Berlin (kobinet)
Das Bündnis für selbst-bestimmtes Leben macht einen Protest.
Ein Bündnis ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen arbeiten zusammen.
Sie haben das gleiche Ziel.
Berlin hat einen Haus-halts-plan.
Der Plan ist für die Jahre 2026 und 2027.
Ein Haushalts-Plan zeigt: So viel Geld haben wir.
Und: Wofür geben wir das Geld aus.
Jede Stadt macht so einen Plan.
Im Haus-halts-plan steht: Es gibt zu wenig Geld.
Das Geld reicht nicht für gute Löhne.
Die Löhne sind für persönliche Assistenz.
Was ist persönliche Assistenz?
Menschen mit Behinderung brauchen oft Hilfe.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht mehr Hilfe als andere Menschen.
Diese Hilfe nennt man: Persönliche Assistenz.
Eine Assistenz hilft anderen Menschen.
Die Assistenz unterstützt im Alltag.
Die Menschen mit Behinderung sind die Chefs.
Sie entscheiden selbst: Wer hilft mir?
Sie entscheiden: Wann hilft mir jemand?
Und sie entscheiden: Wie soll die Hilfe sein?
Was ist das Problem?
Die persönlichen Assistenten bekommen Lohn.
Dieser Lohn wird nach Entgelt-gruppe 5 bezahlt.
Eine Entgelt-Gruppe sagt: So viel Geld bekommt eine Person.
Menschen mit schwerer Arbeit bekommen mehr Geld.
Menschen mit leichterer Arbeit bekommen weniger Geld.
Entgelt-gruppe 5 bedeutet: Die Assistenten bekommen guten Lohn.
Im neuen Haus-halts-plan steht: Das Geld reicht nicht mehr.
Die Assistenten können nicht mehr nach Entgelt-gruppe 5 bezahlt werden.
Das Bündnis hat oft mit Politikern gesprochen.
Das Bündnis wollte eine Zusage bekommen.
Die Zusage soll sein: Der Tarif-vertrag wird voll bezahlt.
Ein Tarif-Vertrag ist eine Lohn-Liste.
Darin stehen die Arbeits-Preise.
Aber es gab keine Zusage.
Deshalb macht das Bündnis jetzt einen Protest.
Was macht das Bündnis?
Ab dem 5. November 2025 besetzt das Bündnis ein Gebäude.
Das Gebäude ist die Senats-verwaltung für Arbeit und Soziales.
Eine Senats-Verwaltung ist ein Amt in Berlin.
Jedes Amt kümmert sich um ein Thema.
Zum Beispiel: Arbeit oder Schulen oder Verkehr.
Die Adresse ist: Oranien-straße 106.
Menschen besetzen den Eingangs-bereich.
Sie bleiben dort.
Sie gehen erst weg: Wenn es eine schriftliche Zusage gibt.
Die Zusage muss sein: Der Tarif-vertrag wird voll bezahlt.
Vor dem Gebäude gibt es auch einen Protest.
Ab 12.30 Uhr kann man mit Menschen sprechen.
Diese Menschen geben Interviews.
Und sie erklären mehr über den Protest.
Was sagt das Bündnis?
Das Bündnis sagt: Wir haben viel geredet.
Wir haben mit Frau Kiziltepe geredet.
Und mit Herrn Evers.
Und mit anderen Politikern.
Aber es gab kein gutes Ergebnis.
Die geplanten Spar-maßnahmen sind gefährlich.
Spar-Maßnahmen bedeutet: Wir geben weniger Geld aus.
Zum Beispiel: Eine Stadt kauft weniger neue Sachen.
So kann die Stadt Geld sparen.
Die Spar-maßnahmen bedrohen das Recht auf selbst-bestimmtes Leben.
Das Bündnis sagt auch: Wir kämpfen für faire Löhne.
Und wir kämpfen für die Grund-rechte.
Grund-Rechte sind wichtige Rechte für alle Menschen.
Diese Rechte stehen im Grund-Gesetz.
Zum Beispiel: Jeder Mensch darf seine Meinung sagen.
Die Grund-rechte sind für Menschen mit Behinderungen wichtig.
Ohne Geld für persönliche Assistenz gibt es keine Teil-habe.
Teilhabe bedeutet: Du machst bei etwas mit.
Du bist dabei und kannst mit-bestimmen.
Und es gibt keine Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind dabei.
Jeder Mensch kann überall mitmachen.
Das Bündnis sagt: Das ist dem Berliner Senat egal.
Der Berliner Senat ist die Regierung von Berlin.
Berlin ist ein Bundes-Land in Deutschland.
Der Senat hat einen Chef.
Was kannst du tun?
Das Bündnis ruft auf zur Unterstützung.
Du kannst vor Ort dabei sein.
Oder du kannst online unterstützen.
Oder du kannst berichten.
Das Bündnis für selbst-bestimmtes Leben gibt es seit über 20 Jahren.
Das Bündnis setzt sich ein für gute Bedingungen.
Die guten Bedingungen sind wichtig für persönliche Assistenz.
Mehr Informationen
Es gibt einen Bericht von kobinet-nachrichten.
Der Bericht ist vom 15. Oktober 2025.
Der Titel ist: Petition: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
Eine Petition ist eine Bitte an Politiker.
Oder eine Beschwerde.
Der Bericht erklärt mehr über das Thema.

Foto: Jasper Dombrowski
Berlin (kobinet) Das Bündnis für selbstbestimmtes Leben schlägt Alarm: Nach aktuellem Stand des Berliner Haushaltsplans für 2026/27 sind nicht genügend Mittel vorgesehen, um die Löhne der Persönlichen Assistent*innen im Arbeitgeber*innen-Modell weiterhin nach Entgeltgruppe 5 (EG 5) zu finanzieren. Das Bündnis wird deshalb ab heute, den 5. November 2025, im Rahmen einer friedlichen Protestaktion die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales besetzen. Teilnehmende werden den Eingangsbereich der Verwaltung in der Oranienstraße 106 besetzen und dort bleiben, bis schriftlich zugesagt wird, dass der bestehende Tarifvertrag vollständig refinanziert wird. Vor der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales gibt es ebenso einen Protest, um auf die laufende Besetzung aufmerksam zu machen. Es gibt ab 12.30 Uhr Ansprechpersonen, die für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung stehen, heißt es in einer Presseinformation des Berliner Bündnis für selbstbestimmtes Leben zu der Protestaktion.
Persönliche Assistenz im Arbeitgeber*innen-Modell bedeutet, dass Menschen mit Behinderung selbst Arbeitgeber*innen sind. Sie entscheiden selbst, wer sie wann, wo und wie unterstützt. Trotz wiederholter Gespräche mit den Verantwortlichen habe es keine Zusage gegeben. „Wir haben immer wieder das Gespräch mit Frau Kiziltepe, Herrn Evers und weiteren Politiker*innen gesucht, leider bisher ohne positives Ergebnis. Die geplanten Einsparungen bedrohen unmittelbar das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben vieler behinderter Menschen in Berlin. Wir kämpfen nicht nur für faire Löhne, sondern auch für die Grundrechte von Menschen mit Behinderungen. Ohne ausreichende Refinanzierung der Persönlichen Assistenz in den nächsten Jahren steht die Teilhabe und Inklusion in Berlin vor dem Aus. Doch das ist dem Berliner Senat scheinbar egal.“, heißt es in einer Presseinformation des Bündnis.
Das Bündnis ruft alle Unterstützer*innen und Medienvertreter*innen zur solidarischen Begleitung der Aktion auf – vor Ort, online oder durch Berichterstattung. Das Bündnis für ein selbstbestimmtes Leben ist ein Zusammenschluss von Einzelpersonen und Organisationen, das sich seit mehr als 20 Jahren für gute Bedingungen in der Persönlichen Assistenz einsetzt.

Foto: Jasper Dombrowski
Berlin (kobinet) Das Bündnis für selbstbestimmtes Leben schlägt Alarm: Nach aktuellem Stand des Berliner Haushaltsplans für 2026/27 sind nicht genügend Mittel vorgesehen, um die Löhne der Persönlichen Assistent*innen im Arbeitgeber*innen-Modell weiterhin nach Entgeltgruppe 5 (EG 5) zu finanzieren. Das Bündnis wird deshalb ab heute, den 5. November 2025, im Rahmen einer friedlichen Protestaktion die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales besetzen. Teilnehmende werden den Eingangsbereich der Verwaltung in der Oranienstraße 106 besetzen und dort bleiben, bis schriftlich zugesagt wird, dass der bestehende Tarifvertrag vollständig refinanziert wird. Vor der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales gibt es ebenso einen Protest, um auf die laufende Besetzung aufmerksam zu machen. Es gibt ab 12.30 Uhr Ansprechpersonen, die für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung stehen, heißt es in einer Presseinformation des Berliner Bündnis für selbstbestimmtes Leben zu der Protestaktion.
Persönliche Assistenz im Arbeitgeber*innen-Modell bedeutet, dass Menschen mit Behinderung selbst Arbeitgeber*innen sind. Sie entscheiden selbst, wer sie wann, wo und wie unterstützt. Trotz wiederholter Gespräche mit den Verantwortlichen habe es keine Zusage gegeben. „Wir haben immer wieder das Gespräch mit Frau Kiziltepe, Herrn Evers und weiteren Politiker*innen gesucht, leider bisher ohne positives Ergebnis. Die geplanten Einsparungen bedrohen unmittelbar das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben vieler behinderter Menschen in Berlin. Wir kämpfen nicht nur für faire Löhne, sondern auch für die Grundrechte von Menschen mit Behinderungen. Ohne ausreichende Refinanzierung der Persönlichen Assistenz in den nächsten Jahren steht die Teilhabe und Inklusion in Berlin vor dem Aus. Doch das ist dem Berliner Senat scheinbar egal.“, heißt es in einer Presseinformation des Bündnis.
Das Bündnis ruft alle Unterstützer*innen und Medienvertreter*innen zur solidarischen Begleitung der Aktion auf – vor Ort, online oder durch Berichterstattung. Das Bündnis für ein selbstbestimmtes Leben ist ein Zusammenschluss von Einzelpersonen und Organisationen, das sich seit mehr als 20 Jahren für gute Bedingungen in der Persönlichen Assistenz einsetzt.




