UNBEKANNT (KOBINET) Nachdem es am 07. November doch allerhand Öffentlichkeit bezüglich des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) gab, sind jetzt Beratungen zum Finden von Kompromissen angesagt. Wie gut kann ein BTHG werden, das das Ergebnis von Kompromissen ist?
BERLIN (KOBINET) Janis McDavid ist der Meinung, dass Menschenrechte nicht nach Kassenlage eingeschränkt werden dürfen. Bei der Anhörung zum Bundesteilhabegesetz am 7. November fragte er daher eingangs, warum sich Leistung für behinderte Menschen nicht auch lohnen soll. „Ich bin der Auffassung, dass nur die vollständige Aufhebung der Einkommens- und Vermögensanrechnung wirkliche Teilhabe ermöglicht“, betonte er.
Veröffentlicht am 15.11.2016 06:47 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von Josef Ströbl Foto: omp
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KASSEL (KOBINET) „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, dieser Satz steht gilt seit dem 15. November 1994 und steht damit nun seit 22 Jahren im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Der Inklusionsbotschafter und Vorstand von Mensch zuerst Josef Ströbl zeigt sich angesichts dieses Jahrestages traurig, dass sich gerade für Menschen mit Lernschwierigkeiten in dieser Zeit viel zu wenig getan hat. „Das geht alles viel zu langsam“, so sein Fazit.
Veröffentlicht am 14.11.2016 14:16 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wappen von NRW Foto: Public Domain
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DüSSELDORF (KOBINET)
DüSSELDORF (KOBINET) Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat letzte Woche einen Antrag verabschiedet, der erhebliche Verbesserungen beim Bundesteilhabegesetz einfordert. Die Fraktionen von Grünen und SPD fordern die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, den Gesetzentwurf für das Bundesteilhabegesetz im Sinne der Menschen mit Behinderung zu verbessern. Ohne die geforderten Nachbesserungen an dem Gesetz sei eine Zustimmung Nordrhein-Westfalens im Bundesrat nicht möglich, so Manuela Grochowiak-Schmieding von den Grünen.
Veröffentlicht am 14.11.2016 11:59 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Fotomontage zum Zwangspoolen mit Gabriel, Merkel und Seehofer Foto: Ability Watch
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BERLIN (KOBINET) Die Koalitionsfraktionen von CDU, SPD und CSU biegen nun in die Zielgerade zum Bundesteilhabegesetz ein. Nach der Anhörung vom 7. November wird nun beraten, welche Änderungsanträge die Abgeordneten in den Deutschen Bundestag zum Bundesteilhabegesetz einbringen. Beim Thema Zwangspoolen scheint noch viel Bewusstseinsbildung nötig. Die Initiative Ability Watch hat angesichts der wiederkehrenden Treffen der Parteivorsitzenden ein Bild davon gemacht, wie Zwangspoolen für PolitikerInnen aussehen könnte.
Veröffentlicht am 14.11.2016 11:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sektglas Foto:
KASSEL (KOBINET)
KASSEL (KOBINET) Einen runden Geburtstag können heute Dr. Andreas Jürgens und Dr. Gunther Jürgens sozusagen im Doppelpack feiern. Die in Kassel ansässigen Zwillinge werden heute 60 und haben damit viel Lebensweisheit angesammelt. Die Juristen haben die Behindertenpolitik in Deutschland immer wieder mitgeprägt, da beide im Forum behinderter Juristinnen und Juristen aktiv sind.
BERLIN (KOBINET) Letzte Woche befragten die Mitglieder des Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages die geladenen Sachverständigen nach ihren Einschätzungen zum Gesetzentwurf zum Bundesteilhabegesetz. Diese Woche befragt der Koordinator der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz, Ottmar Miles-Paul, die Ausschussmitglieder der Regierungskoalition aus CDU, SPD und CSU nach den Auswirkungen der derzeit vorgeshenen Regelungen. Denn diese werden voraussichtlich nächste Woche den Sack zu machen und die Änderungsanträge zum Bundesteilhabegesetz zur Abstimmung im Ausschuss und im Bundestag auf den Weg bringen.
KASSEL / HADAMAR (KOBINET) Die in der Dauerausstellung der Gedenkstätte Hadamar zu findenden Namen von Opfern der Euthanasie-Verbrechen werden jetzt vollständig genannt. Bislang wurden die Nachnamen abgekürzt. Die Gedenkstätte setzt damit die Entscheidung der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV) um, die die Nennung der vollständigen Namen befürwortet hatte. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst als oberste Archivbehörde hat dem jetzt zugestimmt.
BERLIN (KOBINET) „Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht“, so lautet der Titel der diesjährigen Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, die am 30. November von 11.00 – 17.00 Uhr im VKU-Forum in der Invalidenstraße 91 in Berlin stattfindet.
Veröffentlicht am 14.11.2016 07:13 von Andreas Vega in der Kategorie Nachricht
Protestgruppe beim Informationspicknick zum BTHG Foto: Erwin Brandl
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MüNCHEN (KOBINET) Das Bundesteilhabegesetz steht kurz vor dem Ende des parlamentarischen Verfahrens. Bereits am 2. Dezember, also in gut zwei Wochen, soll der Gesetzesentwurf von den Bundestagsabgeordneten verabschiedet werden. Sollte das Bundesteilhabegesetz im Bundestag verabschiedet werden, dann hat der Bundesrat das nächste gewichtige Wort. Nach den Demonstrationen bei der Anhörung gehen die Gespräche mit den zentralen Akteuren weiter, so auch in München.
BERLIN (KOBINET) Der scheidende Landesbehindertenbeauftragte von Berlin, Dr. Jürgen Schneider, macht sich seit längerem Sorgen über den geringen Stellenwert der Behindertenpolitik. Die Erklärung der Bundeskanzlerin zum Wahlsieg von Donald Trump mit der fehlenden Erwähnung behinderter Menschen ist für ihn nur ein Beispiel schwindender Solidarität.
STUTTGART (KOBINET) Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich an der bundesweiten Stiftung „Anerkennung und Hilfe“, aus der Menschen Hilfen erhalten sollen, die in der Zeit von 1949 bis 1975 (BRD) bzw. bis 1990 (DDR) als Kinder oder Jugendliche in Heimen der Behindertenhilfe und stationären Psychiatrien Opfer von Gewalt, Missbrauch und anderen Formen von Misshandlungen waren.
Veröffentlicht am 12.11.2016 12:22 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Foto: Logo des Europäischen Parlament
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Das Europäische Parlament hat am 26. Oktober die Direktive zur Barrierefreiheit von Internetseiten und mobilen Apps gebilligt. Der Text dieser Direktive kann in englischer Sprache in einer PDF-Version herunter geladen werden.
OLDENBURG (KOBINET) Am Mittwoch, den 16. November, zeigt das Gegenlicht-Kino in Kooperation mit dem Behindertenreferat des AStA und dem Studentenwerk Oldenburg eine ganz besondere Deutschlandpremiere: Der Dokumentarfilm „Love, Sex and Rock’n’Rollstuhl“ erzählt vom Leben mit Behinderung und der Sehnsucht nach Liebe und Sexualität.
HILLE-OBERLüBBE (KOBINET) In Hille–Oberlübbe in Nordrhein-Westfalen kam am ersten November Wochenende eine bunt gemischte Gruppe zu einem von der Techniker Krankenkasse (TKK) geförderten Empowerment Seminar zusammen. So vielfältig wie der Erfahrungsschatz der TeilnehmerInnen im Umgang mit ihren eigenen Beeinträchtigungen und Herausforderungen, waren auch die Themenbereiche, denen sich das von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) organisierte Seminar nach den Impulsen der Trainerinnen Ines Spilker und Kerstin Wöbbeking widmete.
Veröffentlicht am 12.11.2016 06:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol: Mensch mit Blindenstock Foto: domain public
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ERFURT (KOBINET)
ERFURT (KOBINET) Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), zeigt sich erfreut, dass die Erhöhung des Landesblindengeldes diese Woche vom Landtag in Kraft gesetzt werden wird. Der vom Sozialministerium vorgelegte Gesetzentwurf sieht die Erhöhung des Landesblindengeldes und die Einführung einer zusätzlichen Leistung für taubblinde Menschen in Thüringen vor.
BERLIN (KOBINET) Die stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, der Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Manne Lucha, die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport Bremen, Anja Stahmann, haben sich zusammen mit den beiden grünen Bundestagsabgeordneten Markus Kurth und Corinna Rüffer auf gemeinsame Anforderungen an das Bundesteilhabegesetz (BTHG) verständigt. „Wir sehen nicht, dass das Gesetz in der vorliegenden Fassung eine Mehrheit im Bundesrat finden wird“, erklärten sie nach gemeinsamen Beratungen in Berlin.
Veröffentlicht am 11.11.2016 12:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wappen Sachsens Foto: Public Domain
DRESDEN (KOBINET)
DRESDEN (KOBINET) Am 8. November hat das sächsische Kabinett den Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen. Darauf weist Horst Wehner, Landesverbandsvorsitzender des Sozialverbandes VdK Sachsen hin, der diesen Schritt begrüßt und damit ganz konkrete Forderungen verbindet.
BERLIN (KOBINET) Das Bundeskabinett hat am Mittwoch der Errichtung der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ zugestimmt. Sie soll Leid und Unrecht anerkennen, das Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. 1949 bis 1990 in der DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie erfahren haben. Bundessozialministerin Andrea Nahles ist nunmehr ermächtigt, die Gründungsregularien für den Bund zu unterzeichnen, teilte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit.
RüSSELSHEIM (KOBINET) Hessens Städte sprechen sich dafür aus, dass der Bund seine Reformvorhaben in der Kinder- und Jugendhilfe sowie bezüglich des Bundesteilhabegesetzes verschieben sollte. Das sagt der neu gewählte Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Integration des Hessischen Städtetages Stadtrat Axel Weiss-Thiel aus Hanau. „Mit den Reformvorhaben werden neue Schnittstellen geschaffen, Personalbedarfe und Standards formuliert, die absehbar schon jetzt nicht erfüllt werden können. Zudem werden so viele neue Fragen aufgeworfen, die es zunächst gilt, zu klären“, heißt es in einer Presseinformation des Hessischen Städtetages.
BERLIN (KOBINET) In der Fragestunde des Deutschen Bundestages knüpfte die behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion Katrin Werner an die Ausschussanhörung zum Bundesteilhabegesetz vom 7. November an und fragte die Bundesregierung, wie sie es mit dem in der UN-Behindertenrechtskonvention verankerten Progressionsvorbehalt halte. Die Regierung hielt sich dabei jedoch eher bedeckt.
HANNOVER (KOBINET) Eigene Rechte kennen lernen und sich austauschen – das stand an zwei Tagen dieser Woche auf dem Programm der Informationsveranstaltungen für Heimbeiräte aus Wohneinrichtungen im Freizeitheim Vahrenwald in Hannover. Die Informationsveranstaltungen wurden jeweils in Zusammenarbeit mit Bewohnervertretungen vom Büro der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen organisiert.
BERLIN (KOBINET) Im Hinblick auf die von der Deutschen Rentenversicherung für das Jahr 2017 bezifferter mögliche Rentenerhöhung um bis zu zwei Prozent fordert der Präsident des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) Adolf Bauer, die derzeitige Kassenlage zu einer grundlegenden Reform zu nutzen.
MAINZ (KOBINET) Die UN-Behindertenrechtskonvention will die gleichberechtigte Teilhabe von allen Menschen mit Behinderungen – dazu gehören auch Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Darauf wies der rheinland-pfälzische Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch im Nachgang zum Treffen der Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder in Bremen hin. Es gelte die Psychiatrie inklusiv weiterzuentwickeln.
BERLIN (KOBINET) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem zukünftigen USA-Präsidenten Donald Trump eine enge Zusammenarbeit auf der Basis gemeinsamer Werte angeboten. Ilja Seifert vom Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland macht sich heute Sorgen, weil bei der Aufzählung der Werte Recht und Würde behinderter Menschen vergessen wurden. Seifert sieht darin ein alarmierendes Zeichen und kritisiert eine „Marginalisierung von Behindertenpolitik“, die inzwischen ein bedrohliches Ausmaß angenommen habe.
Veröffentlicht am 10.11.2016 16:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Interviewer berichten in der Konferenz über ihre Tätigkeit Foto: Pressefoto: ABiD – Projekt
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Die Ergebnisse des von der Aktion Mensch e.V. kofinanzierten und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten sowie in den vergangenen beiden Jahren vom Allgemeine Behindertenverband in Deutschland e.V. „Für Selbstbestimmung und Würde“ durchgeführte Projekt „Alt werden mit Behinderung“ wurde im September 2016 mit einer Konferenz der Öffentlichkeit vorgestellt
BERLIN (KOBINET) Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) fordert Korrekturen am Bundesteilhabegesetz (BTHG), um eine Diskriminierung von Menschen mit Demenz zu verhindern. „Menschen mit Behinderungen, zu denen auch Demenzkranke gehören, wird durch das BTHG eine tatsächliche Teilhabe verweigert, in einigen Bereichen werden sie sogar schlechter gestellt als heute“, so Bärbel Schönhof, 2. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.
MüNCHEN (KOBINET) Nach der Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages fordert die Landesbehindertenbeauftragte von Bayern, Irmgard Badura, die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, nun konkrete Verbesserungen zu schaffen.
BERLIN (KOBINET) Die Rostocker Journalistin Margit Glasow berichtet heute für kobinet über ein Gespräch im ARD-Hauptstadtstudio, in dem es um die Sicht der Betroffenen auf das von der Bundesregierung geplante Teilhabegesetz ging, dessen Entwurf bei der Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales von den Sachverständigen heftig kritisiert wurde.
BERLIN (KOBINET) Neben dem, was gestern bei der Anhörung und den Protestaktionen öffentlich wahrgenommen wurde, hat kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul einige Eindrücke und Erlebnisse um die Anhörung und die Proteste herum als Randnotizen zusammen getragen. Diese ergeben in ihrer Gänze ein Gesamtbild, das zeigt, wie es um die Behindertenpolitik in Deutschland derzeit steht. Antje Claßen-Fischer musste beispielsweise ohne ihre Assistentin die Anhörung im Reichstag verfolgen, diese war trotz Anmeldung wohl nicht in der Liste.
BERLIN (KOBINET) Wer gestern nicht die Möglichkeit hatte, die Anhörung zum Bundesteilhabegesetz im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales zu verfolgen, hat die Möglichkeit, sich die 2 Stunden und 13 Minuten dauernde Anhörung in Ruhe im Internet anzuschauen. Der Deutsche Bundestag hat die Live-Übertragung der Anhörung mit den bisher meisten ZuhörerInnen in der Geschichte des Ausschusses für Arbeit und Soziales in seine Mediathek eingestellt.
BERLIN (KOBINET) Prominente Unterstützung für die Kritik am Gesetzentwurf zum Bundesteilhabegesetz kam gestern auch von Samuel Koch. In einem Kurzinterview mit Ability Watch, das auf Facebook eingestellt wurde, spricht sich der Schauspieler eindeutig gegen das Zwangspoolen aus, das Nancy Poser vom Forum behinderter Juristinnen und Juristen gestern auch bei der Anhörung scharf kristiert hatte.
Veröffentlicht am 08.11.2016 08:52 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild vom Protest am Paul-Löbe-Haus Foto: Nils Bornemann
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BERLIN (KOBINET) Drei Fachverbände für Menschen mit Behinderung – Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB), Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen (Anthropoi BV) sowie Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) – haben gestern bei der Kundgebung unter dem Motto „TEILHABE – jetzt erst Recht!“ am Paul-Löbe-Haus in Berlin ihre Kernforderungen zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) an die Politik übergeben.
Veröffentlicht am 08.11.2016 08:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Constantin Grosch mit 338.912 Unterschriften in der Box Foto: change.org
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Die bei der Petitionsplattform change.org gestarteten Petitionen spielten bei der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz fast von Anfang an eine wichtige Rolle. Die Petition von Constantin Grosch für ein Recht auf Sparen verzeichnete gestern 338.912 UnterstützerInnen und ist damit einer der erfolgreichsten Petitionen bei change.org. Die von der Lebenshilfe gestartete Petition zum Bundesteilhabegesetz, die gestern am Brandenburger Tor übergeben wurde, schaffte es bisher auf 150.000 UnterstützerInnen. So war es nicht nur konsequent, dass das Team von change.org gestern am Brandenburger Tor präsent war, sie sendeten sogar live über Facebook mit Interviews verschiedener Akteure vom Brandenburger Tor.
Veröffentlicht am 08.11.2016 08:16 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Flagge der USA Foto: Public Domain
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WASHINGTON (KOBINET)
WASHINGTON (KOBINET) Der zweite Dienstag im November ist in den USA traditionell Wahltag. Während die US-AmerikanerInnen heute in den einzelnen Bundesstaaten über viele Einzelfragen entscheiden können, steht vor allem die Wahl der oder des neuen US-PräsidentIn im Mittelpunkt des Interesses. So abgründig der Präsidentschaftswahlkampf in den USA dieses Mal war, so spannend dürfte die heutige Wahl sein. Dabei steht auch für behinderte Menschen einiges auf dem Spiel.
Veröffentlicht am 07.11.2016 20:27 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Protestaktion am Brandenburger Tor Foto: Irina Tischer
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UNBEKANNT (KOBINET) Karl Schiewerling ist schon seit elf Jahren Mitglied des Deutschen Bundestages, wirkt derzeit als Obmann der CDU/CSU Fraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales und ist mit seinen 65 Jahren ein erfahrener Politiker. Mit seinen einführenden Worten zur ersten Frage bei der Anhörung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales zum Bundesteilhabegesetz traf er dann auch genau die Stimmung, die heute um das Reichstagsgebäude herum in Berlin herrschte: „Ich habe selten erlebt, dass ein Gesetzentwurf so heftig kritisiert wird, wie dieser“, begann Karl Schiewerling seine Frage. Und genau diese heftige Kritik war heute in Berlin so präsent, wie wir es in der Behindertenpolitik in diesem Land wohl noch nie hatten.
Veröffentlicht am 07.11.2016 18:53 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Blinde Menschen demonstrieren am 7. November 2016 vor dem Reichstag Foto: Irina Tischer
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Rund um den Reichstag haben Betroffene und Verbände wesentliche Verbesserungen am Regierungsentwurf für ein Bundesteilhabegesetz gefordert. Anlass war die öffentliche Anhörung im Bundestag. Schon vor Beginn hatte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband vor dem Reichstag eine Protestaktion organisiert, zu der auch gehörlose und körperbehinderte Menschen kamen Nachdem kontrovers die unterschiedlichen Sachverständigen im federführenden Ausschuss das Gesetz bewerteten und mit teilweise gegensätzlichen Begründungen Änderungen empfahlen, kamen die Anhänger der Fachverbände vor dem Paul-Löbe-Haus zu einer Kundgebung. Dem Aufruf der Lebenshilfe zur Aktion „Teilhabe statt Ausgrenzung“ am Brandenburger Tor folgten dann mehrere tausend Menschen. Für einen Bildreport war kobinet-Reporterin Irina Tischer dabei.
BERLIN (KOBINET) Nach der heutigen Anhörung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales zum Teilhabegesetz sieht Corinna Rüffer Gesetzentwurf „in großen Teilen durchgefallen“. „Selbst die Expertinnen und Experten, die von Union und SPD eingeladen wurden, mahnten Verbesserungen an“, erklärte die behindertenpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion. Die Bundesregierung habe einen schlechten Gesetzentwurf vorgelegt und sei an den eigenen Ansprüchen, ein modernes Teilhaberecht zu schaffen, fulminant gescheitert.
BERLIN (KOBINET) Nach der Anhörung von 19 Sachverständigen unter anderem aus Verbänden und Wissenschaft zum Bundesteilhabegesetz forderte heute Verena Bentele, die Anregungen der vom Gesetz betroffenen Menschen zu berücksichtigen. Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen erklärte: „Viele Menschen mit Behinderungen haben sich in den letzten Monaten mit qualifizierten Stellungnahmen eingebracht. Es ist höchste Zeit, dass diese Anregungen aufgenommen werden. In der Hand der Parlamentarierinnen und Parlamentarier liegt es nun, auf der Grundlage der Erkenntnisse aus der heutigen Anhörung die Schwachpunkte des Gesetzes zu tilgen und seine positiven Ansätze zu stärken.“ Jetzt werde sich zeigen, wie ernst in Deutschland der Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ genommen wird.
BERLIN (KOBINET) Die öffentliche Anhörung zum umstrittenen Bundesteilhabegesetz im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Bundestages ist heute nach mehr als zwei Stunden beendet worden. Die Ausschussvorsitzende Kerstin Griese (SPD) würdigte das starke Interesse der Öffentlichkeit und teilte mit, dass 100 Besucherinnen und Besucher die Experten-Anhörung vor einer Videowand im Paul-Löbe-Haus verfolgt haben. Sie bedauerte, dass bei der Übertragung der Veranstaltung im Internet die Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache „nicht geklappt“ hat.