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Eine verkehrte Welt

Alexander Hübner
Alexander Hübner
Foto: Christian Hübner

FREIBURG (KOBINET) In der SWR-Sendung Landesschau Baden-Württemberg berichtete der Sender am Donnerstag, 17.11.16 über Dirk Bergen aus Freiburg, der im März dieses Jahres ein Schreiben der Grün-regierten Stadt Freiburg erhielt. Seine ambulante Versorgung wäre zu teuer, er solle der Stadt mitteilen, in welches Heim er einziehen möchte. Die kobinet-nachrichten berichteten mehrfach über diesen Vorgang.

„Das ist so, als ob ich meines Nachbars Haus anzünde und ihm dann anbiete, die Löscharbeiten mit Rat zu unterstützen“, so kommentiert der stellvertretende ForseA-Vorsitzende Alexander Hübner die Ausführungen des Sozialamtsleiters. „Im März greift man dem Mann, der zuvor Witwer wurde, massiv in sein Dasein ein und bemüht sich nun im November, eine Lösung für ein Problem zu finden, das man in der Stadt des Grünen Oberbürgermeisters Dieter Salomon selbst geschaffen hat.“ Hübner regt sich aber auch darüber auf, dass die Aussage des Sozialamtsleiters vom SWR-Reporter als Entgegenkommen interpretiert wird. „Da war von Entgegenkommen nichts zu spüren. Die vom Amt angestrebte gemeinsame Lösung kann nur zum Nachteil des Herrn Bergen gereichen. Die Stadt bleibt bei ihrer harten Linie und hat dem SWR-Reporter kräftig Sand in die Augen gestreut.“ Mit Blick auf den Entwurf des Bundesteilhabegesetz führt Hübner abschließend aus: „Hier wird sehr deutlich, wie Behörden ihre Macht über behinderte Menschen ausüben. Nach dem bisherigen Entwurf verbessert sich daran gar nichts, im Gegenteil. Die Zumutbarkeitsregelungen hängen wie ein Schwert über den betroffenen Menschen. Die Kostenträger haben hohe Erwartungen in das Bundesteilhabegesetz. Es ist eine verkehrte Welt!“

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