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VdK Saarland fordert Entlastung bei Pflegeheimkosten

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Foto: VdK Deutschland

Saarbrücken (kobinet)

Angesichts drohender Mehrkosten für Pflegebedürftige fordert der Sozialverband VdK Saarland eine spürbare Entlastung der Betroffenen. Anlässlich der Debatte um die Pflegereform betont die VdK-Landesvorsitzende Dagmar Heib, die Landesregierung könnte kurzfristig für Entlastung sorgen, indem sie die gesetzliche Aufgabe übernimmt, die Investitionskosten zu tragen. Zudem sollte die Ausbildungsumlage, die im Saarland mit 254 Euro monatlich am höchsten ausfällt, aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.

Heib unterstreicht, dass nachhaltige Pflegepolitik den Wunsch vieler Menschen nach einem längeren Verbleib im eigenen Zuhause unterstützen muss. Dafür seien bessere Strukturen und Netzwerke vor Ort nötig. Langfristig plädiert der VdK für eine Kehrtwende in der Pflegepolitik nach dänischem Vorbild, bei der Kommunen die Pflege als Pflichtaufgabe der Daseinsvorsorge organisieren und finanziell entsprechend ausgestattet werden. Dies könnte Kosten senken, indem Pflegebedürftigkeit verhindert oder hinausgezögert wird. Zudem könnten lokale Angebote pflegende Angehörige entlasten und Heimeinweisungen vermeiden, so Heib.

Im Saarland liegt der Eigenanteil für pflegebedürftige Heimbewohner im ersten Aufenthaltsjahr bei knapp 3700 Euro – der zweithöchste Wert hinter Bremen. Der Bundesdurchschnitt beträgt 3364 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Eigenanteil um knapp 300 Euro, die Investitionskosten um neun Prozent auf 574 Euro monatlich. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung betragen 1271 Euro. Im Saarland werden knapp 12.000 Pflegebedürftige vollstationär versorgt. Ende 2024 erhielten 4460 Menschen in Einrichtungen Hilfe zur Pflege. Die Landkreise als Sozialhilfeträger gaben 2024 74 Millionen Euro für die Hilfe zur Pflege aus – ein Anstieg von fast 20 Millionen Euro in zwei Jahren.

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