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Lebenshilfe Niedersachsen fordert Transparenz zur Nichtbeschulung von Kindern und Jugendlichen

Fragezeichen aus Blumen
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Foto: Susanne Göbel

Hannover (kobinet)

Zum Beginn des neuen Schuljahres fordert die Lebenshilfe Niedersachsen mehr Transparenz bei der Nichtbeschulung von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen. Anlässlich einer Kleinen Anfrage des CDU-Abgeordneten Christian Fühner im Niedersächsischen Landtag gab die Landesregierung im Juni 2026 an, keine Daten zu nicht oder nur eingeschränkt beschulten Schüler*innen zu haben. Auch zur Dauer solcher Phasen lägen keine Erkenntnisse vor.

"Wir wissen viel über Schülerinnen und Schüler, die an allgemeinen Schulen, Förderschulen oder Tagesbildungsstätten beschult werden. Aber wir wissen offenbar nicht, wie viele schulpflichtige Kinder und Jugendliche derzeit nicht oder nur eingeschränkt am Unterricht teilnehmen. Auch fehlen empirische Daten zu den Gründen", sagt Frank Steinsiek, Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen. Der Verband fordert daher eine bessere Datenlage, um die tatsächliche Beschulungssituation zu erfassen.

"Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Deshalb müssen wir wissen, ob dieses Recht in Niedersachsen tatsächlich für alle Schülerinnen und Schüler eingelöst wird. Daten erheben und daraus die richtigen Konsequenzen ziehen. Das wäre für mich ein wichtiger Auftrag zum Beginn dieses Schuljahres", betont Steinsiek.

Eine besondere Rolle spielen dabei die Tagesbildungsstätten in Niedersachsen, in denen derzeit rund 3.000 Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Schwerpunkt geistige Entwicklung ihre Schulpflicht erfüllen. Mit der Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes vor der Sommerpause wurde zwar der Weg für eine Weiterentwicklung dieser Einrichtungen zu anerkannten Schulen in freier Trägerschaft geöffnet. Doch die konkrete Ausgestaltung und die Zukunft der Einrichtungen seien noch nicht geklärt, so Steinsiek. Kinder, Jugendliche, Eltern, Angehörige, Mitarbeitende und Träger bräuchten nun klare Zusagen von Land und Kommunen, wie der Entwicklungsprozess ausgestaltet werde und welche Perspektiven sich für die Betroffenen ergäben.

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