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Foto: H. Smikac
UNBEKANNT (KOBINET)
UNBEKANNT (KOBINET) Bei unserem diesjährigen Besuch der RehaCare betraten wir die Ausstellungshallen durch den Nord-Eingang, durch das Sport-Center, und bekamen so gleich den richtigen Schwung, in dem uns vor Augen geführt wurde, was alles trotz körperlicher Einschränkung möglich ist. So beginnt der Bericht von Hartmut Smikac über die RehaCare, die letzte Woche in Düsseldorf stattfand.
Düsseldorf (kobinet) Bei unserem diesjährigen Besuch der RehaCare betraten wir die Ausstellungshallen durch den Nord-Eingang, durch das Sport-Center, und bekamen so gleich den richtigen Schwung, in dem uns vor Augen geführt wurde, was alles trotz körperlicher Einschränkung möglich ist.
Seit 39 Jahren gehört die RehaCare für alle zum festen Terminkalender , die sich für Rehabilitation, Pflege und behindert sein interessieren. Im Jahr 2016 verzeichnet diese Messe nach der Abschluss-Presseinformation mit 916 Ausstellern aus 36 Ländern sowie 49.300 Besuchern das beste Ergebnis ihrer Geschichte.
An den Ständen der Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE war der Kabinettsentwurf zum Bundesteilhabegesetz, das die Rechte von Menschen mit Behinderungen stärken soll, ein zentrales Thema der Gespräche. Betroffene und Vertreter der Selbsthilfeverbände forderten in dem Zusammenhang Nachbesserungen und ein einheitliches Verfahren der Leistungsgewährung bei der Eingliederungshilfe. Ebenso sorgte die künftige Hilfsmittelversorgung durch das neue Heil- und Hilfsmittelgesetz für Diskussionsstoff. Gerade hier auf der RehaCare präsentierte sich der internationale Markt mit einer Fülle innovativer Hilfsmittel, von dem selbstverständlich auch, so wurde in den Gesprächen betont, jene profitieren möchten, die gesetzlich versichert sind. Der BSK nutzte die Möglichkeit, um weiter auf den Beförderungsausschluss von Elektro-Scootern im öffentlichen Nahverkehr aufmerksam zu machen sowie eine Veränderung dieses Zustandes zu fordern.
Traditionell fanden die Informationen zu barrierefreien Reiseangeboten erneut ein breites Interesse. Am stand der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ gingen so die Broschüren der Tourismusmarketinggesellschaften Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachen, Sachsen und Thüringen sowie der Hamburg und der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH wirklich weg „wie die warmen Semmeln“. Dankbar wurden die Angebote der anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Verbände genutzt, konkrete Fragen stellen zu können und sachkundige Antworten zu erhalten. Das trifft ebenso auf die VCA-Hotels, die Häuser der Donnersmarckstiftung und Bad Bevensen und Rheinsberg sowie auf Reiseangebote des BSK-Reiseservice zu, dem man allerdings an den Ständen der Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE suchen musste.
Wer sich Zeit nahm, konnte nicht nur in Reisebroschüren blättern, sondern auch mehr über spezielle Angebote, für Blinde und Sehbehinderte, zum Beispiel in Frankfurt – Main erfahren. Bei der Hamburg Tourismus GmbH wurde Material vorgelegt, das alle Sinne anspricht. So gab es dort eine Karte, welche nach dem Reiben an einem Punkt mit dem Duft der Franzbrötchen duftend Appetit auf Hamburg macht. Die ersten bildlichen Eindrücke dieser Hansestadt gab es dort als „Daumenkino“ bei dem man beim Blättern in Gebärdensprache nach Hamburg eingeladen wird.
Der Besuch der RehaCare 2016 war also durchaus ein informatives und bereicherndes Erlebnis. Für uns auch, weil wir diesmal nicht über die Autobahn sondern mit dem Zug angereist waren. Das erwies sich, dank der freundlichen und umsichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Service sowie der Tatsache, dass der einzige Lift zu den U-Linien auf dem Hauptbahnhof Düsseldorf nicht ausgefallen war, auch spontan als durchaus machbar. Die nächste RehaCare findet übrigens vom 4. bis zum 7. Oktober 2017 statt.




