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Bianka Becker: Streiterin für Persönliche Assistenz gestorben

Bianka Becker
Bianka Becker
Foto: Gerhard Bartz

Jülich (kobinet) Nachdem die Behindertenbewegung mit dem Tod von Matthias Vernaldi aus Berlin und Christian Papadopoulos aus Bonn in den letzten Wochen schon zwei große Verluste beklagen musste, wurde nun bekannt, das mit Bianka Becker aus Jülich eine weitere Aktivistin nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. Dies teilte Gerhard Bartz vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) mit.

Wie gestern bekannt wurde, verstarb am 21. März 2020 Bianka Becker aus Jülich nach kurzer schwerer Krankheit. Vor einem Monat feierte sie noch ihren 56. Geburtstag. Selbst schwerbehindert war sie auf vielfältige Weise politisch tätig. Lokal engagierte sie sich als Vorsitzende des Vereins Kontakt für selbstbestimmtes Leben im Kreis Düren - KonSeL e.V., überregional arbeitete sie lange Jahre im Landesbehindertenrat Nordrhein-Westfalen mit. Zudem war Bianka Becker Mitglied des Landespflegeausschuss NRW und bis letztes Jahr Mitglied der Ethikkommission für die Präimplantatiosndiagnostik (PID) der Ärztekammer Nordrhein. Bei Veranstaltungen der Freien Wohlfahrtspflege NRW arbeitete sie genau so mit wie bei der Forsea-Aktion "Tour für Menschenwürde in der Pflege“.

Der Kreis Düren zeichnete sie im Jahre 2002 mit dem Bürgerpreis für ihr vorbildliches soziales Engagement aus. Schließlich engagierte sie sich auch bundesweit politisch. In den Jahren 1999 bis 2007 war sie Vorstandsmitglied von ForseA, dem Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen, davon zwei Jahre als stellvertretende Vorsitzende. Auch bei den Bundesverbänden ISL und Netzwerk Artikel 3 war ihre Kompetenz geschätzt. Diese brachte sie auch als Sachverständige in Bundestagsanhörungen und in Anhörungen des Landtages von Nordrhein-Westfalen ein. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Sozialpolitik im Allgemeinen und zur Assistenz und Pflegeversicherung im Besonderen trugen ihren Namen. ForseA-Vorsitzender Gerhard Bartz schrieb gestern in einer Mitteilung an die Mitglieder: "Bianka hat uns stets mit ihrem profunden Wissen und ihrer Gewissenhaftigkeit zur Seite gestanden. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand stand sie uns immer hilfreich zur Verfügung. Wir werden sie sehr vermissen. Unsere Gedanken sind bei ihrem Mann und Sohn.“

Unter Corona-Bedingungen findet die Beisetzung im engsten Familienkreis ohne Öffentlichkeit statt.

Jülich (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sdovw70

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