Kassel (kobinet)
Sarah Schöllner hat Deutsche Literatur studiert.
Sie hat ihren Abschluss in Marburg gemacht.
Jetzt macht sie Praktika.
Ein Praktikum bedeutet: Du arbeitest eine kurze Zeit an einem Ort.
Du lernst dabei etwas Neues.
Ein Praktikum macht sie im Kasseler Zentrum für selbst-bestimmtes Leben.
Das Zentrum heißt kurz: ZSL.
kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat sie dazu befragt.
Ein Redakteur schreibt Texte für eine Nachrichten-Seite.
Er sucht Themen und erklärt sie anderen Menschen.
Sie machen ein Praktikum im ZSL in Kassel.
Dafür fahren Sie fast jeden Tag von Marburg nach Kassel und zurück.
Warum machen Sie dieses Praktikum?
Und was machen Sie dort genau?
Ich mache gleichzeitig noch ein zweites Praktikum.
Das zweite Praktikum ist bei der EUTB in Marburg.
EUTB bedeutet: Ergänzende Unabhängige Teil-habe-Beratung.
Das ist eine Beratung für Menschen mit Behinderung.
Die Beratung ist kostenlos und unabhängig.
Unabhängig bedeutet: Die Beratung gehört zu keiner Behörde.
Eine Beratung ist ein Gespräch.
Man redet über ein Problem und bekommt Hilfe.
Ich mache außerdem eine Weiter-bildung im Peer-Counseling.
Weiter-bildung bedeutet: Du lernst etwas Neues.
Zum Beispiel einen anderen Beruf oder neue Fähigkeiten.
Peer-Counseling bedeutet: Menschen mit Behinderung beraten andere Menschen mit Behinderung.
Die Berater kennen viele Schwierigkeiten selbst.
Die Praktika mache ich freiwillig.
Ich möchte erste Erfahrungen in der Beratung sammeln.
Erfahrung bedeutet: Du hast etwas schon oft gemacht.
Du kennst dich damit aus.
Bisher durfte ich bei Beratungen dabei sein.
Ich habe diese Beratungen auch aufgeschrieben.
Bald werde ich selbst Beratungen machen.
Außerdem nehme ich an Projekten teil.
Ein Projekt bedeutet: Menschen arbeiten gemeinsam an einem Ziel.
Ein Projekt heißt: Aktiv Teil-habe gestalten.
Dieses Projekt ist vom Verein fab.
fab bedeutet: Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter.
Autonomie bedeutet: Man entscheidet selbst für sich.
Niemand anders entscheidet für einen.
Förderung bedeutet: Jemand hilft dir, etwas zu erreichen.
Zum Beispiel mit Geld oder Unterstützung.
Sie haben Ihr Studium mit einem Master-Abschluss beendet.
Ein Master-Abschluss ist ein Zeugnis von einer Uni.
Es zeigt: Diese Person hat sehr viel gelernt und studiert.
Was haben Sie studiert?
Was haben Sie dabei gelernt?
Ich habe Deutsche Literatur in Marburg studiert.
Literatur bedeutet: Bücher und Texte, die Menschen geschrieben haben.
Beim Studium lernt man, diese Texte zu verstehen und zu erklären.
Ich habe sehr viel über Sprache gelernt.
Ich habe gelernt, mit Sprache gut umzugehen.
Ich habe auch gelernt, Texte genau zu analysieren.
Analysieren bedeutet: etwas sehr genau untersuchen und verstehen.
Ich habe viele Texte gelesen und lieben gelernt.
Ich habe mich auch mit verschiedenen Themen beschäftigt.
Zum Beispiel mit Gender Studies.
Gender Studies ist ein englisches Wort.
Es bedeutet: Forschen darüber, wie Menschen je nach Geschlecht in der Gesellschaft leben.
Eine Gesellschaft ist eine große Gruppe von Menschen.
Die Menschen leben zusammen in einem Land.
Auch mit Disability Studies.
Disability Studies ist ein englisches Wort.
Es bedeutet: Forschen über das Leben mit Behinderung.
Forschung bedeutet: Menschen suchen nach neuem Wissen.
Sie wollen Dinge besser verstehen.
Ich finde diese Forschung sehr wichtig für das Leben in der Gesellschaft.
Was möchten Sie nach dem Praktikum machen?
Wo möchten Sie arbeiten?
Ich berate Menschen sehr gerne.
Das macht mir viel Freude.
Ich helfe Menschen gerne.
Ich möchte ihr Leben leichter machen.
Deshalb möchte ich vielleicht bei einer EUTB arbeiten.
Auch die Arbeit im ZSL interessiert mich sehr.
Dort gibt es viele verschiedene Aufgaben.
Sie möchten auch für kobinet-nachrichten schreiben.
Worüber möchten Sie schreiben?
Ich möchte über Geschlecht und Behinderung schreiben.
Ich möchte auch über Beratungs-Angebote informieren.
Was wünschen Sie sich gerade?
Ich wünsche mir eine Arbeit, die mich glücklich macht.
Ich möchte mit meiner Arbeit Inklusion unterstützen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Niemand wird ausgeschlossen.
Außerdem möchte ich gerne viel reisen.
Vielen Dank für das Interview.
Bei einem Interview stellt eine Person Fragen.
Eine andere Person antwortet auf die Fragen.
Wir wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft.
Foto: privat
Kassel (kobinet)
Sarah Schöllner hat Deutsche Literatur in Marburg studiert und vor kurzem ihren Masterabschluss gemacht. Sowohl während ihres Bachelor- als auch Masterstudiums hat sie unheimlich viel über Sprache und den Umgang mit ihr gelernt. Sie konnte ihr Feingefühl für sie, aber auch für diverse Themen und deren Komplexität verbessern. Dies berichtet Sarah Schöllner, die derzeit verschiedene Praktika, wie zum Beispiel im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, macht im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul.
kobinet-nachrichten: Sie machen derzeit ein Praktikum im Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Kassel und pendeln dafür fast täglich von Marburg hin und zurück. Warum machen Sie das Praktikum und was machen Sie da genau?
Sarah Schöllner: Genau. Neben dem Praktikum in Kassel mache ich gleichzeitig noch eins in der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) in Marburg. Ich mache derzeit eine Weiterbildung im Peer-Counseling und die Praktika abolviere ich freiwillig, um erste praktische Erfahrungen im Bereich Beratung von Menschen mit Behinderung zu sammeln. Bisher habe ich Beratungen dokumentieren dürfen und durfte bei Beratungen von Kund*innen dabei sein. Im Laufe meiner Praktika werden noch Recherchearbeit zu unterschiedlichen Themen und die Teilnahme an Projekten, wie zum Beispiel dem Projekt "Aktiv Teilhabe gestalten" vom Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab), sowie Beratungen von Kund*innen dazukommen.
kobinet-nachrichten: Vor kurzem haben Sie Ihr Studium mit einem Masterabschluss beendet. Was haben Sie studiert und welche Erkenntnisse ergaben sich daraus für Sie?
Sarah Schöllner: Ich habe Deutsche Literatur im Master in Marburg studiert. Sowohl während meines Bachelor- als auch Masterstudiums habe ich unheimlich viel über Sprache und den Umgang mit ihr gelernt. Ich konnte mein Feingefühl für sie, aber auch für diverse Themen und deren Komplexität verbessern. Auch konnte ich meine analytischen Fähigkeiten stark verfeinern. Ich habe Texte gelesen, die ich privat wahrscheinlich nicht gelesen hätte, und sie lieben gelernt. Durch die intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Disziplinen wie Gender Studies, Men's Studies und Disability Studies ist mir ebenso bewusst geworden, wie viel Forschungsbedarf es in diesen Bereichen noch gibt. Ich finde gewonnene Erkenntnisse in diesen Bereichen unheimlich wichtig für das gesellschaftliche Zusammenleben.
kobinet-nachrichten: Wenn die sechs Wochen Praktikum vorbei sind, haben Sie schon eine Vorstellung, was Sie dann gerne wo arbeiten würden?
Sarah Schöllner: Während meiner Weiterbildung, aber auch jetzt während der Praktika, habe ich festgestellt, dass es mir viel Freude bereitet, Menschen zu beraten und ihnen damit das Leben ein Stück weit zu erleichtern. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, in einer EUTB zu arbeiten. Die Arbeit in einem Zentrum für selbstbestimmtes Leben mit ihren vielfältigen Aufgabenbereichen interessiert mich jedoch auch sehr, sodass ich mich auch hier sehe.
kobinet-nachrichten: Sie wollen während Ihres Praktikums auch für die kobinet-nachrichten schreiben. Auf was dürfen wir uns dabei gefasst machen?
Sarah Schöllner: Für kobinat möchte ich gerne Beiträge verfassen, die sich mit Geschlecht und Behinderung auseinandersetzen und vielleicht über mögliche Beratungsangebote informieren.
kobinet-nachrichten: Wenn Sie zwei Wünsche frei hätten, welche wären diese zur Zeit?
Sarah Schöllner: Ich möchte eine Arbeit finden, die mich erfüllt und bei der ich mich bestmöglich einbringen kann und die zu mehr Inklusion in der Gesellschaft beiträgt. Abgesehen davon, würde ich gerne viel reisen; möglichst viel von der Welt sehen.
kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview und toi, toi, toi für Sie und Ihre Zukunft
Foto: privat
Kassel (kobinet)
Sarah Schöllner hat Deutsche Literatur in Marburg studiert und vor kurzem ihren Masterabschluss gemacht. Sowohl während ihres Bachelor- als auch Masterstudiums hat sie unheimlich viel über Sprache und den Umgang mit ihr gelernt. Sie konnte ihr Feingefühl für sie, aber auch für diverse Themen und deren Komplexität verbessern. Dies berichtet Sarah Schöllner, die derzeit verschiedene Praktika, wie zum Beispiel im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, macht im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul.
kobinet-nachrichten: Sie machen derzeit ein Praktikum im Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Kassel und pendeln dafür fast täglich von Marburg hin und zurück. Warum machen Sie das Praktikum und was machen Sie da genau?
Sarah Schöllner: Genau. Neben dem Praktikum in Kassel mache ich gleichzeitig noch eins in der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) in Marburg. Ich mache derzeit eine Weiterbildung im Peer-Counseling und die Praktika abolviere ich freiwillig, um erste praktische Erfahrungen im Bereich Beratung von Menschen mit Behinderung zu sammeln. Bisher habe ich Beratungen dokumentieren dürfen und durfte bei Beratungen von Kund*innen dabei sein. Im Laufe meiner Praktika werden noch Recherchearbeit zu unterschiedlichen Themen und die Teilnahme an Projekten, wie zum Beispiel dem Projekt "Aktiv Teilhabe gestalten" vom Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab), sowie Beratungen von Kund*innen dazukommen.
kobinet-nachrichten: Vor kurzem haben Sie Ihr Studium mit einem Masterabschluss beendet. Was haben Sie studiert und welche Erkenntnisse ergaben sich daraus für Sie?
Sarah Schöllner: Ich habe Deutsche Literatur im Master in Marburg studiert. Sowohl während meines Bachelor- als auch Masterstudiums habe ich unheimlich viel über Sprache und den Umgang mit ihr gelernt. Ich konnte mein Feingefühl für sie, aber auch für diverse Themen und deren Komplexität verbessern. Auch konnte ich meine analytischen Fähigkeiten stark verfeinern. Ich habe Texte gelesen, die ich privat wahrscheinlich nicht gelesen hätte, und sie lieben gelernt. Durch die intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Disziplinen wie Gender Studies, Men's Studies und Disability Studies ist mir ebenso bewusst geworden, wie viel Forschungsbedarf es in diesen Bereichen noch gibt. Ich finde gewonnene Erkenntnisse in diesen Bereichen unheimlich wichtig für das gesellschaftliche Zusammenleben.
kobinet-nachrichten: Wenn die sechs Wochen Praktikum vorbei sind, haben Sie schon eine Vorstellung, was Sie dann gerne wo arbeiten würden?
Sarah Schöllner: Während meiner Weiterbildung, aber auch jetzt während der Praktika, habe ich festgestellt, dass es mir viel Freude bereitet, Menschen zu beraten und ihnen damit das Leben ein Stück weit zu erleichtern. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, in einer EUTB zu arbeiten. Die Arbeit in einem Zentrum für selbstbestimmtes Leben mit ihren vielfältigen Aufgabenbereichen interessiert mich jedoch auch sehr, sodass ich mich auch hier sehe.
kobinet-nachrichten: Sie wollen während Ihres Praktikums auch für die kobinet-nachrichten schreiben. Auf was dürfen wir uns dabei gefasst machen?
Sarah Schöllner: Für kobinat möchte ich gerne Beiträge verfassen, die sich mit Geschlecht und Behinderung auseinandersetzen und vielleicht über mögliche Beratungsangebote informieren.
kobinet-nachrichten: Wenn Sie zwei Wünsche frei hätten, welche wären diese zur Zeit?
Sarah Schöllner: Ich möchte eine Arbeit finden, die mich erfüllt und bei der ich mich bestmöglich einbringen kann und die zu mehr Inklusion in der Gesellschaft beiträgt. Abgesehen davon, würde ich gerne viel reisen; möglichst viel von der Welt sehen.
kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview und toi, toi, toi für Sie und Ihre Zukunft





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