Marburg (kobinet)
In Sachsen-Anhalt und Mecklen-burg-Vorpommern finden bald Wahlen statt.
Die AfD könnte dabei viele Stimmen bekommen.
Das macht vielen Menschen mit Behinderungen Angst.
Wir erklären, was das für sie bedeutet.
Beitrag von Franz-Josef Hanke
Bei diesen Wahlen hat die AfD hohe Umfrage-Werte.
Bei einer Umfrage werden viele Menschen befragt.
Alle antworten auf die gleichen Fragen.
Die Umfrage-Werte zeigen, wie viele Menschen eine Partei gut finden.
Die AfD findet die Ideen des Hitler-Faschismus gut.
Hitler-Faschismus ist eine menschenverachtende Denk-Weise aus der Zeit von Adolf Hitler.
Ein Diktator bestimmte dabei alles alleine.
Menschenverachtend bedeutet: Man behandelt andere Menschen schlecht.
Man denkt, dass sie weniger wert sind.
Damals wurden Menschen mit Behinderungen ermordet.
Manche AfD-Politiker sagen heute ähnliche Dinge.
Das bereitet vielen Menschen große Sorgen.
Wir möchten wissen, was ihr denkt.
Was bewegt euch bei dem Gedanken an die Wahlen?
Wovor habt ihr Angst?
Was wünscht ihr euch von anderen Menschen?
Wir wollen überlegen, was wir selbst tun können.
Menschen mit Behinderungen sind eine starke Gruppe.
Wir können unsere Forderungen kreativ äußern.
Forderungen bedeutet: Jemand verlangt, dass etwas getan wird.
Zum Beispiel mehr Hilfe für Menschen mit Behinderungen.
Wir können dafür sorgen, dass andere Menschen uns zuhören.
Eine Idee ist: Schreibt eure Gedanken in lokale Zeitungen.
Oder teilt sie auf euren Social-Media-Kanälen.
Social-Media-Kanäle sind Seiten im Internet.
Zum Beispiel Facebook oder Instagram.
Dort könnt ihr mit anderen Menschen schreiben und Sachen teilen.
Sprecht auch mit Freunden und Nachbarn darüber.
Geht zu den Wahl-Ständen der Parteien.
Wahl-Stände sind Tische oder Zelte in der Stadt.
Dort stehen Politiker und beantworten Fragen.
Stellt dort eure Fragen.
Manchmal hilft es, über schwierige Dinge zu lachen.
Ein Beispiel kommt aus Indien.
Dort gibt es eine Gruppe mit dem Namen Kakerlaken-Partei.
Bei einer Demo riefen sie der Polizei zu: Bitte schaltet den Wasser-Werfer ein!
Es ist so heiß hier.
Das nennt man Galgen-Humor.
Galgen-Humor bedeutet: Man macht Witze über schwierige Dinge.
Das macht die schwierigen Dinge leichter.
So können auch wir kreativ auf Probleme aufmerksam machen.
Hitze ist auch in Deutschland ein Problem.
Besonders in Pflege-Heimen ist es oft sehr heiß.
Ein Pflege-Heim ist ein Haus, in dem Menschen leben, die viel Hilfe brauchen.
Bundes-Kanzler Friedrich Merz sagt: Klima-Politik ist keine Chefsache für ihn.
Klima-Politik bedeutet: Maßnahmen gegen den Klima-Wandel.
Beim Klima-Wandel verändert sich das Wetter auf der Erde.
Es wird immer wärmer.
Er sagt, er könne am Wetter nichts ändern.
Aber er könnte etwas für das Wetter im Jahr 2030 tun.
Deshalb ist Klima-Politik wichtig für Menschen mit Behinderungen.
Der Klima-Wandel wird mehr Menschen krank machen.
Dann werden mehr Menschen eine Behinderung bekommen.
Viele davon sind heute noch ohne Behinderung.
Fast jeder Mensch wird irgendwann im Leben eine Behinderung haben.
Demokratie lebt vom Gespräch vieler Menschen.
Demokratie bedeutet: Alle Menschen dürfen mitbestimmen.
Viele verschiedene Meinungen sind dabei wichtig.
Das nennt man Diversität.
Diversität bedeutet: Vielfalt von Menschen und Meinungen.
Alle Menschen sind verschieden.
Diversität hilft uns allen, mehr zu verstehen.
Wir fordern Respekt für alle Menschen.
Für alte Menschen und für junge Menschen.
Für Menschen aus anderen Ländern und für Menschen von hier.
Für Menschen mit Behinderungen.
Wir fordern auch den Schutz der sozialen Sicherungs-Systeme.
Soziale Sicherungs-Systeme sind staatliche Hilfen für alle Menschen.
Zum Beispiel Rente, Kranken-Versicherung und Pflege-Geld.
Solidarität hält die Demokratie zusammen.
Solidarität bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Foto: privat
Marburg (kobinet)
"Solidarität ist die tragende Säule, ohne die Demokratie in sich zusammenbrechen wird." Davon ist der Journalist Franz-Josef Hanke aus Marburg überzeugt. In seinem Beitrag anlässlich der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, bei denen die AfD mit hohen Umfragewerten ins Rennen geht, fragt er sich, was wir tun können, um der vielen behinderten Menschen angstmachenden Entwicklung entgegenzuwirken.
Beitrag von Franz-Josef Hanke
In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen Wahlen vor der Tür und mit ihnen die AfD. Was bedeutet das für Menschen mit Behinderungen? Müssen sie einen möglichen Wahlsieg der AfD fürchten und was müssen sie dann befürchten?
Die AfD bezieht sich positiv auf die menschenverachtende Ideologie des Hitler-Faschismus. Die systematische Ermordung angeblich "lebensunwerten Lebens" im Rahmen der sogenannten "Euthanasie" kehrt als Wiedergängerin in den Aussagen verschiedener AfD-Politiker zurück. Nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderungen bereitet das große Sorgen.
Wir wollen wissen, wie Menschen mit Behinderungen aus ihrer ganz persönlichen Sicht die Wahlen dort kommentieren: Was bewegt Euch, wenn Ihr an die anstehenden Wahlen denkt? Wovor fürchtet Ihr Euch und was wünscht Ihr Euch von Euren Mitmenschen?
Wir wollen aber auch darüber nachdenken, was wir selber tun können für Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Wir Menschen mit Behinderungen als angeblich schwache - doch in Wirklichkeit starke - Bevölkerungsgruppe sollten einmal einen neuen Weg finden, uns Gehör zu verschaffen. Wenn Unternehmerverbände immer warnen und drohen, dann könnten wir doch auch einmal überlegen, wie wir unsere Forderungen kreativ äußern können.
Eine Idee könnte sein, dass Ihr Eure Überlegugen in örtlichen Medien, auf Euren Social Media Kanälen und in Eurem Umfeld verbreitet. Vielleicht geht Ihr damit ja auch im Wahlkampf an die Stände der kandidierenden Parteien? Möglicherweise diskutiert Ihr Eure Gedanken ja auch im Freundes- und Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft?
Selber denke ich darüber nach, dass bei schwierigen Situationen oft Humor - manchmal auch Galgenhumor - helfen kann. Mein Ideengeber ist da die indische "Kakerlakenpartei", die bei Demos der Polizei zuruft: "Bitte, schaltet den Wasserwerfer ein! Es ist so heiß hier."
Hitze könnte ja auch hierzulande ein Thema sein, wenn man die Situattion in Pflegeheimen betrachtet. Aber Klimapolitik ist für Bundeskanzler Friedrich Merz ja keine Chefsache, weil er "am Wetter ohnehin nichts ändern" könne. Am heutigen und morgigen Wetter wohl nicht, aber vielleicht könnte er was für das Wetter im Jahr 2030 tun?
Die Behinderten von morgen werden das Ergebnis seiner Untätigkeit zu spüren bekommen. Und die Behinderten von morgen sind viele der "normalen" Bürgerinnen und Bürger von heute! Letztlich ist oder wird fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens einmal behindert!
Demokratie lebt vom Diskurs vieler Menschen und Meinungen. Diversität ist dabei ganz wichtig, denn sie verhilft allen zu zusätzlichen Einsichten, die sie sonst nie bekämen. "Pluralität statt Populismus" lautet daher die Devise der Demokratinnen und Demokraten. Wir stehen ein für den Respekt gegenüber dem Alter und seinen Lebensleistungen, gegenüber der Jugend und ihreer Wissbegier, gegenüber den "Fremden" und ihrer Weltgewandtheit, gegenüber den Einheimischen und ihrem Engagement für ihre Dörfer und Städte. Wir wünschen und fordern Respekt gegenüber Menschen mit Behinderungen und den sozialen Sicherungssystemen. Solidarität ist die tragende Säule, ohne die Demokratie in sich zusammenbrechen wird.
Foto: privat
Marburg (kobinet)
"Solidarität ist die tragende Säule, ohne die Demokratie in sich zusammenbrechen wird." Davon ist der Journalist Franz-Josef Hanke aus Marburg überzeugt. In seinem Beitrag anlässlich der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, bei denen die AfD mit hohen Umfragewerten ins Rennen geht, fragt er sich, was wir tun können, um der vielen behinderten Menschen angstmachenden Entwicklung entgegenzuwirken.
Beitrag von Franz-Josef Hanke
In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen Wahlen vor der Tür und mit ihnen die AfD. Was bedeutet das für Menschen mit Behinderungen? Müssen sie einen möglichen Wahlsieg der AfD fürchten und was müssen sie dann befürchten?
Die AfD bezieht sich positiv auf die menschenverachtende Ideologie des Hitler-Faschismus. Die systematische Ermordung angeblich "lebensunwerten Lebens" im Rahmen der sogenannten "Euthanasie" kehrt als Wiedergängerin in den Aussagen verschiedener AfD-Politiker zurück. Nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderungen bereitet das große Sorgen.
Wir wollen wissen, wie Menschen mit Behinderungen aus ihrer ganz persönlichen Sicht die Wahlen dort kommentieren: Was bewegt Euch, wenn Ihr an die anstehenden Wahlen denkt? Wovor fürchtet Ihr Euch und was wünscht Ihr Euch von Euren Mitmenschen?
Wir wollen aber auch darüber nachdenken, was wir selber tun können für Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Wir Menschen mit Behinderungen als angeblich schwache - doch in Wirklichkeit starke - Bevölkerungsgruppe sollten einmal einen neuen Weg finden, uns Gehör zu verschaffen. Wenn Unternehmerverbände immer warnen und drohen, dann könnten wir doch auch einmal überlegen, wie wir unsere Forderungen kreativ äußern können.
Eine Idee könnte sein, dass Ihr Eure Überlegugen in örtlichen Medien, auf Euren Social Media Kanälen und in Eurem Umfeld verbreitet. Vielleicht geht Ihr damit ja auch im Wahlkampf an die Stände der kandidierenden Parteien? Möglicherweise diskutiert Ihr Eure Gedanken ja auch im Freundes- und Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft?
Selber denke ich darüber nach, dass bei schwierigen Situationen oft Humor - manchmal auch Galgenhumor - helfen kann. Mein Ideengeber ist da die indische "Kakerlakenpartei", die bei Demos der Polizei zuruft: "Bitte, schaltet den Wasserwerfer ein! Es ist so heiß hier."
Hitze könnte ja auch hierzulande ein Thema sein, wenn man die Situattion in Pflegeheimen betrachtet. Aber Klimapolitik ist für Bundeskanzler Friedrich Merz ja keine Chefsache, weil er "am Wetter ohnehin nichts ändern" könne. Am heutigen und morgigen Wetter wohl nicht, aber vielleicht könnte er was für das Wetter im Jahr 2030 tun?
Die Behinderten von morgen werden das Ergebnis seiner Untätigkeit zu spüren bekommen. Und die Behinderten von morgen sind viele der "normalen" Bürgerinnen und Bürger von heute! Letztlich ist oder wird fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens einmal behindert!
Demokratie lebt vom Diskurs vieler Menschen und Meinungen. Diversität ist dabei ganz wichtig, denn sie verhilft allen zu zusätzlichen Einsichten, die sie sonst nie bekämen. "Pluralität statt Populismus" lautet daher die Devise der Demokratinnen und Demokraten. Wir stehen ein für den Respekt gegenüber dem Alter und seinen Lebensleistungen, gegenüber der Jugend und ihreer Wissbegier, gegenüber den "Fremden" und ihrer Weltgewandtheit, gegenüber den Einheimischen und ihrem Engagement für ihre Dörfer und Städte. Wir wünschen und fordern Respekt gegenüber Menschen mit Behinderungen und den sozialen Sicherungssystemen. Solidarität ist die tragende Säule, ohne die Demokratie in sich zusammenbrechen wird.





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