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Wohlfahrtsverband fordert besseren Schutz vor Wohnungslosigkeit

Wohnen von /~helmar
Wohnen
Foto: /~helmar (Creative Commons BY-SA 2.0)

STUTTGART (kobinet) In Baden-Württemberg waren laut Statistischem Bundesamt mit Stichtag vom 31. Januar 2025 insgesamt rund 94.550 wohnungslose Menschen in Unterbringung. Das sind fast 2.000 Menschen mehr als im Vorjahr. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg appelliert anlässlich des morgigen Tags der wohnungslosen Menschen, präventive Maßnahmen zur Früherkennung und Intervention bei drohender Obdachlosigkeit zu stärken und den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum dauerhaft zu sichern.

Wohnungslosigkeit sei kein individuelles Versagen, sondern das Ergebnis einer mangelhaften Wohnungspolitik, stellt dieser Sozialverband fest. Internationale Studien belegten, so die Vertreter des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, dass durch jeden investierten Euro in Prävention gegen Wohnungslosigkeit zwei bis fünf Euro an Folgekosten eingespart werden könnten.

„Die steigende Zahl wohnungsloser Menschen und der im Bundesvergleich deutlich längere Verbleib in der Unterbringung von durchschnittlich über zwei Jahren zeigt die anhaltende Wohnungsnot in Baden-Württemberg. Darüber hinaus steigen auch die tatsächlichen Räumungen aufgrund von Mietrückständen weiter an, wie zuletzt von 1.743 im Jahr 2023 auf 1.918 im Jahr 2024. Es muss höchste Priorität haben, den Schutz vor Wohnungslosigkeit und die Situation der Betroffenen nachhaltig zu verbessern“, erklärt Florian Dirr, Bereichsleiter Krisenintervention und Existenzsicherung beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg.

Trotz 3.001 im Jahr 2024 neu geschaffener Sozialmietwohnungen konnte der tatsächliche Sozialwohnungsbestand in Baden-Württemberg lediglich um 1.034 erhöht werden, weil bei vielen die Mietpreisbindung auslief.