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Deutsch-Kirgisische Zusammenarbeit fördert Teilhabe und Barrierefreiheit von Menschen mit Behinderungen

Gruppenbild von der Eröffnung der barrierefreien Sanitäranlage
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Foto: André Nowak

Bischkek / Berlin (kobinet)

Das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation (IB&P) und die Kirgisische Republikanische Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen (KROI) haben gemeinsam am 27. August 2026 das Projekt "Barrierefreie sanitäre Einrichtungen für eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Bischkek" abgeschlossen. Das Projekt umfasste die umfassende Renovierung einer sanitären Einrichtung der KROI-Produktionswerkstatt mit dem Bau von zwei barrierefreien Duschräumen und einer Toilette. Damit werden die Arbeitsbedingungen für die dort Beschäftigten und Auszubildenden erheblich verbessert, heißt es in einer Presseinformation des Instituts.

Neben der feierlichen Eröffnung der Sanitäranlage, an der auch zahlreiche Gäste (u.a. von der Deutschen Botschaft und aus dem Ministerium für Arbeit und Soziales) sowie Medienvertreter teilnahmen, haben KROI und das IB&P am 27. und 28. August 2026 in mehreren Veranstaltungen in Bischkek und in Sokuluk den Erfahrungsaustausch zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fortgesetzt. Schwerpunkte waren dabei eine Konferenz zum Thema "Barrierefreies Bauen", ein Runder Tisch zum Thema "Sauberes Wasser und Barrierefreie Toiletten für alle" (WASH) sowie zum Thema "Arbeit für Menschen mit Behinderungen". Darüber hinaus wurde über die künftige Zusammenarbeit und mögliche weiter Projekte beraten.

Seitens des IB&P haben an dem Treffen in Kirgistan die stellvertretenden Vorsitzenden André Nowak und Monika Tharann sowie der Architekt und Experte für barrierefreies Bauen, Dieter Pfannenstiel, teilgenommen. Am 30. August 2026 fand in der Werkstatt ein weiteres Treffen mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe, Christian Görke (Die Linke) statt, der anlässlich der VI. Weltnomadenspiele nach Kirgistan kam.

Das Vorhaben wurde mit Mitteln der Stiftung Nord-Süd-Brücken (10.000 Euro), mit Unterstützung der Stiftung West-Östliche Begegnungen, mit Eigenmitteln und -leistungen von KROI sowie Spenden von der Volksbank Pirna, den Bundestagsabgeordneten der Linken und Spenden von Mitgliedern des IB&P finanziert.

Zum Hintergrund:

KROI ist mit über 22.000 Mitgliedern der größte der 9 Kirgisischen Behindertenverbände und arbeitet unter Leitung seines Vorsitzenden, Schukurbek Kuchkachov seit vielen Jahren eng und partnerschaftlich mit dem IB&P und seinem Dachverband, dem Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland (ABiD), zusammen. So erhielt KROI im Jahr 2021 mit dem Projekt "Djamila – ein Rolli-Bus für Kirgistan" und Unterstützung der Deutschen Botschaft angesichts fehlender Alternativen einen für die Beförderung von Rollstuhlfahrern geeigneten Kleinbus.

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