Lese- und Sehbehinderungen den Zugang zu Büchern und kulturellen Werken in barrierefreien Formaten wie Brailleschrift, Großdruck oder Hörbuch. Obwohl die Bundesregierung den Vertrag unterstützt, hat sie ihn noch nicht ratifiziert. Grund dafür ist ein Streit mit der EU-Kommission über die Frage, wer für die Umsetzung des Vertrags zuständig ist.
MüNCHEN (KOBINET) Irmgard Badura, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, fordert die Politik auf, endlich mit einem starken Bundesteilhabegesetz bundesweite Rahmenbedingungen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu schaffen. „Vom Treffen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am Freitag, den 22. April, erwarte ich mir ein klares Signal für das Bundesteilhabegesetz“, erklärte Irmgard Badura.