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SoVD Niedersachsen: Kommunen müssen Wohnungsbestände sichern

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Foto: Sozialverband Deutschland

Hannover (kobinet)

Die Menschen in Niedersachsen geben im Durchschnitt monatlich über 1.100 Euro für Wohnen und Energie aus. Vor zehn Jahren lag dieser Wert bei rund 880 Euro, wie aktuelle Zahlen des niedersächsischen Landesamts für Statistik (LSN) zeigen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht darin eine weitere Verschärfung der Lage auf dem Wohnungsmarkt und fordert, dass Kommunen Wohnungsbestände aufkaufen und nicht renditeorientierten Investor*innen überlassen.

Fast 40 Prozent ihrer privaten Konsumausgaben verwenden niedersächsische Haushalte für Miete und Energie. Dieser Anteil sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, so das LSN. "Das zeigt, wie dramatisch die Lage auf dem niedersächsischen Wohnungsmarkt ist. Die Menschen suchen nicht nur händeringend nach Wohnraum, sondern zahlen auch immer mehr Miete. Gerade für Menschen mit wenig Geld ist das ein massives Problem. Oft wird dann an Lebensmitteln oder an der Gesundheit gespart", erklärt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.

Der Verband fordert, dass Kommunen sich stärker engagieren. "Der Großteil des Wohnungsbestands muss wieder in kommunale Hand. Nur so sind die Mieter*innen vor Wucher und Kündigungen geschützt", betont Swinke. Die Kommunen müssten von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, und die Landesregierung solle für eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden sorgen, damit dies möglich sei. "Es kann nicht sein, dass den Kommunen das Geld fehlt, um ihr Vorkaufsrecht einzusetzen", kritisiert Swinke. Zudem brauche es dringend ein Landesprogramm, um Kommunen und kommunale Wohnungsunternehmen besser zu unterstützen, damit die Mieten vor Ort bezahlbar blieben. "Auch die Landeswohnungsgesellschaft ist hier in der Pflicht. Sie muss Einfluss auf den Wohnungsmarkt nehmen und endlich ausreichend in neuen Wohnraum investieren", fordert Swinke abschließend.