München (kobinet)
Am 17. September 2026 haben rund 3.000 Menschen in München demonstriert.
Demonstrieren bedeutet: Viele Menschen gehen auf die Straße.
Sie zeigen gemeinsam ihre Meinung.
Sie haben für einen starken Sozial-Staat demonstriert.
Sozial-Staat bedeutet: Der Staat hilft Menschen in Not.
Er hilft zum Beispiel bei Krankheit oder Armut.
Sie haben gegen den Abbau von sozialen Leistungen demonstriert.
Soziale Leistungen sind Hilfen vom Staat.
Zum Beispiel Geld bei Krankheit oder Arbeits-Losigkeit.
Der Sozial-Verband VdK Bayern hat die Demo organisiert.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Die Menschen helfen sich gegenseitig bei Problemen mit Rente, Pflege oder Gesundheit.
VdK-Mitglieder aus ganz Bayern sind nach München gefahren.
Alle 69 Kreis-Verbände des VdK haben Fahrten organisiert.
Ein Kreis-Verband ist eine Gruppe eines Vereins in einer bestimmten Region.
Viele Kreis-Verbände zusammen bilden einen großen Verband.
Der Demo-Zug startete am Königs-Platz im Zentrum von München.
Er führte durch die Max-Vorstadt und endete am Sieges-Tor.
Michael Pausder ist der VdK-Landes-Geschäfts-Führer.
Ein Landes-Geschäfts-Führer leitet eine Organisation in einem Bundes-Land.
Er ist dort die wichtigste Person für die Aufgaben der Organisation.
Er hat eine Rede gehalten.
Er sagte: Viele Mitglieder sind wütend und unsicher.
Sie sind nicht einverstanden mit geplanten Reformen.
Reformen sind Änderungen mit dem Ziel, dass etwas besser wird.
Pausder sagte: Wir werden weiter für Veränderungen kämpfen.
Wir werden die Politik zum Handeln auffordern.
Der VdK Bayern hat mehr als 865.000 Mitglieder.
Pausder sagte: Wir sind eine starke Gemeinschaft in Bayern.
Hermann Imhof ist der stellvertretende VdK-Landes-Vorsitzende.
Das bedeutet: Er hilft dem Chef des VdK Bayern bei seiner Arbeit.
Hermann Imhof hat die Haupt-Rede gehalten.
Er warnte: Soziale Leistungen werden seit Jahren abgebaut.
Das ist gefährlich für unsere Demokratie.
Demokratie bedeutet: Alle Menschen haben das gleiche Mitsprache-Recht.
Das Volk entscheidet über wichtige Dinge.
Wenn viele Menschen arm sind, können sie weniger mitbestimmen.
Das ist gefährlich für die Demokratie.
Davon profitieren nur extreme Parteien.
Imhof kritisierte geplante Änderungen bei Krankmeldungen.
Geplant ist: Arbeit-Nehmer sollen sich ab dem 1. Krankheits-Tag beim Arzt krankmelden.
Arbeit-Nehmer sind Frauen und Männer, die für eine Firma arbeiten.
Sie bekommen dafür Geld.
Imhof sagte: Das zeigt großes Miss-Trauen gegenüber Arbeit-Nehmern.
Das ist sehr ungerecht gegenüber kranken Menschen.
Außerdem soll das Kranken-Geld gekürzt werden.
Kranken-Geld bekommt man von der Kranken-Versicherung, wenn man krank ist und nicht arbeiten kann.
Und Zuzahlungen für Medikamente sollen steigen.
Zuzahlung bedeutet: Ein Mensch muss einen Teil der Kosten selbst bezahlen.
Die Kranken-Kasse zahlt den Rest.
Imhof forderte: Gesundheit muss für alle bezahlbar sein.
Häusliche Pflege ist dem VdK sehr wichtig.
Häusliche Pflege bedeutet: Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause.
Bayern hat das Landes-Pflege-Geld halbiert.
Das Landes-Pflege-Geld war 1.000 Euro im Jahr.
Jetzt sind es nur noch 500 Euro.
Imhof sagte: Das ist sehr ungerecht für Pflege-Bedürftige und ihre Familien.
Außerdem plant die Bundes-Regierung Einschnitte in der Pflege-Versicherung.
Pflege-Versicherung bedeutet: Eine Versicherung zahlt Kosten für Pflege.
Alle Menschen zahlen jeden Monat etwas Geld ein.
So können kranke Menschen Hilfe bekommen.
Pflege-Grade zeigen an, wie viel Hilfe jemand braucht.
Es gibt 5 Pflege-Grade.
Je höher die Zahl, desto mehr Hilfe bekommt man.
Geplant ist: Die Regeln für Pflege-Grade werden strenger.
Wer Pflege-Grad 1 hat, soll kein Geld mehr bekommen.
Imhof forderte: Pflege muss menschenwürdig sein.
Menschenwürdig bedeutet: Kranke und alte Menschen verdienen gute Pflege.
Sie sollen nicht allein gelassen werden.
Viele VdK-Mitglieder sorgen sich um ihre Rente.
Rente ist Geld für alte Menschen, damit sie nicht mehr arbeiten müssen.
Bisher gilt: Wer 45 Jahre gearbeitet hat, kann ohne Abzüge in Rente gehen.
Abzüge bedeutet: Man bekommt weniger Geld ausgezahlt.
Diese Regel soll abgeschafft werden.
Imhof sagte: Viele dieser Menschen arbeiten seit dem 15. Lebens-Jahr.
Sie können nicht noch länger warten.
Imhof warnte außerdem vor weiteren Renten-Kürzungen.
Geplant ist: Das Renten-Eintritts-Alter soll steigen.
Renten-Eintritts-Alter bedeutet: Das Alter, in dem man in Rente gehen darf.
Das würde die Alters-Armut in Bayern noch größer machen.
Alters-Armut bedeutet: Alte Menschen haben zu wenig Geld zum Leben.
Imhof schlug vor, wie der Sozial-Staat finanziert werden kann.
Sein 1. Vorschlag: Alle Menschen in Deutschland sollen in die Sozial-Versicherung einzahlen.
Eine Sozial-Versicherung hilft Menschen bei Problemen.
Man zahlt jeden Monat Geld dafür ein.
Sein 2. Vorschlag: Die Vermögens-Steuer soll wieder eingeführt werden.
Eine Vermögens-Steuer ist Geld, das sehr reiche Menschen an den Staat zahlen.
Es wird auf ihr gesamtes Vermögen berechnet.
Sein 3. Vorschlag: Die Erb-Schafts-Steuer soll geändert werden.
Die Erb-Schafts-Steuer ist eine Steuer für Menschen, die viel Geld erben.
Wer viel erbt, muss einen Teil davon an den Staat zahlen.
Imhof betonte: Ein starker Sozial-Staat ist gut zu finanzieren.
Dafür muss man nicht bei armen Menschen sparen.
Foto: ht
München (kobinet)
Angesichts drohender Leistungskürzungen bei Rente, Gesundheit und Pflege haben am 17. September 2026 rund 3.000 Menschen in München mit dem Sozialverband VdK Bayern gegen Sozialabbau und für einen starken Sozialstaat demonstriert. Aus ganz Bayern waren VdK-Mitglieder angereist, alle 69 Kreisverbände des Verbandes hatten Fahrten in die Landeshauptstadt organisiert. Der Demonstrationszug führte vom Königsplatz durch die Maxvorstadt bis zum Siegestor.
VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder erklärte in seinem Grußwort bei der Auftaktkundgebung am Königsplatz: "Viele Mitglieder haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten an uns und unsere VdK-Kreisgeschäftsstellen gewandt, weil sie mit den zahllosen Reformüberlegungen im Bund und im Freistaat nicht einverstanden sind. Viele sind wütend und unsicher. Mit unserer VdK-Demo verleihen wir dem Protest und der Sorge konstruktiven Ausdruck. Leidenschaft und Kampfgeist machen den VdK schon immer stark!" Aktuell zählt der Sozialverband VdK Bayern mehr als 865.000 Mitglieder. Pausder betonte: "Wir sind eine soziale Macht in Bayern. Der VdK ist die größte Bürgerbewegung für die kleinen Leute. Und deshalb werden wir nicht lockerlassen und mit unserer wachsenden Mitgliederzahl immer weiter Druck auf die Politik ausüben. Denn in der Politik ändert sich nur dann etwas, wenn entsprechend Druck gemacht wird."
Der stellvertretende VdK-Landesvorsitzende Hermann Imhof war Hauptredner auf der Auftaktkundgebung. Er warnte: "Der Sozialabbau, der schon seit Jahren voranschreitet, bringt mit dem angekündigten ‚Herbst der Reformen‘ das Fundament unseres Sozialstaats gefährlich ins Wanken. Wir zahlen einen hohen Preis, wenn am Sozialen gespart wird. Eine solche Strategie hungert unsere Demokratie regelrecht aus und spielt nur den Falschen in die Hände. Nämlich extremistischen Parteien, die aus der Enttäuschung der Menschen Gewinn schlagen."
Imhof kritisierte konkrete Vorhaben der Sozialpolitik. Die geplante Krankschreibung ab dem ersten Tag nannte er "eine der größten Misstrauenserklärungen an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die es in der Geschichte der deutschen Sozialpolitik je gegeben hat". Zudem belasteten Kürzungen beim Krankengeld und höhere Zuzahlungen für Medikamente die Ärmsten massiv. "Gesundheit muss für alle bezahlbar sein", forderte Imhof.
Ein Kernanliegen des VdK ist die Stärkung der häuslichen Pflege. Imhof kritisierte die Bayerische Staatsregierung für die Halbierung des Landespflegegelds von 1.000 auf 500 Euro im Jahr. Dies sei eine "Ohrfeige für Pflegebedürftige und ihre Familien". Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung angekündigten Einschnitte in der Pflegeversicherung treffe diese Sparmaßnahme die Pflegebedürftigen noch härter. Die Verschärfungen zur Erlangung eines Pflegegrads, die Wegnahme der Geldleistung bei Pflegegrad 1 sowie die rentenrechtliche Benachteiligung der häuslichen Pflegetätigkeit würden die Not in den Familien verstärken. Imhof betonte: "Pflege muss menschenwürdig sein!"
Die Sorge um die Absicherung im Alter treibt die VdK-Mitglieder besonders um. Die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren empört viele. Imhof kritisierte: "Die Mitglieder, die in dieser Sache zu uns kommen, sind weder faul noch gierig. Sie haben oft seit ihrem 15., 16. Lebensjahr viel und schwer gearbeitet. Die Arbeitswelt wird immer härter, gerade für Ältere. Wie sollen sie noch länger durchhalten?" Er forderte die Beibehaltung dieser Regelung, mindestens aber Vertrauensschutz für rentennahe Jahrgänge. Zudem warnte er vor "Rentenkürzungen durch die Hintertür", indem Frühverrentungsmöglichkeiten für langjährig Versicherte abgeschafft und das Renteneintrittsalter heraufgesetzt werden. Dies leiste der ohnehin hohen Altersarmut in Bayern weiteren Vorschub.
Zur Finanzierung eines leistungsfähigen Sozialstaats schlug Imhof konkrete Maßnahmen vor: ein Sozialversicherungssystem für alle Bürgerinnen und Bürger, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer sowie eine Reform der Erbschaftssteuer, die Schlupflöcher für große Erbschaften schließt. "Ein leistungsfähiger Sozialstaat wäre gut zu finanzieren, dafür muss man nicht in die Geldbeutel der Menschen greifen, die ohnehin schon wenig haben", betonte er.
Foto: ht
München (kobinet)
Angesichts drohender Leistungskürzungen bei Rente, Gesundheit und Pflege haben am 17. September 2026 rund 3.000 Menschen in München mit dem Sozialverband VdK Bayern gegen Sozialabbau und für einen starken Sozialstaat demonstriert. Aus ganz Bayern waren VdK-Mitglieder angereist, alle 69 Kreisverbände des Verbandes hatten Fahrten in die Landeshauptstadt organisiert. Der Demonstrationszug führte vom Königsplatz durch die Maxvorstadt bis zum Siegestor.
VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder erklärte in seinem Grußwort bei der Auftaktkundgebung am Königsplatz: "Viele Mitglieder haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten an uns und unsere VdK-Kreisgeschäftsstellen gewandt, weil sie mit den zahllosen Reformüberlegungen im Bund und im Freistaat nicht einverstanden sind. Viele sind wütend und unsicher. Mit unserer VdK-Demo verleihen wir dem Protest und der Sorge konstruktiven Ausdruck. Leidenschaft und Kampfgeist machen den VdK schon immer stark!" Aktuell zählt der Sozialverband VdK Bayern mehr als 865.000 Mitglieder. Pausder betonte: "Wir sind eine soziale Macht in Bayern. Der VdK ist die größte Bürgerbewegung für die kleinen Leute. Und deshalb werden wir nicht lockerlassen und mit unserer wachsenden Mitgliederzahl immer weiter Druck auf die Politik ausüben. Denn in der Politik ändert sich nur dann etwas, wenn entsprechend Druck gemacht wird."
Der stellvertretende VdK-Landesvorsitzende Hermann Imhof war Hauptredner auf der Auftaktkundgebung. Er warnte: "Der Sozialabbau, der schon seit Jahren voranschreitet, bringt mit dem angekündigten ‚Herbst der Reformen‘ das Fundament unseres Sozialstaats gefährlich ins Wanken. Wir zahlen einen hohen Preis, wenn am Sozialen gespart wird. Eine solche Strategie hungert unsere Demokratie regelrecht aus und spielt nur den Falschen in die Hände. Nämlich extremistischen Parteien, die aus der Enttäuschung der Menschen Gewinn schlagen."
Imhof kritisierte konkrete Vorhaben der Sozialpolitik. Die geplante Krankschreibung ab dem ersten Tag nannte er "eine der größten Misstrauenserklärungen an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die es in der Geschichte der deutschen Sozialpolitik je gegeben hat". Zudem belasteten Kürzungen beim Krankengeld und höhere Zuzahlungen für Medikamente die Ärmsten massiv. "Gesundheit muss für alle bezahlbar sein", forderte Imhof.
Ein Kernanliegen des VdK ist die Stärkung der häuslichen Pflege. Imhof kritisierte die Bayerische Staatsregierung für die Halbierung des Landespflegegelds von 1.000 auf 500 Euro im Jahr. Dies sei eine "Ohrfeige für Pflegebedürftige und ihre Familien". Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung angekündigten Einschnitte in der Pflegeversicherung treffe diese Sparmaßnahme die Pflegebedürftigen noch härter. Die Verschärfungen zur Erlangung eines Pflegegrads, die Wegnahme der Geldleistung bei Pflegegrad 1 sowie die rentenrechtliche Benachteiligung der häuslichen Pflegetätigkeit würden die Not in den Familien verstärken. Imhof betonte: "Pflege muss menschenwürdig sein!"
Die Sorge um die Absicherung im Alter treibt die VdK-Mitglieder besonders um. Die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren empört viele. Imhof kritisierte: "Die Mitglieder, die in dieser Sache zu uns kommen, sind weder faul noch gierig. Sie haben oft seit ihrem 15., 16. Lebensjahr viel und schwer gearbeitet. Die Arbeitswelt wird immer härter, gerade für Ältere. Wie sollen sie noch länger durchhalten?" Er forderte die Beibehaltung dieser Regelung, mindestens aber Vertrauensschutz für rentennahe Jahrgänge. Zudem warnte er vor "Rentenkürzungen durch die Hintertür", indem Frühverrentungsmöglichkeiten für langjährig Versicherte abgeschafft und das Renteneintrittsalter heraufgesetzt werden. Dies leiste der ohnehin hohen Altersarmut in Bayern weiteren Vorschub.
Zur Finanzierung eines leistungsfähigen Sozialstaats schlug Imhof konkrete Maßnahmen vor: ein Sozialversicherungssystem für alle Bürgerinnen und Bürger, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer sowie eine Reform der Erbschaftssteuer, die Schlupflöcher für große Erbschaften schließt. "Ein leistungsfähiger Sozialstaat wäre gut zu finanzieren, dafür muss man nicht in die Geldbeutel der Menschen greifen, die ohnehin schon wenig haben", betonte er.





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