KÖLN (kobinet)
Viele Verbände sind wütend auf die Landes-Regierung.
Verbände sind Gruppen von Menschen.
Diese Menschen haben das gleiche Ziel.
Sie arbeiten zusammen für dieses Ziel.
Die Landes-Regierung führt ein Bundes-Land.
In der Regierung arbeiten Minister und Ministerinnen.
Diese Verbände helfen Menschen mit Behinderung.
Sie helfen auch Familien und Schulen.
Die Verbände kommen aus Nord-Rhein-West-Falen.
Die Städte bauen immer mehr Förder-Schulen.
Förder-Schulen sind spezielle Schulen für Kinder mit Behinderung.
Dort lernen nur Kinder mit Behinderung zusammen.
Mindestens 30 neue Förder-Schulen sollen gebaut werden.
Das hat der Eltern-Verein mittendrin heraus-gefunden.
Deutschland hat 2009 einen wichtigen Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag heißt UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Das ist ein wichtiges Regel-Buch für alle Länder.
In dem Regel-Buch steht: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Darin steht: Alle Kinder sollen zusammen lernen können.
Kinder mit und ohne Behinderung sollen in die gleiche Schule gehen.
Das nennt man Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Aber die Städte machen das Gegenteil.
Sie bauen mehr Förder-Schulen.
Dort sind Kinder mit Behinderung unter sich.
Das ist nicht inklusiv.
Sogar die CDU wollte das bisher nicht.
Die Verbände finden das sehr schlecht.
Die Städte sagen immer: Wir haben kein Geld für Inklusion.
Aber für neue Förder-Schulen haben sie Geld.
Das ist nicht logisch.
Ein schlechtes Beispiel ist der Land-Schafts-Verband Rheinland.
Das ist eine große Verwaltung im Rhein-Land.
Sie kümmert sich um Menschen mit Behinderung.
Sie bezahlt Hilfen für diese Menschen.
Das ist eine Abkürzung: LVR.
Der LVR will eine neue Förder-Schule bauen.
Die Schule kostet 97 Millionen Euro.
Das Geld kommt von den Städten.
Die Städte haben aber wenig Geld.
Der LVR hat selbst auch Geld-Probleme.
Im Jahr 2026 fehlen 100 Millionen Euro.
Die Verbände fordern von der Landes-Regierung:
Die Städte müssen inklusive Schulen planen.
Das steht im Schul-Gesetz in Paragraph 80.
Schul-Gesetz bedeutet: Das sind die Regeln für alle Schulen.
Jedes Bundes-Land hat ein eigenes Schul-Gesetz.
Die Landes-Regierung hatte das auch versprochen.
Aber jetzt gibt es zu wenig inklusive Schul-Plätze.
Deshalb melden Eltern ihre Kinder bei Förder-Schulen an.
Sie haben keine andere Wahl.

Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
KÖLN (kobinet) Die Behinderten-Selbsthilfe, die Sozialverbände und Elternverbände aus der Schulmitwirkung in Nordrhein-Westfalen fordern die Landesregierung dringend auf, gegen den erstaunlichen Wildwuchs beim Bau zusätzlicher Förderschulen durch die Kommunen vorzugehen. Einer Recherche des Elternvereins mittendrin zufolge arbeiten Städte, Kreise und Landschaftsverbände an der Errichtung von mindestens 30 weiteren Förderschulen.
Dabei hat sich NRW mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention schon 2009 dazu verpflichtet, auf eine inklusive Beschulung hinzuwirken. Stattdessen soll das Sondersystem der ausgrenzenden Förderschulen, an denen junge Menschen mit Behinderung dann „unter sich bleiben“, offenbar auch noch aus- statt abgebaut werden! Selbst die NRW-CDU hatte bisher nur den Erhalt von Förderschulen propagiert, nicht auch noch deren Ausbau. Solche Pläne verstoßen eklatant gegen die Zielrichtung des Schulgesetzes!
Es ist schon bemerkenswert, stellen die Verbände fest, dass die Kommunen, die unisono beklagen, dass sie für eine Unterstützung des Gemeinsamen Lernens in ihren Schulen kein Geld haben, offenbar keine Probleme damit haben, stattdessen erhebliche Summen in ausgrenzende Förderschulen zu investieren.
Ein eklatantes Negativbeispiel ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR), der für eine zusätzliche Körperbehindertenschule für 180 Kinder derzeit mit einer Investitionssumme von 97 Millionen Euro zuzüglich Grunderwerbskosten kalkuliert, finanziert aus den Umlagegeldern der klammen Kommunen. Der Schulausschuss des Verbandes hat den Baubeschluss am Montag dieser Woche ohne große Debatte durchgewinkt. Gleichzeitig beklagt der LVR ein zu erwartendes Haushaltsdefizit von 100 Millionen Euro für 2026.
Der Bau von Förderschulen ist nicht alternativlos. Die Verbände fordern deshalb: Die NRW-Landesregierung muss die Kommunen dazu anhalten, dem § 80 des Schulgesetzes nachzukommen. Er verpflichtet die Kommunen zu einer gemeinsamen und inklusiven Schulentwicklungsplanung. Und die Kommunen sollten genau dabei auch Unterstützung bekommen, so hatte es die schwarz-grüne Landesregierung im Koalitionsvertrag eigentlich vereinbart. Stattdessen fehlt es jetzt überall an ausreichenden inklusiven Schulplätzen in guter Qualität, sodass viele Eltern von Kindern mit Behinderung gar keine Alternative haben und diese dann doch an Förderschulen anmelden.

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KÖLN (kobinet) Die Behinderten-Selbsthilfe, die Sozialverbände und Elternverbände aus der Schulmitwirkung in Nordrhein-Westfalen fordern die Landesregierung dringend auf, gegen den erstaunlichen Wildwuchs beim Bau zusätzlicher Förderschulen durch die Kommunen vorzugehen. Einer Recherche des Elternvereins mittendrin zufolge arbeiten Städte, Kreise und Landschaftsverbände an der Errichtung von mindestens 30 weiteren Förderschulen.
Dabei hat sich NRW mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention schon 2009 dazu verpflichtet, auf eine inklusive Beschulung hinzuwirken. Stattdessen soll das Sondersystem der ausgrenzenden Förderschulen, an denen junge Menschen mit Behinderung dann „unter sich bleiben“, offenbar auch noch aus- statt abgebaut werden! Selbst die NRW-CDU hatte bisher nur den Erhalt von Förderschulen propagiert, nicht auch noch deren Ausbau. Solche Pläne verstoßen eklatant gegen die Zielrichtung des Schulgesetzes!
Es ist schon bemerkenswert, stellen die Verbände fest, dass die Kommunen, die unisono beklagen, dass sie für eine Unterstützung des Gemeinsamen Lernens in ihren Schulen kein Geld haben, offenbar keine Probleme damit haben, stattdessen erhebliche Summen in ausgrenzende Förderschulen zu investieren.
Ein eklatantes Negativbeispiel ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR), der für eine zusätzliche Körperbehindertenschule für 180 Kinder derzeit mit einer Investitionssumme von 97 Millionen Euro zuzüglich Grunderwerbskosten kalkuliert, finanziert aus den Umlagegeldern der klammen Kommunen. Der Schulausschuss des Verbandes hat den Baubeschluss am Montag dieser Woche ohne große Debatte durchgewinkt. Gleichzeitig beklagt der LVR ein zu erwartendes Haushaltsdefizit von 100 Millionen Euro für 2026.
Der Bau von Förderschulen ist nicht alternativlos. Die Verbände fordern deshalb: Die NRW-Landesregierung muss die Kommunen dazu anhalten, dem § 80 des Schulgesetzes nachzukommen. Er verpflichtet die Kommunen zu einer gemeinsamen und inklusiven Schulentwicklungsplanung. Und die Kommunen sollten genau dabei auch Unterstützung bekommen, so hatte es die schwarz-grüne Landesregierung im Koalitionsvertrag eigentlich vereinbart. Stattdessen fehlt es jetzt überall an ausreichenden inklusiven Schulplätzen in guter Qualität, sodass viele Eltern von Kindern mit Behinderung gar keine Alternative haben und diese dann doch an Förderschulen anmelden.




