Düsseldorf (kobinet)
Der DGB hat Zahlen zur Arbeit von Menschen mit Behinderung vorgestellt.
DGB bedeutet: Deutscher Gewerkschafts-Bund.
Eine Gewerkschaft ist ein Verein für Arbeiter.
Die Gewerkschaft redet mit den Chefs über bessere Arbeit.
Ein Gewerkschafts-Bund ist ein großer Zusammen-schluss von vielen Gewerkschaften.
Er vertritt die Rechte von Arbeitern in ganz Deutschland.
Die Zahlen zeigen: 12 von 100 Menschen mit Behinderung haben keine Arbeit.
Das nennt man Arbeitslosen-Quote.
Die Arbeitslosen-Quote ist eine Zahl.
Sie zeigt, wie viele von 100 Menschen keine Arbeit haben.
Zum Beispiel: 12 von 100 Menschen.
Diese Zahl steigt seit 3 Jahren.
Besonders viele betroffene Menschen leben in Nordrhein-Westfalen.
Horst Vöge leitet den VdK Nordrhein-Westfalen.
VdK ist ein Verband, der Menschen mit Behinderung unterstützt.
Horst Vöge sagt: Fast jeder 3. arbeitslose Mensch mit schwerer Behinderung kommt von dort.
Der VdK Nordrhein-Westfalen hat Forderungen.
Eine Forderung ist ein Wunsch, den man laut sagt.
Man will etwas bekommen oder verändern.
Menschen mit Behinderung sollen früher Unterstützung bekommen.
So können sie ihre Arbeit behalten.
Das nennt man Prävention.
Prävention bedeutet: Man handelt früh.
So verhindert man, dass etwas Schlimmes passiert.
Außerdem soll es Reha-Bilitation geben.
Reha-Bilitation bedeutet: Menschen helfen, wieder arbeiten zu können.
Man stellt etwas wieder so her wie es vorher war.
Außerdem sollen Arbeit-Geber mehr Menschen mit schwerer Behinderung einstellen.
Das ist eine gesetzliche Pflicht.
Eine gesetzliche Pflicht ist eine Regel vom Staat.
Alle müssen diese Regel einhalten.
Arbeit-Geber, die das nicht tun, müssen mehr Geld zahlen.
Dieses Geld ist eine Strafe.
Auch soll es in Betrieben mehr Schwer-Behinderten-Vertretungen geben.
Das sind Personen, die die Rechte von Menschen mit Behinderung im Betrieb vertreten.
Im Juli 2026 gab es einen neuen Höchst-Stand.
Höchst-Stand bedeutet hier: So viele Menschen mit schwerer Behinderung waren noch nie ohne Arbeit.
192.630 Menschen mit schwerer Behinderung waren damals arbeitslos.
Im August 2026 stieg die Zahl weiter auf 194.164 Menschen.
Im August 2025 waren es noch 187.050 Menschen.
In 1 Jahr verloren 7.114 Menschen mehr ihre Arbeit.
Die Lage wird für Menschen mit schwerer Behinderung immer schwerer.
Der Arbeits-Markt ist kein echter Ort.
Gemeint sind alle Stellen, die Firmen anbieten.
Und alle Menschen, die Arbeit suchen.
Die Journalistin Anna Laura Müller hat dazu einen Kommentar geschrieben.
Journalistin bedeutet: Eine Frau, die für Zeitungen oder andere Medien schreibt.
Ein Kommentar ist ein Text mit der Meinung einer Person.
Die Person erklärt, was sie über ein Thema denkt.
Der Kommentar erschien am 1. September 2026 in der Frankfurter Rundschau.
Die Über-schrift lautet: Die Arbeits-Welt ist noch nicht offen genug für alle Menschen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Anna Laura Müller schreibt: Menschen mit schwerer Behinderung sind oft gut ausgebildet.
Trotzdem verlieren sie häufiger ihre Arbeit als Menschen ohne Behinderung.
Anna Laura Müller schreibt: Das ist besonders ungerecht.
Sie schreibt auch über Werk-stätten für behinderte Menschen.
In einer solchen Werk-statt arbeiten Menschen mit Behinderung.
Viele Menschen dort könnten auch auf dem normalen Arbeits-Markt arbeiten.
Normaler Arbeits-Markt bedeutet: Firmen und Stellen, die für alle Menschen offen sind.
Aber weniger als 1 von 100 Menschen wechselt von der Werk-statt dorthin.
Außerdem bekommen die Menschen dort keinen Mindest-Lohn.
Mindest-Lohn bedeutet: Das ist das wenigste Geld für Arbeit.
Weniger Geld darf es nicht geben.
Foto: ht
Düsseldorf (kobinet)
Laut der vom DGB vorgestellten Zahlen des DGB liegt die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung bei bundesweit zwölf Prozent – damit ist sie im dritten Jahr in Folge gestiegen. Besonders betroffen ist dabei Nordrhein-Westfalen, wie der Präsidenten des VdK Nordrhein-Westfalen, Horst Vöge, mitteilte: "Fast jeder dritte arbeitslose schwerbehinderte Mensch kommt aus unserem Bundesland. Diese Personen drohen zu den Verlierern des Strukturwandels zu werden. Das dürfen wir nicht hinnehmen." Der VdK NRW fordert deshalb, Prävention und Rehabilitation zu stärken. Unterstützungsangebote müssen früher greifen, um Beschäftigungsverhältnisse zu sichern. Menschen mit Behinderung brauchen Schutz vor dem Herausfallen aus dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig müssen Arbeitgeber ihrer gesetzlichen Verantwortung zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen stärker gerecht werden. Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, muss mit deutlicheren finanziellen Sanktionen rechnen.
Darüber hinaus muss nach Ansicht des VdK-Nordrhein-Westfalen die Rolle der Inklusionsbetriebe weiter ausgebaut werden und es braucht in Betrieben generell mehr Schwerbehindertenvertretungen sowie ein besseres Eingliederungsmanagement. Die Vertretungen seien ein wichtiger Schutz für Beschäftigte mit Behinderung. Dafür bräuchten sie starke Beteiligungsrechte und ausreichende Ressourcen.
Mit 192.630 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten schwerbehinderten Arbeitslosen wurde im Juli 2026 ein trauriger Rekord erreicht. Dies war der höchste Wert in der Zeitreihe der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen in Deutschland, die von der Bundesagentur für Arbeit seit 1. Januar 2007 geführt wird. Im August 2026 hat sich diese Situation noch weiter verschärft und wurde der neue traurige Rekord mit 194.164 arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sind dies noch einmal 1.534 schwerbehinderte Arbeitslose mehr. Der Vergleich zur Arbeitslosenzahl schwerbehinderter Menschen in Deutschland vor einem Jahr macht die verschärfte Situation am Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen noch deutlicher. Mit der ohnehin schon hohen Zahl von 187.050 im August 2025 hat sich die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen innerhalb eines Jahres um 7.114 Menschen erhöht.
Die steigende Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen und die Stagnation in Sachen Reform des Werkstättensystems hin zu einer fairen Bezahlung und zu einer verbesserten Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt hat auch die Journalistin Anna Laura Müller zu einem Kommentar für die Frankfurter Rundschau veranlasst. Sie schreib in ihrem Kommentar vom 1. September 2026 unter der Überschrift "Zu oft nur leere Phrasen: Unsere Arbeitswelt ist von Inklusion noch zu weit entfernt" u.a.: "Für alle, die das Thema schon etwas länger verfolgen, ist die Nachricht wenig überraschend: Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung ist auch in der Wirtschaftskrise stärker gestiegen als die Zahl derjenigen ohne Schwerbehinderung. Der bittere Trend, der sich hier fortsetzt, ist besonders absurd, wenn man sich vor Augen führt, dass arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung durchschnittlich besser qualifiziert sind als solche ohne Schwerbehinderung. Im Hinblick auf die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen betont sie, dass auch in Werkstätten für behinderte Menschen viele Personen arbeiten, die potenziell auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gelangen könnten. "Die tauchen in der Arbeitslosenquote erst gar nicht auf. Die Menschen dort bekommen keinen Mindestlohn, da sie nur in einem arbeitnehmerähnlichen Verhältnis beschäftigt werden – als arbeitslos gelten sie damit nicht. Weniger als ein Prozent der Menschen wird von der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt und das, obwohl Werkstätten sich eigentlich diesem Ziel verpflichtet haben."
Link zum Kommentar von Anna Laura Müller vom 1. September 2026 in der Frankfurter Rundschau
Foto: ht
Düsseldorf (kobinet)
Laut der vom DGB vorgestellten Zahlen des DGB liegt die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung bei bundesweit zwölf Prozent – damit ist sie im dritten Jahr in Folge gestiegen. Besonders betroffen ist dabei Nordrhein-Westfalen, wie der Präsidenten des VdK Nordrhein-Westfalen, Horst Vöge, mitteilte: "Fast jeder dritte arbeitslose schwerbehinderte Mensch kommt aus unserem Bundesland. Diese Personen drohen zu den Verlierern des Strukturwandels zu werden. Das dürfen wir nicht hinnehmen." Der VdK NRW fordert deshalb, Prävention und Rehabilitation zu stärken. Unterstützungsangebote müssen früher greifen, um Beschäftigungsverhältnisse zu sichern. Menschen mit Behinderung brauchen Schutz vor dem Herausfallen aus dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig müssen Arbeitgeber ihrer gesetzlichen Verantwortung zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen stärker gerecht werden. Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, muss mit deutlicheren finanziellen Sanktionen rechnen.
Darüber hinaus muss nach Ansicht des VdK-Nordrhein-Westfalen die Rolle der Inklusionsbetriebe weiter ausgebaut werden und es braucht in Betrieben generell mehr Schwerbehindertenvertretungen sowie ein besseres Eingliederungsmanagement. Die Vertretungen seien ein wichtiger Schutz für Beschäftigte mit Behinderung. Dafür bräuchten sie starke Beteiligungsrechte und ausreichende Ressourcen.
Mit 192.630 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten schwerbehinderten Arbeitslosen wurde im Juli 2026 ein trauriger Rekord erreicht. Dies war der höchste Wert in der Zeitreihe der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen in Deutschland, die von der Bundesagentur für Arbeit seit 1. Januar 2007 geführt wird. Im August 2026 hat sich diese Situation noch weiter verschärft und wurde der neue traurige Rekord mit 194.164 arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sind dies noch einmal 1.534 schwerbehinderte Arbeitslose mehr. Der Vergleich zur Arbeitslosenzahl schwerbehinderter Menschen in Deutschland vor einem Jahr macht die verschärfte Situation am Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen noch deutlicher. Mit der ohnehin schon hohen Zahl von 187.050 im August 2025 hat sich die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen innerhalb eines Jahres um 7.114 Menschen erhöht.
Die steigende Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen und die Stagnation in Sachen Reform des Werkstättensystems hin zu einer fairen Bezahlung und zu einer verbesserten Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt hat auch die Journalistin Anna Laura Müller zu einem Kommentar für die Frankfurter Rundschau veranlasst. Sie schreib in ihrem Kommentar vom 1. September 2026 unter der Überschrift "Zu oft nur leere Phrasen: Unsere Arbeitswelt ist von Inklusion noch zu weit entfernt" u.a.: "Für alle, die das Thema schon etwas länger verfolgen, ist die Nachricht wenig überraschend: Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung ist auch in der Wirtschaftskrise stärker gestiegen als die Zahl derjenigen ohne Schwerbehinderung. Der bittere Trend, der sich hier fortsetzt, ist besonders absurd, wenn man sich vor Augen führt, dass arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung durchschnittlich besser qualifiziert sind als solche ohne Schwerbehinderung. Im Hinblick auf die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen betont sie, dass auch in Werkstätten für behinderte Menschen viele Personen arbeiten, die potenziell auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gelangen könnten. "Die tauchen in der Arbeitslosenquote erst gar nicht auf. Die Menschen dort bekommen keinen Mindestlohn, da sie nur in einem arbeitnehmerähnlichen Verhältnis beschäftigt werden – als arbeitslos gelten sie damit nicht. Weniger als ein Prozent der Menschen wird von der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt und das, obwohl Werkstätten sich eigentlich diesem Ziel verpflichtet haben."
Link zum Kommentar von Anna Laura Müller vom 1. September 2026 in der Frankfurter Rundschau





Lesermeinungen