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Bayerische Behindertenbeauftragte stellen Forderungen für Kommunalwahlen 2026

Holger Kiesel im Rollstuhl sitzend
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Foto: Der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung

Regensburg (kobinet) Bei ihrem Jahrestreffen vom 10. - 12. Juli 2025 in Regensburg tauschten sich die kommunalen Behindertenbeauftragten aus ganz Bayern mit Holger Kiesel, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, aus. Dieses Mal standen unter anderem die Kommunalwahlen im Frühjahr 2026 auf der Tagesordnung. Die kommunale Ebene ist für verschiedenste Aspekte in den Bereichen Teilhabe, Barrierefreiheit und Inklusion zuständig. Angesichts der angespannten Kassenlage vieler Kommunen geraten auch diese Themenfelder leider unter immer größeren Spardruck. Holger Kiesel erklärte dazu: "Barrierefreiheit und Teilhabe sind keine Schönwetterprojekte und deshalb auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten keine Verhandlungsmasse! Wir brauchen beides, um Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und die Gesellschaft – gerade in Zeiten des demografischen Wandels – zukunftsfit zu machen!"

„Mit konsequent barrierefreiem Bauen schlagen wir dabei zwei Fliegen mit einer Klappe: die Menschen werden oder bleiben selbstständig und gleichzeitig heben wir Potenziale von Menschen mit Behinderung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Es ist zu kurz gedacht, an der Barrierefreiheit zu sparen. Die Folgekosten sind aus meiner Sicht immens – gerade für die Kommunen. Deshalb dürfen die Kommunen – im Schulterschluss mit allen politischen Ebenen – auch in herausfordernden Zeiten auf keinen Fall nachlassen, sich aktiv für Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit einzusetzen! Wir als Beauftragte haben unsere Wünsche in unserer gemeinsamen Erklärung schon einmal formuliert“, führte Holger Kiesel weiter aus.

Das Treffen der Kommunalen Behindertenbeauftragten findet einmal im Jahr statt. Bayern hat 103 Kommunale Behindertenbeauftragte, die laut Bayerischem Behindertengleichstellungsgesetz weisungsfrei und erste Ansprechpartner auf kommunaler Ebene zu Inklusion und Barrierefreiheit sind.