Berlin (kobinet)
Seit dem 5. November besetzen Menschen ein Gebäude.
Das Gebäude ist in Berlin.
Es ist die Senats-Verwaltung für Arbeit und Soziales.
Die Senats-Verwaltung ist ein Amt in Berlin.
Dort arbeiten Menschen für die Stadt.
Sie kümmern sich um wichtige Aufgaben.
Die Besetzung begann um 12 Uhr mittags.
Wer besetzt das Gebäude?
Es sind Arbeit-Geber und Arbeit-Geberinnen.
Der Arbeit-Geber gibt Menschen Arbeit.
Der Arbeit-Geber bezahlt die Menschen für ihre Arbeit.
Sie arbeiten im Arbeit-Geber-Modell.
Beim Arbeit-Geber-Modell ist eine Person selbst Chef.
Die Person stellt ihre Helfer ein.
Die Person bezahlt die Helfer selbst.
Das bedeutet: Menschen mit Behinderung sind selbst Arbeit-Geber.
Sie stellen Assistentinnen und Assistenten ein.
Die Assistentinnen und Assistenten helfen ihnen im Alltag.
Was wollen die Menschen erreichen?
Sie wollen mehr Geld vom Senat.
Der Senat ist die Regierung von Berlin.
Dort arbeiten wichtige Politiker und Politikerinnen.
Sie treffen Entscheidungen für die Stadt Berlin.
Das Geld brauchen sie für die Assistentinnen und Assistenten.
Die Assistentinnen und Assistenten sollen fair bezahlt werden.
Das steht in einem Tarif-Vertrag.
Tarif-Vertrag ist eine Lohn-Liste.
Darin stehen die Arbeits-Preise.
Der Tarif-Vertrag heißt: EG5.
Die Besetzung dauert jetzt schon lange an.
Die Menschen haben viele Gespräche geführt.
Sie haben mit Journalistinnen und Journalisten gesprochen.
Das war ihnen wichtig.
Denn viele Menschen sollen davon erfahren.
Am 2. Tag gab es ein wichtiges Gespräch.
Die Sozial-Senatorin heißt Frau Kiziltepe.
Die Sozial-Senatorin ist eine wichtige Politikerin.
Sie kümmert sich um soziale Themen in Berlin.
Zum Beispiel um Menschen mit Behinderung.
Ein Mitarbeiter heißt Herr Bozkurt.
Sie haben mit den Besetzerinnen und Besetzern gesprochen.
Sie haben ein Versprechen gegeben.
Ein Versprechen bedeutet: Man sagt zu, etwas zu tun.
Man hält sich an das, was man gesagt hat.
Das Versprechen war:
Am nächsten Tag gibt es ein neues Gespräch.
Das Gespräch ist im Abgeordneten-Haus.
Das Abgeordneten-Haus ist das Parlament von Berlin.
Dort treffen sich Volks-Vertreter.
Die Volks-Vertreter machen Gesetze.
Das Gespräch sollte um halb 11 Uhr sein.
Es sollte mit dem Finanz-Senator sein.
Der Finanz-Senator ist ein wichtiger Politiker.
Er kümmert sich um das Geld der Stadt.
Er plant: Wofür gibt die Stadt Geld aus.
Der Finanz-Senator heißt Herr Evers.
Er entscheidet über das Geld.
Aber die Besetzung geht weiter.
Die Menschen bleiben im Gebäude.
Sie wollen sicher sein, dass ihre Forderung erfüllt wird.
Das hat das Berliner Bündnis gesagt.
Das Bündnis heißt: Bündnis für selbst-bestimmtes Leben.
Selbst-Bestimmung bedeutet: Man entscheidet für sich selbst.
Man bestimmt sein Leben selbst.
Die Nacht war kurz für die Besetzerinnen und Besetzer.
Sie haben wenig geschlafen.
Am Morgen haben sie sich wieder getroffen.
Das war im Eingangs-Bereich vom Gebäude.
Man sagt auch: Foyer.
Das Foyer ist ein Eingangs-Bereich.
Man findet das Foyer in großen Gebäuden.
Dort können Menschen warten oder sich treffen.
Sie verteilen Flyer.
Ein Flyer ist ein Blatt Papier.
Darauf stehen Informationen oder Werbung.
Das sind Info-Zettel über ihre Forderungen.
Sie führen Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern.
So können sie ihre Forderungen erklären.
Die Besetzung dauerte schon 21 Stunden.
Das war am Morgen vom 2. Tag.
Einige Assistentinnen und Assistenten mussten gehen.
Sie haben andere Verpflichtungen.
Verpflichtungen bedeutet: Man muss etwas tun.
Man hat versprochen, etwas zu tun.
Man ist dafür verantwortlich.
Zum Beispiel müssen sie sich um ihre Familie kümmern.
Es gibt ein großes Problem.
Die Sicherheit vom Gebäude lässt niemanden rein.
Neue Assistentinnen und Assistenten dürfen nicht kommen.
Sie könnten die anderen ablösen.
Das macht die Besetzung sehr schwer.
Das ist ein Widerspruch.
Widerspruch bedeutet: Zwei Dinge passen nicht zusammen.
Das eine ist das Gegenteil vom anderen.
Das ist nicht logisch.
Am Tag vorher hieß es noch:
Die Besetzerinnen und Besetzer sind willkommen.
Sie dürfen bleiben, so lange sie wollen.
Jetzt werden sie behindert.
Die Sicherheit will die Besetzung beenden.
Sie hofft: Irgendwann sind alle müde.
Dann müssen sie aufgeben.
Das gefährdet die Selbst-Bestimmung.
Was ist Selbst-Bestimmung?
Menschen mit Behinderung wollen selbst entscheiden.
Sie wollen nicht fremd-bestimmt werden.
Fremd-bestimmt bedeutet: Andere Menschen entscheiden für dich.
Du kannst nicht selbst entscheiden.
Andere sagen dir, was du machen sollst.
Sie wollen selbst Arbeit-Geber sein.
Sie wollen selbst ihre Assistenz organisieren.
Die Forderungen sind noch nicht erfüllt.
Deshalb bleiben die Menschen im Gebäude.
Sie wollen eine Zusage vom Senat.
Eine Zusage bedeutet: Jemand verspricht etwas.
Jemand sagt ja zu etwas.
Die Person will das tun, was sie versprochen hat.
Sie wollen, dass ihre Assistentinnen fair bezahlt werden.
Mehr Informationen gibt es im Internet.
Es gibt mehrere Berichte über die Besetzung.

Foto: Jasper Dombrowski
Berlin (kobinet) Seit Mittwoch, den 5. November 2025 um 12 Uhr besetzen Arbeitgeber:innen aus dem Arbeitgeber:innen Modell und ihre Assistent:innen, die Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales in Berlin. Seit der Protest anhält konnten die Akteur*innen viele Interviews führen und sind froh darüber, dass ihr Anliegen, die Refinanzierung ihres Tarfivertrag nach EG5 zugesichert zu bekommen, in die Öffentlichkeit getragen wurde. "Über den gestrigen Tag konnten wir durch Gespräche mit Sozialsenatorin Kizeltepe und Herrn Bozkurt erreichen, dass Vertreter:innen von uns heute um 10:30 im Abgeordnetenhaus ein Gespräch mit Finanzsenator Evers versprochen wurde. Unsere Besetzung in der Sozialverwaltung wird parallel aber aufrecht gehalten", heißt es in einer Presseinformation des Berliner Bündnis für selbstbestimmes Leben, die am 6. November um 9:50 Uhr versandt wurde.
„Nach einer kurzen Nacht haben wir uns wieder im Foyer versammelt und verteilen Flyer und führen Gespräche. Mittlerweile befinden wir uns in Stunde 21 der Besetzung und die ersten Assistent:innen müssen leider ihre Posten verlassen, um zum Beispiel familiären Verpflichtungen nachzugehen. Die Sicherheit des Hauses verwehrt uns allerdings einen Wechsel der Assistent:innen, was widersprüchlich zu gestrigen Versprechungen ist. Gestern hieß es, wir wären hier jederzeit Willkommen. Durch diese Maßnahme soll eine zeitliche Begrenzung unserer Besetzung erzwungen werden und unsere Selbstständigkeit ist akut bedroht. Unsere Forderungen wurde bisher nicht erfüllt und deshalb bleiben wir weiter hier“, heißt es in der Presseinformation vonseiten der Besetzer*innen der Senatsverwaltung für Soziales in Berlin.
Link zum Bericht der kobinet-nachrichten vom 6. November 2025 um 8:13 Uhr
Link zum rbb-Bericht über die Besetzung der Berliner Senatsverwaltung für Soziales
Link zum kobinet-Bericht vom 5. November 2025
Link zum Bericht des Neuen Deutschland über die Besetzung

Foto: Jasper Dombrowski
Berlin (kobinet) Seit Mittwoch, den 5. November 2025 um 12 Uhr besetzen Arbeitgeber:innen aus dem Arbeitgeber:innen Modell und ihre Assistent:innen, die Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales in Berlin. Seit der Protest anhält konnten die Akteur*innen viele Interviews führen und sind froh darüber, dass ihr Anliegen, die Refinanzierung ihres Tarfivertrag nach EG5 zugesichert zu bekommen, in die Öffentlichkeit getragen wurde. "Über den gestrigen Tag konnten wir durch Gespräche mit Sozialsenatorin Kizeltepe und Herrn Bozkurt erreichen, dass Vertreter:innen von uns heute um 10:30 im Abgeordnetenhaus ein Gespräch mit Finanzsenator Evers versprochen wurde. Unsere Besetzung in der Sozialverwaltung wird parallel aber aufrecht gehalten", heißt es in einer Presseinformation des Berliner Bündnis für selbstbestimmes Leben, die am 6. November um 9:50 Uhr versandt wurde.
„Nach einer kurzen Nacht haben wir uns wieder im Foyer versammelt und verteilen Flyer und führen Gespräche. Mittlerweile befinden wir uns in Stunde 21 der Besetzung und die ersten Assistent:innen müssen leider ihre Posten verlassen, um zum Beispiel familiären Verpflichtungen nachzugehen. Die Sicherheit des Hauses verwehrt uns allerdings einen Wechsel der Assistent:innen, was widersprüchlich zu gestrigen Versprechungen ist. Gestern hieß es, wir wären hier jederzeit Willkommen. Durch diese Maßnahme soll eine zeitliche Begrenzung unserer Besetzung erzwungen werden und unsere Selbstständigkeit ist akut bedroht. Unsere Forderungen wurde bisher nicht erfüllt und deshalb bleiben wir weiter hier“, heißt es in der Presseinformation vonseiten der Besetzer*innen der Senatsverwaltung für Soziales in Berlin.
Link zum Bericht der kobinet-nachrichten vom 6. November 2025 um 8:13 Uhr
Link zum rbb-Bericht über die Besetzung der Berliner Senatsverwaltung für Soziales
Link zum kobinet-Bericht vom 5. November 2025
Link zum Bericht des Neuen Deutschland über die Besetzung




