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Kritik an Blockade leistungsgerechter Entlohnung Persönlicher Assistenz in Berlin

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) „Seit fast einem halben Jahr setzt sich die Berliner Senatsverwaltung für Soziales und das ihr nach­ge­ordnete Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) über den politischen Willen hinweg, Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung im so genannten Arbeitgeber:innen-Modell gemäß der abgeschlossenen Tarifvereinbarung zu entlohnen. Entsprechende fachliche Weisungen der Leitungs­ebene werden ignoriert.“ So kritisiert das Bündnis für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen das Handeln der Berliner Verwaltung und führte am 20. April eine Protestaktion im Dienst­gebäude des LAGeSo in Berlin durch.

2 schwere Unfälle am Erfurter Hauptbahnhof – Aufzug bleibt für Monate gesperrt

Baustelle Aufzug mit Rolltreppe
Baustelle Aufzug mit Rolltreppe
Foto: PIRATEN Thüringen

Erfurt (kobinet) Bereits am 9. März haben die PIRATEN Erfurt eindringlich darauf hingewiesen, dass die aktuelle Situation am Hauptbahnhof in Erfurt für Menschen mit körperlicher Behinderung nicht akzeptabel ist. Nun hat es nach Informationen der Erfurter PIRATEN aufgrund der nicht funktionierenden Aufzüge zwei Unfälle gegeben, einer habe sogar tödlich geendet. Der Rollstuhlfahrer Markus Walloschek, stellvertretender Vorsitzender der PIRATEN Erfurt, habe das kommen sehen. Er war beim Treffen mit Verantwortlichen der DB Erfurt am 7. März 2023 dabei und sprach über mögliche Gefahren und Probleme, zum Beispiel wenn ankommende Reisende auf dem Bahnsteig unerwartet vor dem seit Monaten gesperrten Aufzug stehen. Viele dieser kritischen Fragen wurden freundlich heruntergeredet. Stattdessen führte die DB einen Treppenlift vor, der jedoch nur für ganz bestimmte Rollis funktioniert. heißt es in einer aktuellen Presseinformation der PIRATEN Thüringen.

Infos zur Geschichte des Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen

Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Zukunft barrierefrei gestalten“, so lautet das diesjährige Motto für die Protestaktionen, die vom 22. April bis 7. Mai zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen durchgeführt werden. Wer sich im Vorfeld der Aktionen mit der Geschichte des Protesttages beschäftigen will, der 1992 zum ersten Mal durchgeführt wurde, für den könnte die 2022 von Dr. Sigrid Arnade und H.-Günter Heiden von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit Unterstützung der Aktion Mensch erstellte Broschüre zu 30 Jahren Protesttag eventuell eine hilfreiche Lektüre sein.

Leistungen der Eingliederungshilfe für einen ukrainischen Jungen mit Behinderungen

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Nürnberg (kobinet) Das Sozialgericht Nürnberg hat in einem Eilverfahren den Bezirk Mittelfranken dazu verpflichtet, Kosten für den Besuch einer Heilpädagogischen Tagesstätte für einen neunjährigen Jungen mit Behinderung zu erbringen (Az. S 5 SO 25/23 ER). Der Junge war im März 2022 mit seiner Familie nach Deutschland geflüchtet. Auf diese Entscheidung macht das diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht mit einem Beitrag aufmerksam.

Vorstellung einer zweiten Independent Living Studie am 5. Mai

Logo: The European Independent Living Day am 5. Mai
Logo: The European Independent Living Day am 5. Mai
Foto: ENIL

Brüssel (kobinet) Um den 5. Mai finden nicht nur in Deutschland Protestaktionen für eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft statt, in der ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen möglich ist. Auch auf europäischer Ebene finden eine Reihe von Aktivitäten statt. Das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (ENIL), das 1992 mit der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen ins Leben gerufen und mitkoordiniert hat, führt beispielsweise am 5. Mai eine Online-Veranstaltung zur Präsentation einer Studie zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen durch.

Corinna Rüffer sieht in CDU-Argumentation populistisches Manöver

Corinna Rüffer
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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Die Berichterstatterin für Behindertenpolitik der Grünen Bundestagsfraktion sieht im Kurs der Unionsparteien auf eine Blockade des Gesetzes zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts im Bundesrat ein populistisches Manöver auf Kosten schwerbehinderter Menschen.

Nordrhein-Westfalen fördert Inklusionsprojekte

Wappen Bundesland Nordrhein-Westfalen
Wappen Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DÜSSELDORF (kobinet) Heute übergibt Sozialstaatssekretär Matthias Heidmeier im Sozialministerium in Düsseldorf die Förderbescheide für das Programm „Inklusion vor Ort“ an die Modellkommunen Mönchengladbach, Oberhausen, Warendorf und Wiehl. Die vier Modellkommunen hatten sich im Bewerbungsverfahren gegen 37 Kommunen durchgesetzt. Sie werden bis zu fünf Jahre lang finanziell gefördert, um vor Ort inklusive Sozialräume zu schaffen. Dafür stellen Land und Aktion Mensch zunächst 3,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Barrierefreiheitsförderprogramm geht in Thüringen in die nächste Runde

Erfurt Straßenbahn nr 517. Tatra KT4D 2-car set.Am Anger,Aug 1989 von sludgegulper

ERFURT (kobinet) Thüringen ist eines der wenigen Bundesländer, die über ein eigenes Förderprogramm zur Verbesserung der Barrierefreiheit verfügen. Das Thüringer Barrierefreiheitsförderprogramm – kurz ThüBaFF – trat zum 01.Dezember 2021 in Kraft und wird zusammen mit der Thüringer Aufbaubank umgesetzt. Jetzt beginnt die neue Antragsrunde 2023. Ab sofort stehen wieder Fördermittel im Rahmen des ThüBaFF-Programms für Barrierefreiheit bereit. Zuwendungsfähig sind Vorhaben für den verbesserten Zugang und die barrierefreie Nutzung von Gebäuden, von Straßen, Wegen und Plätzen, von Fahrzeugen sowie im Bereich IT und Kommunikationstechnologie.

Fachtagung zu Beschäftigung und Weiterbildung

Buchstaben  in kleinen Buchstaben und Braile, recht daneben ein Auge
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Foto: DVBS

MARBURG (kobinet) Am 25. April 2023 findet in Berlin eine Fachtagung des Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) und seines Projekt agnes@work – Agiles Netzwerk für sehbeeinträchtigte Berufstätige statt, die sich mit den beruflichen Teilhabechancen von Menschen mit Behinderung beschäftigt.

Antidiskriminierungsbeauftragte stellte Arbeitsprogramm im Ausschuss vor

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) Den Diskriminierungsschutz „konsequent durchsetzen und stärken“ will die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, die am 19. April in einem Fachgespräch des Familienausschusses des Bundestages ihr Arbeitsprogramm vorgestellt und den Mitgliedern außerdem Rede und Antwort stand zum „Vierten Gemeinsamen Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der in ihrem Zuständigkeitsbereich betroffenen Beauftragten der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages: Diskriminierung in Deutschland – Erfahrungen, Risiken und Fallkonstellationen“ (BT-Drs. 19/32690). Dies berichtet der Informationsdienst Heute im Bundestag.

Grundförderung mit der Gießkanne ist ungerecht

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Koalition hat im Kabinett das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen. Dazu erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Der Kabinettsbeschluss ist sozial unverträglich. Eine Grundförderung mit der Gießkanne ist ungerecht und nicht ausgewogen. Millionäre, die ihren Pool oder die Sauna heizen, dürfen nicht die gleiche Hilfe bei der Umrüstung der Heizung bekommen wie Pflegefachkräfte, Rentner oder Arbeiter mit kleinem Geldbeutel. Klimaschutz liegt uns am Herzen, aber er darf nicht auf Kosten von Familien mit kleinem Einkommen, Rentnern und Pflegehaushalten gehen. Diese Menschen brauchen eine für ihre Situation passende Finanzierung und Förderung. Das ist ein Muss, kein Kann!“

Tag der offenen Tür der LIGA Selbstvertretung Thüringen am 21. April

Logo: LIGA Selbstvertretung Thüringen
LIGA Selbstvertretung Thüringen
Foto: LIGA Selbstvertretung Thüringen

Erfurt (kobinet) Mit einem Tag der offenen Tür lädt die LIGA Selbstvertretung am 21. April Interessierte zu einer Reihe von thematischen inputs und Diskussionen ein. Mit dabei ist die thüringische Sozialministerin Heike Werner, die der LIGA Selbstvertretung eine Urkunde zur Verbandsklage übergibt. Aber auch Themen wie Sozialraumorientierung, Barrierefreiheit oder die Arbeit von EX-IN spielen eine wichtige Rolle bei diesem Tag der offenen Tür.

In eigener Sache: Musk hat den Vogel abgeschossen…

Twitter-Logo auf Grabstein
Twitter-Logo auf Grabstein
Foto: –

Berlin (kobinet) Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

vorhin hat uns unser Automatisierungsdienstleister mitgeteilt, dass Twitter die Zugriffsmöglichkeiten auf seine Schnittstellen einschränken wird, sodass für viele, inklusive uns, ein Zugriff auf diese nur noch gegen Erwerb eines kostenpflichtigen Twitter-Abos möglich wird. Kobinet ist nicht bereit, die – teils fragwürdigen – Machenschaften des Herrn Musks durch ein solches Abo aktiv zu finanzieren. Deswegen werden wir die automatisierte Bereitstellung der Nachrichten-Teaser auf Twitter am Wochenende einstellen. Bei Bedarf werden vereinzelte Beiträge weiterhin manuell auf Twitter geteilt. Unsere anderen Kanäle (Website, RSS-Feed, Facebook, Newsletter) werden weiterhin wie gewohnt bedient.

Entwurf für inklusiveren Arbeitsmarkt im Ausschuss mit Änderungen angenommen

Bundestag Besprechungsraum
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Eine neue Stufe bei der Ausgleichsabgabe sowie die Abschaffung der Bußgeldregelung. Diese und andere Regelungen hat der Ausschuss für Arbeit und Soziales im Zusammenhang mit dem Gesetzentwurf zur Regelung eines inklusiven Arbeitsmarkt am 19. April in geänderter Fassung mit den Stimmen der Ampel-Fraktionen und Die Linke angenommen. Am Donnerstag, den 20. April, steht der Gesetzentwurf von 16:00 bis 16:45 Uhr zur Debatte und Verabschiedung im Plenum des Deutschen Bundestages an. Die Fraktion der CDU/CSU hat den Gesetzentwurf abgelehnt. Ein Änderungsantrag der Union wurde ebenso wie zwei Anträge von AfD (20/5999) und Die Linke (20/5820) abgelehnt, wie es in einem Bericht des Informationsdienstes Heute im Bundestag heißt.

Aktion Mensch appelliert an Offenheit und Beschäftigungsbereitschaft von Unternehmen

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) In dieser Woche stimmt der Bundestag über das Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts ab, das unter anderem eine Erhöhung der Ausgleichsabgabe vorsieht. Die Aktion Mensch begrüßt, dass dem Thema damit auf politischer Ebene die Relevanz beigemessen wird, die ein inklusiver Arbeitsmarkt für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in unserer Gesellschaft haben sollte. Gleichzeitig betont die Sozialorganisation, dass gesetzlich festgelegte Sanktionen nicht die alleinige Lösung sind, solange sich die grundsätzliche Offenheit und Beschäftigungsbereitschaft der Unternehmen nicht ändert.

Es lebe die Vielfalt!

Zeichnung mit Kidnern, die tanzen und Rad schlagen
Spielende Kinder – unübersehbare Lebensfreude
Foto: Pixabay/Prawny

BERLIN (kobinet) Am 28. Mai 2023 ist Weltspieltag. Mit dem Blick auf diesen Tag ruft das Deutsche Kinderhilfswerk Kinder und Erwachsene, Schulen und Kindergärten, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen zur Beteiligung am Weltspieltag 2023 auf. Der Weltspieltag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Schluss mit der Einfalt – Es lebe die Vielfalt!“. Damit will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ und in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch auf die besondere Bedeutung des Themas „Spiel und Inklusion“ aufmerksam machen.

VDAB mit Abschlussbericht zu „Pflegefinanzen“ unzufrieden

Blaue Buchstaben  VDAB darunter Querstrich und darunter der Name des Verbandes
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Foto: VDAB

BERLIN (kobinet) Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) zeigt sich mit dem aktuell erschienen Abschlussbericht des Experten-Rat „Pflegefinanzen“ nicht zufrieden. Nach den Worten des Bundesgeschäftsführers dieses Verbandes sind in dem Bericht durchaus interessante Ansätze enthalten. Allerdings, so bemängelt der VDAB, „…wurde dabei nur die reine Finanzierungsreform in den Blick genommen.“ und das greift aus Sicht des VDAB viel zu kurz.

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen schließen sich „DigitalPakt Alter“ an

Bild von einem Bildschirm auf dem vier Personen zu sehen sind
Online-Konferenz
Foto: Pixabay/Maiconfz

HANNOVER / DÜSSELDORF (kobinet) Der DigitalPakt Alter soll die gesellschaftliche Teilhabe und das Engagement älterer Menschen in einer digitalisierten Welt stärken. Dieser Initiative des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) sind nun auch die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen beigetreten.

Dringender Handlungsbedarf für wirksame Regelungen für inklusiven Arbeitsmarkt

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Die Tatsache, dass 25,9 Prozent der beschäftigungspflichtigen Betriebe, vor fünf Jahren waren es 25,5 Prozent, ihre Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Menschen gar nicht erfüllt haben, macht den Handlungsbedarf für wirksame gesetzliche Regelungen für einen inklusiven Arbeitsmarkt deutlich. Nach den aktuellen verfügbaren Daten der Bundesagentur für Arbeit waren 2021 1.111.271 Menschen mit einer Schwerbehinderung in Betrieben mit mindestens 20 Arbeitsplätzen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Über 80 Prozent der schwerbehinderten Menschen in Beschäftigung sind 45 Jahre oder älter. Der Großteil arbeitet im Verarbeitenden Gewerbe, in der öffentlichen Verwaltung oder im Handel.

Antidiskriminierungsstelle lädt zur Diskussion über die AGG-Reform

Logo: Antidiskriminierungsstelle des Bundes
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Foto: ADS

Berlin (kobinet) „Wir müssen reden – und zwar über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz! Nach über 15 Jahren hat sich zum ersten Mal eine Bundesregierung zu dem wichtigen Vorhaben verpflichtet, den deutschen Diskriminierungsschutz weiterzuentwickeln. Wie genau, ist noch nicht entschieden“, heißt es in der Ankündigung einer Fachtagung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unter dem Motto „Deutschland nach vorne bringen: Zur Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes“, die am 20. April in Berlin stattfindet und per Livestream verfolgt werden kann.

Ernüchternde Zahlen zur Beschäftigung behinderter Menschen in Sachsen-Anhalt

Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Foto: gemeinfrei

Magdeburg (kobinet) In Sachsen-Anhalt erfüllten im Jahr 2021 lediglich 31,1 Prozent aller privaten Arbeitgeber die Beschäftigungspflicht behinderter Menschen. Bei den öffentlichen Arbeitgebern waren es einem Bericht des mdr zufolge 41,8 Prozent. Sachsen-Anhalt sei damit bundesweites Schlusslicht bei der Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen. Diese Zahlen sind vor allem auch deshalb interessant, weil der Deutsche Bundestag am Donnerstag, den 20. April, voraussichtlich ein Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes verabschieden wird. Die Zustimmung der Länder zu den vorgesehenen Regelungen scheint im Bundesrat nicht sicher zu sein.

Gesundheitsausgaben 2021 auf 474,1 Milliarden Euro gestiegen

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

Oberhaching (kobinet) Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im zweiten Corona-Jahr 2021 auf 474,1 Milliarden Euro gestiegen. Das waren 5.699 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Die Gesundheitsausgaben pro Kopf und die Gesundheitsausgaben insgesamt stiegen gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent und damit am stärksten seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1992. Auf diese Daten des Statistischen Bundesamtes macht die CODY.care GmbH in ihrem neuesten Newsletter aufmerksam.

Sachsen entwickelt Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention weiter

Michael Welsch
Michael Welsch
Foto: Landesinklusionsbeauftragter Sachsen

Dresden (kobinet) Die sächsische Staatsregierung hat am 18. April mit dem 7. Bericht zur Lage der Menschen mit Behinderungen im Freistaat Sachsen ihren fortgeschriebenen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf den Weg gebracht. Seit Herbst 2021 sind unter dem Dach einer Interministeriellen Arbeitsgruppe in fünf Unterarbeitsgruppen, an denen jeweils auch mehrere Interessenvertreter*innen der Menschen mit Behinderungen beteiligt waren, zahlreiche Vorschläge beraten worden. Nach Ansicht des sächsischen Landesinklusionsbeauftragten Michael Welsch führen die Maßnahmen zu einem Mehr an Inklusion im Freistaat Sachsen.

Erklär-Videos zu Durchsetzungs- und Überwachungsstellen der Länder für barrierefreie IT

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Wiesbaden (kobinet) Die Durchsetzungs- und Überwachungsstellen der Länder für barrierefreie Informationstechnologie (IT) haben über ihren Auftrag und ihre Arbeit eine Reihe von Erklär-Videos (auch mit Audiodeskription) erstellt. Darin erfahren die Zuschauer*innen u.a., was typische digitale Barrieren sind und wie die Durchsetzungsstellen sie dabei unterstützen können, diese abzubauen. Darauf hat die Landesbehindertenbeauftragte von Hessen, Rika Esser, in ihrem neuesten Newsletter aufmerksam gemacht.

Auf demografische Welle im ländlichen Raum einstellen

Zwei ältere Personen mit schweren Einkaufstaschen
Menschen im höheren Lebensalter kommen vom Einkauf zurück
Foto: Pixabay/Pavlofox

DÜSSELDORF (kobinet) Auf eine demografische Welle im ländlichen Raum von Nordrhein-Westfalen verweist der VdK und mahnt einen schnellen Ausbau der Infrastruktur für ältere Menschen an. Wie aus den Angaben des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, wird wird die Zahl der Menschen im Rentenalter (67 Jahre oder älter) in diesem Bundesland bis zum Jahr 2030 um rund zehn Prozent auf rund 3,9 Millionen steigen. Davon besonders betroffen werden demnach die ländlichen Regionen wie die Kreise Coesfeld, Paderborn, Borken, Heinsberg und Euskirchen sein, bei denen die Zuwachsraten zwischen 16 und 18 Prozent liegen könnten.

Digitale Ausgrenzung durch Armut

Laptop aus dem sich digitale Bilder und Blätter herausbewegen
Digitale Portale spielen auch in der Lehre eine wichtige Rolle
Foto: Pixabay/PublicDomainPictures

BERLIN (kobinet) Das Risiko, digital abgehängt zu werden, ist nach einer aktuellen Untersuchung der Paritätischen Forschungsstelle für arme Menschen besonders groß. Der Paritätische Gesamtverband warnt in diesem Zusammenhang vor einer wachsenden digitalen Kluft und fordert umfassende Maßnahmen zur Sicherung digitaler Teilhabe für alle.

Sozialverband fordert niedrigere Hürden für Entlastungsbetrag

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

HANNOVER (kobinet) Von den monatlichen Entlastungsbeträgen können niedrigschwellige Unterstützungsangebote wie Einkaufshilfen oder Alltagsbegleiter bezahlt werden. Nach Erfahrung des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in Niedersachsen besteht dabei das Problem darin, dass es in diesem Bundesland zu wenige Angebote gibt und die Voraussetzungen für die Nachbarschaftshelfer sehr hoch sind. Während der Corona-Pandemie wurden diese Vorgaben bis Ende April 2023 gelockert. Der SoVD in Niedersachsen appelliert jetzt an die Landesregierung, die Regelung bis mindestens Ende des Jahres zu verlängern.

Entscheidung über inklusiven Arbeitsmarkt steht an

Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Berlin (kobinet) Es ist die erste größere behindertenpolitische Initiative der Regierungskoalition von SPD, Grünen und FDP in dieser Legislaturperiode, die am Donnerstag, den 20. April voraussichtlich von 16:00 bis 16:45 Uhr im Plenum des Deutschen Bundestages auf der Tagesordnung steht. Die Rede ist vom Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts, das dann zur Debatte und zur Verabschiedung im Bundestag ansteht. Zuvor wird sich noch der zuständige Bundestagsausschuss am 19. April mit möglichen Änderungsanträgen zum Gesetzentwurf der Bundesregierung beschäftigen. Diese Woche fallen also die entscheidenden Würfel, ob der Zugang behinderter Menschen zum allgemeinen Arbeitsmarkt verbessert wird, auch wenn der Gesetzentwurf nur wenige dringend zu regelnde Bereiche beinhaltet, wie sich viele Verbandsvertreter*innen einig sind.

Dokumentarfilm Inklusion bühnenreif wird in Leer gezeigt

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Leer (kobinet) Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) in Leer feiert in diesem Jahr ihr fünf-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass und dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen sind alle Interessierten zu einer ganz besonderen Filmvorführung eingeladen. Am 27.04.2023 wird um 17 Uhr im MARIKO in Leer der Dokumentarfilm „Inklusion bühnenreif“ gezeigt. Darin wird ein Theaterprojekt vorgestellt, in dem Menschen mit und ohne Be-hinderung zu monatlichen Begegnungsworkshops in einem Theaterraum zusammenkommen und so Inklusion ganz praktisch leben. Für diese Veranstaltung stellt der Landkreis Leer die Räumlichkei-ten zur Verfügung, die EUTB und der Inklusionsbeauftragte organisieren die Filmvorführung.

Vorbereitungen zum Protesttag laufen auf Hochtouren

Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Vom 22. April bis 7. Mai finden die diesjährigen Aktionen zum Protesttag in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands statt. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. So findet dieses Jahr in Berlin am 5. Mai eine Demonstration ab 14:00 Uhr vom Brandenburger Tor zum Roten Rathaus statt, wo ab ca. 14:45 Uhr die Kundgebung beginnt. Aber auch in anderen Städten gehen behinderte Menschen auf die Straße bzw. führen Veranstaltungen durch. „Zukunft barrierefrei gestaltet“, lautet das Motto des diesjährigen Protesttags, das die Aktion Mensch gewählt hat, die die Aktionen u.a. auch unterstützt durch ihren Social Media Auftritt unterstützt.

Zeitschrift Behinderung und internationale Entwicklung zu Organisationen behinderter Menschen

Cover der Zeitschrift Behinderung und internationale Entwicklung
Cover der Zeitschrift Behinderung und internationale Entwicklung
Foto: bezev

Essen (kobinet) Für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Behinderung und internationale Entwicklung wurde das Schwerpunktthema „Organisationen von Menschen mit Behinderungen“ gewählt. Darauf hat das Institut für inklusive Entwicklung des Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) hingewiesen. Wie die Selbstvertretung behinderter Menschen gefördert und wie behinderte Menschen an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden, wird auch in der Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger, denn die UN-Behindertenrechtskonvention macht hier klare Vorgaben. Nicht zuletzt beim Global Disability Summit, der voraussichtlich Anfang April 2025 in Berlin stattfinden wird, dürfte das Thema auf der Tagesordnung stehen.

Junge Menschen mit Behinderung vernetzen sich – sie haben Forderungen an Politik und Gesellschaft

Bild vom Selbstvertretungswochenende behinderter Kinder und Jugendlicher
Bild vom Selbstvertretungswochenende behinderter Kinder und Jugendlicher
Foto: bbe

Uder (kobinet) „Erstmals haben sich junge Menschen mit Behinderungen getroffen, um sich selbst zu vertreten. Das Treffen war bundesweit. Es fand vom 14.-16. April 2023 in der Bildungsstätte Eichsfeld in Thüringen statt. Menschen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren haben teilgenommen. Sie hatten die unterschiedlichsten Behinderungen. 12 junge Menschen waren vor Ort. 2 weitere waren digital dabei. Zusammen redeten sie über ihre eigenen Vorstellungen von Inklusion.“ Darauf weist der Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) mittels einer Presseinformation hin.

Fotowettbewerb zum Alltag der Betreuung

Fotoeiner entax-Kamera
Fotoapparat
Foto: Pixabay/Alexas_Fotos

BERLIN (kobinet) Coronapandemie, Energiekrise, Fachkräftemangel und vieles mehr wirken sich belastend auf Betreuung, Pflege und Rehabilitation von Menschen mit Behinderung aus. Die Fürst Donnersmarck-Stiftung und der evangelische Fachverband für Teilhabe (BeB) möchten nun im Rahmen eines gemeinsamen Fotowettbewerbes erfahren wie es sich unter dem Eindruck dauerhafter Krisenereignisse lebt und arbeitet und wie der Alltag aus der Sicht von Betroffenen und Mitarbeitenden in der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie aussieht.

Weiterhin Event-Inklusionsmanager gesucht

Schrifftzug Event-Inklusionsmanger*in im Sport
Inklusion im Sport organisieren
Foto: Deutscher Olympischer Sportbund

FRANKFURT am MAIN (kobinet) Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat jetzt im Rahmen des Projekts „Event-Inklusionsmanager*in im Sport“ (EVI) erneut Stellenangebote online gestellt. Menschen mit Schwerbehinderung können als Event-Inklusionsmanagerinnen und Manager inklusive und barrierefreie Veranstaltungen im Sport organisieren und sich auf die neugeschaffenen Stellen in Sportdeutschland bewerben. Eine nachhaltige Sicherung der Stellen wird angestrebt.

2021 floßen über fünf Milliarden Euro in Werkstätten für behinderte Menschen

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Münster (kobinet) Die Gesamtausgaben der Eingliederungshilfe für Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen betrugen 2021 insgesamt 5,05 Milliarden Euro. Das ist ein Zuwachs um 123,9 Millionen Euro oder 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittlichen Kosten lagen bei 18.287 Euro pro gefördertem behinderten Menschen, was ein Anstieg um 512 Euro bzw. 2,9 Prozent gegenüber 2020 bedeutet. Darauf wird im Kennzahlenvergleichs zu den Ausgaben zur Eingliederungshilfe im Jahr 2021 hingewiesen, den die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) vor kurzem veröffentlicht hat. Angesichts dieser massiven Ausgaben für die Aussonderung behinderter Menschen weist die LIGA Selbstvertretung auf die Empfehlung des Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen hin, das deutsche Werkstättensystem zugunsten eines inklusiven Arbeitsmarkt umzugestalten.

Kritik an Blockade leistungsgerechter Entlohnung Persönlicher Assistenz in Berlin

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) „Seit fast einem halben Jahr setzt sich die Berliner Senatsverwaltung für Soziales und das ihr nach­ge­ordnete Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) über den politischen Willen hinweg, Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung im so genannten Arbeitgeber:innen-Modell gemäß der abgeschlossenen Tarifvereinbarung zu entlohnen. Entsprechende fachliche Weisungen der Leitungs­ebene werden ignoriert.“ So kritisiert das Bündnis für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen das Handeln der Berliner Verwaltung und kündigt für den 20. April eine Protestaktion im Dienst­gebäude des LAGeSo in Berlin an.

Selbsthilfegruppe Herz ohne Stress in Friedrichshafen

Thomas Schalski
Thomas Schalski
Foto: privat

Friedrichshafen (kobinet) Manchmal ist nach einer Herzerkrankung das Vertrauen in den Körper erschüttert, man ist unsicher, belastet, besorgt. Obwohl die körperlichen Beschwerden besser werden, ist die Lebensqualität geringer – die Krankheit hinterlässt seelische Spuren. Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZsL) in der Bodenseeregion will Herzpatient*innen kompetent unterstützen und den psychischen Aspekten einen angemessenen Raum geben. Daher befindet sich die Selbsthilfegruppe „Herz ohne Stress“ in Friedrichhafen derzeit in der Gründung, wie Thomas Schalski vom ZsL Bodenseeregion mitteilte.

Im Vorfeld des Protesttages weist Aktion Mensch auf Barrieren hin

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Vom 22. April bis 7. Mai finden dieses Jahr wieder eine Vielzahl von Aktionen im Rahmen des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen statt. Im Vorfeld dieser von der Aktion Mensch unterstützten Aktionen weist diese in ihrem Newsletter auf die vielfältigen Barrieren hin. „Mit Freund*innen ein Café besuchen, Aufzug fahren oder einen Termin beim Amt machen. Für viele von uns ist das kein Problem. Für Menschen mit Behinderung lauern hier aber immer wieder Barrieren und Hindernisse. Unser Video zeigt, wo im Alltag noch Orte für Alle fehlen“, heißt es im Newsletter der Aktion Mensch.

Momentaufnahme 301

Eine Kazte schaut aus dem Fenster
Eine Kazte hinter dem Fensterglas
Foto: Irina Tsicher

Belrin (kobinet) Auch wenn man nur zum Fenster rausschaut, sieht man die Welt. (Wilhelm Raabe)

Sonntag trifft IGEL: Liebe mit Laufmaschen – Von Trennung, Partnerschaft, Liebe, Sex und Erotik

Sharepic: IGEL-Podcast zu Liebe mit Laufmaschen
Sharepic: IGEL-Podcast zu Liebe mit Laufmaschen
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg/Halle (kobinet) „Liebe mit Laufmaschen – Von Trennung, Partnerschaft, Liebe, Sex und Erotik“, so lautet die neueste Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die am Sonntag, den 16. April veröffentlicht wurde. Unter dem Motto „Sonntag trifft IGEL“ sprechen der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, und die Journalistin Jennifer Sonntag nun schon zum zweiten Mal am Sonntagmorgen miteinander. Dieses mal über Partnerschaft, Liebe, Sex und Erotik und wie dies aus ihren Blickwinkeln als behinderte Menschen ist.