BERLIN (KOBINET) Eine aktuelle Stellungnahme des Deutschen Behindertenrates (DBR) ist nicht zu erwarten, wenn der Bundesrat am 16. Dezember voraussichtlich dem von Betroffenen kritisierten Bundesteilhabegesetz zustimmt. Wie kobinet heute auf Anfrage aus dem Arbeitsausschuss erfuhr gibt es seitens der DBR-Verbände unterschiedliche Bewertungen hinsichtlich des Gesetzes, das am 1. Januar in Kraft treten soll. Aufgrund dessen möchte der Deutsche Behindertenrat auf eine gemeinsame Pressemitteilung verzichten, so die Antwort.
JENA (KOBINET) Der Rollstuhlsportverein in Jena Caputs hat heute einen Fördermittelbescheid über 5.000 Euro erhalten. Dieser wurde vom Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Freistaats Thüringen, Joachim Leibiger, übergeben. Die Landesförderung ist für die Anschaffung eines Sportrollstuhles zur Unterstützung der Vereinsarbeit und zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Sport vorgesehen.
BERLIN (KOBINET) Der Allgemeine Behindertenverband Deutschland „Für Selbstbestimmung und Würde“ übergibt gemeinsam mit seinen Projektpartnern die Dokumentation zum Projekt „AltWerden mit Behinderungen“ an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Diese ist ab Mitte Januar 2017 erhältlich. Seit Dezember 2014 hatte der Verband gemeinsam mit der Alice-Salomon Hochschule Berlin und dem Volkssolidarität Bundesverband ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördertes Projekt durchgeführt, dass es sich zur Aufgabe machte, die Lebensumstände, vor allem von älteren Menschen mit Behinderungen, zu untersuchen.
BERLIN (KOBINET) Inklusion muss sowohl formell als Strategie „von oben“ gesetzt als auch durch viele konkrete Schritte, bei denen sich Menschen mit und ohne Behinderung begegnen und kennenlernen können „von unten“ aus der Praxis gestaltet werden. Nur so könne sie als gesamtgesellschaftliche Chance begriffen und gelebt werden. Darauf verweist die heute zum Bundesteilhabegesetz erschienene Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa). Darin kritisiert die Organisation, dass es im Bundesteilhabegesetz nicht gelungen ist, die Finanzierung von Unterstützung im Engagement von Menschen mit Behinderungen so zu regeln, dass eine wirklich selbstbestimmte Teilhabe möglich ist.
Veröffentlicht am 14.12.2016 08:42 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Manne Lucha Foto: MSIBW
STUTTGART (KOBINET)
STUTTGART (KOBINET) Auch 2015 hat die baden-württembergische Landesverwaltung die gesetzliche Pflichtquote für die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen erfüllt. Wie Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha gestern in Stuttgart mitteilte, waren 11.728 der insgesamt 233.814 Arbeitsplätze in der Landesverwaltung mit schwerbehinderten Menschen besetzt. Das entspricht einer Beschäftigungsquote von 5,02 Prozent (2014: 5,17 Prozent). Die gesetzliche Pflichtquote für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen liegt bei fünf Prozent.
BERLIN (KOBINET) Gestern vor zehn Jahren, am 13. Dezember 2006, verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Behindertenrechtskonvention (BRK). Damit wurde unterstrichen, was selbstverständlich ist: Wie für alle Menschen gelten die Menschenrechte ohne Einschränkung auch für Menschen mit Behinderungen. Die „Gegenwart“, das Verbandsmagazin des DBSV, fragt, was die BRK in zehn Jahren bewirkt hat und hat einen ausgewiesenen Experten um seine Bewertung gebeten: Klaus Lachwitz.
Veröffentlicht am 14.12.2016 06:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Foto zeigt Roland Walter Foto: Privat
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Gerade wieder zurück von seiner Welttour im kalten Deutschland, hat der Künstler Roland Walter schon wieder neue Pläne. Nun plant er ein Projekt im Rahmen seines Wirkens als Inklusionsbotschafter für Angehörige von Menschen mit Behinderungen und ist für Anregungen offen. Treffen kann man Roland Walter übrigens auch am Freitag, den 16. Dezember, bei der Veranstaltung zum Abschluss der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz in Berlin.
Veröffentlicht am 14.12.2016 06:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Weihnachtskarte mit Braille und Gebärden Foto: Nadine Wettstein
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HALLE (KOBINET) Im Sommer und Herbst dieses Jahres gingen behinderte Menschen in Halle (Saale) für ein gutes Bundesteilhabegesetz auf die Straße. Mit einer Postkarten-Aktion zu Weihnachten zeigen die Aktiven in Halle, dass sie nicht nur laut und politisch, sondern angesichts der Adventszeit auch besinnlich sein können. Die Postkarten wurden nicht nur in Läden, Arztpraxen, Apotheken und an Glühweinständen in Halle ausgelegt, sondern auch KommunalpolitikerInnen und den drei Bundestagsabgeordneten aus Halle persönlich übergeben. Darauf hat die Inklusionsbotschafterin Nadine Wettstein aus Halle die kobinet-nachrichten hingewiesen.
Veröffentlicht am 13.12.2016 20:36 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht (?)
Aus der Bild-Datenbank mit Fotos auf Augenhöhe Foto: Andi Weiland/ Gesellschaftsbilder.de
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BERLIN (KOBINET) Die Sozialhelden erhielten für ihre Fotodatenbank und das Projekt Leidmedien.de nun den internationalen „Ruderman Preis für Inklusion“, teilte der Berliner Verein heute mit. Das Online-Angebot auf www.gesellschaftsbilder.de richtet sich an Redaktionen, Medienmacher und Blogger und alle Interessierten, die für ihre Arbeit Bilder fernab von Klischees suchen. Die Fotodatenbank hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt der Gesellschaft abzubilden. Sie enthält momentan über 1000 Bilder zu verschiedenen Behinderungen, Themen, Persönlichkeiten und Veranstaltungen. Die Fotos sind für die redaktionelle Nutzung kostenfrei.
BERLIN (KOBINET) Vor zehn Jahren wurde das Recht von Menschen mit Behinderungen auf ein selbstbestimmtes Leben festgeschrieben. „Ich bin allen dankbar, die das erkämpft haben“, erklärte heute die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Verena Bentele würdigte die UN-Behindertenrechtskonvention als wichtigen völkerrechtlichen Vertrag. Die UN-Konvention sei der Maßstab für Inklusion in Deutschland und Leitlinie für die Politik mit und für Menschen mit Behinderungen. „Ich bin all denjenigen dankbar, die mit ihrem Engagement und ihrem Durchhaltevermögen dafür gesorgt haben, dass das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen so konkret festgeschrieben wurde“, betonte Bentele.
Veröffentlicht am 13.12.2016 13:34 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Sigrid Arnade vor der Glaswand mit dem Grundgesetz Foto: Rolf Barthel
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Dr. Sigrid Arnade hat die Entwicklung der UN-Behindertenrechtskonvention nicht nur bei mehreren Sitzungen in New York verfolgt, sondern auch entscheidend mitgeprägt. Heute, genau zehn Jahre nach der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen, vertritt sie im Hinblick auf die Umsetzung der Konvention in Deutschland die Position, dass eigentlich die Blauhelme kommen müssten, um die Umsetzung der Menschenrechte behinderter Menschen zu überwachen und bei deren Umsetzung zu helfen.
BERLIN (KOBINET) Der Bundesrat wird am kommenden Freitag über das Bundesteilhabegesetz auf Tagesordnungspunkt 2 beraten. Die Ausschussempfehlungen sehen vor, dem Gesetz zuzustimmen und einen Entschließungsantrag zu finanziellen Aspekten des Gesetzes zu verabschieden.
KöLN (KOBINET) „Postfaktisch“, ein Wort, das derzeit die Medien beherrscht, das es zum „Wort des Jahres“ geschafft hat und den derzeitigen Zeitgeist im Zeitalter von Facebook, Pegida und Twitter gut beschreibt. Postfaktisch ging es auch zum Teil in der Diskussion um das Bundesteilhabegesetz zu, wo die zum Teil abenteuerlichen Argumente so mancher angesichts der sehr komplizierten Materie des Behindertenrechts mit all seinen Schnittstellen so manche KennerInnen zur Verzweiflung trieb – von der konkreten Auslegung in der Praxis ganz zu Schweigen. Wilfried Schmickler hat gestern in seinem Kabarettbeitrag für den WDR 2 sehr anschaulich beschrieben, was postfaktisch bedeutet.
HOLLENBACH (KOBINET) Wie der Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen ForseA e.V in einem Brief an den CDU-Obmann im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales Karl Schiewerling schreibt, gibt es offentsichtliche Widersprüche zwischen seiner Aussage beim Pressegespräch am 28.11. im Deutschen Bundestag und dem vermutlich derzeitigen Stand des § 104 BTHG-E.
DORTMUND (KOBINET) „13. Dezember 1981 in Dortmund. Im evangelischen Schalomgemeindehaus sitzen rund 400 Menschen dicht gedrängt vor einer Bühne, unter ihnen viele Rollstuhlfahrer, an einigen Stühlen lehnen Krücken. Es ist laut. Immer wieder stehen Menschen auf, es gibt Zwischenrufe. „Ja genau, so ist es! Aber bei uns im Heim ist es noch viel schlimmer!“ Empörung liegt in der Luft. Auf dem Podium sitzen Frauen und Männer mit und ohne Behinderung an einem Tisch, hinter ihnen Transparente. „Rehabilitation spart Rente und Sozialhilfe“ steht auf dem einen, „Endstation Werkstatt“ auf einem anderen. Darüber hängt ein großes Plakat: Krüppeltribunal 1981.“ So wird die Situation während des Krüppeltribunals, das heute vor 35 Jahren in Dortmund stattfand, im Blog von Rebecca Maskos mit Verweis auf MENSCHEN_1.12_Krueppeltribunal beschrieben.
Veröffentlicht am 13.12.2016 08:27 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Grafik zeigt Logo der linken Tageszeitung junge Welt Foto: Junge Welt
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Am morgigen Mittwoch, den 14. Dezember, wird in der Tageszeitung „junge Welt“ wieder die Beilage „Behindertenpolitik“ erscheinen. Darauf hat Michael Zander aufmerksam gemacht, der an der Ausgabe mitgearbeitet hat.
Veröffentlicht am 13.12.2016 08:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Kerstin Tack Foto: SPD
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BERLIN (KOBINET) Gestern hat die Behindertenbeauftragte der SPD Bundestagsfraktion Kerstin Tack nach einer regen Facebook Diskussion erstmals eingeräumt, dass auch in Zukunft Menschen mit Behinderung gegen ihren Willen in Heimen werden leben müssen. Schrieb sie noch im Blog der Aktion Mensch am 7. Dezember: „Ambulantes Wohnen hat Vorrang, wenn Betroffene dies wünschen“, so scheint ihr nun aufgefallen zu sein, dass sie ein kleines Detail vergessen hat, nämlich dass dies nur gilt, „sofern das Wohnen in und außerhalb von besonderen Wohnformen im Rahmen der Angemessenheits- und Zumutbarkeitsprüfung gleich bewertet worden ist“. Darauf weist Nancy Poser vom Forum behinderter Juristinnen und Juristen hin und kritisiert die Täuschung der Abgeordneten.
Veröffentlicht am 12.12.2016 21:43 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht (?)
Georg Gabler in Frankfurt am Main Foto: Privat
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FRANKFURT AM MAIN (KOBINET)
FRANKFURT AM MAIN (KOBINET) Georg Gabler (Jahrgang 1944) ist gern nach Bochum gefahren, wo am 9. Dezember über Initiativen für ein „Gedächtnis der Behindertenbewegung“ nach 35 Jahren Krüppeltribunal und 10 Jahren Behindertenrechtskonvention diskutiert wurde. Ein Archiv als Lernort muss nach seiner Ansicht handwerklich gut aufgebaut werden. Der Frankfurter war dabei, als 1981 das Behindertenjahr aufgemischt wurde.
Veröffentlicht am 12.12.2016 17:29 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht (?)
Grafik zeigt Banner von BIZEPS Foto: BIZEPS
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WIEN (KOBINET) Der BIZEPS-Kongress „Gleichstellung vor dem Gesetz und im Alltag“ erörtert am 17. Januar 2017 in Wien 11-jährige Erfahrungen mit Österreichs Behindertengleichstellungsgesetz. „Trotz vieler guter Absichten muss leider gesagt werden, dass sich die Gleichstellung bisher nur unzureichend eingestellt hat. Obwohl fast alle Übergangsfristen abgelaufen sind, gibt es Bereiche, wo keine klare Veränderung erkennbar ist“, so der Veranstalter. Das BIZEPS-Zentrum für Selbstbestimmtes Leben sieht diesen Kongress als Chance, Ideen zu aktuellen Themen und Initiativen zu bündeln.
Veröffentlicht am 12.12.2016 05:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Logo der Aktiven Behinderten in Stuttgart und Umgebung Foto:
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STUTTGART (KOBINET)
STUTTGART (KOBINET) Am 16.12. steht im Bundesrat die abschließende Beratung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) an. Aus diesem Anlass hat Friedrich Müller vom Vorstand von ABS – Zentrum selbstbestimmt Leben e.V., Stuttgart einen Brief an Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und den Landessozialminister Manfred Lucha geschrieben mit dem eindringlichen Appell, dieses Gesetz in der vorliegenden Form im Bundesrat abzulehnen.
Veröffentlicht am 11.12.2016 12:21 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht (?)
Ferienhäuser am Geiseltalsee Foto: H. Smikac
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UNBEKANNT (KOBINET) Von Behinderungen Betroffene prüfen Barrierefreiheit in ihrer Region und kommen zu dem Schluss: Vieles ist möglich, aber letztlich geht es nicht ohne Hilfe. In den vergangenen Wochen hat es viel Kritik am Bundesteilhabegesetz und immer wieder die Forderung gegeben, mehr für jene zu tun, die aus verschiedenen Gründen für ein selbstbestimmtes Leben im unterschiedlichen Ausmaß auf Barrierefreiheit angewiesen sind.
Veröffentlicht am 11.12.2016 12:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Infozeichen Foto: domain public
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BREMEN (KOBINET) Ein Rollstuhlfahrer, der seinem Traumberuf des Gitarrenbauers nachgeht. Eine gehörlose Bloggerin, die sich im virtuellen Raum Gehör verschafft. Oder ein geflüchteter Syrer, der sich in seiner WG-Küche erstmalig heimisch im neuen Land fühlt. Sie alle und noch viele mehr erzählen ab sofort in der am 9. Dezember eröffneten neuen Sonderausstellung „Lieblingsräume – so vielfältig wie wir“ im Universum® Bremen ihre Geschichten und zeigen damit: Es ist normal, verschieden zu sein.
Veröffentlicht am 10.12.2016 19:54 von Gerhard Bartz in der Kategorie Nachricht (?)
Dirk Bergen in seiner Wohnung Foto: Dirk Bergen
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FREIBURG (KOBINET) Die Badische Zeitung berichtete gestern unter dem Titel „Dirk Bergens größter Wunsch hat sich erfüllt“ davon, dass der Sozialamtsleiter Boris Gourdial nunmehr zur Erkenntnis gelangt ist, dass ein Pflegeheim für Herrn Bergen nicht zumutbar sei. Wie mehrfach berichtet, wurde Herr Bergen im März diese Jahres aufgefordert, sich bis zum 30. September ein Heim auszusuchen. Nach zahlreichen Berichten über diese Aufforderung in Printmedien, im Internet sowie in der SWR Landesschau und dem ARD-Morgenmagazin hat die durchaus kritische Berichterstattung das Umdenken befördert.
Veröffentlicht am 10.12.2016 17:12 von Franz Schmahl in der Kategorie Nachricht (?)
Rotes Rathaus in Berlin Foto: sch
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BERLIN (KOBINET) Seit dieser Woche ist in Berlin die neue Landesregierung aus Sozialdemokraten, Linken und Grünen im Amt. Die Koalition will einen Neuaufbruch in der Inklusionspolitik. Das betonte Elke Breitenbach im Gespräch mit der Berliner Behindertenzeitung. Die 55-Jährige von der Linkspartei ist Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales. Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung nannte sie als zentrale Punkte, die sich im Koalitionsvertrag finden.
Veröffentlicht am 10.12.2016 15:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
UN-Behindertenrechtskonvention Foto: UNO
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BOCHUM (KOBINET) Besser hätte die gestrige Veranstaltung „Initiativen für ein ‚Gedächtnis der Behindertenbewegung‘: 35 Jahre Krüppeltribunal – 10 Jahre Behindertenrechtskonvention“ am Vortag des heutigen Tages der Menschenrechte nicht gewählt worden sein. Denn bei der Veranstaltung im vollen Hörsaal an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum wurde deutlich, dass die Verbindungslinie zum damaligen Engagement der Krüppel- und Behinderteninitiativen zum heutigen Wirken für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eindeutig darin liegt, dass es um den Kampf für Menschenrechte geht. Dieses Gedächtnis zu wahren und damit die heutigen Aktivitäten zu beflügeln, war ein Anliegen der Veranstaltung.
MAINZ (KOBINET) „Wir haben 10 km mehr Barrierefreiheit in Mainz. Alle Haltestellen sind mit Leitsystem und Sprachausgabe für die Anzeigen ausgestattet. An den Haltestellen ist ein fast ebenerdiger Ausstieg und Einstieg möglich. Die Mainzelbahn ist ein großer Fortschritt für barrierefreie Mobilität in Mainz“, so kommentierte der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch heute seine Erlebnisse bei der Einweihungsfahrt der neuen Straßenbahnlinie nach Mainz-Lerchenberg, der Mainzelbahn.
BERLIN (KOBINET) “Viele Menschen mit Behinderung sind ungeheuer kreativ. Aber sie arbeiten oft im Verborgenen. Das wollten wir ändern“, sagt Bea Gellhorn, die Geschäftsführerin der Online-Galerie Insider Art. Seit dem Start im Mai 2007 entwickelte sich die Internet-Galerie zur größten Ausstellungs-Plattform für zeitgenössische bildende Kunst von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderungen in Deutschland. Mittlerweile zeigen über 150 Kunstschaffende mit Behinderungen ihre Werke im Internet und finden auf diese Weise ein ganz neues Publikum. Jedes Kunstwerk enthält eine Bildbeschreibung, so dass auch blinde Menschen einen Eindruck davon bekommen können.
BERLIN (KOBINET) Ein bedingungsloses Wahlrecht für alle Menschen hat heute die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke gefordert. Anlässlich des morgigen Gedenktages zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem Erscheinen des Jahresberichts über die Menschenrechtssituation in Deutschland erklärte Katrin Werner: „ Es ist eine Schande, dass ca. 84.500 Menschen mit Behinderungen vom Wahlrecht in Deutschland ausgeschlossen sind.“
LEIMERSHEIM (KOBINET) Das RehaTreff-Magazin ist heute zum ersten Mal im Verlag hw-studio weber erschienen. Werner Schneider hatte dies bereits in der letzten Ausgabe angekündigt. „Wir danken ihm für sein Vertrauen in unser Team und wünschen Herrn Schneider noch viele Jahre, die er nun mit weniger Stress besser genießen kann“, schrieb Eric Scharfenort an kobinet. Das Titelbild der Winterausgabe zeigt Dennis Winkens. Seit seinem Mountainbike-Unfall vor elf Jahren ist er querschnittgelähmt, kann nur die Schultern und den Kopf bewegen. Dennoch versucht er, sein Leben so selbstständig wie möglich zu gestalten. Er fährt zur Arbeit, zockt an der Konsole und am Computer, trifft sich mit Freunden. Nun ist der 28-Jährige als Hauptdarsteller im aktuellen Imagefilm der Aktion Mensch bekannt geworden.
Veröffentlicht am 09.12.2016 07:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Bild vom Krüppel-Tribunal von 1981 Foto: omp
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BOCHUM (KOBINET) „Initiativen für ein ‚Gedächtnis der Behindertenbewegung‘: 35 Jahre Krüppeltribunal – 10 Jahre Behindertenrechtskonvention“, so lautet der Titel eines Workshops, der heute an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum stattfindet. Je länger die Anfänge der Behinderten- und Krüppelbewegung zurückliegen, desto dringlicher stelle sich die Frage, wie deren Geschichte gesichert werden kann für die Forschung, für Anliegen des Empowerments und nicht zuletzt dafür, Anregungen für aktuelle behindertenpolitische Positionen zu geben, heißt es in der Einladung.
Veröffentlicht am 09.12.2016 06:42 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Berliner Protesttag am 4. Mai 2016 Foto: Andi Weiland
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BERLIN (KOBINET) Mit einer Veranstaltung unter dem Motto „Bundesteilhabegesetz: Hart gekämpft – noch viel zu tun“ klingt das behindertenpolitisch sehr bewegte Jahr und die Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz am 16. Dezember von 9:30 – 12:30 Uhr in den Räumlichkeiten des Sozialverband Deutschland, Stralauer Strasse 63 (Nähe Jannowitzbrücke), in 10179 Berlin aus. Darauf hat der Koordinator der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz, Ottmar Miles-Paul, aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 09.12.2016 06:21 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Grafik zeigt Logo des mdr Foto: mdr
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LEIPZIG (KOBINET)
LEIPZIG (KOBINET) „Einfach nur Teilhaben“, so lautet der Titel eines 30minütigen Films von Heike Bittner, der im Rahmen des MDR-Magazins „selbstbestimmt! Die Reportage“ am 11. Dezember ab 8.05 Uhr ausgestrahlt wird. Dabei geht es um die möglichen Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes.
Veröffentlicht am 08.12.2016 11:58 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
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FREIBURG (KOBINET) Nachdem die drohende Heimeinweisung von Dirk Bergen und weiteren behinderten Menschen in Freiburg in den letzten Wochen Wellen geschlagen und darüber sogar im ARD Morgenmagazin berichtet wurde, steht das Thema Hilfe zur Pflege nun auch auf der Tagesordnung des Freiburger Behindertenbeirates, der am 14. Dezember tagt.
HüRTH (KOBINET) „Wir halten es für dringend erforderlich, dass der Wahlausschluss von Menschen mit Behinderung auf Bundesebene aufgehoben wird. Der Ausschluss ist nicht mehr mit der bereits 2009 von der Bundesrepublik Deutschland ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) vereinbar“, sagt Uwe Schummer MdB, Vorsitzender der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen. „Wir können den Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen nicht plausibel erklären, warum sie 2017 bei der Landtagswahl ihr Wahlrecht wahrnehmen dürfen, dies aber bei der Bundestagswahl im gleichen Jahr nicht.“
HANNOVER (KOBINET) Eine positive Bilanz des landesweiten Projektes zur Qualifizierung von PatientenfürsprecherInnen hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen gezogen. Im Auftrag des Landes Niedersachsen hatte der Verband 122 PatientenfürsprecherInnen und damit 60 Prozent aller aktiven Ehrenamtlichen geschult. Sozialministerin Cornelia Rundt sieht darin einen wichtigen Baustein, die Versorgungsqualität für die Menschen im Land weiter zu verbessern.
Veröffentlicht am 08.12.2016 08:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
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OBERHACHING (KOBINET) Die BAIV – Bundesinitiative Außerklinische Intensiv–Versorgung war im Jahr 2008 mit dem Ziel angetreten, Menschen, die Intensivpflege benötigen, in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken. Denn schwerstkranke Kinder und Erwachsene haben in unserer Gesellschaft keine eigene Stimme. Auf die Initiative hat Maria Panzer die kobinet-nachrichten hingewiesen.
Veröffentlicht am 08.12.2016 07:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht (?)
Jennifer Sonntag am Rednerpult Foto: Jennifer Sonntag
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LEIPZIG (KOBINET) Vor kurzem startete das Schauspiel Leipzig in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bürger für Leipzig das Projekt „Inklusionspatenschaften“. Diese kulturelle Teilhabemöglichkeit ergänzt das bereits bestehende Angebot live zugeschalteter Audiodeskriptionen für blinde und sehbehinderte Gäste. Darauf hat die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag die kobinet-nachrichten mit ihrem folgendem Bericht und die darin geschilderten Erfahrungen hingewiesen.
BERLIN / ERFURT (KOBINET) Bevor der Bundesrat am 16. Dezember über das Bundesteilhabegesetz wahrscheinlich abschließend berät und entscheidet, ist das Gesetzesvorhaben nach wie vor Thema in den Medien. Dr. Sigrid Arnade war am Samstag beispielsweise zu Gast in der halbstündigen Radiosendung Tacheles im Deutschlandradio Kultur.
HOLLENBACH (KOBINET) Unter dem Titel „Über den Wolken und darunter“ erfährt die Weihnachtsgeschichte 2014 nach zwei Jahren eine Fortsetzung. Sie handelt von Rudichen, einem behinderten Rentier, das, zwischenzeitlich erwachsen geworden, die Freuden und die Tücken des Erwachsenenlebens kennen lernt.
BERLIN (KOBINET) Erstmals hat das Deutsche Institut für Menschenrechte einen Bericht über die Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland vorgestellt. Er umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 30. Juni 2016. „Dieser Bericht und die künftigen sollen dazu beitragen, dass die Menschenrechte aller Menschen in Deutschland tatsächlich geachtet und verwirklicht werden“, sagte die Direktorin des Instituts, Beate Rudolf, heute in Berlin. Der Bundestag könne die Erkenntnisse des Berichts nun aufgreifen und politisch nutzen.