HESSISCH LICHTENAU (kobinet)
Sandra Glöckler betreibt ein besonderes Therapie-Zentrum.
Ein Therapie-Zentrum ist ein Ort für Menschen, die Hilfe brauchen.
Dort werden Menschen gesünder und fitter.
Es heißt Rolli auf Trab.
Es ist in Hessisch Lichtenau.
Sandra Glöckler führt es seit 10 Jahren.
Dieses Angebot gibt es in ganz Deutschland nur einmal.
Jetzt könnte das Angebot bald enden.
Die Stadt Hessisch Lichtenau hat die Verträge gekündigt.
Ein Vertrag ist ein wichtiges Papier.
Darin steht, was 2 Seiten miteinander vereinbart haben.
Diese Verträge sind für die Wiesen-Flächen neben dem Zentrum.
Die Stadt will die Flächen verkaufen.
Der Kauf-Preis ist sehr hoch.
Das Zentrum kann so viel Geld nicht bezahlen.
Bund und Land haben rund 750.000 Euro gegeben.
Das bedeutet: Sie haben Geld ausgegeben, damit das Zentrum besser wird.
Das Geld war für wichtige Einrichtungen.
Einrichtungen sind hier besondere Geräte und Bauten.
Sie helfen Menschen mit Roll-Stuhl.
Zum Beispiel: Roll-Stuhl-Rampen, Lift-Systeme und elektrische Türen.
Diese Einrichtungen sind barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse für Menschen.
Alle Menschen können überall hinkommen.
Auch Menschen im Roll-Stuhl können alles nutzen.
Auch Menschen mit körperlichen Ein-Schränkungen nutzen das Zentrum.
Körperliche Ein-Schränkungen bedeutet: Manche Menschen können bestimmte Dinge nicht tun.
Zum Beispiel: Laufen oder die Hände benutzen.
Auf der gekündigten Weide steht eine elektrische Aufstiegs-Hilfe.
Eine Aufstiegs-Hilfe ist ein Gerät.
Es hilft Menschen, auf ein Pferd zu steigen.
Die Aufstiegs-Hilfe hilft Roll-Stuhl-Fahrern beim Reiten.
Ohne diese Hilfe können sie nicht reiten.
Ohne die Weide kann das Zentrum nicht weiter arbeiten.
Es gibt auch eine wichtige Wiesen-Fläche.
Sie ist ungefähr 1 Hektar groß.
Hektar ist ein Maß für Flächen.
1 Hektar ist so groß wie etwa 1,5 Fuß-Ball-Felder.
Diese Fläche brauchen die Pferde zum Leben.
Der Kauf-Preis für diese Fläche ist rund 350.000 Euro.
Das ist für das Zentrum zu teuer.
18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind davon betroffen.
Betroffen bedeutet: Diese Menschen könnten ihre Arbeit verlieren.
Sandra Glöckler ist von Geburt an gelähmt.
Gelähmt bedeutet: Ein Mensch kann Teile seines Körpers nicht bewegen.
Zum Beispiel die Beine.
Sie sitzt im Roll-Stuhl.
Trotzdem reitet sie selbst.
Sandra Glöckler ist auch ausgebildete Pferde-Ausbilderin.
Eine Pferde-Ausbilderin bringt Pferden bestimmte Dinge bei.
Sie hat das gelernt und darf das offiziell machen.
Sie hat spezielle Hilfs-Mittel entwickelt.
Ein Hilfs-Mittel ist ein besonderes Gerät.
Es hilft Menschen mit Ein-Schränkungen beim Reiten.
Viele Partner nutzen das Angebot von Rolli auf Trab.
Zum Beispiel eine orthopädische Klinik in Lichtenau.
Eine orthopädische Klinik ist ein Kranken-Haus für Knochen und Gelenke.
Dort behandeln Ärzte Knochen, Gelenke und Muskeln.
Auch die Sport-Jugend Hessen ist ein Partner.
Auch eine Bildungs-Akademie ist ein Partner.
Eine Bildungs-Akademie ist ein Ort für Erwachsene.
Dort lernen Fachleute neue Dinge für ihre Arbeit.
Viele Kinder haben hier das Laufen und Sprechen gelernt.
Deshalb kommen Familien aus dem ganzen deutsch-sprachigen Raum.
Das Zentrum hilft sehr vielen Menschen.
Sandra Glöckler und ihre Mitarbeiter haben die Stadt um Hilfe gebeten.
Sie haben den Stadt-Rat und den Bürger-Meister angeschrieben.
Sie fordern: Die Stadt soll die Entscheidung noch einmal überdenken.
Überdenken bedeutet: Noch einmal in Ruhe darüber nachdenken.
Es gibt mögliche Lösungen.
Eine Lösung wäre: Die Stadt verkauft die Fläche zu einem fairen Preis.
Eine andere Lösung wäre ein langer Pacht-Vertrag.
Ein Pacht-Vertrag bedeutet: Das Zentrum darf die Fläche weiter nutzen.
Das Zentrum zahlt dafür Geld an die Stadt.
Mehr Informationen gibt es auf der Internet-Seite von Rolli auf Trab:

Foto: Picasa
HESSISCH LICHTENAU (kobinet) Seit zehn Jahren betreibt Sandra Glöckler in Hessisch Lichtenau das Therapiezentrum "Rolli auf Trab" – ein Angebot, das es in dieser Form wohl kein zweites Mal in Deutschland gibt. Nun droht diesem beispielhaften Angebot das Aus. Die Stadt Hessisch Lichtenau hat die Pachtverträge für die angrenzenden Wiesenflächen gekündigt und das ohne Eigenbedarf anzumelden sowie ohne konkreten Kaufinteressenten. Der aufgerufene Kaufpreis übersteigt die Möglichkeiten des sozialen Unternehmens wie "Rolli auf Trab" bei Weitem. Bund und Land haben rund 750.000 Euro in die barrierefreie Infrastruktur investiert: Pflasterwege, elektrische Türöffner, Rampe, Liftsystem und ein überdachtes Reitzelt von 21 Metern Durchmesser mit Spezialsand. Auf der gekündigten Weide steht die elektrische Aufstiegshilfe, ohne die Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer nicht reiten können. Besonders kritisch ist ein rund ein Hektar großes Flurstück, das für die artgerechte Pferdehaltung unverzichtbar ist – der Kaufpreis von rund 350.000 Euro ist für ein soziales Unternehmen nicht zu stemmen. 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind direkt betroffen
Was „Rolli auf Trab“ grundlegend von anderen Reittherapiezentren unterscheidet, ist die Verbindung zweier Welten: Sandra Glöckler ist von Geburt an gelähmt und sitzt im Rollstuhl – und zugleich ausgebildete Pferdeausbilderin, die selbst eigenständig reitet. Aus dieser einmaligen Perspektive hat sie über Jahrzehnte spezielle Hilfsmittel entwickelt, die Reittherapie für Menschen mit körperlichen Einschränkungen überhaupt erst möglich machen – darunter eine elektrische Aufstiegshilfe zum Reiten. Die orthopädische Klinik Lichtenau e.V. nutzt das Angebot regelmäßig, weitere Partner sind die Sportjugend Hessen und die Bildungsakademie. Viele Kinder mit Einschränkungen haben hier erstmals das Laufen und Sprechen gelernt; Familien reisen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an.
Sandra Glöckler und ihre Mitarbeiter haben Stadtrat und Bürgermeister aufgefordert, diese Entscheidung zu überdenken. Möglich wären aus dem Blickwinkel von Sandra Glöckler eine Umwidmung der Fläche von Gewerbe- zu Landwirtschaftsland zu einem fairen Preis oder ein langfristiger Pachtvertrag mit Planungssicherheit.
Weitere Einzelheiten zu „Rolli auf Trab“ sind auf der Internetseite zu erfahren.

Foto: Picasa
HESSISCH LICHTENAU (kobinet) Seit zehn Jahren betreibt Sandra Glöckler in Hessisch Lichtenau das Therapiezentrum "Rolli auf Trab" – ein Angebot, das es in dieser Form wohl kein zweites Mal in Deutschland gibt. Nun droht diesem beispielhaften Angebot das Aus. Die Stadt Hessisch Lichtenau hat die Pachtverträge für die angrenzenden Wiesenflächen gekündigt und das ohne Eigenbedarf anzumelden sowie ohne konkreten Kaufinteressenten. Der aufgerufene Kaufpreis übersteigt die Möglichkeiten des sozialen Unternehmens wie "Rolli auf Trab" bei Weitem. Bund und Land haben rund 750.000 Euro in die barrierefreie Infrastruktur investiert: Pflasterwege, elektrische Türöffner, Rampe, Liftsystem und ein überdachtes Reitzelt von 21 Metern Durchmesser mit Spezialsand. Auf der gekündigten Weide steht die elektrische Aufstiegshilfe, ohne die Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer nicht reiten können. Besonders kritisch ist ein rund ein Hektar großes Flurstück, das für die artgerechte Pferdehaltung unverzichtbar ist – der Kaufpreis von rund 350.000 Euro ist für ein soziales Unternehmen nicht zu stemmen. 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind direkt betroffen
Was „Rolli auf Trab“ grundlegend von anderen Reittherapiezentren unterscheidet, ist die Verbindung zweier Welten: Sandra Glöckler ist von Geburt an gelähmt und sitzt im Rollstuhl – und zugleich ausgebildete Pferdeausbilderin, die selbst eigenständig reitet. Aus dieser einmaligen Perspektive hat sie über Jahrzehnte spezielle Hilfsmittel entwickelt, die Reittherapie für Menschen mit körperlichen Einschränkungen überhaupt erst möglich machen – darunter eine elektrische Aufstiegshilfe zum Reiten. Die orthopädische Klinik Lichtenau e.V. nutzt das Angebot regelmäßig, weitere Partner sind die Sportjugend Hessen und die Bildungsakademie. Viele Kinder mit Einschränkungen haben hier erstmals das Laufen und Sprechen gelernt; Familien reisen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an.
Sandra Glöckler und ihre Mitarbeiter haben Stadtrat und Bürgermeister aufgefordert, diese Entscheidung zu überdenken. Möglich wären aus dem Blickwinkel von Sandra Glöckler eine Umwidmung der Fläche von Gewerbe- zu Landwirtschaftsland zu einem fairen Preis oder ein langfristiger Pachtvertrag mit Planungssicherheit.
Weitere Einzelheiten zu „Rolli auf Trab“ sind auf der Internetseite zu erfahren.





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