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VdK fordert sozial gerechten Hitzeschutz

Redaktioneller Hinweis: Artikel mit dem Co-Autor "kobinet Redaktionsassistent" werden vollautomatisch oder größtenteils vollautomatisch reformuliert und ausgespielt. Weitere Informationen finden Sie hier: https://kobinet-nachrichten.org/kobinet-redaktionsassitent-was-ist-das/
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Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Der Sozialverband VdK sieht erhebliche Defizite bei den aktuellen Hitzeschutzkonzepten in Deutschland und hat am 11. August 2026 einen Maßnahmenkatalog vorgelegt. Hitzeschutz sei derzeit Ländersache und führe zu einem uneinheitlichen Flickenteppich aus verschiedenen Ansätzen – von einfachen Hitzetipps auf Stadtwebseiten bis hin zu detaillierten Maßnahmenkatalogen. Eine bundesweite Vereinheitlichung sei dringend notwendig, betont der Verband. Seit April 2026 gebe es nahezu 12.000 hitzebedingte Sterbefälle, was die Dringlichkeit unterstreiche.

"Für viele Menschen entscheidet Hitzeschutz längst nicht mehr über Komfort, sondern über Leben und Tod", sagte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke, Pflegebedürftige, Kinder, Schwangere, Haushalte mit geringem Einkommen sowie wohnungslose Menschen. "Hitze ist ein Brennglas sozialer Ungleichheit", so Bentele.

Der VdK fordert unter anderem die Einführung freiwilliger, kommunaler Hitzeregister, um gefährdete Personen gezielt zu erreichen und zu unterstützen – etwa durch telefonische Betreuung oder Hausbesuche. Zudem müssten gezielte Förderungen zur Bekämpfung von Energiearmut im Sommer geschaffen werden, da hohe Stromkosten für Kühlgeräte oder Markisen nicht alle tragen könnten. Öffentliche Einrichtungen wie Pflegeheime, Schulen oder Krankenhäuser bräuchten verbindliche Mindeststandards und barrierefreie Hitzeschutzkonzepte. Klimatisierte öffentliche Gebäude könnten als "Cooling Centres" geöffnet werden.

"Sozial gerechter Hitzeschutz ist eine strukturelle Aufgabe der Gesundheits-, Sozial- und Klimapolitik", betonte Bentele. Der Bund müsse Rahmenbedingungen schaffen, die allen Menschen wirksamen Schutz vor Hitze ermöglichen – unabhängig von Einkommen oder Wohnsituation. Zudem fordere der VdK, die Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz zu verankern, um eine dauerhafte Finanzierung von Schutzmaßnahmen zu sichern. "Wir brauchen verbindliche Standards, eine verlässliche Finanzierung und klare Zuständigkeiten. Und zwar jetzt."

Den vollständigen Maßnahmenkatalog hat der VdK in einem Positionspapier zum Hitzeschutz veröffentlicht.