Hannover (kobinet)
Menschen in Nieder-sachsen zahlen viel Geld für Wohnen und Energie.
Im Durch-schnitt sind das über 1.100 Euro pro Monat.
Durch-schnitt bedeutet: Viele Menschen zahlen unterschiedlich viel Geld.
Man rechnet alle Beträge zusammen.
Dann teilt man durch die Zahl der Menschen.
So bekommt man einen mittleren Wert.
Vor 10 Jahren waren es noch etwa 880 Euro.
Das zeigen aktuelle Zahlen des Landes-amts für Statistik.
Statistik bedeutet: Fachleute sammeln viele Zahlen.
Sie werten diese Zahlen aus.
So sieht man: Was verändert sich?
Das Landes-amt für Statistik heißt kurz: LSN.
Fast 40 Prozent des Geldes geben Menschen für Miete und Energie aus.
Prozent ist ein Zeichen für einen Teil von 100.
50 Prozent bedeutet: die Hälfte von allem.
Dieser Anteil am Geld wird immer größer.
Das sagt der Sozial-verband Deutschland.
Der Sozial-verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Der SoVD ist ein Verein.
Ein Verein ist eine Gruppe von Menschen.
Sie haben ein gemeinsames Ziel.
Sie arbeiten zusammen, um dieses Ziel zu erreichen.
Der SoVD hilft Menschen mit wenig Geld.
Dirk Swinke leitet den SoVD in Nieder-sachsen.
Er sagt: Die Lage auf dem Wohnungs-markt ist sehr ernst.
Wohnungs-markt bedeutet: Es gibt viele Wohnungen.
Menschen suchen Wohnungen.
Vermieter bieten Wohnungen an.
Menschen suchen dringend nach Wohnungen.
Gleichzeitig werden die Mieten immer teurer.
Menschen mit wenig Geld haben besonders große Probleme.
Menschen mit wenig Geld sparen dann beim Essen.
Oder sie sparen bei der Gesundheit.
Der SoVD fordert: Städte und Gemeinden sollen mehr tun.
Städte und Gemeinden nennt man auch: Kommunen.
Die Kommunen sollen mehr Wohnungen kaufen.
Diese Wohnungen sollen den Kommunen gehören.
So können Mieterinnen und Mieter besser wohnen.
Niemand kann ihnen einfach kündigen.
Kündigung bedeutet: Jemand muss seine Wohnung verlassen.
Der Vermieter sagt: Du darfst hier nicht mehr wohnen.
Kommunen haben ein Vor-kaufs-recht.
Vor-kaufs-recht bedeutet: Die Kommune darf eine Wohnung zuerst kaufen.
Andere Menschen müssen dann warten.
Der SoVD fordert: Kommunen sollen dieses Recht nutzen.
Dafür brauchen die Kommunen mehr Geld.
Das Land Nieder-sachsen soll dieses Geld geben.
Kommunen brauchen dieses Geld unbedingt.
Das Land Nieder-sachsen muss es ihnen geben.
Der SoVD fordert außerdem ein Landes-programm.
Ein Landes-programm ist ein Plan des Landes Nieder-sachsen.
Dieser Plan soll Kommunen und kommunale Wohnungs-unternehmen unterstützen.
Kommunale Wohnungs-unternehmen gehören den Kommunen.
So können Menschen die Miete besser bezahlen.
Kommunen sorgen dafür.
Die Landes-wohnungs-gesellschaft ist eine Bau-Firma des Landes Nieder-sachsen.
Sie soll mehr neue Wohnungen bauen.
Foto: Sozialverband Deutschland
Hannover (kobinet)
Die Menschen in Niedersachsen geben im Durchschnitt monatlich über 1.100 Euro für Wohnen und Energie aus. Vor zehn Jahren lag dieser Wert bei rund 880 Euro, wie aktuelle Zahlen des niedersächsischen Landesamts für Statistik (LSN) zeigen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht darin eine weitere Verschärfung der Lage auf dem Wohnungsmarkt und fordert, dass Kommunen Wohnungsbestände aufkaufen und nicht renditeorientierten Investor*innen überlassen.
Fast 40 Prozent ihrer privaten Konsumausgaben verwenden niedersächsische Haushalte für Miete und Energie. Dieser Anteil sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, so das LSN. "Das zeigt, wie dramatisch die Lage auf dem niedersächsischen Wohnungsmarkt ist. Die Menschen suchen nicht nur händeringend nach Wohnraum, sondern zahlen auch immer mehr Miete. Gerade für Menschen mit wenig Geld ist das ein massives Problem. Oft wird dann an Lebensmitteln oder an der Gesundheit gespart", erklärt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.
Der Verband fordert, dass Kommunen sich stärker engagieren. "Der Großteil des Wohnungsbestands muss wieder in kommunale Hand. Nur so sind die Mieter*innen vor Wucher und Kündigungen geschützt", betont Swinke. Die Kommunen müssten von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, und die Landesregierung solle für eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden sorgen, damit dies möglich sei. "Es kann nicht sein, dass den Kommunen das Geld fehlt, um ihr Vorkaufsrecht einzusetzen", kritisiert Swinke. Zudem brauche es dringend ein Landesprogramm, um Kommunen und kommunale Wohnungsunternehmen besser zu unterstützen, damit die Mieten vor Ort bezahlbar blieben. "Auch die Landeswohnungsgesellschaft ist hier in der Pflicht. Sie muss Einfluss auf den Wohnungsmarkt nehmen und endlich ausreichend in neuen Wohnraum investieren", fordert Swinke abschließend.
Foto: Sozialverband Deutschland
Hannover (kobinet)
Die Menschen in Niedersachsen geben im Durchschnitt monatlich über 1.100 Euro für Wohnen und Energie aus. Vor zehn Jahren lag dieser Wert bei rund 880 Euro, wie aktuelle Zahlen des niedersächsischen Landesamts für Statistik (LSN) zeigen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht darin eine weitere Verschärfung der Lage auf dem Wohnungsmarkt und fordert, dass Kommunen Wohnungsbestände aufkaufen und nicht renditeorientierten Investor*innen überlassen.
Fast 40 Prozent ihrer privaten Konsumausgaben verwenden niedersächsische Haushalte für Miete und Energie. Dieser Anteil sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, so das LSN. "Das zeigt, wie dramatisch die Lage auf dem niedersächsischen Wohnungsmarkt ist. Die Menschen suchen nicht nur händeringend nach Wohnraum, sondern zahlen auch immer mehr Miete. Gerade für Menschen mit wenig Geld ist das ein massives Problem. Oft wird dann an Lebensmitteln oder an der Gesundheit gespart", erklärt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.
Der Verband fordert, dass Kommunen sich stärker engagieren. "Der Großteil des Wohnungsbestands muss wieder in kommunale Hand. Nur so sind die Mieter*innen vor Wucher und Kündigungen geschützt", betont Swinke. Die Kommunen müssten von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, und die Landesregierung solle für eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden sorgen, damit dies möglich sei. "Es kann nicht sein, dass den Kommunen das Geld fehlt, um ihr Vorkaufsrecht einzusetzen", kritisiert Swinke. Zudem brauche es dringend ein Landesprogramm, um Kommunen und kommunale Wohnungsunternehmen besser zu unterstützen, damit die Mieten vor Ort bezahlbar blieben. "Auch die Landeswohnungsgesellschaft ist hier in der Pflicht. Sie muss Einfluss auf den Wohnungsmarkt nehmen und endlich ausreichend in neuen Wohnraum investieren", fordert Swinke abschließend.




