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Köln vergibt Innovationspreis Behindertenpolitik

Mehrere Einzelbilder aus der Stadt Köln als Collage mit Dom, Stadion, Rheinbrücke
Collage Kölner Ansichten
Foto: Dronepicr / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

KÖLN (kobinet) Bereits zum elften Mal wird die Stadt Köln in diesem Jahr den Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik (KIB) vergeben. Der KIB zeichnet beispielhafte Projekte aus, die das Leben von Menschen mit Behinderung in Köln verbessern. Besonders wichtig ist dabei, dass Menschen mit Behinderung aktiv am Projekt beteiligt sein müssen. Als Experten in eigener Sache wissen sie schließlich am besten, was gut für sie ist. Ob Kultur, Sport Schule, Arbeit, Wohnen, Mobilität oder etwas anderes: Alle Themen sind möglich. Die Zeit der Bewerbung für diesen Preis ist eröffnet

Inklusiven Spielplatz in Berlin eingeweiht

Kinder auf einem drehbarem Portal, das auch mit Rollstuhl befahren werden kann
Bei der Eröffnung eines inklusiven Spielplatzes in Berlin
Foto: Tilo Wiedensohler

BERLIN (kobinet) Vier Tage vor dem Start des weltweit größten Sportevents für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung wurde am Dienstag ein inklusiver Spielplatz in Berlin eingeweiht. Rund 70 Kinder im Alter von vier bis acht Jahren mit und ohne geistiger oder mehrfacher Beeinträchtigung nahmen auf dem von der Initiative „Stück zum Glück“ geförderten inklusiven Spielplatz in Berlin-Pankow teil.

Persönliches Budget in außerklinischer Intensivpflege

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Zu einer Online-Veranstaltung zum Thema: Persönliches Budget im Arbeitgebermodell in der Außerklinischen Intensivpflege lädt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) am 27. und 28. Juni ein. „Ziel der Online-Veranstaltung ist, das persönlichen Budgets im Arbeitgebermodel näher vorzustellen und die Möglichkeiten, aber auch die Fallstricke und Grenzen des persönlichen Budgets aufzuzeigen“, heißt es in der Ankündigung der Online-Veranstaltung der ISL verbunden mit der Frage: „Kann in Zeiten des Pflegenotstands das Persönliche Budget im Arbeitgebermodell eine Lösung für Betroffene der Außerklinischen Intensivpflege sein, um die Versorgung zu sichern?“

Wichtig, Potentiale nicht nur in Sonder-Situationen aufzuzeigen

Portraitfoto Jürgen Dusel sitzen, wießes Hemd, dunkler Anzug, erklärt mit den Handbewegungen
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Mehr als 200 Städte in Deutschland beteiligen sich derzeit am „Host-Town Programm“ im Vorfeld der Special Olympics World Games, die am Samstag den 17. Juni in Berlin starten. „Dort sind die internationalen Athletinnen und Athleten zu Gast. Das ist eine große Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen. Es ist wichtig, die Potenziale von Menschen mit Lernbeeinträchtigungen sichtbar zu machen und zu zeigen, dass gemeinsam Sport machen, Lernen, Arbeiten möglich ist – und zwar nicht nur in ‚Sonder-Situationen‘.“ Das machte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, in einem Interview auf bundesregierung.de deutlich.

Höherer Kassenbeitrag ist ungerecht und fantasielos

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angekündigt, dass der Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wegen eines Milliardendefizits im nächsten Jahr erneut leicht steigen muss. Als Grund nannte er die Ablehnung des Bundesfinanzministeriums, Steuerzuschüsse an die GKV zu erhöhen. Dazu erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Ein höherer Kassenbeitrag trifft in Zeiten einer hohen Inflation die Falschen, nämlich vor allem Menschen mit kleinen Einkommen. Schon zu Jahresbeginn hat mehr als die Hälfte der Krankenkassen den Zusatzbeitrag erhöht.“

7.750 Beratungsanfragen bei Antidiskriminierungsstelle im Jahr 2021

Logo: Antidiskriminierungsstelle des Bundes
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Foto: ADS

Berlin (kobinet) Im Jahr 2021 sind bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes insgesamt 7.750 Beratungsanfragen eingegangen. Der größte Anteil der Anfragen, die auch Nennung von Mehrfachdiskriminierungen enthielten, entfiel den Angaben der Bundesregierung zufolge auf Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft (2.080 Anfragen), einer Behinderung (1.775), des Geschlechts (1.151) und des Alters (573). Für das Jahr 2022 lägen noch keine abschließenden Daten vor. Sie werden im Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im September dieses Jahres veröffentlicht, schreibt die Bundesregierung einem Bericht des Informationsdienstes Heute im Bundestag zufolge.

Bundesrat: Antrag für Überwachung des pränatalen Bluttest auf Down-Syndrom

Bundesratsgebäude
Bundesratsgebäude
Foto: Bundesrat / Christian v. Steffelin

Berlin (kobinet) Unter Tagesordnungspunkt 7 behandelt der Bundesrat bei seiner nächsten Sitzung am 16. Juni einen Antrag aus Bremen mit dem Titel Entschließung des Bundesrates „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums“. „Ein Etappensieg ist geschafft: Der Bremer Bundesratsantrag für eine Überwachung des pränatalen Bluttest auf Down-Syndrom ist am Mittwoch durch alle Ausschüsse des Bundesrats gegangen und wurde positiv beschieden. Am 16. Juni wird der Antrag abschließend im Bundesrat beraten. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass auch dieser nächste Schritt gelingt“, schrieb die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Corinna Rüffer, dazu am 2. Juni auf Facebook.

Ina Fischer: Aktivistin prägt inklusive Kommune in Erlangen

Ina Fischer
Ina Fischer
Foto: Jennifer Rumbach

Erlangen (kobinet) Aktivistin, ehemalige Leistungssportlerin, Projektleiterin, Leseratte, Mutter dreier Kinder, Ehefrau – die Liste über Ina Fischer lässt sich beliebig weiterführen. Das Motto der Leiterin des Projektes Kommune Inklusiv in Erlangen lautet: „Ich wachse mit meinen Aufgaben und auch Rückschläge bringen mich voran.“ Diese Einstellung verleiht ihr den Mut, Bestehendes zu hinterfragen, die Kraft, Arbeit und Familie auf gelingende Weise zu verbinden und den Ehrgeiz, Dinge zu machen, bei denen sie aufgrund ihrer Erblindung vermeintlich beeinträchtigt ist, heißt es in einem Beitrag über Ina Fischer auf Facebook.

Bundestags-Liveübertragungen in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln

Symbol Gebärdensprache
DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Das Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages überträgt die Debatten am Vormittag (Kernzeit) ab 9 Uhr am Donnerstag, 15. Juni 2023 (TOP 7 bis einschl. TOP 10) und ab 10.30 Uhr am Freitag, 16. Juni 2023 (TOP 24 und 25) in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Untertiteln (UT). Zusätzlich wird am Freitag von 9 Uhr bis ca. 10 Uhr die Sonderveranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages des Volksaufstandes in der DDR vom 17. Juni 1953 barrierefrei übertragen. Dies teilt der Deutsche Bundestag mit.

Ratgeber Recht auf Teilhabe gibt Orientierung im Gesetzes-Dschungel

Symbol Paragraph

Berlin (kobinet) Die völlig neu überarbeitete und erweiterte Auflage des Lebenshilfe-Ratgebers „Recht auf Teilhabe“ mit Rechtsstand 1. Januar 2023 liegt jetzt druckfrisch vor. Das 520 Seiten starke Buch liefert einen Überblick über alle Rechte und Sozialleistungen, die Menschen mit Behinderung aktuell zustehen. Berücksichtigt wurden unter anderem Änderungen durch das Teilhabestärkungsgesetz, das Bürgergeldgesetz, die Reform des Wohngeldes und das neue Vormundschafts- und Betreuungsrecht, das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz sowie die Neuregelung zur Begleitung im Krankenhaus, heißt es vonseiten der Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Diskriminierung im nordrhein-westfälischen Schulsystem leicht gemacht

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) Nordrhein-Westfalen gehört nach Ansicht der Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann zu den Bundesländern, in denen das Förderschulsystem statt eines konsequenten Rückbaus eine Ausweitung erfährt. Das Beispiel des Ennepe-Ruhr-Kreises zeige, wie Kommunen das Recht auf inklusive Bildung einfach ignorieren können, schreibt Dr. Brigitte Schumann in einem Beitrag für den bildungsklick.

Berliner Touristiker veröffentlichen Tipps zu den Special Olympics

Ein blaues Herz mit einem hellblauen Stirnband vor einer Wand mit den Smbolen der Spiele
Unity – Das Maskottchen der Special Olympics World Games Berlin 2023
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023 / Juri Reetz

BERLIN (kobinet) Vom 17. bis 25. Juni finden in Berlin die Special Olympics World Games 2023 statt. An neun Tagen treten knapp 7.000 Athletinnen und Athleten mit kognitiver und mehrfacher Behinderung in 26 Sportarteng gemäß dem Motto #ZusammenUnschlagbar miteinander an. Ob im Olympiapark oder in der Messe Berlin, am Wannsee oder in Grünau – die Veranstaltungsorte sind über die ganze Stadt verteilt. Darauf hat sich auch „Visit Berlin“, das Tourismusmusbüro der Stadt eingestellt.

Kritischer Trialog zum Thema Psychopharmaka am 12. Juni

Plakat: Kritischer Trialog zum Thema Psychopharmaka
Plakat: Kritischer Trialog zum Thema Psychopharmaka
Foto: Kellerkinder

Berlin (kobinet) Der Verein Kellerkinder lädt für den 12. Juni von 17:00 bis 19:00 Uhr zum kritischen Trialog zum Thema Psychopharmaka in Form einer Online-Konferenz ein. Die Anmeldung ist bis ein Tag vor der Veranstaltung noch möglich.

Mitschnitte der BODYS-Vortragsreihe Dis/Ability der Gegenwart und der Zukunft

Logo: BODYS
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Foto: BODYS

Bochum (kobinet) Video-Mitschnitte von der Online-Vortragsreihe „Dis/Ability der Gegenwart und der Zukunft – Perspektiven der Behindertenbewegung und der Disability Studies“, die seit 2021 durchgeführt wird, und von vergangenen Vortragsreihen im Kontext der Disability Studies gibt es nun auf der Internetseite des Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS).

Mischa Gohlke Band beim Special Olympics Festival dabei

Mischa Gohlke mit Gitarre im Rampenlicht
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Foto: Mischa Gohlke

Berlin (kobinet) vom 17. bis 25. Juni finden die Special Olympics World Games in Berlin statt – erstmals in Deutschland! Mit dabei ist die Mischa Gohlke Band mit einem Auftritt beim Special Olympics Festival am 19. Juni am Neptunbrunnen. „Wir freuen uns, Teil dieses internationalen, bunten Fest des Sports für mehr Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu sein. Zudem sind wir voller Vorfreude auf den 19. August, denn da findet wieder unser „Grenzen sind relativ Kulturfestival“ auf dem Spielbudenplatz statt und wir stellen euch unser GSR Medienportal-Format “Support (y)our crowd” vor. Mit diesem wollen wir Vereine, Institutionen, Initiativen, Künstler*innen usw. auf unseren Kanälen sichtbar machen und Impulse für die Multipolarkultur freisetzen“, berichtet der Verein Grenzen sind relativ in seinem neuesten Newsletter.

Wie funktioniert Sexualassistenz?

Symbol Fragezeichen

Bonn (kobinet) „Wie funktioniert Sexualassistenz?“ Damit beschäftigt sich die Aktion Mensch in einem aktuellen Beitrag. „Küsse, Berührungen und Nähe – für Luisa ist das etwas Besonderes. Denn aufgrund ihrer Behinderung ist sie auch bei ihren intimsten Bedürfnissen immer auf Unterstützung von anderen angewiesen. Und diese gibt es in Form von Sexualbegleitung. Wie das abläuft, erfährst du im Interview mit Luisa“, heißt es im neuesten Newsletter der Aktion Mensch.

Barrierefreier Personenverkehr Thema im Bundestag

Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Berlin (kobinet) Um die Barrierefreiheit im Öffentlichen Personenverkehr geht es diese Woche im Deutschen Bundestag. „‚Mobilität im ÖPNV und SPNV für alle gestalten – Barrierefreiheit sichern‘ lautet der Titel eines von der CDU/CSU-Fraktion angekündigten Antrags, der am Donnerstag, den 15. Juni 2023, durch den Bundestag beraten wird. Im Anschluss an die knapp halbstündige Debatte ist die Überweisung an den federführenden Verkehrsausschuss geplant“, heißt es in der Ankündigung auf der Internetseite des Deutschen Bundestages. Die Plenumsdebatte, die im Parlamentsfernesehen auf www.bundestag.de übertragen wird, ist für den 15. Juni von 19:55 – 20:25 Uhr vorgesehen, eine Verschiebung der Zeiten ist jedoch noch möglich.

Momentaufnahme 307

Silhouette eines Mannes am Meer
Mensch und Meer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Augenblick ist kostbar, wie das Leben eines Menschen! (Friedrich von Schiller)

Inklusiver Poetry Slam-Workshop im ZsL Mainz

Logo: 30 Jahre ZsL Mainz Selbst.Bestimmt.Leben
Logo: 30 Jahre ZsL Mainz Selbst.Bestimmt.Leben
Foto: ZsL Mainz

Mainz (kobinet) Kai Bosch, Sieger der baden-württembergischen Landesmeisterschaft im Poetry Slam 2022, ist am 9. Juli zu Besuch im Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) Mainz. In seinem Workshop „Poetry Slam & kreatives Schreiben“ bietet der Künstler allen Interessierten einen Rahmen, um einen eigenen Text zu erarbeiten und vorzutragen.

Special Olympics World Games Berlin bringen auch Kulturprogramm

Daniela Huhn  mit Stattssekretärin vor einem Portraitfoto der Athletin
Daniela Huhn (SO Athletin), Dr. Nicola Boecker-Giannini (Staatssekretaerin fuer Sport und Inneres)
Eroeffnung des Kulturprogramms der Special Olympics World Games 2023 in Berlin im Humboldt Forum am 10.6.2023
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023 / Juri Reetz

BERLIN (kobinet) Die Special Olympics World Games Berlin 2023 sind mehr als Sport. Ihr ziel ist ebenso, Begegnungen zu schaffen für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Mit mehr als 120 inklusiven Angeboten aus dem Berliner Kulturbereich trägt das umfangreiche Rahmenprogramm der Weltspiele dazu bei. Am heutigen Sonnabend startete das Kulturprogramm offiziell mit der Ausstellung „Special Olympics Portrait Project“ im Humboldt Forum in Berlin.

Wenn Kultur Grenzen sprengt – Vorhang auf für Inklusion Bühnenreif

Cover zum IGEL-Podcast Kultur Inklusion Bühnenreif
Cover zum IGEL-Podcast Kultur Inklusion Bühnenreif
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Wenn Kultur Grenzen sprengt – Vorhang auf für Inklusion Bühnenreif“, so lautet der Titel der mittlerweile 120. Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Sascha Lang spricht dabei mit der Initiatorin Linda Steuernagel, den Teilnehmer*innen Silja Korn und Christian Federer über ein spannendes Projekt, den Dokumentarfilm und über die positiven Effekte, die das Theaterspielen auf die Menschen hat.

Paritätische Wohlfahrtsverband von Europäischem Asyl-Kompromiss enttäuscht

Hände mit heller, dunkler und schwarzer Hautfarbe auf der Europa-Fahne
Europa für Alle – unabhängig von der Herkunft
Foto: Pixabay/Ralphs_Fotos

BERLIN (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert den Kompromiss für ein Gemeinsames Europäisches Asylsystem (GEAS), dem die Bundesregierung gestern zugestimmt hat, scharf. Trotz der asylrechtlichen Verschärfungen und der Missachtung der UN-Kinderrechtskonvention von einem historischen Erfolg zu sprechen, ist aus Sicht des Wohlfahrtsverbandes bitter. Der Paritätische appelliert in dem Zusammenhang an die Bundesregierung und das Europäische Parlament, sich im nun anstehenden Trilog-Gesetzgebungsverfahren für deutliche Nachbesserungen einzusetzen.

100.000 Demenz Partner in Deutschland

Zwei Gesicher schauen in entgegengesetzt Richtung. Eine Lupe zeigt nicht zusammenpassende Mosaikteilchen
Demenz – wenn sich die Bilder nicht mehr von selbst zusammensetzen
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg wurde am 08. Juni 2023, der hunderttausendste Demenz Partner von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft geschult. Die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Gesundheit, Sabine Dittmar nahm persönlich an der Schulung teil und gratulierte zu dem großen Erfolg.

Flamme der Hoffnung in Berlin

Eine Gruppe von Menschen auf einer Gangway beim Ausstieg aus einem Flugzeug
Ankunft der „Flame of Hope“ am Flughafen Berlin Brandenburg
Foto: Günter Wicker / FBB

BERLIN (kobinet) Die Flamme der Special Olympics World Games Berlin 2023 ist in der Hauptstadt angekommen. In wenigen Tagen wird das Special Olympics Feuer bei der Eröffnungsfeier der Weltspiele für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung entzündet. Feierlich wurde die „Flame of Hope” von der Hohepriesterin an Sven Albrecht, als Stellvertreter für die Gastgeberstadt und CEO des Organisationskomitees der Weltspiele, übergeben und setzte damit einen weiteren emotionalen Höhepunkt auf der Reise zu der weltweit größten inklusiven Sportveranstaltung.

Verzerrte Wahrnehmung in Sachen Barrierefreiheit im Gesundheitswesen

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) „Sagt mal, wer hat heute die Tablettenbox verwechselt? Täuschen wir uns und es läuft doch alles super im deutschen Gesundheitssystem für behinderte Menschen? https://twitter.com/Dt_Aerzteblatt/status/1666835513750482944 Liebes @aerzteblatt, davon merken Betroffene rein gar nichts!“ Mit diesem Tweet hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) auf einen Bericht über die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage im Bundestag in Sachen Barrierefreiheit und Inklusion im Gesundheitswesen reagiert.

Café Pause Inklusiv auf dem Evangelischen Kirchentag

Logo des 38. Evangelischen Kirchentags
Logo des 38. Evangelischen Kirchentags
Foto: 38. Evangelischen Kirchentag

Nürnberg (kobinet) Am Mittwoch, den 7. Juni hat der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag in Nürnberg begonnen. Das inklusive Team des „alstersnack“ der Evangelischen Stiftung Alsterdorf gestaltet dabei gemeinsam mit Mitarbeitenden anderer diakonischer Einrichtungen vor Ort das Café Pause Inklusiv. Das Café Pause inklusiv ist ein Ort der Begegnung und der Vielfalt. Auch Menschen, die sonst nicht in der Gastronomie arbeiten, machen mit und sorgen dafür, dass es frischen Kaffee, Tee und Snacks gibt und das Café ein Ort zum Erholen und Wohlfühlen wird. Erstmalig werden bei Pause inklusiv nur Snacks aus handwerklicher inklusiver und diakonischer Produktion angeboten.

Dringender Handlungsbedarf bei Versorgung von beatmeten Menschen

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Nicht zuletzt das Schreiben der Fachverbände für Menschen mit Behinderung vom 7. Juni an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mit dem Hinweis auf lebensbedrohliche Versorgungsdefizite bei beatmeten Versicherten macht deutlich, dass die Frist für das Inkrafttreten des neuen Anspruchs auf Außerklinische Intensivpflege um zwei Jahre verlängert werden muss. Verschiedene Akteur*innen hatten bereits zuvor auf die falsche Richtung hingewiesen, die hier vom ehemaligen Gesundheitsminister Jens Spahn angeschoben wurde und die Betroffenen enorm unter Druck setzen.

Deutschlandfunk-Podcast in einfacher Sprache zu Special Olympics

Logo: Deutschlandfunk
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Foto: Deutschlandfunk

Köln (kobinet) „Ralf Andrasch ist Torwart im Fußball. Er macht bei den Special Olympics World Games in Berlin mit. Das ist ein großes Sport-Turnier. Dort treten Sportler mit geistiger Beeinträchtigung aus der ganzen Welt an.“ So heißt es in der Ankündigung der aktuellen Folge des Podcast „Players – Der Sportpodcast“ des Deutschlandfunks, der in einfacher Sprache von Marina Schweizer erstellt wurde.

Katrin Langensiepen vor Ort in Sachen Inklusion

Katrin LANGENSIEPEN im Europaparlament in Brüssel
Katrin LANGENSIEPEN im Europaparlament in Brüssel
Foto: European Union 2019 – Source : EP

Mainz / Sachsenheim

Mainz / Sachsenheim Katrin Langensiepen muss als Mitglied des Europäischen Parlaments zwar oft in Brüssel und anderen Ländern sein. Der selbst behinderten Abgeordneten von den Grünen ist es jedoch auch wichtig, im Kontakt mit Aktiven vor Ort in Deutschland zu sein. Während sie bei der Weiterbildung zur Selbstvertretung behinderter Menschen des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) am 17. Juni in Mainz online zugeschalten wird, um u.a. über die Staatenkonferenz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in New York zu berichten, wird sie am 21. Juni in Sachsenheim bei Ludwigsburg vor Ort sein und über Inklusion diskutieren. Im Europäischen Parlament setzt sich Katrin Langensiepen u.a. für einen inklusiven Arbeitsmarkt und für Alternativen zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein.

Sozialverband fordert Stopp der Schließungen von Bankfilialen

Bild eines Mannes an einem Bankautomat
Bankautomaten müssen für alle erreichbar sein
Foto: Pixabay/Mohamed_hassan

HANNOVER (kobinet) Wie eine Studie zeigt, welche die Schufa in Auftrag gegeben hatte, hat schlechte Karten beim Umgang mit Finanzprodukten, wer das Internet nicht nutzt oder nicht gut mit dem Computer umgehen kann. Im Hinblick auf die zahlreichen Filialschließungen verschiedener Banken sieht der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zunehmende Schwierigkeiten vor allem für ältere Menschen, wenn es um Überweisungen, Geldabhebungen oder ähnliches geht. Er appelliert deshalb insbesondere an die Sparkassen, ihren Kurs zu ändern.

Special Olympics Flamme nach Deutschland unterwegs

Dunkelhaarige  Frau im weißen Kleid überreicht brennende Fackel am Mann im Anzug
Hohepriesterin überreicht Sven Albrecht die entzündete Weltspiele Fackel
Foto: Getty Images / Alexander Hassenstein

ATHEN (kobinet) Wenige Tage vor Beginn der Special Olympics World Games Berlin 2023 ist das olympische Feuer auf dem Weg nach Deutschland. In Athen wurde gestern die Flamme der Special Olympics, die „Flame of Hope”, im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im historischen Zappeion Megaron entzündet. Im Beisein der Präsidentin Griechenlands, Katerina Sakellaropoulou, des deutschen Botschafters Dr. Ernst Reichel und Teilnehmern der Special Olympics Bewegung wurde die „Flame of Hope“ an Sven Albrecht, den Geschäftsführer Special Olympics World Games Berlin 2023, übergeben.

Geflüchtete behinderte Menschen und pflegende Angehörige im Staatsangehörigenrechts nicht diskriminieren

Blaue Hand, Finger bilden die Buchstaben HI, rechts daneben handicap international
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Foto: HI

Berlin (kobinet) Mit einem offenen Brief mit dem Titel „Geflüchtete Menschen mit Behinderung und pflegende Angehörige bei der Neuregelung des Staatsangehörigenrechts nicht diskriminieren“ haben sich Handicap International (HI) und eine Reihe von Unterstützer*innen an Abgeordnete des Deutschen Bundestags gewandt. Zusammen mit der Selbstvertretungsgruppe „NOW! Nicht Ohne das Wir“ möchte HI nun zeitnah ins Gespräch mit den angeschriebenen Abgeordneten gehen. Der offene Brief kann online von Einzelpersonen und Organisationen unterstützt werden.

Zeichen zum Welthirntumortag setzen

Symbol Ausrufezeichen

Grimma (kobinet) „Wir wollen Zeichen setzen und mit verschiedenen Aktionen an einen Tag erinnern: den Welthirntumortag am 8. Juni. Dieser Aktions- und Gedenktag wurde im Jahr 2000 von der Deutschen Hirntumorhilfe initiiert, deren Mitglieder und Freunde aus mehr als 20 Nationen sich gemeinsam für die Belange von Hirntumorpatienten einsetzen. Ziel des Welthirntumortages ist es, die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit für diese nur wenig bekannte Tumorerkrankung zu gewinnen“, heißt es anlässlich des heutigen Welthirntumortages auf der Internetseite der Deutschen Hirntumorhilfe.

Dokumentarfilm ALL INCLUSIVE ab morgen bundesweit im Kino

Poster auf die  vier Personen des Films, zwei junge Männer und zwei junge Frauen, zu sehen sind
Poster zum Film ALL INCLUSIVE
Foto: Greenhouse PR

BERLIN (kobinet) Der im Zusammenhang mit den Special Olympics World Games produzierte Dokumentarfilm „ALL INCLUSIVE“ ist ab morgen in den Kinos in Deutschland zu sehen. Im Rahmen des Kinostarts finden Veranstaltungen mit Gästen statt. Die erste Veranstaltung dieser Art gibt es morgen um 12.00 Uhr im CinemaxX in Krefeld. Dem folgt um 18.45 Uhr eine weitere Filmvorführung mit Gespräch mit Autor und Kameramann Gordon Volk in den Passage Kinos (Wintergarten) in Leipzig.

Fachverbände fordern angemessene Übergangsfrist

Portraifoto der neuen Vorsitzenden - einer Frau mit halblangem Haar und Brille
Die Vorsitzende des bvkm Beate Bettenhausen
Foto: bvkm

BERLIN (kobinet) Mit einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach haben die Fachverbände für Menschen mit Behinderung auf lebensbedrohliche Versorgungsdefizite bei beatmeten Versicherten hingewiesen und gefordert, die Frist für das Inkrafttreten des neuen Anspruchs auf Außerklinische Intensivpflege um zwei Jahre zu verlängern. Für etwa 18.000 Versicherte droht sonst nach Einschätzung des Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) eine lebensgefährliche Unterversorgung.

Special Olympics World Games müssen Leuchtturmveranstaltung werden

Portraitbild von André Hahn
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Foto: Thomas Kläber / TRIALON GmbH

BERLIN (kobinet) In zehn Tagen beginnen in Berlin die Special Olympics World Summer Games 2023, die 16. internationalen Sommerspiele der Special Olympics. Zu diesen Spielen kommen rund 7.000 Athletinnen und Athleten mit geistiger und mehrfacher Behinderung aus 190 Länder-Delegationen, 20.000 Freiwillige, Trainer, Schiedsrichter und Gäste aus aller Welt nach Berlin. Der sportpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, André Hahn, befürchtet durch die Termingestaltung selbstverursachte Probleme, da im gleichen Zeitraum vom 12.bis zum 23. Juni 2023 die AIR DEFENDER 2023 stattfinden wird.

Leitlinien zur Deinstitutionalisierung in deutscher Sprache veröffentlicht

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Berlin (kobnet)

Berlin (kobnet) 2022 hat der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen seine „Leitlinien zur Deinstitutionalisierung (auch in Notfällen)“ veröffentlicht. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat diese ins Deutsche übersetzt. In den Leitlinien geht es um die Verwirklichung des Rechts von Menschen mit Behinderungen auf ein selbstbestimmtes Leben und auf Inklusion in die Gemeinschaft. Sie sollen als Grundlage für die Planung von Deinstitutionalisierungsprozessen und der Verhinderung von Institutionalisierung dienen. Dies teilt das Deutsche Institut für Menschenrechte im Hinblick auf die Veröffentlichung der Publikation mit, die nun im Internet heruntergeladen werden kann.

Antwort zu Vorhaben für barrierefreies Gesundheitswesen jetzt online

Symbol Bundestag Adler
Bundestag Symbol
Foto: Bundestag, gemeinfrei

Berlin (kobinet) Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU – Drucksache 20/6779 – mit dem Titel „Menschen mit Behinderungen im deutschen Gesundheitssystem“, über die die kobinet-nachrichten bereits berichtet hat, ist nun auch online im Dokumentationssystem des Deutschen Bundestags eingestellt worden. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die diesjährigen Inklusionstage dem Thema barrierefreies und inklusives Gesundheitssystem gewidmet waren, sind die Antworten der Bundesregierung interessant.

Inklusionsbetriebe positive Beispiele für Teilhabe am Arbeitsleben

Foto zeigt Matthias Rösch
Matthias Rösch
Foto: MSAGD RLP

Ludwigshafen / Worms / Mainz (kobinet) Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruch auf eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Eine wesentliche Voraussetzung für die Verwirklichung dieses Anspruchs ist die Teilhabe am beruflichen Leben. Inklusionsbetriebe sind Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts, die Menschen mit und ohne Behinderungen regulär beschäftigen. Dabei agieren sie wirtschaftlich und behaupten sich wie andere Unternehmen am Markt. Das Integrationsamt unterstützt die Unternehmen beispielsweise mit betriebswirtschaftlicher Beratung, finanziellen Leistungen für Aufbau, Erweiterung oder Modernisierung von neu zu gründenden oder bereits bestehenden Inklusionsbetrieben und fördert die Beschäftigung der Menschen mit Behinderungen durch dauerhafte Personalkostenzuschüsse, heißt es vonseiten des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums und vom Behindertenbeauftragten Matthias Rösch.

Neue Fahrgastrechte im Bahnverkehr treten heute in Kraft

rote E-Lok
Zug im Gelände
Foto: Pixabay/Didgeman

Wien (kobinet) Bei Verspätungen und Zugausfällen haben Fahrgäste Rechte, die sie gegenüber dem Bahnunternehmen geltend machen können. Ab heute, 7. Juni 2023, kommen laut einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS aber einige Ausnahmen hinzu. Entsprechend der Informationen der Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte über die Neufassung der EU-Verordnung „über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr“ (VO 2021/782), wird nun beispielsweise für Personen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität u.a. die Vorabanmeldungsfrist für Hilfeersuchen, beispielsweise für das Ein-, Um- und Aussteigen, auf 24 Stunden reduziert.