Kassel (kobinet)
Was passiert in einer Kata-strophe mit bestimmten Menschen?
Eine Kata-strophe ist ein sehr großes Un-Glück.
Dabei werden viele Menschen verletzt.
Manche Menschen sterben dabei.
Kata-strophen-schutz warnt Menschen vor solchen Gefahren.
Zum Beispiel vor Unwetter oder Feuer.
Zum Beispiel eine Über-schwemmung oder ein großes Feuer.
Bei einer Über-schwemmung steht sehr viel Wasser auf dem Land.
Häuser und Straßen stehen dann unter Wasser.
Manche Menschen brauchen besondere Hilfe.
Sie brauchen zum Beispiel:
Medikamente, Strom für Geräte, Hilfs-mittel oder Assistenz.
Ein Medikament ist ein Mittel für die Gesundheit.
Manche Menschen brauchen es jeden Tag.
Ohne das Medikament werden sie krank.
Eine Assistenz hilft anderen Menschen im Alltag.
Oder sie brauchen Informationen ohne Hindernisse.
Ein Hindernis ist etwas, das im Weg steht.
Es macht eine Sache schwerer oder unmöglich.
Alle müssen diesen Schutz früh planen.
Man darf nicht warten, bis die Gefahr da ist.
Die Bedürf-nisse von Menschen mit Behinderung müssen von Anfang an bedacht werden.
Bedürf-nisse sind Dinge, die eine Person braucht.
Das können zum Beispiel Ruhe, Hilfe oder besondere Unter-stützung sein.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Menschen mit Behinderung brauchen oft mehr Hilfe als andere.
Heidi Blödorn hat dazu ein neues Buch geschrieben.
Das Buch heißt: Das Graf-schafter Modell – Barriere-freier Kata-strophen-schutz.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können es nutzen.
Martina Scheel hat auf dieses Buch aufmerksam gemacht.
Das Buch hat 39 Kapitel.
Ein Kapitel ist ein Teil eines Buches.
Jedes Kapitel hat ein eigenes Thema.
Es zeigt, was Städte und Gemeinden tun müssen.
So können sie alle Menschen schützen.
Es enthält auch 131 praktische Werk-zeuge.
Werk-zeuge bedeutet hier: Hilfreiche Methoden und Tipps.
Eine Methode ist ein Plan, wie man etwas tut.
Zum Beispiel: Erst informieren, dann handeln.
Diese Werk-zeuge helfen dabei, Ideen umzusetzen.
Ein wichtiges Thema im Buch ist die Persönliche Kritische Infra-struktur.
Das bedeutet: Dinge, die ein Mensch persönlich zum Leben braucht.
Ohne diese Dinge ist das Leben in Gefahr.
Deshalb heißen sie kritisch – das bedeutet: lebens-wichtig.
Kurz nennt man das: PKI.
PKI steht für: Persönliche Kritische Infra-struktur.
Das kann zum Beispiel sein:
Medikamente, elektrische Hilfs-mittel, Assistenz oder Strom.
Diese Dinge sind für manche Menschen lebens-wichtig.
Genau wie Straßen oder Wasser für alle wichtig sind.
Das Buch behandelt viele Themen.
Zum Beispiel: Warn-meldungen für alle verständlich machen.
Eine Warn-Meldung ist eine wichtige Nachricht.
Sie sagt: Achtung, es gibt eine Gefahr!
Oder: Wie kommt man sicher aus einem Gebäude?
Und: Wo können Menschen in einer Kata-strophe schlafen?
Das Buch richtet sich an viele Gruppen.
Zum Beispiel an Land-kreise und Kommunen.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Dort wohnen Menschen zusammen.
Sie haben eigene Regeln für das Zusammen-Leben.
Auch Feuer-wehren und Hilfs-Organisationen sind gemeint.
Eine Hilfs-Organisation ist eine Gruppe von Menschen.
Sie helfen anderen Menschen in Not.
Und Behörden, Politik und Pflege-einrichtungen.
Eine Behörde ist ein Amt des Staates.
Dort arbeiten Menschen für die Bürger.
Eine Pflege-Einrichtung ist ein Ort, wo Menschen betreut werden.
Dort bekommen sie täglich Hilfe und Pflege.
Auch Menschen mit Behinderung können das Buch nutzen.
Es gibt Tipps zur eigenen Vorbereitung.
Und Tipps, wie du sagst, was du brauchst.
Und wie du deine Rechte durch-setzen kannst.
Das Graf-schafter Modell hat eine klare Über-zeugung.
Inklusion darf nicht nur ein guter Wunsch sein.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Alle Menschen gehören dazu.
Niemand bleibt außen vor.
Die Ideen aus dem Buch können auch andere nutzen.
Andere Städte und Regionen können sie übernehmen.
Eine Region ist ein größeres Gebiet in einem Land.
Zum Beispiel der Bereich rund um eine Stadt.
Jede Region kann die Ideen anpassen.
Das Ziel ist: In einer Kata-strophe wird niemand vergessen.
Hier findest du mehr Informationen zum Buch.
Du kannst das Buch dort auch kaufen.
Foto: Heidi Blödorn
Kassel (kobinet)
Was geschieht in einer Katastrophe mit Menschen, die auf Assistenz, Medikamente, Strom, Hilfsmittel oder barrierefreie Kommunikation angewiesen sind? Barrierefreier Katastrophenschutz darf nicht erst beginnen, wenn die Sirenen heulen. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, Pflege- und Unterstützungsbedarf müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Hierzu gibt es nun ein neues Buch von Heidi Blödorn, auf das Martina Scheel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. "Das Grafschafter Modell – Barrierefreier Katastrophenschutz" verbindet Inklusion, Selbstbestimmung und Bevölkerungsschutz zu einem praxisorientierten Gesamtkonzept. In 39 Kapiteln werden zentrale Herausforderungen eines inklusiven Katastrophenschutzes betrachtet. Der umfangreiche Werkzeugkasten mit 131 praktischen Werkzeugen unterstützt dabei, aus Erkenntnissen konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis zu entwickeln.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Persönlichen Kritischen Infrastruktur (PKI): Für manche Menschen können beispielsweise Medikamente, elektrische Hilfsmittel, Kommunikationsmöglichkeiten, Assistenz oder eine gesicherte Stromversorgung ebenso lebenswichtig sein wie die klassische öffentliche Infrastruktur. Das Buch behandelt unter anderem Fragen rund um barrierefreie Warnung und Kommunikation, Evakuierung, Notunterkünfte, Pflege und Assistenz, persönliche Hilfsmittel, Assistenzhunde, Stromversorgung und Krisenvorsorge. Es richtet sich insbesondere an Landkreise und Kommunen, Katastrophenschutzbehörden, Feuerwehren und Hilfsorganisationen, Politik und Verwaltung, Behindertenbeauftragte und Behindertenvertretungen sowie Pflege-, Sozial- und Unterstützungseinrichtungen. Gleichzeitig bietet es Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen Anregungen für die eigene Vorsorge und Selbstvertretung.
Das Grafschafter Modell entstand aus der Überzeugung, dass Inklusion im Bevölkerungsschutz nicht bei guten Absichten stehen bleiben darf. Die entwickelten Ansätze und Werkzeuge sind so angelegt, dass sie auch von anderen Kommunen und Regionen aufgegriffen und an die jeweiligen örtlichen Strukturen angepasst werden können: "In Schüttorf entstanden – für die Grafschaft gedacht – auf andere Regionen übertragbar. Für eine Zukunft, in der niemand vergessen wird", heißt es in der Ankündigung.
Foto: Heidi Blödorn
Kassel (kobinet)
Was geschieht in einer Katastrophe mit Menschen, die auf Assistenz, Medikamente, Strom, Hilfsmittel oder barrierefreie Kommunikation angewiesen sind? Barrierefreier Katastrophenschutz darf nicht erst beginnen, wenn die Sirenen heulen. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, Pflege- und Unterstützungsbedarf müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Hierzu gibt es nun ein neues Buch von Heidi Blödorn, auf das Martina Scheel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. "Das Grafschafter Modell – Barrierefreier Katastrophenschutz" verbindet Inklusion, Selbstbestimmung und Bevölkerungsschutz zu einem praxisorientierten Gesamtkonzept. In 39 Kapiteln werden zentrale Herausforderungen eines inklusiven Katastrophenschutzes betrachtet. Der umfangreiche Werkzeugkasten mit 131 praktischen Werkzeugen unterstützt dabei, aus Erkenntnissen konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis zu entwickeln.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Persönlichen Kritischen Infrastruktur (PKI): Für manche Menschen können beispielsweise Medikamente, elektrische Hilfsmittel, Kommunikationsmöglichkeiten, Assistenz oder eine gesicherte Stromversorgung ebenso lebenswichtig sein wie die klassische öffentliche Infrastruktur. Das Buch behandelt unter anderem Fragen rund um barrierefreie Warnung und Kommunikation, Evakuierung, Notunterkünfte, Pflege und Assistenz, persönliche Hilfsmittel, Assistenzhunde, Stromversorgung und Krisenvorsorge. Es richtet sich insbesondere an Landkreise und Kommunen, Katastrophenschutzbehörden, Feuerwehren und Hilfsorganisationen, Politik und Verwaltung, Behindertenbeauftragte und Behindertenvertretungen sowie Pflege-, Sozial- und Unterstützungseinrichtungen. Gleichzeitig bietet es Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen Anregungen für die eigene Vorsorge und Selbstvertretung.
Das Grafschafter Modell entstand aus der Überzeugung, dass Inklusion im Bevölkerungsschutz nicht bei guten Absichten stehen bleiben darf. Die entwickelten Ansätze und Werkzeuge sind so angelegt, dass sie auch von anderen Kommunen und Regionen aufgegriffen und an die jeweiligen örtlichen Strukturen angepasst werden können: "In Schüttorf entstanden – für die Grafschaft gedacht – auf andere Regionen übertragbar. Für eine Zukunft, in der niemand vergessen wird", heißt es in der Ankündigung.





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