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Sarah Schöllner liebt Sprache und macht derzeit verschiedene Praktika, um behinderte Menschen zu beraten

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Sarah Schöllner
Schöllner_Sarah_2026
Foto: privat

Kassel (kobinet)

Sarah Schöllner hat Deutsche Literatur in Marburg studiert und vor kurzem ihren Masterabschluss gemacht. Sowohl während ihres Bachelor- als auch Masterstudiums hat sie unheimlich viel über Sprache und den Umgang mit ihr gelernt. Sie konnte ihr Feingefühl für sie, aber auch für diverse Themen und deren Komplexität verbessern. Dies berichtet Sarah Schöllner, die derzeit verschiedene Praktika, wie zum Beispiel im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, macht im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul.

kobinet-nachrichten: Sie machen derzeit ein Praktikum im Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Kassel und pendeln dafür fast täglich von Marburg hin und zurück. Warum machen Sie das Praktikum und was machen Sie da genau?

Sarah Schöllner: Genau. Neben dem Praktikum in Kassel mache ich gleichzeitig noch eins in der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) in Marburg. Ich mache derzeit eine Weiterbildung im Peer-Counseling und die Praktika abolviere ich freiwillig, um erste praktische Erfahrungen im Bereich Beratung von Menschen mit Behinderung zu sammeln. Bisher habe ich Beratungen dokumentieren dürfen und durfte bei Beratungen von Kund*innen dabei sein. Im Laufe meiner Praktika werden noch Recherchearbeit zu unterschiedlichen Themen und die Teilnahme an Projekten, wie zum Beispiel dem Projekt "Aktiv Teilhabe gestalten" vom Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab), sowie Beratungen von Kund*innen dazukommen.

kobinet-nachrichten: Vor kurzem haben Sie Ihr Studium mit einem Masterabschluss beendet. Was haben Sie studiert und welche Erkenntnisse ergaben sich daraus für Sie?

Sarah Schöllner: Ich habe Deutsche Literatur im Master in Marburg studiert. Sowohl während meines Bachelor- als auch Masterstudiums habe ich unheimlich viel über Sprache und den Umgang mit ihr gelernt. Ich konnte mein Feingefühl für sie, aber auch für diverse Themen und deren Komplexität verbessern. Auch konnte ich meine analytischen Fähigkeiten stark verfeinern. Ich habe Texte gelesen, die ich privat wahrscheinlich nicht gelesen hätte, und sie lieben gelernt. Durch die intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Disziplinen wie Gender Studies, Men's Studies und Disability Studies ist mir ebenso bewusst geworden, wie viel Forschungsbedarf es in diesen Bereichen noch gibt. Ich finde gewonnene Erkenntnisse in diesen Bereichen unheimlich wichtig für das gesellschaftliche Zusammenleben.

kobinet-nachrichten: Wenn die sechs Wochen Praktikum vorbei sind, haben Sie schon eine Vorstellung, was Sie dann gerne wo arbeiten würden?

Sarah Schöllner: Während meiner Weiterbildung, aber auch jetzt während der Praktika, habe ich festgestellt, dass es mir viel Freude bereitet, Menschen zu beraten und ihnen damit das Leben ein Stück weit zu erleichtern. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, in einer EUTB zu arbeiten. Die Arbeit in einem Zentrum für selbstbestimmtes Leben mit ihren vielfältigen Aufgabenbereichen interessiert mich jedoch auch sehr, sodass ich mich auch hier sehe.

kobinet-nachrichten: Sie wollen während Ihres Praktikums auch für die kobinet-nachrichten schreiben. Auf was dürfen wir uns dabei gefasst machen?

Sarah Schöllner: Für kobinat möchte ich gerne Beiträge verfassen, die sich mit Geschlecht und Behinderung auseinandersetzen und vielleicht über mögliche Beratungsangebote informieren.

kobinet-nachrichten: Wenn Sie zwei Wünsche frei hätten, welche wären diese zur Zeit?

Sarah Schöllner: Ich möchte eine Arbeit finden, die mich erfüllt und bei der ich mich bestmöglich einbringen kann und die zu mehr Inklusion in der Gesellschaft beiträgt. Abgesehen davon, würde ich gerne viel reisen; möglichst viel von der Welt sehen.

kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview und toi, toi, toi für Sie und Ihre Zukunft

Link zum Buchblog von Sarah Schöllner

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