MÜNCHEN (kobinet)
1. Der VdK Bayern
Der VdK Bayern ist ein Sozial-Verband.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
Die Gruppe hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
Der VdK Bayern hat ein Treffen gemacht.
Das Treffen heißt Frauen-Konferenz.
Bei einer Frauen-Konferenz treffen sich nur Frauen.
Sie sprechen über wichtige Themen.
Das Treffen dauerte 2 Tage.
Auf der Konferenz ging es um Pflege.
Das bedeutet:
Menschen bekommen Hilfe bei Dingen im Alltag.
Zum Beispiel beim Waschen, Anziehen oder Essen.
In Bayern brauchen mehr als 500.000 Menschen Pflege.
2. Probleme in der Pflege
Viele Menschen haben Probleme mit der Pflege.
Die Pflege kostet viel Geld.
Es gibt zu viel Bürokratie.
Bürokratie bedeutet:
Man muss viele Formulare ausfüllen.
Das dauert lange und ist schwer zu verstehen.
Zum Beispiel für Pflege-Geld.
Es gibt zu wenig Hilfe für Angehörige.
Angehörige sind Familien-Mitglieder oder Freunde.
Sie kümmern sich um kranke oder alte Menschen.
Zum Beispiel Ehe-Partner, Kinder oder Eltern.
Es gibt auch zu wenig Informationen.
Die Konferenz hatte ein Thema.
Das Thema war:
"Gute Pflege vor Ort gestalten – eine Verantwortung für uns alle".
Die Frauen haben einen Beschluss gefasst.
Das nennt man Resolution.
In einer Resolution steht:
Was sich ändern soll.
3. Forderungen vom VdK Bayern
Der VdK Bayern will die Pflege verbessern.
Das nennt man Reform.
Eine Reform ist eine große Veränderung.
Die wichtigste Forderung ist:
Jede Gemeinde soll für die Pflege verantwortlich sein.
Das nennt man kommunale Daseins-Vorsorge.
Kommunale Daseins-Vorsorge bedeutet:
Die Gemeinde sorgt für wichtige Dinge.
Zum Beispiel für Pflege oder Hilfe im Alltag.
Yvonne Knobloch arbeitet beim VdK Bayern.
Sie ist Expertin für Pflege.
Sie sagt: Es gibt zu wenig ambulante Dienste.
Ambulante Dienste kommen zu den Menschen nach Hause.
Sie helfen dort, wo die Menschen wohnen.
Es gibt zu wenig Plätze für Tages-Pflege.
Tages-Pflege bedeutet:
Menschen werden tagsüber gepflegt.
Aber sie schlafen zu Hause.
Es gibt zu wenig Plätze für Nacht-Pflege.
Nacht-Pflege bedeutet:
Menschen werden nachts gepflegt.
Sie schlafen nicht zu Hause.
Es gibt zu wenig Plätze für Kurzzeit-Pflege.
Kurzzeit-Pflege bedeutet:
Menschen werden für kurze Zeit gepflegt.
Zum Beispiel nach einem Krankenhaus-Aufenthalt.
Es gibt zu wenig Entlastungs-Angebote.
Entlastungs-Angebote sind Hilfen für Angehörige.
Angehörige bekommen eine Pause.
Jemand anderes kümmert sich um die pflege-bedürftige Person.
Es gibt keine guten Notfall-Strukturen.
Notfall-Strukturen sind Hilfen für akute Probleme.
Zum Beispiel:
Wenn eine Pflege-Kraft plötzlich ausfällt.
4. Was soll die Gemeinde tun?
Die Gemeinde soll klare Regeln machen.
Es soll klar sein:
Wer hilft Pflege-Bedürftigen?
Wer hilft Angehörigen?
Die Gemeinde soll Lücken schließen.
Das bedeutet:
Sie soll fehlende Angebote schaffen.
Die Gemeinde soll Angebote koordinieren.
Koordinieren bedeutet:
Sie soll die Angebote gut organisieren.
Die Gemeinde soll bei Ausfällen helfen.
Das bedeutet:
Wenn etwas nicht klappt, soll die Gemeinde einspringen.
Die Gemeinde soll neue Wohn-Formen fördern.
Zum Beispiel Sorgende Gemeinschaften.
Das bedeutet:
Menschen helfen sich gegenseitig.
5. Warum soll die Gemeinde verantwortlich sein?
Claudia Spiegel arbeitet beim VdK Bayern.
Sie leitet die Sozial-Politik.
Sie sagt: Es ist unklar, wer für die Pflege zuständig ist.
Viele Stellen sind zuständig.
Zum Beispiel:
Pflege-Kassen, Bund, Länder und Gemeinden.
Pflege-Kassen sind besondere Kassen.
Sie zahlen Geld für die Pflege.
Auch ambulante und stationäre Pflege-Einrichtungen.
Ambulante Pflege-Einrichtungen kommen nach Hause.
Stationäre Pflege-Einrichtungen sind Pflege-Heime.
Dort leben Menschen, die Pflege brauchen.
Claudia Spiegel sagt:
Die Gemeinde soll die Versorgung sicherstellen.
Versorgung bedeutet:
Alle sollen die Pflege bekommen, die sie brauchen.
6. Langfristige Ziele
Die Frauen-Konferenz hat weitere Forderungen.
Die Gemeinde soll mit anderen zusammenarbeiten.
Zum Beispiel mit der freien Wohlfahrt-Pflege.
Freie Wohlfahrt-Pflege sind Verbände.
Sie helfen Menschen in Not.
Zum Beispiel mit Beratung oder Pflege.
Es soll eine gute Pflege-Infrastruktur geben.
Infrastruktur bedeutet:
Es soll genug wichtige Dinge für die Pflege geben.
Zum Beispiel Beratungs-Stellen und ambulante Dienste.
Die Infrastruktur soll schon vor der Pflege helfen.
Zum Beispiel mit Beratung.
Oder mit Vorbeugung.
Vorbeugung bedeutet:
Man tut etwas, damit Probleme nicht entstehen.
Menschen sollen möglichst viel allein machen können.
Das nennt man Selbstständigkeit.
Die Fähigkeiten von Menschen sollen gefördert werden.
Das nennt man persönliche Ressourcen.
Persönliche Ressourcen sind:
Was Menschen noch selbst können.
Zum Beispiel Einkaufen oder Freunde treffen.
Das soll helfen.
Menschen sollen nicht unnötig ins Pflege-Heim müssen.
Ein Pflege-Heim ist ein Zuhause für Menschen.
Dort bekommen sie Pflege.
7. Qualität in Pflege-Heimen
Der VdK Bayern sagt:
Die Qualität in Pflege-Heimen soll besser werden.
Qualität bedeutet:
Wie gut etwas ist.
Es soll unangemeldete Kontrollen geben.
Unangemeldet bedeutet:
Niemand weiß vorher, wann die Kontrolle kommt.
Die Kontrollen sollen zu jeder Zeit passieren.
Auch nachts.
Der VdK Bayern sagt:
Die Kontrollen sollen die Bewohner schützen.
Der VdK Bayern sagt:
Die Kontrollen sollen Vertrauen schaffen.
Bei Angehörigen und Pflege-Kräften.
Der VdK Bayern sagt:
Die Pflege-Kräfte sollen weniger Stress haben.
8. Zahlen zur Pflege in Bayern
In Bayern werden viele Menschen zu Hause gepflegt.
Das sind mehr als 82 von 100 Menschen.
82 von 100 nennt man 82 Prozent.
Mehr als zwei Drittel bekommen Pflege-Geld.
Pflege-Geld ist Geld für Angehörige.
Sie pflegen ihre Familien-Mitglieder selbst.
In Bayern gibt es etwa eine Million pflegende Angehörige.
Mehr als 72 von 100 sind Frauen.
Das hat der VdK Bayern herausgefunden.
Foto: VdK Deutschland
MÜNCHEN (kobinet)
Anlässlich seiner zweitägigen Landesfrauenkonferenz am 24. Oktober 2026 in Regensburg fordert der Sozialverband VdK Bayern eine grundlegende Strukturreform der pflegerischen Versorgung vor Ort. Hintergrund ist die Versorgungskrise in Bayern: Über eine halbe Million Menschen im Freistaat sind aktuell pflegebedürftig. Betroffene und Angehörige leiden unter hohen Kosten, bürokratischen Hürden, fehlenden Entlastungsangeboten und unzureichenden Informationen. Die Teilnehmerinnen der Konferenz mit dem Thema "Gute Pflege vor Ort gestalten – eine Verantwortung für uns alle" verabschiedeten eine Resolution. Kernforderung ist die Etablierung einer verbindlichen, kommunalen pflegerischen Daseinsvorsorge. "Derzeit fehlen ausreichend ambulante Dienste, Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflegeplätze, niedrigschwellige Entlastungsangebote sowie verlässliche Akutstrukturen", sagte Yvonne Knobloch, Pflege-Expertin beim VdK Bayern. Der Verband fordere, dass Pflege eine Pflichtaufgabe der Kommune werde.
Vor Ort müsse klar geregelt sein, wer Pflegebedürftige und Angehörige unterstützt, Versorgungslücken schließt, Angebote koordiniert und bei Ausfällen einspringt. Zudem solle die kommunale Struktur die Entwicklung neuer Wohn- und Pflegeformen wie sorgende Gemeinschaften erleichtern.
Claudia Spiegel, Leiterin Sozialpolitik beim VdK Bayern, ergänzte: "Die unklaren Verantwortlichkeiten von Pflegekassen, Bund, Ländern, Kommunen und ambulanten wie stationären Pflegeeinrichtungen müssen durch eine klare Zuständigkeit der Kommunen überwunden werden." Kommunen verfügten über kleinräumige Daten, seien nah an den Menschen und könnten Maßnahmen passgenau umsetzen. Deshalb sollten die politisch Verantwortlichen vor Ort befähigt werden, die Versorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger im Bereich Pflege zu übernehmen.
Die Landesfrauenkonferenz fordert eine kommunale Struktur unter Einbeziehung der freien Wohlfahrtspflege und weiterer Anbieter. Langfristig solle eine Pflegeinfrastruktur vor Ort etabliert werden, die bereits vor der Pflegebedürftigkeit greift und Beratung sowie Präventionsarbeit abdeckt. Selbstständigkeit und persönliche Ressourcen der Pflegebedürftigen sollten so lange wie möglich erhalten und gefördert werden, um verfrühte oder unnötige stationäre Pflege zu vermeiden. Zudem müsse die Qualität in Pflegeheimen konsequent gesichert werden – mit unangemeldeten Kontrollen zu jeder Tages- und Nachtzeit. Diese dienten dem Schutz der Heimbewohnerinnen und -bewohner, dem Vertrauensaufbau bei Angehörigen und der Vermeidung von Überlastung bei Pflegekräften.
Laut VdK werden in Bayern über 82 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in der häuslichen Pflege versorgt. Mehr als zwei Drittel der zu Hause Gepflegten erhalten Pflegegeld und werden ausschließlich von ihren Angehörigen versorgt. Schätzungen zufolge gibt es rund eine Million pflegende Angehörige in Bayern, von denen laut der repräsentativen VdK-Pflegestudie 2023 über 72 Prozent weiblich sind.
Foto: VdK Deutschland
MÜNCHEN (kobinet)
Anlässlich seiner zweitägigen Landesfrauenkonferenz am 24. Oktober 2026 in Regensburg fordert der Sozialverband VdK Bayern eine grundlegende Strukturreform der pflegerischen Versorgung vor Ort. Hintergrund ist die Versorgungskrise in Bayern: Über eine halbe Million Menschen im Freistaat sind aktuell pflegebedürftig. Betroffene und Angehörige leiden unter hohen Kosten, bürokratischen Hürden, fehlenden Entlastungsangeboten und unzureichenden Informationen. Die Teilnehmerinnen der Konferenz mit dem Thema "Gute Pflege vor Ort gestalten – eine Verantwortung für uns alle" verabschiedeten eine Resolution. Kernforderung ist die Etablierung einer verbindlichen, kommunalen pflegerischen Daseinsvorsorge. "Derzeit fehlen ausreichend ambulante Dienste, Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflegeplätze, niedrigschwellige Entlastungsangebote sowie verlässliche Akutstrukturen", sagte Yvonne Knobloch, Pflege-Expertin beim VdK Bayern. Der Verband fordere, dass Pflege eine Pflichtaufgabe der Kommune werde.
Vor Ort müsse klar geregelt sein, wer Pflegebedürftige und Angehörige unterstützt, Versorgungslücken schließt, Angebote koordiniert und bei Ausfällen einspringt. Zudem solle die kommunale Struktur die Entwicklung neuer Wohn- und Pflegeformen wie sorgende Gemeinschaften erleichtern.
Claudia Spiegel, Leiterin Sozialpolitik beim VdK Bayern, ergänzte: "Die unklaren Verantwortlichkeiten von Pflegekassen, Bund, Ländern, Kommunen und ambulanten wie stationären Pflegeeinrichtungen müssen durch eine klare Zuständigkeit der Kommunen überwunden werden." Kommunen verfügten über kleinräumige Daten, seien nah an den Menschen und könnten Maßnahmen passgenau umsetzen. Deshalb sollten die politisch Verantwortlichen vor Ort befähigt werden, die Versorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger im Bereich Pflege zu übernehmen.
Die Landesfrauenkonferenz fordert eine kommunale Struktur unter Einbeziehung der freien Wohlfahrtspflege und weiterer Anbieter. Langfristig solle eine Pflegeinfrastruktur vor Ort etabliert werden, die bereits vor der Pflegebedürftigkeit greift und Beratung sowie Präventionsarbeit abdeckt. Selbstständigkeit und persönliche Ressourcen der Pflegebedürftigen sollten so lange wie möglich erhalten und gefördert werden, um verfrühte oder unnötige stationäre Pflege zu vermeiden. Zudem müsse die Qualität in Pflegeheimen konsequent gesichert werden – mit unangemeldeten Kontrollen zu jeder Tages- und Nachtzeit. Diese dienten dem Schutz der Heimbewohnerinnen und -bewohner, dem Vertrauensaufbau bei Angehörigen und der Vermeidung von Überlastung bei Pflegekräften.
Laut VdK werden in Bayern über 82 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in der häuslichen Pflege versorgt. Mehr als zwei Drittel der zu Hause Gepflegten erhalten Pflegegeld und werden ausschließlich von ihren Angehörigen versorgt. Schätzungen zufolge gibt es rund eine Million pflegende Angehörige in Bayern, von denen laut der repräsentativen VdK-Pflegestudie 2023 über 72 Prozent weiblich sind.





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