Menu Close

Special Olympics Deutschland zu den Wahlen

Ein Foto voller in blauem Sportdress gekleideter Menschen, die rote Tafeln mit einem weißem Herzen hochhalten
Die Gemeinschaft der SpecialOlympics
Foto: SOD / Tilo Wiedensohler

BERLIN (kobinet)

Anlässlich der Wahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben Andreas Silbersack, 1. Vizepräsident von Special Olympics Deutschland und 1. Vizepräsident von Special Olympics Sachsen-Anhalt darauf verwiesen, dass Special Olympics in Deutschland in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen hat. Ganz vielen sind die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin noch in sehr guter Erinnerung. "Unser Sport", so betont Andreas Silbersack, "steht für Respekt, für Vielfalt und Miteinander und für eine Gesellschaft, in der jeder willkommen ist. Gemeinsam haben wir mehr gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung am Sport und am gesellschaftlichen Leben erreicht. Diese positive Entwicklung sehen wir nach dem Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt jetzt gefährdet."

Special Olympics in Deutschland ist ein Beispiel dafür, wie Inklusion funktionieren kann. Vor wenigen Wochen haben wir unsere Special Olympics Nationalen Spiele im Saarland ausgetragen. Ein ganzes Bundesland war an diesem Fest des Sports und der Lebensfreude beteiligt.

Vor 17 Jahren hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und sich dazu bekannt, dass Menschen mit Behinderungen ihre Rechte auf gesellschaftliche Teilhabe einlösen und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Die Sportlerinnen und Sportler der Special Olympics erwarten, dass diese Menschenrechte in jedem Bundesland umgesetzt werden!

Silbersack verweist darauf, dass der Wahlsieger AfD die Inklusion abschaffen will. Das trifft die Special Olympiics mitten ins Mark! Ihre Existenzberechtigung wird infrage gestellt und es droht der Entzug von finanziellen Mitteln in einem Bundesland. "So wie es aussieht", stellt Andreas Silbersack fest, "werden wir uns auf ruppige und schwere Zeiten in Sachsen-Anhalt einstellen müssen. Wir machen uns große Sorgen, weil wir in unserer Arbeit auf Unterstützung, verlässliche Rahmenbedingungen und ein gesellschaftliches Bekenntnis zur Inklusion angewiesen sind."

Am Sonntag wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus und in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Die Wählerinnen und Wähler entscheiden mit ihren Kreuzen auf dem Wahlzettel dann auch darüber, ob unsere Athletinnen und Athleten von Special Olympics Deutschland ihren erfolgreichen Weg fortsetzen können oder nicht.

Lesermeinungen

Bitte beachten Sie unsere Regeln in der Netiquette, unsere Nutzungsbestimmungen und unsere Datenschutzhinweise.

Sie müssen angemeldet sein, um eine Lesermeinung verfassen zu können. Sie können sich mit einem bereits existierenden Disqus-, Facebook-, Google-, Twitter-, Microsoft- oder Youtube-Account schnell und einfach anmelden. Oder Sie registrieren sich bei uns, dazu können Sie folgende Anleitung lesen: Link
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Lesermeinungen
Neueste
Älteste
0
Wir würden gerne Ihre Meinung lesen, schreiben Sie einen Leserbrief!x