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Bentele: Entlastung darf kein Rettungsprogramm für Mineralölkonzerne werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet)

Angesichts der aktuell hohen Spritpreise in Deutschland hat VdK-Präsidentin Verena Bentele die angekündigten Entlastungen der Bundesregierung kommentiert. Diese dürften kein Rettungsprogramm für Mineralölkonzerne werden, sondern müssten gezielt bei den Menschen ankommen, die sich die hohen Spritpreise nicht mehr leisten könnten, betonte Verena Bentele heute am 18. September 2026. Betroffen seien insbesondere mobile Pflegekräfte, deren Fahrtkosten nicht mehr gedeckt seien, Menschen mit Behinderung, für die Busse und Bahnen oft keine barrierefreie Alternative zum eigenen Auto böten, sowie Menschen im ländlichen Raum, die auf das Auto angewiesen seien.

Die Menschen warteten nicht auf weitere Ankündigungen, sondern auf ein Entlastungspaket, das Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit verbinde, so Bentele. Dazu gehörten ein Direktauszahlungsmechanismus, ein echtes Mobilitätsgeld, ein bezahlbares Deutschlandticket sowie ein bundesweites Sozialticket. Grundsatz müsse sein: Wer am stärksten unter den Folgen steigender Preise leide, werde auch am stärksten entlastet.

Der Sozialverband VdK fordert von der Bundesregierung, die Bürgerinnen und Bürger jetzt durch eine Direktauszahlung zu entlasten. Diese sollte sozial gestaffelt erfolgen, damit sie gezielt bei Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen sowie in der Grund- und Alterssicherung ankomme. Die entstehende Infrastruktur solle langfristig nutzbar bleiben, etwa für ein späteres Klimageld oder schnelle Hilfen in künftigen Krisen.

Statt der bisherigen Pendlerpauschale, von der Besserverdienende überproportional profitierten, brauche es ein Mobilitätsgeld, das allen Menschen unabhängig vom Einkommen und von der Mobilitätsart in gleicher Höhe zugutekomme, sagte Verena Bentele. Zudem gehöre das Deutschlandticket auf die Agenda: Damit der Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn eine echte Alternative sei, sei es notwendig, es wieder günstiger zu machen. Davon profitierten insbesondere Menschen mit geringem Einkommen.

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