Dieburg / Wiesbaden (kobinet)
Karl Matthias Schäfer kommt aus Dieburg.
Er ist 59 Jahre alt.
Er ist der Landes-Vorsitzende des BSBH.
Landes-Vorsitzender bedeutet: Er leitet den Verein in Hessen.
BSBH bedeutet: Blinden- und Seh-behinderten-Bund in Hessen.
Am 19. August 2026 bekam er eine besondere Auszeichnung.
Eine Auszeichnung ist ein Preis für gute Arbeit.
Er bekam den Verdienst-Orden der Bundes-Republik Deutschland.
Das ist die höchste staatliche Auszeichnung in Deutschland.
Manuela Strube überreichte ihm den Orden.
Sie ist Staats-Sekretärin in Hessen.
Eine Staats-Sekretärin arbeitet für die Regierung.
Sie hilft einer Ministerin oder einem Minister bei der Arbeit.
Die Übergabe war in der Hessischen Staats-Kanzlei.
Staats-Kanzlei bedeutet: Das ist das Büro der Landes-Regierung.
Karl Matthias Schäfer ist selbst blind.
Er setzt sich seit den 1990er-Jahren für Inklusion ein.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen können mitmachen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Er half dabei, den Verein AHA zu gründen.
AHA bedeutet: Ambulante Hilfen im Alltag.
Ambulant bedeutet: Die Hilfe kommt zu den Menschen nach Hause.
Er arbeitete auch an der Uni in Kassel.
Dort half er Studierenden mit Behinderung.
Außerdem war er im Vorstand des Vereins fab.
Der Vorstand leitet einen Verein.
Die Menschen im Vorstand treffen wichtige Entscheidungen.
fab bedeutet: Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter.
Autonomie bedeutet: Man entscheidet selbst.
Zum Beispiel: Wo man wohnt.
Oder wie man seinen Tag gestaltet.
Schäfer ist seit 1991 Mitglied beim BSBH.
Von 2000 bis 2004 war er zum 1. Mal Landes-Vorsitzender.
2024 wurde er wieder Landes-Vorsitzender.
Manuela Strube sagte bei der Übergabe:
Schäfer hilft seh-behinderten Menschen seit Jahr-zehnten.
Er verbessert ihre Möglichkeiten zur Teil-habe.
Teil-habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Ehren-amt bedeutet: Freiwillige Arbeit ohne Bezahlung.
Sein Engagement ist ein Vorbild.
Engagement bedeutet: Man hilft anderen Menschen freiwillig.
Man tut etwas Gutes für andere.
Schäfer arbeitete als Heim-Leiter in einem Senioren-Wohnheim.
Das Wohnheim war für blinde und seh-behinderte Menschen.
Dann leitete er den Bereich Dialog im Dunkeln.
Dialog im Dunkeln ist ein besonderes Angebot.
Besucher erleben dort, wie es ist, blind zu sein.
Das Angebot war beim Frankfurter Dialog-Museum.
Danach arbeitete er als Job-Coach.
Ein Job-Coach begleitet Menschen am Arbeits-Platz.
Er zeigt ihnen, wie sie ihre Aufgaben gut erledigen können.
Er arbeitete beim Reha-Beratungs- und Schulungs-Zentrum.
Das ist die Deutsche Blinden-Studien-Anstalt in Frankfurt.
Reha bedeutet: Man lernt wieder, den Alltag selbst zu meistern.
Und man lernt wieder zu arbeiten.
Seit 2024 arbeitet er bei der Firma Papenmeier in Schwerte.
Dort ist er IT-Trainer und Moderator.
IT-Trainer bedeutet: Er zeigt Menschen, wie man Computer und Technik benutzt.
Ein Moderator führt durch ein Treffen und gibt allen das Wort.
Er hilft blinden und seh-behinderten Menschen mit Technik.
Digitale Teil-habe ist ihm sehr wichtig.
Digital bedeutet: Mit Computern und dem Internet.
Er leitet jeden Monat einen digitalen Reha-Stamm-tisch.
Das ist kostenlos und für alle offen.
Er berät ehren-amtlich blinde und seh-behinderte Menschen.
Er hilft ihnen bei Smart-phones, Spezial-Software und Navigations-Apps.
Ein Smart-phone ist ein besonderes Handy.
Du kannst damit im Internet surfen.
Spezial-Software sind besondere Computer-Programme.
Sie helfen Menschen mit Behinderung bei der Technik.
Eine Navigations-App zeigt den Weg zum Ziel.
In seiner Dankes-Rede sagte Schäfer:
Er möchte die Welt besser machen.
Das ist viel Arbeit für eine Person allein.
Aber jeder Mensch kann etwas tun.
Jeder kann an seinem eigenen Ort helfen.
Die Auszeichnung ist für ihn kein Ende.
Sie gibt ihm Kraft zum Weiter-machen.
Foto: Karl Matthias Schäfer
Dieburg / Wiesbaden (kobinet)
Karl Matthias Schäfer (59) aus Dieburg, Landesvorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenbundes in Hessen e. V. (BSBH), wurde am 19. August 2026 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Auszeichnung erfolgte in der Hessischen Staatskanzlei durch Manuela Strube, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales. Karl Matthias Schäfer, der selbst blind ist, engagiert sich bereits seit den 1990er-Jahren in herausragender Weise für Inklusion. Er gehörte unter anderem zu den Mitbegründern des Vereins Ambulante Hilfen im Alltag (AHA) e.V., vertrat als Referent die Belange von Studierenden mit Behinderung an der Universität Kassel und war im Vorstand des Vereins zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab e.V.) in Kassel aktiv. Besonders eng verbunden ist sein Name mit dem BSBH: Seit 1991 Mitglied der Organisation, übernahm er bereits von 2000 bis 2004 erstmals den Landesvorsitz und stellte dabei entscheidende Weichen für die Zukunft des Verbandes. Nach Jahren weiterer engagierter Arbeit übernahm er das Amt im vergangenen Jahr erneut.
"Herr Schäfer hat sich über Jahrzehnte hinweg für sehbehinderte Menschen eingesetzt und mit seinem Wirken entscheidend dazu beigetragen, ihre Teilhabechancen und ihre Sichtbarkeit zu verbessern. Sein leidenschaftliches ehrenamtliches Engagement ist beispielgebend", betonte Staatssekretärin Strube bei ihrer Würdigung. Seit Beginn seiner beruflichen Tätigkeit stellt Schäfer die Partizipation blinder und sehbehinderter Menschen in den Mittelpunkt: Nach Stationen als Heimleiter eines Seniorenwohnheims für blinde und sehbehinderte Menschen übernahm er die Leitung des Bereichs "Dialog im Dunkeln" bei der Frankfurter Dialogmuseum GmbH. Anschließend war er als Job-Coach im Reha-Beratungs- und Schulungszentrum der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. in Frankfurt tätig und arbeitet seit 2024 als IT-Trainer für blinde und sehbehinderte Menschen sowie Moderator bei der Firma Papenmeier in Schwerte.
Eine Herzensangelegenheit ist ihm zudem die digitale Teilhabe durch umfassende Barrierefreiheit. Neben der monatlichen Moderation eines kostenlosen digitalen Reha-Stammtisches berät Schäfer ehrenamtlich mit großem Engagement blinde und sehbehinderte Menschen bei der Nutzung von Smartphones, Spezial-Software sowie Navigations- und Orientierungs-Apps. Hierdurch eröffnet er Betroffenen den Zugang zu mehr Selbstständigkeit und mobiler Orientierung.
"Mein Lebensmotto ist eigentlich ganz einfach: Ich möchte die Welt ein Stückchen besser machen. Natürlich kann das niemand allein. Aber jeder von uns kann an seiner Stelle etwas dazu beitragen. Deshalb nehme ich diese Auszeichnung mit großer Dankbarkeit entgegen. Jedoch verstehe ich sie nicht als Schlusspunkt. Sie ist für mich vielmehr Ansporn, weiterzumachen und meinem Lebensmotto treu zu bleiben", versprach Schäfer in seiner Dankesrede.
Foto: Karl Matthias Schäfer
Dieburg / Wiesbaden (kobinet)
Karl Matthias Schäfer (59) aus Dieburg, Landesvorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenbundes in Hessen e. V. (BSBH), wurde am 19. August 2026 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Auszeichnung erfolgte in der Hessischen Staatskanzlei durch Manuela Strube, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales. Karl Matthias Schäfer, der selbst blind ist, engagiert sich bereits seit den 1990er-Jahren in herausragender Weise für Inklusion. Er gehörte unter anderem zu den Mitbegründern des Vereins Ambulante Hilfen im Alltag (AHA) e.V., vertrat als Referent die Belange von Studierenden mit Behinderung an der Universität Kassel und war im Vorstand des Vereins zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab e.V.) in Kassel aktiv. Besonders eng verbunden ist sein Name mit dem BSBH: Seit 1991 Mitglied der Organisation, übernahm er bereits von 2000 bis 2004 erstmals den Landesvorsitz und stellte dabei entscheidende Weichen für die Zukunft des Verbandes. Nach Jahren weiterer engagierter Arbeit übernahm er das Amt im vergangenen Jahr erneut.
"Herr Schäfer hat sich über Jahrzehnte hinweg für sehbehinderte Menschen eingesetzt und mit seinem Wirken entscheidend dazu beigetragen, ihre Teilhabechancen und ihre Sichtbarkeit zu verbessern. Sein leidenschaftliches ehrenamtliches Engagement ist beispielgebend", betonte Staatssekretärin Strube bei ihrer Würdigung. Seit Beginn seiner beruflichen Tätigkeit stellt Schäfer die Partizipation blinder und sehbehinderter Menschen in den Mittelpunkt: Nach Stationen als Heimleiter eines Seniorenwohnheims für blinde und sehbehinderte Menschen übernahm er die Leitung des Bereichs "Dialog im Dunkeln" bei der Frankfurter Dialogmuseum GmbH. Anschließend war er als Job-Coach im Reha-Beratungs- und Schulungszentrum der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. in Frankfurt tätig und arbeitet seit 2024 als IT-Trainer für blinde und sehbehinderte Menschen sowie Moderator bei der Firma Papenmeier in Schwerte.
Eine Herzensangelegenheit ist ihm zudem die digitale Teilhabe durch umfassende Barrierefreiheit. Neben der monatlichen Moderation eines kostenlosen digitalen Reha-Stammtisches berät Schäfer ehrenamtlich mit großem Engagement blinde und sehbehinderte Menschen bei der Nutzung von Smartphones, Spezial-Software sowie Navigations- und Orientierungs-Apps. Hierdurch eröffnet er Betroffenen den Zugang zu mehr Selbstständigkeit und mobiler Orientierung.
"Mein Lebensmotto ist eigentlich ganz einfach: Ich möchte die Welt ein Stückchen besser machen. Natürlich kann das niemand allein. Aber jeder von uns kann an seiner Stelle etwas dazu beitragen. Deshalb nehme ich diese Auszeichnung mit großer Dankbarkeit entgegen. Jedoch verstehe ich sie nicht als Schlusspunkt. Sie ist für mich vielmehr Ansporn, weiterzumachen und meinem Lebensmotto treu zu bleiben", versprach Schäfer in seiner Dankesrede.





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