Staufen (kobinet)
Manchmal hilft etwas Kleines.
Das passiert auch in schweren Zeiten.
Zum Beispiel in der Politik.
Oder im Zusammen-Leben von Menschen.
Hilfe kommt nicht durch Eile.
Eile bedeutet: Man macht alles schnell.
Hilfe kommt, wenn wir ruhig sind.
Wenn wir im Alltag kurz auf-hören.
Auf-hören bedeutet: Man macht eine Pause.
Man denkt nach.
Zwei Männer haben darüber gesprochen.
Ein Mann ist Sänger.
Der Sänger heißt Leonard Cohen.
Der andere Mann ist Philosoph.
Philosoph bedeutet: Ein Mensch denkt über wichtige Fragen nach.
Der Philosoph heißt Walter Benjamin.
Beide mögen die jüdische Tradition.
Jüdische Tradition bedeutet: Das sind Bräuche und Regeln aus dem jüdischen Glauben.
Die Menschen geben sie weiter.
Walter Benjamin spricht von einem kleinen Spalt.
Spalt bedeutet: Eine kleine Öffnung.
Durch den Spalt kann etwas hindurch-kommen.
Durch diesen Spalt kann etwas Gutes kommen.
Das bedeutet:
Etwas Gutes kann passieren.
Wenn wir offen sind.
Und bereit sind, es anzunehmen.
Philippe Sands hat auf den Song aufmerksam gemacht.
Philippe Sands ist Jurist und Schriftsteller.
Er hat den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommen.
Den Preis hat er in der Pauls-Kirche bekommen.
Er hat den Song von Leonard Cohen gespielt.
Der Song heißt Anthem.
Anthem bedeutet: Ein besonderes Lied.
In dem Song steht ein wichtiger Satz:
Alles hat Fehler.
Man kann auch sagen: Alles hat Risse.
Das bedeutet:
Durch diese Fehler kommt Licht.
So kann etwas Gutes entstehen.
Der Refrain vom Song geht so:
Refrain bedeutet: Ein Teil vom Lied, der immer wieder gesungen wird.
Läute die Glocken, die noch klingen.
Vergiss deine perfekten Tipps.
Perfekte Tipps sind Ratschläge, die immer funktionieren sollen.
Aber oft gibt es keine perfekten Tipps.
Alles hat Fehler.
So kommt das Licht herein.
Hier kannst du den Song hören:
Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
Nicht um eine machistisch-sexistische Anspielung handelt es sich hier. Vielmehr um einen philosophisch-spirituellen Fingerzeig, der unsere Aufmerksamkeit auf etwas "Geringfügiges" hinweisen möchte. Ein möglicherweise "Rettendes" in noch so dunklen Zeitläuften, gesellschaftlich und politisch. Etwas, das nicht durch Hyperaktivität erzwungen werden kann, sondern das gerade dann geschehen oder eintreten kann, sobald wir auch im Alltag mit unserer Rastlosigkeit innehalten.
Wer sagt dies? Sowohl ein Sänger als auch ein Philosoph sprechen davon, beide inspiriert nicht zuletzt von jüdisch-spiritueller Tradition. Leonard Cohen und Walter Benjamin, der eine mit den Lyrics seiner Balladen, der andere, der jüdische Philosoph und Marxist Walter Benjamin, in seinen geschichtsphilosophischen Überlegungen. In denen er von dem "kleinen Spalt" spricht, "durch den jederzeit der Messias eintreten kann". Wenn wir es nur zulassen, uns rezeptiv, empfänglich, zu verhalten.
Auf den Sänger Leonard Cohen hat in diesem Zusammenhang der jüngst mit dem "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels" in der Paulskirche ausgezeichnete Jurist und Schriftsteller Philippe Sands aufmerksam gemacht. Indem er Leonard Cohens "Anthem", seine Hymne "There is a crack in everything", "da ist ein Riss in allen Dingen", seiner Zuhörerschaft zu Gehör gebracht hat. - Der Refrain lautet "Ring the bells that still can ring / Forget your perfekt offering / There is a crack in everything / That‘s how the light gets in" ("Läute die Glocken, die noch klingen / Vergiss deine wohlfeilen Ratschläge / Da ist ein Riss, ein Riss in allem / Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt").
Hier der Link zum Song: https://www.youtube.com/watch?v=1jzl0NlTmzY
Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
Nicht um eine machistisch-sexistische Anspielung handelt es sich hier. Vielmehr um einen philosophisch-spirituellen Fingerzeig, der unsere Aufmerksamkeit auf etwas "Geringfügiges" hinweisen möchte. Ein möglicherweise "Rettendes" in noch so dunklen Zeitläuften, gesellschaftlich und politisch. Etwas, das nicht durch Hyperaktivität erzwungen werden kann, sondern das gerade dann geschehen oder eintreten kann, sobald wir auch im Alltag mit unserer Rastlosigkeit innehalten.
Wer sagt dies? Sowohl ein Sänger als auch ein Philosoph sprechen davon, beide inspiriert nicht zuletzt von jüdisch-spiritueller Tradition. Leonard Cohen und Walter Benjamin, der eine mit den Lyrics seiner Balladen, der andere, der jüdische Philosoph und Marxist Walter Benjamin, in seinen geschichtsphilosophischen Überlegungen. In denen er von dem "kleinen Spalt" spricht, "durch den jederzeit der Messias eintreten kann". Wenn wir es nur zulassen, uns rezeptiv, empfänglich, zu verhalten.
Auf den Sänger Leonard Cohen hat in diesem Zusammenhang der jüngst mit dem "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels" in der Paulskirche ausgezeichnete Jurist und Schriftsteller Philippe Sands aufmerksam gemacht. Indem er Leonard Cohens "Anthem", seine Hymne "There is a crack in everything", "da ist ein Riss in allen Dingen", seiner Zuhörerschaft zu Gehör gebracht hat. - Der Refrain lautet "Ring the bells that still can ring / Forget your perfekt offering / There is a crack in everything / That‘s how the light gets in" ("Läute die Glocken, die noch klingen / Vergiss deine wohlfeilen Ratschläge / Da ist ein Riss, ein Riss in allem / Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt").
Hier der Link zum Song: https://www.youtube.com/watch?v=1jzl0NlTmzY





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