SAARBRüCKEN (KOBINET) Seit 1987 gibt es die Stelle des Landesbehindertenbeauftragten im Saarland und seit dieser Zeit übt dieses Amt Wolfgang Gütlein hauptamtlich aus. Gestern wurde Wolfgang Gütlein im saarländischen Landtag vor 200 Gästen und Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern verabschiedet. Die saarländische Sozialministerin Monika Bachmann würdigte das unermüdliche Engagement des ersten selbst behinderten hauptamtlichen Landesbehindertenbeauftragten in Deutschland und dessen Bedeutung für die Politik im Saarland. Darauf hat Matthias Rösch, der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, der seit vielen Jahren eng mit Wolfgang Gütlein zusammengearbeitet hat, die kobinet-nachrichten hingewiesen.
Veröffentlicht am 25.11.2016 08:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Flagge Berlin Foto: Public Domain
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) „Wieviel Persönliche Assistenz steckt im Pflegestärkungsgesetz III (PSG III)?“ Dieser Frage ist Ulrike Pohl aus Berlin in ihrem Artikel für den Paritätischen Berlin nachgegangen. Berlinerinnen und Berliner, die auf Persönliche Assistenz angewiesen sind, konnten seit 2001 über den sogenannten Leistungskomplex 32 (LK 32) ihre Assistenzleistungen mit dem Sozialhilfeträger abrechnen. Dies scheint nun angesichts des PSG III, das nächste Woche voraussichtlich vom Deutschen Bundestag verabschiedet wird, in Gefahr.
BERLIN (KOBINET) Während noch spekuliert wird, welche Änderungsanträge die Regierungskoalition kommende Woche genau in den Deutschen Bundestag zum Bundesteilhabegesetz einbringen wird, zeichnet sich ab, dass das Gesetzesvorhaben nächste Woche ganz oben auf der Tagesordnung des Parlaments stehen wird.
BERLIN (KOBINET) Noch ist nicht klar, welche Änderungsanträge die Koalitions-AG gestern zum Bundesteilhabegesetz in Berlin beschlossen hat, diese Anträge werden heute aber eine entscheidende Rolle bei der Beratung der VertreterInnen der einzelnen Bundesländer zum Bundesteilhabegesetz haben. Denn vonseiten der Länder wurden über 100 Vorschläge für Änderungen am Gesetzentwurf der Bundesregierung gemacht.
KASSEL (KOBINET) Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V., die Belange geflüchteter Frauen und Kinder mit Behinderung bei Gewaltschutzkonzepten zu berücksichtigen. Derzeit werden sowohl beim Bund, als auch in den Ländern und Kommunen Konzepte zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften entwickelt. „Allerdings werden bislang in den meisten Konzepten die Belange geflüchteter Frauen und Kinder mit Behinderung nicht berücksichtigt. Wir brauchen ausreichend Unterkünfte in jeder Stadt, die Frauen und Kinder mit Behinderung vor Gewalt schützen und barrierefrei zugänglich sind“, fordert Brigitte Faber, Projektleiterin im Weibernetz e.V.
Veröffentlicht am 24.11.2016 16:19 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Logo der ISL Foto: ISL
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Kein Sozialabbau unter dem Deckmantel der UN-Behindertenrechtskonvention, fordert heute die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL e.V. „Lieber kein Gesetz als dieses“, so lautet die Botschaft nach einer telefonischen Vorstandssitzung.
BERLIN (KOBINET) Seit mehreren Jahren wird intensiv über das Bundesteilhabegesetz diskutiert, protestiert und geschrieben. Heute dürften in Berlin beim Treffen der Koalitions-AG der CDU/CSU und SPD Bundestagsfraktionen die entscheidenden Würfel fallen, wie das zukünftige Bundesteilhabegesetz genau aussieht und was dies für behinderte Menschen zukünftig konkret bedeuten wird. Davon ist kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul überzeugt, der kritisch auf die heutigen Stunden der Wahrheit blickt.
MAINZ (KOBINET) Auf gemeinsame Präventionsarbeit und eine gute Aufklärung und Information der Bevölkerung setzt der rheinland-pfälzische Runde Tisch Antidiskriminierung und Vielfalt in seinem Einsatz gegen Benachteiligungen.
Veröffentlicht am 24.11.2016 07:49 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wappen von Bayern Foto: Public Domain
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MüNCHEN (KOBINET)
MüNCHEN (KOBINET) „Inklusion bedeutet: mehr Möglichkeiten, mehr Teilhabe, mehr Gemeinsamkeit für alle. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) engagiert sich bereits seit den 70er Jahren für Studierende mit Behinderung. Das zeigt, dass sie auch in diesem Bereich ihrer Zeit weit voraus war und ist.“ Dies erklärte der bayerische Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger bei der Übergabe des Signets „Bayern barrierefrei“. Er zeigte sich beeindruckt von der vielfältigen Unterstützung von Studierenden mit Behinderung an dieser Universität.
BERLIN / FREIBURG (KOBINET) „Es ist nicht in Ordnung, dass Herr Bergen aus Freiburg, so wie berichtet, vom Sozialamt bedrängt wird, aus seiner Wohnung auszuziehen und einen Heimplatz zu suchen. Dies zeigt den Handlungsbedarf für ein Bundesteilhabegesetz, in dem ambulante Wohnformen vorrangig sind“, erklärte der Behindertenbeauftragte der Bundestagsfraktion der CDU/CSU Uwe Schummer gegenüber den kobinet-nachrichten.
FLöHA (KOBINET) Bereits am Montag berichtete die Inklusionsbotschafterin Annett Heinich den kobinet-nachrichten von der für den 30. November im sächsischen Freiberg geplanten Vorführung des russischen Films „Lenas Klasse“. Gestern wurde der beeindruckende Streifen vor einer 11. Klasse im Wirtschaftsgymnasium im sächsischen Flöha gezeigt. Die Dresdner Rollstuhlfahrerin hatte man zur anschließenden Gesprächsrunde sozusagen als „Expertin in eigener Sache“ eingeladen.
BONN (KOBINET) Die Inklusionsbotschafterin Sandra Errami weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, gute Informationen in psychosozialen Krisen schnell zur Hand zu haben. Deshalb setzt sie sich auch seit geraumer Zeit dafür ein, dass der von 2005 stammende psychosoziale Beratungsführer der Stadt Bonn aktualisiert wird. Nachdem sie selbst eine Liste ins Internet eingestellt hat und es einen Stadtratsbeschluss dazu gibt, kritisiert sie, dass es zu langsam vorangeht und das know how selbst Betroffener wohl nicht gewünscht ist.
SCHAUENBURG (KOBINET) 20 Jahre gibt es jetzt den Verlag Karin Kestner – ein Pionier in der Gebärdenwelt. Anfang der 1990er Jahre, lange vor der Anerkennung der Gebärdensprache, lernte Karin Kestner mühsam die Deutsche Gebärdensprache und begann ihre Tätigkeit als Gebärdensprachdolmetscherin, erinnert heute die Verlegerin auf ihrer Webseite.
Veröffentlicht am 23.11.2016 19:38 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Dr. Martin Theben Foto: sch
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Als großen Bluff bezeichnet der Berliner Rechtsanwalt Dr. Martin Theben das von der Bundesregierung geplante Teilhabegesetz. „Der Gesetzentwurf wird den wesentlichen Erwartungen nicht gerecht. Das Bundesteilhabegesetz stellt das Wunsch- und Wahlrecht nach wie vor unter einen Mehrkostenvorbehalt, schränkt entgegen der Entwurfsbegründung den Kreis der Leistungsberechtigten ein und zwingt die Leistungsempfänger auch weiterhin ihr Einkommen und Vermögen einzusetzen“, schreibt Theben in RP Reha, der Zeitschrift Recht und Praxis der Rehabilitation.
Veröffentlicht am 23.11.2016 17:24 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Von Menschen gebildete Uhr zeigt 5 vor 12 Foto: blista
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MARBURG/LAHN (KOBINET) „Behindert nicht unsere Zukunft“, so war es heute auf einem Transparent an der Carl-Strehl-Schule in Marburg zu lesen. Blinde und sehbehinderte SchülerInnen haben dort mit einer menschlichen Uhr für ein gutes Bundesteilhabegesetz demonstriert. Am Vortag der Entscheidung in der Koalitions-AG machten die SchülerInnen mit dieser Aktion deutlich, wie groß der Nachbesserungsbedarf am vorliegenden Gesetzentwurf ist, wenn dadurch nicht die Teilhabe und die Zukunft behindert werden soll.
Veröffentlicht am 23.11.2016 12:06 von Christian Mayer in der Kategorie Nachricht
Sigrid Arnade vor der Glaswand mit dem Grundgesetz Foto: Rolf Barthel
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KASSEL/BERLIN (KOBINET)
KASSEL/BERLIN (KOBINET) Im Vorfeld der entscheidenden Sitzung der Koalitions-AG zum Bundesteilhabegesetz am 24. November in Berlin hat ein Bündnis von Behindertenverbänden, die sich für ein gutes Bundesteilhabegesetz einsetzen, an die Bundestagsabgeordneten von CDU, SPD und CSU appelliert, kein Bundesteilhabegesetz zu verabschieden, das Heimeinweisungen und das Zwangspoolen von Leistungen für behinderte Menschen fördert. Ein aktuelles Beispiel aus Freiburg, wo ein behinderter Mann, der seit vielen Jahren in seiner eigenen Wohnung mit entsprechender Unterstützung lebt, seit Monaten vom Sozialamt unter Druck gesetzt wird, sich einen Heimplatz zu suchen, mache deutlich, dass dringend klare gesetzliche Regelungen gegen solche Praktiken nötig sind.
POTSDAM (KOBINET) In einem offenen Brief an die Brandenburger Landesregierung bemängelt der Berlin-Brandenburgische Bahnkundenverband die vorgesehenen Investitionen für Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr.
STUTTGART (KOBINET) Die Fachkräfteallianz Region Stuttgart bringt Menschen mit Behinderungen in Kontakt mit Unternehmen der Region, um dort einen Tag oder einige Stunden mitzuarbeiten. 35 Arbeitgeber aus verschiedenen Branchen und rund 60 Personen nehmen daran teil. Die Veranstaltung findet begleitend zur Themenwoche für Menschen mit Behinderungen der Bundesagentur für Arbeit statt. Darauf hat das Zentrum selbstbestimmt Leben in Stuttgart hingewiesen.
Veröffentlicht am 23.11.2016 07:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild zur Telefonaktion mit Constantin Grosch und Raul Krauthausen Foto: change.org
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Die am Montag von Constantin Grosch und Raul Krauthausen über AbilityWatch gestartete Telefonaktion im Vorfeld der für Donnerstagabend erwarteten Entscheidung zu den Änderungsanträgen zum Bundesteilhabegesetz bekommt mittlerweile auch Rückenwind von change.org. Über den Verteiler der Petition für ein Recht auf Sparen werden die über 330.000 UnterstützerInnen aufgerufen, zum Hörer zu greifen und den Abgeordneten mitzuteilen, warum ein gutes Bundesteilhabegesetz für sie und andere so wichtig ist.
Veröffentlicht am 23.11.2016 07:29 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Roland Walter in Buenos Aires Foto: Roland Walter
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BUENOS AIRES (KOBINET)
BUENOS AIRES (KOBINET) Der Performance-Künstler und Freigeist Roland Walter ist seit einigen Wochen auf Welttour und hat sich nun bei den kobinet-nachrichten aus Buenos Aires in Argentinien gemeldet. Der 53jährige Inklusionsbotschafter aus Berlin tourt derzeit mit Domi Melhem aus Argentinien mit der Performance ONE, welche sie im letzten Jahr in Berlin einstudiert haben, durch Buenos Aires. Sie treten in Cafés, Theatern und auf Festivals auf.
BERLIN (KOBINET) Die kobinet-nachrichten haben am Montag bei einigen Bundestagsabgeordneten, die mit dem Bundesteilhabegesetz befasst sind, nachgefragt, wie sie die Situation von Dirk Bergen, der in Freiburg seit Monaten darum kämpfen muss, die Unterstützung, die er braucht, auch weiterhin in der eigenen Wohnung zu bekommen und nicht in ein Heim abgeschoben zu werden, im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention und des geplanten Bundesteilhabegesetzes einschätzen. Während sich die Abgeordneten der Regierungsfraktionen bisher wegducken, kam nach der Stellungnahme von Katrin Werner von den Linken nun auch ein Statement von Corinna Rüffer von den Grünen.
BREMEN (KOBINET) Der Verein Selbstbestimmt Leben, der Blinden- und Sehbehindertenverein sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen (LAGS) haben Widerspruch gegen die von der Bremer Baubehörde erteilte Genehmigung für die Umbauten des Forums am Wall eingelegt. Der insgesamt zwölfseitige Widerspruch führt aus, dass die gesetzliche Pflicht zur Herstellung von Barrierefreiheit in vielen Bereichen verletzt worden ist.
MüNCHENBERNSDORF (KOBINET) Im rot-grün regierten Nordrhein-Westfalen wird eine behinderte Frau vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe ultimativ aufgefordert, in eine genau bezeichnete Behindertenanstalt einzuziehen. Ansonsten würde der Kostenträger die Erstattung der Kosten der ambulanten Versorgung einstellen.
Die Frau hatte im Alter von 18 Jahren einen schweren Autounfall und ist seither ab Höhe der Halswirbel querschnittsgelähmt. In der Folge wurde sie von ihrer Mutter und einem Pflegedienst mit der nötigen Unterstützung versorgt. Als die Mutter hierzu nicht mehr in der Lage war, zog die Frau in eine andere Stadt, in der sie Freunde hat. Die Versorgung übernahm ein örtlicher ambulanter Dienst. In der neuen Stadt erweiterte sie ihren Freundeskreis und integrierte sich in das soziale Umfeld. Nach zwei Jahren aber waren dem LWL die Kosten der ambulanten Versorgung zu hoch.
HOLLENBACH (KOBINET) Der Artikel 3 GG bzw. seine Interpretation durch das Bundesverfassungsgericht findet immer weiter Eingang in die Rechtsprechung. Während sich die Politik aus Sicht der Vereine und Verbände der Behindertenbewegung noch sehr schwer tut, sich aus Denke des vorigen Jahrhunderts zu befreien, ist die Rechtsprechung sehr viel weiter.
Veröffentlicht am 22.11.2016 20:50 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Cornelia Rundt Foto: Sozialministerium Nds
HANNOVER (KOBINET)
HANNOVER (KOBINET) Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt ist der Meinung, „das Bundesteilhabegesetz überarbeiten und volle Teilhabe ermöglichen“. Sie äußerte sich heute auf einer Sitzung des Niedersächsischen Landtages. „Mit dem Bundesteilhabegesetz plant der Bund, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu leisten. Die Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen sollen gestärkt und die personenzentrierte Bedarfsermittlung und Teilhabeplanung in den Vordergrund gestellt werden“, so die Ministerin. „Der vorliegende Entschließungsantrag macht deutlich, dass der Entwurf des Bundesteilhabegesetzes dieses Ziel leider nur zum Teil erreicht hat. Fest steht, dass die im Gesetz angelegten Leistungsverbesserungen längst nicht allen Menschen mit einer wesentlichen Behinderung zugutekommen.“
BERLIN (KOBINET) „Geben ist seliger denn nehmen“, so Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble (links) anlässlich der Präsentation der Weihnachtsmarke 2016, denn der Erlös dieser Marke fließt in die soziale Arbeit der Wohlfahrtsverbände. Deren Präsident Professor Dr. Rosenbrock (rechts) appellierte an alle, entgegen dem Trend wieder Briefe zu schreiben und diese mit Marken zu frankieren.
Veröffentlicht am 22.11.2016 10:19 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Uhr aus Menschen zeigt fünf vor zwölf Foto: Heinrich Schaudt
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MARBURG/LAHN (KOBINET)
MARBURG/LAHN (KOBINET) Am Donnerstag dürften aller Voraussicht nach die Würfel zum Bundesteilhabegesetz fallen, wenn sich die Koalitions AG trifft, um die Änderungsanträge zum vorliegenden Gesetzentwurf abzustimmen. Diese werden dann, aller Voraussicht nach, am 30. November im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales und kommende Woche im Bundestag auch so verabschiedet. SchülerInnen der Blindenstudienanstalt planen für Mittwoch eine Aktion, mit der sie deutlich machen wollen, dass es 5 vor 12 für die Teilhabe behinderter Menschen ist.
HEIDELBERG (KOBINET) Heute startet im Online-Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ eine Diskussion zum Thema „Betriebliches Eingliederungsmanagement und Prävention“.
BERLIN (KOBINET) Dirk Bergen kämpft in Freiburg seit Monaten darum, die Unterstützung, die er braucht, auch weiterhin in der eigenen Wohnung zu bekommen. Das Sozialamt hat ihn mehrfach aufgefordert, sich einen Heimplatz zu suchen. Dieses Vorgehen hat bundesweit Empörung ausgelöst. Die kobinet-nachrichten haben daher gestern bei einigen Bundestagsabgeordneten, die mit dem Bundesteilhabegesetz befasst sind, nachgefragt, wie sie diese Entwicklung beurteilen und was dies für das Bundesteilhabegesetz bedeutet. Erste Stellungnahmen sind nun eingegangen.
MARBURG/LAHN (KOBINET) „Bevormundung – Zwangsunterbringung – Folter“ unter diese Überschrift hat Prof. Echhard Rohrmann seine Stellungnahme zur zur Lage von Behinderten im Lichte der Abschließenden Bemerkungen des UN-Komitees für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zum ersten Staatenbericht der Bundesrepublik zum Art. 12 der UN-Behindertenrechtskonvention gestellt. Diese Stellungnahme wurde auf der Internetseite des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener eingestellt.
BONN (KOBINET) Sonja Röder aus Bonn rödelt für die Inklusion. Die Journalistin und Mutter eines Kindes mit Autismus engagiert sich seit kurzem auch als Inklusionsbotschafterin. Dabei steht ihr Motto INklusion statt OUTismus im Mittelpunkt ihres Wirkens. Vor kurzem wurde im Radio in „WDR 5 Morgenecho – Westblick am Morgen“ ein fast vierminütiger Beitrag zur schulischen Inklusion gesendet.
POZNAń (KOBINET) Unter diesem Titel eröffnete der Medienkünstler Marc Tobias Winterhagen am 21. November 2016 seine Ausstellung, die noch bis zum 4. Dezember 2016 in der Städtischen Galerie Arsenal in Poznań zu sehen ist. Gezeigt wird Kunst als ein Bereich, in dem Behinderung einen eigenständigen ästhetischen Wert hat. Die Ausstellung bildet den praktischen Abschluss der Dissertation von Winterhagen an der Universität der Schönen Künste in Poznań.
Veröffentlicht am 21.11.2016 14:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Foto zeigt iPhone Foto: omp
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Die Initiative Ability Watch ruft unter dem Motto „Last Call“ dazu auf, die für das Bundesteilhabegesetz entscheidenden Bundestagsabgeordneten anzurufen und ihnen die zentralen Punkte, die von einem guten Bundesteilhabegesetz erwartet werden, am Telefon deutlich zu machen. Erste Anrufe sind auf der dafür eingerichteten Internetplattform bereits dokumentiert worden.
WUPPERTAL/BERLIN (KOBINET) Der Deutsche Behindertenrat hat zu seinem Jahrestreffen am 30. November in Berlin das Thema „Barrierefreiheit ist Menschenrecht“ gewählt. Gabriel Nistor aus Wuppertal ist in der Gehörlosenszene aktiv und würde gern daheim die Diskussion in Deutscher Gebärdensprache verfolgen. Das ist schon länger technisch möglich, aber mit Aufwand und natürlich auch Kosten für den Veranstalter verbunden. Über Sprachbarrieren, die gehörlose Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgrenzen und deren Selbstbestimmung behindern, äußert sich heute Gabriel Nistor für kobinet.
FREIBURG (KOBINET) In der SWR-Sendung Landesschau Baden-Württemberg berichtete der Sender am Donnerstag, 17.11.16 über Dirk Bergen aus Freiburg, der im März dieses Jahres ein Schreiben der Grün-regierten Stadt Freiburg erhielt. Seine ambulante Versorgung wäre zu teuer, er solle der Stadt mitteilen, in welches Heim er einziehen möchte. Die kobinet-nachrichten berichteten mehrfach über diesen Vorgang.
FREIBERG (KOBINET) Annett Heinich engagiert sich in Sachsen als Inklusionsbotschafterin. Sie hat die kobinet-nachrichten auf einen Film hingewiesen, der ihr sehr am Herzen liegt und im sächsischen Freiberg gezeigt wird. Dabei handelt es sich um den Film „Lenas Klasse“, einen russischen Film zur Problematik der Integration von Menschen mit Behinderungen, der am 30. November um 18 Uhr im Pi-Haus in der Beethovenstraße 5 in Freiberg gezeigt wird.
Veröffentlicht am 21.11.2016 08:57 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: domain public
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BERLIN (KOBINET) Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Nordrhein-Westfalen sowie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Demografie Rheinland-Pfalz haben unter dem Motto „Ambulant und stationär – Kategorien aus der Vergangenheit!?“ zur 4. Berliner Runde zur Zukunft der Pflege eingeladen. Expertinnen und Experten diskutierten am 18. November, welche grundlegenden Veränderungen für eine zukunftsfähige Pflege notwendig sind.
RHEINSBERG (KOBINET) Im weitgehend barrierefreien Haus Rheinsberg feierte die Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben am Samstag ihren 60. Geburtstag. Damit die langjährige und engagierte Streiterin für die Menschenrechte auch weiterhin kräftig zubeißen kann, schenkten ihr ihre MitstreiterInnen von der ISL eine Handpuppe als Krokodil, das kräftig zuschnappen kann. Damit dieses nicht wahllos zuschnappt gab es ein paar Häppchen, wie zum Beispiel ein Paragraphenzeichen.
Veröffentlicht am 19.11.2016 06:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Dirk Bergen in seiner Wohnung Foto: Dirk Bergen
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FREIBURG (KOBINET) Dirk Bergen isst bereits seit Wochen weniger, weil ihm die Situation, dass er nicht weiß, wie lange er seine Assistenz noch in der eigenen Wohnung bekommt, enormen Stress bereitet. Wenn er ins Heim muss, dann wird er immer weniger Essen, bis der Tod eintritt. Das kündigte der 73jährige in einem Fernsehbeitrag der SWR Landesschau Baden-Württemberg an. Erlebt Dirk Bergen das, was einigen behinderten Menschen drohen könnte, wenn das Bundesteilhabegesetz so kommen sollte, wie es der derzeitige Entwurf vorsieht? Das fragen sich derzeit viele, die die Berichte über Dirk Bergen verfolgen.
Veröffentlicht am 19.11.2016 06:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von Josef Ströbl Foto: omp
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KASSEL (KOBINET) Josef Ströbl ist ein alter Kämpfer für die Rechte von Menschen mit Lernschwierigkeiten. So setzt er sich eigentlich von Anfang an für eine Leichte Sprache und für das Recht von Menschen mit Lernschwierigkeiten ein, mitten in der Gesellschaft statt in Sonderwelten leben zu können. Doch die derzeitige Diskussion zum Bundesteilhabegesetz bringt auch Josef Ströbl an Grenzen. „Wir Menschen mit Lernschwierigkeiten sind dabei abgehängt worden“, erklärte der Inklusionsbotschafter und Vorstand von Mensch zuerst gegenüber den kobinet-nachrichten.