STUTTGART (kobinet)
In Baden-Württemberg leben viele Menschen ohne Wohnung.
Das Statistische Bundes-Amt hat das gezählt.
Das ist eine Behörde vom Staat.
Die Behörde sammelt wichtige Zahlen über Deutschland.
Am 31. Januar 2025 waren es 94.550 Menschen.
Diese Menschen leben in Not-Unterkünften.
Das sind fast 2.000 Menschen mehr als im Jahr davor.
Der Paritätische Wohlfahrts-Verband Baden-Württemberg macht sich Sorgen.
Das ist ein großer Verein.
Der Verein hilft Menschen in Not.
Morgen ist der Tag der wohnungs-losen Menschen.
Der Verband fordert mehr Hilfe.
Menschen sollen früh Hilfe bekommen.
Dann verlieren sie nicht ihre Wohnung.
Bezahlbare Wohnungen sind wichtig.
Alle Menschen brauchen eine sichere Wohnung.
Der Verband sagt: Menschen ohne Wohnung haben nichts falsch gemacht.
Das Problem ist die schlechte Wohnungs-Politik.
Studien aus anderen Ländern zeigen etwas Wichtiges.
Frühe Hilfe kostet 1 Euro.
Später spart man 2 bis 5 Euro.
Frühe Hilfe kostet weniger Geld.
Florian Dirr arbeitet beim Paritätischen Wohlfahrts-Verband.
Er ist Bereichs-Leiter für Krisen-Hilfe und Existenz-Sicherung.
Bereichs-Leiter bedeutet: Das ist ein Chef in einer Firma.
Er ist für einen bestimmten Teil zuständig.
Krisen-Hilfe bedeutet: schnelle Hilfe in Not-Fällen.
Helfer kommen sofort wenn Menschen große Probleme haben.
Existenz-Sicherung bedeutet: Menschen bekommen was sie zum Leben brauchen.
Zum Beispiel Geld für Essen und Wohnung.
Er sagt: Die Zahlen sind schlecht.
Immer mehr Menschen haben keine Wohnung.
In Baden-Württemberg bleiben Menschen sehr lange in Not-Unterkünften.
Im Durchschnitt über 2 Jahre.
Das ist länger als in anderen Bundes-Ländern.
Deutschland hat 16 große Teile.
Diese Teile heißen Bundes-Länder.
Jedes Bundes-Land hat eine eigene Regierung.
Auch Räumungen werden mehr.
Räumung bedeutet: Menschen müssen ihre Wohnung verlassen.
Das passiert oft bei Miet-Schulden.
2023 gab es 1.743 Räumungen wegen Miet-Schulden.
2024 waren es schon 1.918 Räumungen.
Florian Dirr sagt: Wir müssen Menschen vor Wohnungs-Losigkeit schützen.
Das muss die wichtigste Aufgabe sein.
Die Situation muss besser werden.
2024 wurden 3.001 neue Sozial-Wohnungen gebaut.
Sozial-Wohnung bedeutet: Das sind günstige Wohnungen.
Menschen mit wenig Geld können dort wohnen.
Aber es gibt trotzdem nur 1.034 Sozial-Wohnungen mehr.
Das liegt daran: Bei vielen alten Wohnungen ist die Miet-Preis-Bindung weg-gefallen.
Miet-Preis-Bindung bedeutet: Die Wohnung muss günstig bleiben.
Die Miete darf nicht zu teuer werden.

Foto: /~helmar (Creative Commons BY-SA 2.0)
STUTTGART (kobinet) In Baden-Württemberg waren laut Statistischem Bundesamt mit Stichtag vom 31. Januar 2025 insgesamt rund 94.550 wohnungslose Menschen in Unterbringung. Das sind fast 2.000 Menschen mehr als im Vorjahr. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg appelliert anlässlich des morgigen Tags der wohnungslosen Menschen, präventive Maßnahmen zur Früherkennung und Intervention bei drohender Obdachlosigkeit zu stärken und den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum dauerhaft zu sichern.
Wohnungslosigkeit sei kein individuelles Versagen, sondern das Ergebnis einer mangelhaften Wohnungspolitik, stellt dieser Sozialverband fest. Internationale Studien belegten, so die Vertreter des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, dass durch jeden investierten Euro in Prävention gegen Wohnungslosigkeit zwei bis fünf Euro an Folgekosten eingespart werden könnten.
„Die steigende Zahl wohnungsloser Menschen und der im Bundesvergleich deutlich längere Verbleib in der Unterbringung von durchschnittlich über zwei Jahren zeigt die anhaltende Wohnungsnot in Baden-Württemberg. Darüber hinaus steigen auch die tatsächlichen Räumungen aufgrund von Mietrückständen weiter an, wie zuletzt von 1.743 im Jahr 2023 auf 1.918 im Jahr 2024. Es muss höchste Priorität haben, den Schutz vor Wohnungslosigkeit und die Situation der Betroffenen nachhaltig zu verbessern“, erklärt Florian Dirr, Bereichsleiter Krisenintervention und Existenzsicherung beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg.
Trotz 3.001 im Jahr 2024 neu geschaffener Sozialmietwohnungen konnte der tatsächliche Sozialwohnungsbestand in Baden-Württemberg lediglich um 1.034 erhöht werden, weil bei vielen die Mietpreisbindung auslief.

Foto: /~helmar (Creative Commons BY-SA 2.0)
STUTTGART (kobinet) In Baden-Württemberg waren laut Statistischem Bundesamt mit Stichtag vom 31. Januar 2025 insgesamt rund 94.550 wohnungslose Menschen in Unterbringung. Das sind fast 2.000 Menschen mehr als im Vorjahr. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg appelliert anlässlich des morgigen Tags der wohnungslosen Menschen, präventive Maßnahmen zur Früherkennung und Intervention bei drohender Obdachlosigkeit zu stärken und den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum dauerhaft zu sichern.
Wohnungslosigkeit sei kein individuelles Versagen, sondern das Ergebnis einer mangelhaften Wohnungspolitik, stellt dieser Sozialverband fest. Internationale Studien belegten, so die Vertreter des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, dass durch jeden investierten Euro in Prävention gegen Wohnungslosigkeit zwei bis fünf Euro an Folgekosten eingespart werden könnten.
„Die steigende Zahl wohnungsloser Menschen und der im Bundesvergleich deutlich längere Verbleib in der Unterbringung von durchschnittlich über zwei Jahren zeigt die anhaltende Wohnungsnot in Baden-Württemberg. Darüber hinaus steigen auch die tatsächlichen Räumungen aufgrund von Mietrückständen weiter an, wie zuletzt von 1.743 im Jahr 2023 auf 1.918 im Jahr 2024. Es muss höchste Priorität haben, den Schutz vor Wohnungslosigkeit und die Situation der Betroffenen nachhaltig zu verbessern“, erklärt Florian Dirr, Bereichsleiter Krisenintervention und Existenzsicherung beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg.
Trotz 3.001 im Jahr 2024 neu geschaffener Sozialmietwohnungen konnte der tatsächliche Sozialwohnungsbestand in Baden-Württemberg lediglich um 1.034 erhöht werden, weil bei vielen die Mietpreisbindung auslief.




