
Foto: Bildungsklick
Düsseldorf (kobinet) Nordrhein-Westfalen gehört nach Ansicht der Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann zu den Bundesländern, in denen das Förderschulsystem statt eines konsequenten Rückbaus eine Ausweitung erfährt. Das Beispiel des Ennepe-Ruhr-Kreises zeige, wie Kommunen das Recht auf inklusive Bildung einfach ignorieren können, schreibt Dr. Brigitte Schumann in einem Beitrag für den bildungsklick.
„Am 16.02.2023 hat der Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreises mit den Stimmen von CDU und SPD bei Enthaltung der Grünen dem Verwaltungsvorschlag ‚Bedarf zur Errichtung eines dritten Förderschulstandortes für Lern- und Entwicklungsstörungen im Kreisgebiet‘ zugestimmt. Alle neun kreisangehörigen Städte haben sich darauf verständigt, dass der Kreis die Ersatzschulträgerschaft für den dritten Standort ‚aufgrund der absehbaren Schwierigkeiten der Umsetzung einer rein kommunalen Lösung und des nach wie vor bestehenden hohen Abstimmungsbedarfes zwischen allen beteiligten Akteuren‘ übernimmt. Den Verwaltungsvorschlag vorbereitet hat die seit 2018 bestehende interkommunale Arbeitsgruppe ‚Schulentwicklung Förderschulen EN‘ mit dem Ziel der ‚Weiterentwicklung der Förderschullandschaft im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen (LES)‘. Sie setzt sich zusammen aus kommunalen Vertreter:innen, der unteren Schulaufsicht sowie der Evangelischen Stiftung, die eine private Förderschule im Kreisgebiet unterhält“, schreibt Dr. Brigitte Schumann in der Einführung ihres Beitrags auf bildungsklick.




