Veröffentlicht am 23.01.2019 10:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo von hr iNFO Foto: HR
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FRANKFURT (KOBINET)
FRANKFURT (KOBINET) „Glück geht auch mit einem Kind, das schwer behindert ist, weiß Autorin Sandra Roth. Ihre neunjährige Tochter Lotta kann nicht laufen, nicht sprechen und nicht sehen. Aber sie kann hören und verstehen. Im Alltag merkt Lottas Familie immer wieder, dass wir bei der Inklusion noch einen weiten Weg vor uns haben“, so lautet der Text zur Ankündigung eines Interviews mit der Autorin Sandra Roth im Radiosender hr-Info, das vor kurzem mit dem Titel „Man muss zum Lachen nicht laufen können“ ausgestrahlt wurde und online angehört werden kann.
DORTMUND (KOBINET) Der Inklusionsbotschafter August Buskies war vor kurzem als Experte zum Thema „Ehrenamt von Menschen mit Behinderung“ zu Gast an der Technischen Universität Dortmund. Dabei hat der Inklusionsbotschafter „aus seinem großen Erfahrungsschatz berichtet“, wie Maren Grübnau, die Dozentin des Seminars berichtet. August Buskies übt sechs Ehrenämter aus, wobei der Schwerpunkt auf seinem behindertenpolitischen Engagement liegt.
MAINZ (KOBINET) Was sich hinter der nüchternen Überschrift „Landesrahmenvertrag nach §131 SGB IX“ verbirgt, dürfte die Entwicklung der Behindertenpolitik der nächsten Jahre entscheidend prägen. Ein entsprechender Landesrahmenvertrag zwischen dem Träger der Eingliederungshilfe und den Vereinigungen der Leistungserbringer wurde nun auch in Rheinland-Pfalz unter Beteiligung der Selbstvertretungs- und Selbsthilfeorganisationen abgeschlossen. Ende 2018 wurde das 61 Paragrafen umfassende Werk dem rheinland-pfälzischen Landtag zugeleitet, wo er mittlerweile veröffentlicht wurde.
BERLIN (KOBINET) Die Bundesregierung blockiert weiterhin die 5. EU-Richtlinie zur Antidiskriminierung, die u.a. behinderte oder queere Menschen betrifft. Es sei erbärmlich, dass seit 2008 kein Kompromiss gefunden wurde, erklärte Corinna Rüffer, Sprecherin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zum Verhandlungsstand bei der 5. Antidiskriminierungsrichtlinie der EU. „Gerade das EU-Recht kann Minderheiten am besten helfen. Auf meine Nachfrage antwortet die Bundesregierung lediglich, dass sie ihren ‚allgemeinen Vorbehalt‘ aufrecht erhalte und versteckt sich hinter den Vorbehalten anderer Länder“, berichtet Corinna Rüffer.
Veröffentlicht am 23.01.2019 06:59 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zur Demo am 24.1.2019 in Saarbrücken Foto: AbilityWatch
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BAD KREUZNACH/SAARBRüCKEN (KOBINET) Markus Igel (31) droht der zwanghafte Einzug ins Pflegeheim, weil das saarländische Landesamt für Soziales seine lebensnotwendige Assistenz nicht bezahlen will. Markus Igel soll stattdessen osteuropäische Pflegekräfte beschäftigen, die weit unter deutschem Mindestlohn arbeiten. Die seit Jahren angestellten Assistentinnen und Assistenten soll er entlassen. Prominente Unterstützung gegen diese Entscheidung reist am Donnerstag, den 24. Januar, aus ganz Deutschland nach Saarbrücken, heißt es in der Presseinformation von AbilityWatch, die von Raul Krauthausen im Solidaritätsdemo für Markus Igel verbreitet wurde.
FREIBURG (KOBINET) „Wahlrecht für Behinderte lässt auf sich warten“, so titelt heute die Badische Zeitung einen Bericht über die noch bestehenden Wahlrechtsausschlüsse von Menschen, denen zur Besorgung aller ihrer Gelegenheiten ein Betreuer zur Seite gestellt wurde oder die im Zustand der Schuldunfähigkeit eine Straftat begingen. Dies betrifft nicht nur die Europawahl am 26. Mai 2019, sondern beispielsweise auch die zeitgleich stattfindende Kommunalwahl in Baden-Württemberg. Dies ärgert die Inklusionsbotschafterin Esther Grunemann, die für die SPD für den Gemeinderat in Freiburg kandidiert.
HAMBURG (KOBINET) Die Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) als zuständige Behörde für Eingliederungshilfe hat mit den Wohlfahrtsverbänden einen Landesrahmenvertrag geschlossen, der die Leitgedanken des Bundesteilhabegesetzes umsetzen soll. Die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) hat als Interessenvertretung hieran maßgeblich mitgewirkt. Der Landesrahmenvertrag regelt die Bedingungen für den Abschluss von Vereinbarungen über die Gewährung von Leistungen der Eingliederungshilfe. Er soll sicherstellen, dass sich diese Vereinbarungen an dem Auftrag, den Zielen und den Grundsätzen des SGB IX ausrichten. Er strukturiert sie vor und soll sie soweit vereinheitlichen, dass sie vergleichbar sind, heißt es in einer Presseinformation der Hamburger Sozialbehörde.
Veröffentlicht am 22.01.2019 07:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Claus Fussek vor Plakat: Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht Foto: Marcus Schlaf
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MüNCHEN (KOBINET)
MüNCHEN (KOBINET) „Empört Euch! – Schämt Euch! – Beendet das Schweigen – Solidarisiert Euch!“ Diesen Titel hat Claus Fussek aus München gewählt, um auf die massenhaften und beschämenden Menschenrechtsverletzungen im Bereich der Pflege und der sogenannten Behindertenhilfe hinzuweisen, von denen er tagtäglich hört. Seinen Appell veröffentlichen die kobinet-nachrichten im Vorfeld der am 24. Januar in Saarbrücken stattfindenden Solidaritätsdemonstration für Markus Igel, der vom saarländischen Landesamt für Soziales förmlich zurück in eine Einrichtung gedrängt wird. Link zum Hinweis auf die Solidaritätsdemonstration für Markus Igel am 24. Januar in Saarbrücken
Veröffentlicht am 22.01.2019 06:46 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Das Erste Foto: ARD
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BREMEN (KOBINET) Die Reportage und Dokumentation mit dem Titel „Das Märchen von der Inklusion, die gestern Abend in der ARD von 22.45 Uhr bis 23.30 Uhr im Rahmen der Reihe „Die Story im Ersten“ ausgestrahlt wurde, hatte bereits im Vorfeld für Schlagzeilen und eine umfassende Berichterstattung gesorgt. Wer den Film verpasst hat, kann sich diesen nun in Ruhe in der Mediathek der ARD anschauen. „Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in einer Schule. Jeder Mensch kann überall dabei sein, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion. Eine Idee, so schön wie ein Märchen“, heißt es zum Film in der Mediathek der ARD.
Veröffentlicht am 21.01.2019 13:18 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht
Hublift der Deutschen Bahn Foto: ISL
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BREMEN/BERLIN (KOBINET) Dem Sprecherratsvorsitzenden des Deutschen Behindertenrates (DBR) und Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL), Horst Frehe, wurde vorherige Woche der Einstieg in einen ICE in Bremen verweigert. Das erfuhr kobinet heute von der ISL: Frehe wollte einen wichtigen politischen frühen Termin am Donnerstagvormittag in Berlin wahrnehmen. Hierzu bot sich der einzige an diesem Tag durchgehende ICE von Bremen nach Berlin an, der Bremen um 5:15 verließ. Leider lehnte die Deutsche Bahn dem rollstuhlfahrenden Fahrgast die Einstiegshilfe am Hauptbahnhof in Bremen ab. Die Deutsche Bahn (DB) begründete dies mit nicht vorhandenem Personal am Bahnsteig, das den benötigten Hublift bedienen könne. Erst mit einem Zug ab 6 Uhr Dienstbeginn könne man Frehe den Einstieg in den ICE von Bremen nach Berlin ermöglichen.
Veröffentlicht am 21.01.2019 10:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
UN-Behindertenrechtskonvention Foto: UNO
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BREMEN/BERLIN (KOBINET) Am 26. März 2009 trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Bereits letzte Woche gab es dazu einen guten Aufschlag im Rahmen einer Veranstaltung im rheinland-pfälzischen Sozialministerium mit guten Beispielen für Aktionspläne zur Umsetzung von Inklusion und der Behindertenrechtskonvention vor Ort. Heute ist das Thema zum Teil Tagesthema in den Medien, bevor heute Abend um 22.45 Uhr im ARD-Fernsehen in der Reihe „Die Story im Ersten“ der 45minütige Beitrag „Das Märchen von der Inklusion“ mit einer Bilanz zum zehnjährigen Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ausgestrahlt wird.
BERLIN (KOBINET) Seit Jahren wird über die Wahlrechtsausschlüsse von behinderten Menschen, die in allen Bereichen gesetzliche Betreuung nutzen und von Menschen, die wegen Schuldunfähigkeit in der Forensik sind, diskutiert. In einigen Bundesländern wurden diese Ausschlüsse mittlerweile abgeschafft, aber auf Bundesebene scheint die Beteiligung dieses Personenkreises an Wahlen anscheinend nicht erwünscht, wie das NETZWERK ARTIKEL 3 kritisiert. Denn während die Europawahlen rasant näher rücken, wurde das ausschließende Wahlrecht immer noch nicht vom Deutschen Bundestag geändert. Dass Wahlrechtsausschlüsse anachronistisch sind, kommt auch im aktuellen Interview der tagesschau mit dem Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel zum Ausdruck.
BONN (KOBINET) „Ob Online-Sanitätsshop für psychisch Kranke, Mode Label aus dem größten Slum Kenias oder App für mehr Bürgerbeteiligung: Das „Social Impact Lab“ in Bonn ist ein Inkubator für viele innovative Geschäftsideen und ihre Umsetzung. Das Besondere: Die Start Ups, die hier gegründet werden, wollen unsere Gesellschaft verbessern – und setzen dabei vor allem auf das Thema Inklusion“, so berichtet die Aktion Mensch über die Initiative, die im Februar in den Räumlichkeiten der Aktion Mensch in Bonn startet.
Veröffentlicht am 21.01.2019 07:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Platzgestaltung: Beschreibung siehe Text Foto: Kassandra Ruhm
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BREMEN (KOBINET) Wer kennt das nicht – viel zu oft sind Rollstuhlplätze im Theater, Kino, Zirkus oder Konzert zu klein, liegen im Durchgang oder Rollstuhlfahrer*innen können nicht problemlos neben ihren Freunden oder Angehörigen sitzen. Deshalb fordert die Behindertenrechtsaktivistin Kassandra Ruhm die Bremische Bürgerschaft (Landtag) mit einer Petition auf, für barrierefreie Rollstuhlplätze nach DIN 18040 zu sorgen. Unterzeichnen kann man die Petition bundesweit online.
Veröffentlicht am 21.01.2019 06:58 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Foto: ADS
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BERLIN (KOBINET) Der Wettbewerb fair@school sucht bis zum 15. März 2019 Projekte und Initiativen an Schulen, die sich gegen Diskriminierung von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Identität oder Behinderung einsetzen. Auf dem Schulhof kann ein rauer Wind wehen: Immer wieder machen Kinder und Jugendliche Diskriminierungserfahrungen. Hier setzen sich aber auch viele Menschen in besonderer Weise für Vielfalt, Chancengleichheit und ein gutes Miteinander ein. Zum dritten Mal vergeben die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Cornelsen Verlag den Preis fair@school, um dieses Engagement auszuzeichnen.
SAARBRüCKEN (KOBINET) Wie kobinet berichtete, wird für den 24. Januar eine Demonstration vor dem saarländischen Landesamt für Soziales in Saarbrücken organisiert. Vorausgegangen ist eine Petition mit aktuell deutlich über 50.000 Unterschriften und ein Spendenaufruf, der bislang schon über 17.000 Euro erbracht hat. Es geht um Markus Igel, der von dem saarländischen Landesamt massiv unter Druck gesetzt wird. Er soll seine Assistenzpersonen entlassen und durch osteuropäische Pflegekräfte ersetzen. Als Alternative verbleibt ihm nur der Einzug in eine Anstalt.
JENA (KOBINET) Die Möglichkeit ein Budget für Arbeit, statt eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen, zur Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu nutzen, ist mittlerweile seit über einem Jahr im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes bundesweit in Kraft getreten, doch bisher wurde wenig getan, um dafür zu werben. In Jena findet dazu nun eine gemeinsame Informationsveranstaltung des Jenaer Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen und der Stadt Jena am Donnerstag, 24. Januar von 16 bis 18 Uhr im Sozialamt Jena am Lutherplatz 3 statt. Darauf hat die Thüringer Allgemeine hingewiesen.
Veröffentlicht am 20.01.2019 13:00 von Irina Tischer in der Kategorie Nachricht
Stralendes Licht durch den Wald Foto: Irina Tischer
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BERLIN (KOBINET) Das Deutsche Kinderhilfswerk drängt anlässlich der Bundestagsdebatte über die Bildungspolitik in Deutschland und den Nationalen Bildungsbericht 2018 vom Freitag auf stärkere Investitionen des Bundes in der Bildung und eine dauerhafte Kooperation in diesem Bereich zwischen Bund, Ländern und Kommunen. „Bei der Bildung gibt es dringende Aufgaben zuhauf, beispielsweise den quantitativen und qualitativen Ausbau der Ganztagsangebote, die Sanierung und den Neubau von Schulen oder die Entwicklung eines inklusiven Bildungswesens. Und auch die Frage von Bildungsungleichheiten, von sozialen und regionalen Disparitäten muss dringend angegangen werden, machte das Deutsche Kinderhilfswerk klar.
BERLIN (KOBINET) Im Berliner Theater RambaZamba hatte gestern „Don Juan sehr frei nach Molière“ Premiere. Den Diener spielt Sebastian Urbanski, der mit seiner Rede am 27. Januar 2017 im Deutschen Bundestag auch auf der politischen Bühne bekannt wurde. Jetzt gehört der 40-jährige Schauspieler dem 15-köpfigen Bundesvorstand der Lebenshilfe als der erste Mensch mit Down-Syndrom an. „Wir sind sehr stolz darauf, ihn in unseren Reihen zu haben. Als Selbstvertreter wird er eine glaubhafte und starke Stimme für Menschen mit Behinderung sein“, sagte Bundesvorsitzende Ulla Schmidt nach seiner Berufung.
DüSSELDORF (KOBINET) Betroffene warten weiter auf Wohnungen für ein selbstbestimmtes Leben stellt der VdK Nordrhein-Westfalen fest und schlussfolgert: „Die Politik lässt Rollstuhlfahrer im Stich!“
SIEGBURG (KOBINET) Gefördert durch die Aktion Mensch Stiftung führt die LIGA der freien Wohlfahrtspflege Thüringen seit 2016 ein Modellprojekt im Bereich der Behindertenhilfe durch. Drei stationäre Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung(en) lösen einen Teil ihrer stationären Angebote (zum Beispiel Wohnheime) auf, um dafür stärker personenzentrierte ambulante Angebote zu schaffen. Es werden Methoden erprobt, die zu mehr Wahlmöglichkeiten, zu mehr Teilhabe und zur Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigung(en) beitragen sollen.
DRESDEN (KOBINET) Nach Informationen des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen bauen die Architektenkammer Sachsen und der Sozialverband VdK Sachsen bauen für Sachsen ein Beratungszentrum für Barrierefreies Planen und Bauen auf. Im Dezember 2018 gaben dazu Horst Wehner, VdK-Landesvorsitzender, und Alf Funkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen, als gemeinsame Projektträger den offiziellen Startschuss, wie die Internetseite der Architektenkammer Sachsen informiert.
Veröffentlicht am 18.01.2019 05:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Buchcover: Niemand sollte vor seinem Tod sterben Foto: Büchner Verlag
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MARBURG/LAHN (KOBINET)
MARBURG/LAHN (KOBINET) „Wenn man schwer kranke Menschen danach fragt, wann sie sich erstmals ihrer Endlichkeit bewusst wurden, so berichten diese nicht etwa von Krankenhausaufenthalten und Medikamenteneinnahmen. Sie schildern die Momente, in denen ihnen bewusst wurde, im Job nicht mehr auf dem alten Niveau mithalten zu können; sie berichten von Situationen, in denen sie eigene Hobbies und Interessen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mussten und vor allem: von Erlebnissen, in denen sie das erste Mal sozial ausgegrenzt oder diskriminiert wurden. Dieser Prozess eines sozialen Sterbens kann aufgrund des medizinischen Fortschritts ganze Lebensjahrzehnte von Menschen bestimmen“, so heißt es im Klappentext des neu erschienen Buches der Inklusionsbotschafterin Dr. Carolin Tillmann mit dem Titel „Niemand sollte vor seinem Tod sterben“.
Veröffentlicht am 17.01.2019 15:16 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wappen von Baden-Württemberg Foto: Public Domain
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STUTTGART (KOBINET)
STUTTGART (KOBINET) Erstmals vergibt das Ministerium für Soziales und Integration einen Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg. Die Ausschreibung ist heute gestartet und ist in verschiedenen Kategorien unterteilt. Der Preis ist mit je 4000 Euro dotiert und wird in drei Bereichen vergeben.
UNBEKANNT (KOBINET) Um Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt geht es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Wie daraus hervorgeht, wandten sich zwischen 2015 und 2017 insgesamt 247 Menschen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, um eine Benachteiligung auf dem Grundstücks- und Wohnungsmarkt wegen der ethnischen Herkunft oder aus rassistischen Gründen zu melden beziehungsweise sich beraten zu lassen.
MAINZ (KOBINET) „Unsere Kommune für Alle“ lautete der Titel der gestrigen Veranstaltung, zu der die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch ins Sozialministerium nach Mainz eingeladen hatten. „Eine Kommune für alle heißt für uns auch eine Kommune für Menschen mit Behinderungen. Da sind die Themen Barrierefreiheit und Teilhabe vor Ort die entscheidenden Gelingensfaktoren“, sagte Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei der Eröffnung der Veranstaltung, die einen guten Start für Veranstaltungen zum 10jährige Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland darstellte.
BAD KREUZNACH (KOBINET) Gut eine Woche vor der Solidaritätsdemonstration für Markus Igel am 24. Januar um 11.00 Uhr vor dem Landesamt für Soziales in Saarbrücken berichtete gestern die Landesschau von SWR Rheinland-Pfalz über die prekäre Situation von Markus Igel. Der Fernsehbericht, der wurde bereits in die ARD-Mediathek eingestellt und zeigt vor allem auch im Interview mit dem Anwalt von Markus Igel, Dr. Oliver Tolmein von der Kanzlei Menschen und Rechte die Gefahren des Vorgehens des Saarländer Landesamtes für Soziales für die Persönliche Assistenz auf.
BERLIN (KOBINET) „Die Sanktionen bei Hartz IV müssen abgeschafft werden. Sie sind verfassungswidrig“. Das erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der gestrigen Anhörung beim Bundesverfassungsgericht, bei der der Verband als Sachverständiger geladen war. Aus Sicht des VdK verstoßen die aktuellen gesetzlichen Sanktionsvorschriften gegen die Menschenwürde und somit gegen das Grundgesetz.
MüLHEIM (KOBINET) Der Inklusionsbotschafter Alfred Beyer aus Mülheim engagiert sich gleich doppelt ehrenamtlich. Zum einen bringt er Kindern und Jugendlichen das Schwimmen bei, zum anderen setzt er sich für Inklusion ein. In dem von ihm gegründeten integrativen Sport- und Gesundheitsverein bringt er behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen. Über das Wirken von Alfred Beyer hat vor kurzem das WDR-Fernsehen in der Lokalzeit Ruhr berichtet.
MAINZ (KOBINET) Vom Anstieg der Erwerbstätigkeit profitieren Menschen mit Behinderungen nicht in gleicher Weise. Deshalb appelliere der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch an die Unternehmen, die gute konjunkturelle Lage zu nutzen und in die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu investieren. „Trotz der guten Lage am Arbeitsmarkt sind schwerbehinderte Menschen stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen mit Behinderungen ist wesentlich höher und der Verbleib in der Arbeitslosigkeit dauert länger als bei Menschen ohne Behinderungen“, betonte Matthias Rösch.
OBERTEURINGEN (KOBINET) Im Rahmen der Änderungen des Bundesteilhabegesetzes soll auch die 5. Versorgungsmedizinsiche Verordnung verändert werden. Die Verordnung ist die Grundlage für die Bildung des Grades der Behinderung und damit für den Nachteilausgleich für Menschen mit Behinderungen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat nun einen Referentenentwurf vorgelegt, der nach Auffassung des Inklusionsbotschafters Thomas Schalski von der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung Bodensee/Oberschwaben (EUTB) zu massiven Verschlechterungen für Menschen mit Behinderungen führen wird. Dieses betriff seiner Ansicht nach nicht nur den Nachteilsausgleich, sondern auch den erweiterten Kündigungsschutz für gleichgestellte Menschen mit Behinderung und die Möglichkeiten früher in Rente zu gehen. Deshalb hat die EUTB Bodensee/Oberschwaben eine Kampagne gegen die geplanten Änderungen gestartet.
Veröffentlicht am 15.01.2019 15:06 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Grafik zeigt Logo des bvkm Foto:
DüSSELDORF (KOBINET)
DüSSELDORF (KOBINET) Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) hat sein Merkblatt zur „Grundsicherung nach dem SGB XII“ aktualisiert. Dieses Merkblatt richtet sich speziell an erwachsene Menschen mit Behinderung. Diese können Leistungen der Grundsicherung nach dem Recht der Sozialhilfe (SGB XII) beziehen, wenn sie dauerhaft voll erwerbsgemindert sind.
BERLIN (KOBINET) Das Deutsche Theater spielt mit dem Ramba-Zamba-Theater Sophokles‘ „Antigone“ in der Box, berichtet heute die Berliner Zeitung über die Premiere am Sonntag. Unter der Überschrift „Beschränkte Besonderheiten“ kritisiert Doris Meierhenrich „die nur oberflächliche Einbindung von Behinderten und Nichtbehinderten“ in ein Konzept aus Routine und Klischees.
UNBEKANNT (KOBINET) Die Bundesregierung hat den Bericht zum Stand und zu den Ergebnissen der Maßnahmen nach Artikel 25 des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) als Unterrichtung (19/6929) vorgelegt. Laut Bundesteilhabegesetz muss das Bundesarbeitsministerium dem Bundestag und dem Bundesrat in den Jahren 2018, 2019 und 2022 über Maßnahmen nach den Vorgaben des BTHG berichten.
BONN (KOBINET) Die Förderung der Aktion Mensch startet mit besseren Konditionen und einer vereinfachten Struktur in das neue Jahr. Ihr Ziel: noch mehr soziale Projekte für Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen und neuen Projekt-Partnern den Einstieg in die Förderung zu erleichtern. Neu ist auch die Aufteilung in fünf Lebensbereiche.
UNBEKANNT (KOBINET) Das Jahr 2019 ist aus behindertenpolitischer Sicht ein besonderes Jahr. Deutschland feiert das zehnjährige Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Mit dem Inkrafttreten der UN-BRK ist eine Epoche behindertenpolitischer Sichtweisen und der dazugehörenden Hilfestrukturen zu Ende gegangen. Ein Paradigmenwechsel eben.
Oder eben nicht? Wo stehen wir und welches sind die Herausforderungen der nächsten Monate und Jahre? Überlegungen aus einer ungewohnten Perspektive.
BARGTEHEIDE (KOBINET) Der Diplom Politologe Andreas Reigbert ist ehrenamtlich für den Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) tätig und setzt sich vor allem für Barrierefreiheit im Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV) ein. In einem aktuellen Beitrag für bargteheide AKTUELL fragt er sich: „Warum gibt es keinen barrierefreien Bahnhof in meiner Stadt?“
BERLIN (KOBINET) Unter dem Motto „Der Tag, an dem ich Goliat traf“ hat die Buchautorin und Inklusionsbotschafterin Alex Ernst den kobinet-nachrichten einen Bericht über eine Schulung zur Veröffentlichung gestellt, die sie vor kurzem durchgeführt hat.