Berlin (kobinet)
Bundes-Kanzler Friedrich Merz will sparen.
Er will bei den Wohn-Kosten sparen.
Das betrifft Menschen mit Bürger-Geld.
Bürger-Geld ist Geld vom Staat für Menschen ohne Arbeit.
Das betrifft auch Menschen mit Grund-Sicherung.
Grund-Sicherung ist Geld vom Staat für arme Menschen.
Die VdK-Präsidentin Verena Bentele ist dagegen.
Sie sagt: Diese Pläne sind falsch.
Die Lage für Mieter ist schon jetzt sehr schlecht.
Die Job-Center zahlen Wohn-Kosten.
Job-Center sind Ämter für Menschen ohne Arbeit.
Dort bekommen sie Geld zum Leben und Hilfe bei der Job-Suche.
Aber sie zahlen nur bis zu einer Grenze.
Diese Grenze ist oft zu niedrig.
Die Mieten sind viel höher.
Es gibt keine Wohnungen zu diesen niedrigen Preisen.
Viele Familien müssen deshalb extra zahlen.
Sie zahlen einen Teil der Miete selbst.
Das Geld nehmen sie aus ihrem Regel-Satz.
Regel-Satz ist Geld vom Staat für Essen und Kleidung.
Dann haben sie weniger Geld für Essen.
Dann haben sie weniger Geld für Strom.
Die Wohn-Kosten-Lücke ist sehr groß.
Sie kostet 500 Millionen Euro im Jahr.
Das war schon früher so.
Der Sozial-Verband VdK kennt viele Fälle.
Die Sozial-Gerichte sagen oft: Die Wohn-Kosten sind zu niedrig.
Sozial-Gerichte sind besondere Gerichte für Streit mit Ämtern.
Zu diesen Preisen gibt es keine Wohnungen.
Die Menschen leben in schlechten Wohnungen.
Die Wohnungen sind zu klein.
Die Wohnungen sind überfüllt.
Die Wohnungen sind in schlechtem Zustand.
Wenn man noch mehr spart passiert Folgendes: Es gibt noch mehr Elend.
Es gibt mehr Wohnungs-Losigkeit.
Wohnungs-Losigkeit bedeutet: Menschen haben keine eigene Wohnung.
Sie schlafen bei Freunden oder in Wohn-Heimen.
Es gibt mehr Obdach-Losigkeit.
Obdach-Losigkeit bedeutet: Menschen schlafen auf der Straße.
Verena Bentele sagt: Die Wohnungs-Krise wird schlimmer.
Die schwächsten Menschen leiden am meisten.
Der Staat muss helfen.
Nicht nur Menschen mit Bürger-Geld brauchen Hilfe.
Auch Rentner brauchen Hilfe.
Auch arbeitende Allein-Erziehende brauchen Hilfe.
Sie brauchen Wohn-Geld.
Wohn-Geld ist Geld vom Staat für die Miete.
Die Mieten sind in den letzten Jahren stark gestiegen.
Die Immobilien-Wirtschaft macht viel Gewinn.
Die Probleme sind selbst gemacht.
Früher gab es mehr Sozial-Wohnungen.
Sozial-Wohnungen sind günstige Wohnungen für Menschen mit wenig Geld.
Anfang der 90er Jahre wurden viele Wohnungen verkauft.
Seitdem gibt es weniger Sozial-Wohnungen.
Es braucht eine große politische Aktion.
Politiker müssen viel tun und neue Gesetze machen.
Das Wohnen muss wieder bezahlbar werden.
Das gilt für alle Menschen.
Es braucht mehr Sozial-Wohnungen.
Es braucht eine starke Wohnungs-Wirtschaft ohne Gewinn.
Wohnungs-Wirtschaft ohne Gewinn bedeutet: Firmen bauen Wohnungen ohne Geld zu verdienen.
Es braucht Grenzen bei Miet-Steigerungen.
Es braucht eine Miet-Preis-Bremse.
Die LIGA Selbst-Vertretung kritisiert Friedrich Merz.
Sie sagt: Seine Äußerungen sind gemein.
Gemein bedeutet: Es ist nicht nett und verletzt andere Menschen.
Behinderte Menschen finden schon jetzt kaum Wohnungen.
Die Wohnungen müssen barriere-frei sein.
Die Wohnungen müssen bezahlbar sein.
Das hat eine Folge: Behinderte Menschen können nicht aus Einrichtungen ausziehen.
Friedrich Merz arbeitet im Beirat einer Behinderten-Einrichtung.
Beirat ist eine Gruppe von Menschen die bei wichtigen Entscheidungen helfen.
Die LIGA Selbst-Vertretung kritisiert das.
Friedrich Merz hatte früher gesagt: Die Kosten für Eingliederungs-Hilfe sind zu hoch.
Eingliederungs-Hilfe ist Unterstützung für Menschen mit Behinderung.
Das ist nicht in Ordnung.
Nicht in Ordnung bedeutet: Das ist falsch und darf nicht sein.
Das betrifft das Bundes-Teil-Habe-Gesetz.
Bundes-Teil-Habe-Gesetz hilft Menschen mit Behinderung und baut Barrieren ab.
Heike Heubach ist SPD-Behinderten-Beauftragte.
Sie hat Friedrich Merz befragt.
Friedrich Merz hat gesagt: Ich kenne behinderte Menschen.
Ich arbeite in einem Beirat.
Ich weiß um ihr Schicksal.
Ich stelle das Gesetz nicht in Frage.

Foto: ht
Berlin (kobinet) Zu den Plänen von Bundeskanzler Friedrich Merz, bei den Kosten der Unterkunft in der Grundsicherung und im Bürgergeld zu sparen, hat sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele zu Wort gemeldet: "Die Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz, bei den Wohnkosten kräftig sparen zu wollen, entbehrt jeder Grundlage. Schon jetzt ist die Lage für viele Mieterinnen und Mieter katastrophal. Die Jobcenter und Sozialämter übernehmen die Wohnkosten bisher bis zu einer Obergrenze, die fast immer zu niedrig für die lokalen Wohnungsmärkte angesetzt ist. Es gibt schlicht keine Wohnungen mehr zu solchen Preisen. Die Folge ist, dass viele Familien im Bürgergeld einen Teil der Miete aus ihrem Regelsatz selber zahlen müssen. Das bedeutet, sie haben noch weniger Geld für Ernährung oder Strom. Die sogenannte Wohnkostenlücke betrug in der Vergangenheit schon 500 Millionen Euro im Jahr."
„Wir vom Sozialverband VdK wissen aus der Rechtsprechung, dass viele Sozialgerichte den Jobcentern bescheinigen, dass die gewährten Wohnkosten viel zu niedrig und zu diesen Preisen keine Wohnungen zu finden sind. Die Menschen leben in überfüllten und viel zu kleinen Wohnungen, die oft in einem völlig desolaten Zustand sind. Wer hier noch kürzen will, sorgt für noch mehr Elend und vor allem für eine steigende Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Mit solchen Plänen wie von Herrn Merz wird die akute Wohnungskrise auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen und erheblich verschärft. Der Staat muss nicht nur das Wohnen im Bürgergeld bezuschussen, sondern auch viele Rentnerinnen und Rentner und arbeitende Alleinerziehende brauchen Unterstützung in Form von Wohngeld“, so Verena Bentele.
Das Fakt ist daher für die VdK-Vorsitzende: „Die Mieten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen, und die Immobilienwirtschaft streicht fette Gewinne ein. Die Probleme sind größtenteils hausgemacht, weil eine Wohnungsgemeinnützigkeit Anfang der 90er Jahre in Deutschland praktisch abgeschafft und dann die kommunalen Wohnungsbestände im großen Stile verkauft wurden. Seitdem ist die Anzahl der Sozialwohnungen sehr stark zurückgegangen. Es braucht eine große politische Offensive, um das Wohnen wieder bezahlbar zu machen – und zwar für alle! Dazu gehören mehr Sozialwohnungen, eine gezielte Stärkung der gemeinwohlorientierten Wohnungswirtschaft und echte Beschränkungen bei den Mietsteigerungen, wie eine effektive und unbefristete Mietpreisbremse.“
Für die LIGA Selbstvertretung sind die Äusserungen von Bundeskanzler Friedrich Merz vor allem auch deshalb zynisch, weil behinderte Menschen schon jetzt kaum barrierefreie und bezahlbare Wohnungen finden. Die Folge ist u.a., dass ein Auszug aus Behinderteneinrichtungen immer illusorischer wird, gerade auch aus Einrichtungen, in deren Beirat Friedrich Friedrich Merz in seinem Wahlkreis mitwirkt. So der Seitenhieb der LIGA Selbstvertretung auf die Äußerungen von Friedrich Merz in der Befragung der Bundesregierung durch die SPD-Behindertenbeauftragte Heike Heubach, in der der Bundeskanzler zu vermitteln versuchte, dass er auf der Seite behinderter Menschen steht, weil er seit Jahren im Beirat einer Behinderteneinrichtung in seinem Wahlkreis mitwirkt.
Friedrich Merz hatte in der Befragung von Heike Heubach bezüglich seiner Aussage, dass die enorm gestiegenen Kosten der Eingliederungshilfe unakzeptabel seien u.a. im Hinblick auf das Bundesteilhabegesetz ausgeführt: „Ich will das hier sehr klar und sehr deutlich sagen. Ich bin übrigens, damit Sie das wissen, in meinem Wahlkreis seit vielen Jahren im Beirat in einer der größten Behinderteneinrichtungen. Ich weiß um das Schicksal dieser Menschen; ich weiß auch um die Chancen, die sich mit diesem Gesetz verbinden, und ich werde das deshalb auch nicht infrage stellen.“

Foto: ht
Berlin (kobinet) Zu den Plänen von Bundeskanzler Friedrich Merz, bei den Kosten der Unterkunft in der Grundsicherung und im Bürgergeld zu sparen, hat sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele zu Wort gemeldet: "Die Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz, bei den Wohnkosten kräftig sparen zu wollen, entbehrt jeder Grundlage. Schon jetzt ist die Lage für viele Mieterinnen und Mieter katastrophal. Die Jobcenter und Sozialämter übernehmen die Wohnkosten bisher bis zu einer Obergrenze, die fast immer zu niedrig für die lokalen Wohnungsmärkte angesetzt ist. Es gibt schlicht keine Wohnungen mehr zu solchen Preisen. Die Folge ist, dass viele Familien im Bürgergeld einen Teil der Miete aus ihrem Regelsatz selber zahlen müssen. Das bedeutet, sie haben noch weniger Geld für Ernährung oder Strom. Die sogenannte Wohnkostenlücke betrug in der Vergangenheit schon 500 Millionen Euro im Jahr."
„Wir vom Sozialverband VdK wissen aus der Rechtsprechung, dass viele Sozialgerichte den Jobcentern bescheinigen, dass die gewährten Wohnkosten viel zu niedrig und zu diesen Preisen keine Wohnungen zu finden sind. Die Menschen leben in überfüllten und viel zu kleinen Wohnungen, die oft in einem völlig desolaten Zustand sind. Wer hier noch kürzen will, sorgt für noch mehr Elend und vor allem für eine steigende Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Mit solchen Plänen wie von Herrn Merz wird die akute Wohnungskrise auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen und erheblich verschärft. Der Staat muss nicht nur das Wohnen im Bürgergeld bezuschussen, sondern auch viele Rentnerinnen und Rentner und arbeitende Alleinerziehende brauchen Unterstützung in Form von Wohngeld“, so Verena Bentele.
Das Fakt ist daher für die VdK-Vorsitzende: „Die Mieten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen, und die Immobilienwirtschaft streicht fette Gewinne ein. Die Probleme sind größtenteils hausgemacht, weil eine Wohnungsgemeinnützigkeit Anfang der 90er Jahre in Deutschland praktisch abgeschafft und dann die kommunalen Wohnungsbestände im großen Stile verkauft wurden. Seitdem ist die Anzahl der Sozialwohnungen sehr stark zurückgegangen. Es braucht eine große politische Offensive, um das Wohnen wieder bezahlbar zu machen – und zwar für alle! Dazu gehören mehr Sozialwohnungen, eine gezielte Stärkung der gemeinwohlorientierten Wohnungswirtschaft und echte Beschränkungen bei den Mietsteigerungen, wie eine effektive und unbefristete Mietpreisbremse.“
Für die LIGA Selbstvertretung sind die Äusserungen von Bundeskanzler Friedrich Merz vor allem auch deshalb zynisch, weil behinderte Menschen schon jetzt kaum barrierefreie und bezahlbare Wohnungen finden. Die Folge ist u.a., dass ein Auszug aus Behinderteneinrichtungen immer illusorischer wird, gerade auch aus Einrichtungen, in deren Beirat Friedrich Friedrich Merz in seinem Wahlkreis mitwirkt. So der Seitenhieb der LIGA Selbstvertretung auf die Äußerungen von Friedrich Merz in der Befragung der Bundesregierung durch die SPD-Behindertenbeauftragte Heike Heubach, in der der Bundeskanzler zu vermitteln versuchte, dass er auf der Seite behinderter Menschen steht, weil er seit Jahren im Beirat einer Behinderteneinrichtung in seinem Wahlkreis mitwirkt.
Friedrich Merz hatte in der Befragung von Heike Heubach bezüglich seiner Aussage, dass die enorm gestiegenen Kosten der Eingliederungshilfe unakzeptabel seien u.a. im Hinblick auf das Bundesteilhabegesetz ausgeführt: „Ich will das hier sehr klar und sehr deutlich sagen. Ich bin übrigens, damit Sie das wissen, in meinem Wahlkreis seit vielen Jahren im Beirat in einer der größten Behinderteneinrichtungen. Ich weiß um das Schicksal dieser Menschen; ich weiß auch um die Chancen, die sich mit diesem Gesetz verbinden, und ich werde das deshalb auch nicht infrage stellen.“




