DUDERSTADT (KOBINET) Das nächste Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen findet vom 23. – 28. Juli 2017 in Graz statt. Dies gab Klaus Tolliner, der das Sommercamp im jährlichen Wechsel in Graz organisiert, zum Abschluss des diesjährigen Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen heute in Duderstadt bekannt.
DUDERSTADT (KOBINET) Mit einem bunten und abwechslungsreichen selbt gestalteten Kulturprogramm wurde gestern im Jugendgästehaus in Duderstadt der letzte Abend des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen begangen. Die vielfältigen Vorführungen zeigten, welche Kraft und Kreativität der Behindertenbewegung in Deutschland inne wohnt.
Veröffentlicht am 11.08.2016 19:18 von Christian Mayer in der Kategorie Nachricht (?)
Sommercamp in Duderstadt: Politiker getroffen Foto: omp
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DUDERSTADT (KOBINET) „Jetzt gilt’s“, so fasste der Koordinator der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz, Ottmar Miles-Paul, die heutige Diskussionsrunde zum Bundesteilhabegesetz beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Duderstadt zusammen. In den nächsten drei Monaten seien viele Gespräche mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und mit den VertreterInnen der Länder genau so nötig, wie kreative Protestaktionen, um am Ende noch ein Bundesteilhabegesetz zu bekommen, dass diesen Namen verdient.
Veröffentlicht am 11.08.2016 19:04 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht (?)
Käfig-Aktion vor dem Berliner Hauptbahnhof am 28. Juni 2016 Foto: sch
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Am 18. August 2006 ist das erste eigenständige deutsche Antidskriminierungsgesetz in Kraft getreten. Zehn Jahre danach fühlen sich behinderte Menschen noch zu oft wie in einem Käfig und kritisieren immer wieder alltägliche Diskriminierung ohne Folgen, wie bei der Protestaktion für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe am 28. Juni in Berlin. Zum 10-jährigen Bestehen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine Reform dieses Gesetzes angemahnt. Die Grünen im Bundestag legen nach der Sommerpause einen Antrag vor, weil das AGG nach zehn Jahren dringend verbessert werden muss.
DUDERSTADT (KOBINET) Beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, das seit Sonntagabend in Duderstadt stattfindet, wurde gestern bekräftigt, dass die Selbstvertretung behinderter Menschen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention sichergestellt und vereinheitlicht werden muss.
POTSDAM (KOBINET) Brandenburgs Bevollmächtigter beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski, hat heute seine diesjährige Infotour gestartet und mit Vertretern des Oberlinhauses in Potsdam über das geplante Bundesteilhabegesetz gesprochen, das Menschen mit Behinderung ein eigenständigeres Leben ermöglichen soll. Unter dem Motto „Bundespolitik vor Ort auf dem Prüfstand“ will sich Kralinski über die Auswirkungen bundespolitischer Gesetzgebungsvorhaben für Brandenburg informieren. „Der Meinungsaustausch mit Vertretern des Oberlinhauses hat aufgezeigt, welche Herausforderungen die geplante Reform der Eingliederungshilfe mit sich bringen wird. Diese und mögliche Nachbesserungen im Sinne der Menschen mit Behinderungen werden im Bundesrat zu diskutieren sein“, so der Staatssekretär.
DUDERSTADT (KOBINET) Insgesamt war Maik Nothnagel 12 Jahre lang Landtagsabgeordneter des Landes Thüringen. Heute berichtete der selbst behinderte ehemalige Abgeordnete beim Sommercamp in Duderstadt über seine Erfahrungen als Landtagsabgeordneter. Dabei betonte der Thüringer wie wichtig die Selbstvertretung behinderter Menschen und vor allem das politische Engagement für die Menschenrechte behinderter Menschen ist.
DUDERSTADT (KOBINET) Die am Montag gestartete 7tägige Elektrorollstuhl-Tour von Matthias Klei von Bielefeld nach Bremerhaven hat Rückenwind von den TeilnehmerInnen des Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Duderstadt bekommen. Bei der Veranstaltung zum Bundesteilhabegesetz im Jugendgästehaus in Duderstadt wurde eine Reihe von Regelungen im Gesetzentwurf nicht nur scharf kritisiert, sondern deutlich gemacht, dass Aktionen wie die Tour von Matthias Klei wichtig sind.
BERLIN (KOBINET) Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 18. September können blinde und sehbehinderte Wählerinnen und Wähler eine Stimmzettelschablone nutzen, um selbstbestimmt von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Egal, ob bei einer Briefwahl oder in der Wahlkabine – wer den Stimmzettel nicht lesen kann, legt ihn passgenau in die Schablone ein und macht sein Kreuz in eines der ausgestanzten, nummerierten Löcher am rechten Schablonenrand. Eine zusammen mit der Schablone vorab verschickte Hör-CD informiert über die genaue Handhabung des Hilfsmittels sowie über die Namen der aufgestellten Personen und Parteien und deren Reihenfolge auf den Stimmzetteln, erfuhr kobinet heute vom Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V. (ABSV).
BERLIN (KOBINET) Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) spricht sich die Antidiskriminierungsstelle des Bundes für eine Reform des Gesetzes aus. Sie stützt sich dabei auf Ergebnisse eines unabhängigen Evaluierungsgremiums. Demnach müssten Schutzlücken geschlossen werden, damit Menschen wirksamer gegen Diskriminierung vorgehen können. Konkret sprechen sich die Expertinnen und Experten etwa für eine Ausweitung der Fristen aus, innerhalb derer Betroffene Ansprüche geltend machen müssen. Auch sollten Verbände die Möglichkeit erhalten, Betroffene vor Gericht zu vertreten. „Der Schutz vor Benachteiligungen muss effektiver werden“, sagte heute Christine Lüders, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle.
MüNCHEN (KOBINET) Immer mehr Menschen mit Behinderung berichten der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung über Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche. Deshalb haben Irmgard Badura und die Bayerische Architektenkammer zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Wohnen – Mehr als ein Dach über dem Kopf“ im Haus der Architektur in München eingeladen. Gemeinsam mit Planern, Architekten, Menschen mit und ohne Behinderung, informierte Badura jetzt in einer Pressemitteilung, wurde über Möglichkeiten diskutiert, wie inklusives Wohnen Wirklichkeit werden kann.
DUDERSTADT (KOBINET) Das „4. Grenzen sind relativ Festival“ findet am Samstag, den 24. September unter dem Motto „AndersSein vereint“ im KulturForum in Kiel statt. Darauf hat Mischa Gohlke, der derzeit am Sommercamp in Duderstadt teilnimmt und sich als Inklusionsbotschafter engagiert, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 08.08.2016 19:20 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht (?)
Manne Lucha Foto: MSIBW
AALEN (KOBINET)
AALEN (KOBINET) Baden-Württembergs Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat heute auf seiner Sommertour ein Projekt besucht, an dem auch Menschen mit Behinderungen beteiligt sind. Mit dem Projekt Familienwohnen Aalen sei ein beispielhafter inklusiver Wohnraum mitten in der Stadt und damit mitten in der Gesellschaft entstanden, sagte Lucha. Menschen mit Behinderungen hätten das Recht, selbstbestimmt am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben. Deshalb müssten die Menschen selbst entscheiden können, wo und wie sie wohnen. Das Aalener Projekt belege eindrucksvoll, dass es sogar Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ermöglicht werden könne, mit Menschen ohne Handicap unter einem Dach zu leben.
DUDERSTADT (KOBINET) Wie wichtig die UN-Behindertenrechtskonvention für die derzeitige Behindertenpolitik in Deutschland ist, wurde bei einem Workshop deutlich, der heute zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beim Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Duderstadt stattfand. Den Versuchen, die Menschenrechtskonvention klein zu reden oder ins soziale Tralala abzuschieben, müsse sich die Behindertenbewegung entgegenstellen, betonte Ottmar Miles-Paul, der den Workshop leitete.
Veröffentlicht am 08.08.2016 10:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Matthias Klei im Elektrorollstuhl und mit Assistenz auf Tour Foto: Matthias Klei
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BIELEFELD (KOBINET)
BIELEFELD (KOBINET) Unter dem Motto „100% Abenteuer statt 100% Behinderung“ führt Matthias Klei aus Bielefeld ab heute eine siebentägige Tour über 420 km mit dem Elektrorollstuhl durch Norddeutschland durch. Dabei fährt er mit seinem Elektrorollstuhl von Bielefeld über Hamburg und Cuxhaven nach Bremerhaven. Neben dem abenteuerlichen Charakter tritt Matthias Klei mit der Tour auch für eine inklusive Gesellschaft und ein gutes Bundesteilhabegesetz ein.
BERLIN / MüNCHEN (KOBINET) Wie die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag mitteilt, wurde auf der Klausurtagung der bayerischen Staatsregierung in St. Quirin beschlossen, dass ab dem Jahr 2018 nicht nur blinde und taubblinde Menschen, sondern auch Menschen mit einer hochgradigen Sehbehinderung unterstützt werden sollen. Für das so genannte „Teil-Blindengeld“ werden jährlich 12 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt. Darauf hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband in seinen Newsletter DBSV direkt hingewiesen.
DUDERSTADT (KOBINET) „Das Sommercamp ist hiermit eröffnet“, mit diesen Worten gab Ottmar Miles-Paul heute Abend im Jugendgästehaus in Duderstadt den Startschuss für das diesjährige Sommercamp zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen, an dem über 125 behinderte und nichtbehinderte Menschen teilnehmen. Bis Freitag finden bei dem von der Aktion Mensch geförderten Sommercamp über fast 100 Workshops statt, die sich u.a. auch mit der derzeitigen Behindertenpolitik beschäftigen.
RIO DE JANEIRO (KOBINET) Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat die russische Mannschaft von den Paralympics in Rio ausgeschlossen, die vom 7. bis 18. September stattfinden. Grund für die heute in der brasilianischen Metropole verkündete Entscheidung sind die Enthüllungen des McLaren-Reports über systematisches Doping in Russland. Laut Report sollen 35 positive russische Dopingproben von paralympischen Sportarten zwischen 2012 und 2015 verschwunden sein. Das IPC unter Führung von Präsident Philip Craven hat zudem Richard McLaren kontaktiert, um weitere Beweise für systematisches Doping in Russland zu finden. Unter Leitung des unabhängigen Juristen aus Kanada hatten die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur Belege für das Staatsdoping zusammengetragen.
HAMBURG (KOBINET) Die Bibliothek des ärztlichen Vereins soll Ende 2017 durch die Ärztekammer Hamburg geschlossen werden, vordergründig, weil sie zu teuer sei, tatsächlich wohl eher, weil sie eher unkonventionelle Literatur enthält. Dies vermutet die Inklusionsbotschafterin Hertha Margarethe Kerz, die die kobinet-nachrichten auf eine Petition gegen die Schließung der Bibliothek hingewiesen hat.
BERLIN (KOBINET) Der Geschäftsführer des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) Andreas Bethke begrüßt den verbändeübergreifenden Aufruf für Nachbesserungen zum Bundesteilhabegesetz. Der Deutsche Behindertenrat, die Fachverbände für Menschen mit Behinderung, der Paritätische Gesamtverband, das Deutsche Rote Kreuz und der Deutsche Gewerkschaftsbund sehen „große Defizite“ beim Bundesteilhabegesetz.
DUDERSTADT (KOBINET) Als das erste Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen vor zehn Jahren in Duderstadt vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) durchgeführt wurde, war dies ein Experiment. Dieses hat sich nicht nur bewährt, in dem seither jährlich Sommercamps wechselnd in Graz und Duderstadt stattfinden, das diesjährige Sommercamp erfreut sich mit insgesamt 127 TeilnehmerInnen besonderer Beliebtheit.
Veröffentlicht am 05.08.2016 21:47 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht (?)
Stuttgarts erste Toilette für alle wurde am 13. Juni eingeweiht Foto: Jutta Pagel-Steidl
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STUTTGART (KOBINET)
STUTTGART (KOBINET) Baden-Württembergs Ministerium für Soziales und Integration stellt in diesem Jahr rund 300.000 Euro für die Einrichtung von speziellen öffentlichen Toiletten bereit, die eigens auf die Bedürfnisse von Menschen mit besonders schweren Behinderungen ausgerichtet sind. Minister Manne Lucha teilte heute mit, dass nun in der zweiten Tranche des Förderprogramms „Toiletten für alle“ weitere 16 Anträge bewilligt worden seien. Insgesamt könnten durch das Programm 26 der Toiletten eingerichtet werden, nachdem in der ersten Tranche zehn Standorte gefördert wurden.
Veröffentlicht am 05.08.2016 13:24 von Gerhard Bartz in der Kategorie Nachricht (?)
Grafik zeigt Logo der Bundesinitiative Gemeinsam Lernen Foto:
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UNBEKANNT (KOBINET)
UNBEKANNT (KOBINET) Heute sendet der Bayerische Rundfunk im Tagesgespräch auf Bayern 2 von 12:05 bis 13:00 Uhr eine Diskussionsbeitrag mit Hörern zu obigem Thema. Aktuell bezieht sich das Gespräch auf das Einsperren behinderter Kinder in Heimen.
KASSEL (KOBINET) Die LIGA Selbstvertretung unterstützt als Zusammenschluss von Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen in Deutschland den von einer Vielzahl von Verbänden verabschiedeten Aufruf für Nachbesserungen zum Bundesteilhabegesetz in Verbindung mit dem Pflegestärkungsgesetz III.
HAMBURG (KOBINET) Vom 12. August bis zum 9. September genießen Filmfreunde immer freitags das Sommerkino auf dem Alsterdorfer Markt. In diesem Jahr sogar mit einem zusätzlichen Termin, denn dank der Spende eines Alsterdorfer Sommerkino-Fans werden nun fünf statt vier Filme gezeigt.
Veröffentlicht am 05.08.2016 10:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
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DüSSELDORF (KOBINET) Der Sozialverband Deutschland in Nordrhein-Westfalen (SoVD NRW) hat am 1. August seine Kampagne „Ich bin nicht behindert, ich WERDE behindert“ gestartet. Ziel ist es, den Handlungsdruck auf die Landespolitik zu erhöhen, damit diese das Tempo bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention endlich erhöht und für einen zügigen Abbau der zahlreichen Barrieren sorgt, unter denen die insgesamt 2,8 Millionen Menschen mit einer Behinderung in Nordrhein-Westfalen täglich zu leiden haben.
HANNOVER (KOBINET) Was auf Bundesebene mit dem Bundesteilhabegesetz kommen soll, ist in Ländern wie Rheinland-Pfalz und Niedersachsen schon langjährige Praxis. Die Rede ist vom Budget für Arbeit als Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Petra Wontorra, hat jetzt einen neuen Flyer zum „Budget für Arbeit“ in Leichter Sprache vorgelegt.
MüNCHEN (KOBINET) „Die stationären Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung werden in Bayern gut geführt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten dort eine wertvolle und unverzichtbare Arbeit. Unsere intensiven Nachforschungen haben dennoch sieben gravierende Verstöße bei der Anwendung von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen zu Tage gefördert. Diese haben wir umgehend abgestellt, denn jeder Verstoß ist einer zu viel“, so fasst Bayerns Sozialministerin Emilia Müller das Ergebnis der Überprüfung aller 104 Einrichtungen im Freistaat zusammen.
BERLIN (KOBINET) Ein Sternenkind ist ein Kind, das entweder tot auf die Welt kommt oder kurz danach stirbt. Im vorliegenden Fall wurde festgestellt, dass das Kind Trisomie 18 hat. Kinder mit dieser Diagnose sind nicht lebensfähig und die Eltern standen plötzlich vor der Frage: Schwangerschaft abbrechen oder austragen. Über diese Fragen und darüber, wie man damit umgeht, wenn das Kind in seinen Armen stirbt, darüber sprach Kathleen Küsel mit Jens Petershagen, dem Vater der verstorbenen Silvana. Das Interview ist zu sehen auf http://inclusio.tv.
Veröffentlicht am 04.08.2016 07:44 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo des BMAS Foto:
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BERLIN (KOBINET) Das Bundeskabinett hat am 28. Juni den weiterentwickelten Nationalen Aktionsplan 2.0 (NAP 2.0) der Bundesregierung zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verabschiedet. Die weitere Umsetzung des Aktionsplans und vor allem die Schaffung eines inklusiven Sozialraums stehen auch im Mittelpunkt der diesjährigen Inklusionstage am 13. und 14. Oktober in Berlin, auf die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einem Terminhinweis aufmerksam macht.
STUTTGART (KOBINET) Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen aus Baden-Württemberg haben sich mit einem Offenen Brief an den neuen Sozialminister Manfred Lucha gewandt, in dem die von dem Minister geplante ehrenamtliche Besetzung des Amtes der bzw. des Landesbehindertenbeauftragten kritisiert wird.
UNBEKANNT (KOBINET) Den aktuellen Kabinettsbeschluss einer umstrittenen Finanzspritze von 1,5 Milliarden Euro für die gesetzlichen Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds kritisierte heute der Sozialverband Deutschland. „Der Gesundheitsfonds darf nicht ausgeschlachtet werden. Insbesondere die Mehrausgaben für die Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen sind als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zwingend aus Steuermitteln zu finanzieren“, erklärte Verbandspräsident Adolf Bauer.
UNBEKANNT (KOBINET) Bewerbungen für den Brandenburger Inklusionspreis 2016 sind bis zum 6. September möglich. In diesem Jahr lautet das Motto „Alle dabei! Inklusion durch Kinder- und Jugendbeteiligung“, so das Sozialministerium in einer Pressemitteilung. Der Preis wird im Dezember 2016 vergeben. Bis zu fünf beispielgebende Aktivitäten werden mit jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet. Das Sozialministerium lobt den Inklusionspreis zum zweiten Mal aus.
DUDERSTADT (KOBINET) Wenn am kommenden Sonntagabend das mittlerweile schon traditionelle Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen beginnt, erwartet die gut 100 TeilnahmerInnen nicht nur ein vielfältiges Programm, sondern auch engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Teilen Deutschlands und Österreichs.
ULM (KOBINET) Seit wenigen Tagen liegt dem Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA) ein Dokument („Das BTHG in der Diskussion“) aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vor, in dem das BMAS die Kritik am Bundesteilhabegesetz der Vereine und Verbände der Menschen mit Behinderungen zu entkräften versucht. In diesem Dokument rechnet des BMAS u.a. die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes auf den künftigen Einkommenseinsatz behinderter Menschen bei Erhalt von Eingliederungshilfe vor. NITSA ist dabei auf einige Ungereimtheiten gestoßen.
Veröffentlicht am 02.08.2016 11:25 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht (?)
Logo der Paralympics in Rio Foto: IPC
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Das Internationale Paralympische Komitee IPC wird in dieser Woche über einen möglichen Ausschluss Russlands von den Paralympics in Rio de Janeiro entscheiden. Im Report von Chefermittler Richard McLaren an die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zum Staatsdoping in Russland waren auch 35 positive Fälle aus dem paralympischen Sport aufgelistet. Der Paralympische Sport müsse ein klares Zeichen setzen, dass im Gegensatz zum IOC die Null-Toleranz-Politik in der Dopingbekämpfung des Paralympischen Sports keine leere Worthülse ist, meint der Deutsche Behindertensportverband, der gestern das Team für die Paralympics in Rio de Janeiro vorgestellt hat.
KöLN (KOBINET) Zu einem intensiven Informationsaustausch traf sich der Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Uwe Schummer mit der Schwerbehindertenvertretung der RWE AG in Köln. Dabei ging es um die von der Bundesregierung geplante Stärkung der Vertrauenspersonen. Dazu gehört die verbesserte Regelung zur Freistellung und Aufwertung der Stellvertreter. Beide Seiten sind sind einig, dass die Informationsrechte der Schwerbehindertenvertretungen in Betrieben und Verwaltungen gelebt werden müssen. Deshalb solle ihre Verbindlichkeit gestärkt werden.
Veröffentlicht am 02.08.2016 10:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Symbol: Mensch mit Blindenstock Foto: domain public
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) In seinem Newsletter DBSV direkt weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) auf eine gravierende Lücke im Entwurf des Bundesteilhabegesetzes hin: „Es wurde versäumt, die Lebensbedingungen für blinde Menschen bundesweit anzugleichen. Diese sollen weiterhin je nach Bundesland völlig unterschiedliche Blindengeldleistungen erhalten.
BERLIN (KOBINET) Auf seine Beschwerde über kaputte Aufzüge am Berliner Bahnhof Ostkreuz erhielt kobinet-Leser Arnd Hellinger heute Antwort der Bahn, die sich herzlichst entschuldigt. „Auch für uns ist die aktuelle Situation nicht akzeptabel. Ich versichere Ihnen jedoch, dass wir an diesem Thema mit allerhöchste Priorität arbeiten“, schrieb ein verantwortlicher Mitarbeiter an den Bahnexperten im Rollstuhl.
Veröffentlicht am 01.08.2016 19:04 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht (?)
Forscher auf der Projekt-Seite Foto: TOUCHDOWN 21
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BERLIN (KOBINET) Im Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ wurde ein Projekt prämiert, in dem Menschen mit Down-Syndrom zu Forschern werden. Wie Inklusion in der Wissenschaft funktionieren kann, macht das Projekt „TOUCHDOWN 21“ vor, in dem Menschen mit und ohne Down-Syndrom die Trisomie 21 erforschen. „Die Ergebnisse präsentieren wir auf unserer Internetplattform. Unser Ziel ist es, dort alle verfügbaren Informationen rund um das Down-Syndrom zu sammeln und Experten aus diesem Bereich zu vernetzen“, sagt heute in einer Pressemitteilung Humangenetikern Dr. Katja de Bragança, die das Forschungsprojekt ins Leben gerufen hat.