Bonn (kobinet)
Ein schlimmes Bild kann viel Schaden anrichten.
Ein gemeiner Kommentar auch.
Ein Kommentar ist ein Text mit der Meinung einer Person.
Das nennt man Cyber-Mobbing.
Cyber-Mobbing bedeutet: Jemand wird im Internet gemein behandelt.
Zum Beispiel bekommt die Person böse Nachrichten oder wird ausgelacht.
Das ist kein harmloser Streit.
Harmlos bedeutet: Etwas ist nicht gefährlich.
Es kann niemandem schaden.
Das ist ein ernstes Problem.
Am 17. September 2026 gab es eine besondere Schul-Stunde.
Sie heißt klick-safe Schul-Stunde.
Das Motto war: Online gemobbt.
Real verletzt.
Gemeinsam gegen Cyber-Mobbing!
Ein Motto ist ein kurzer Spruch, der sagt, worum es bei etwas geht.
65.820 Schüler-innen und Schüler haben mitgemacht.
Sie kamen aus ganz Deutschland.
2.194 Schul-Klassen haben teilgenommen.
Die Schüler-innen und Schüler waren in der 5. bis 8. Klasse.
Sie haben gemeinsam über Cyber-Mobbing gesprochen.
Sie haben gelernt: Wie erkenne ich Cyber-Mobbing?
Sie haben gelernt: Wie kann ich helfen?
Sie haben gelernt: Wie gehen wir freundlich miteinander um?
Fach-Expertinnen und Fach-Experten haben mitgemacht.
Fach-Expertinnen und Fach-Experten sind Menschen, die sich sehr gut auskennen.
Zusammen haben alle über Lösungen nachgedacht.
Auch Tony Eberhardt war dabei.
Tony Eberhardt war Finalist bei Germany's Next Top-Model.
Ein Finalist ist jemand, der beim letzten Teil eines Wett-bewerbs dabei ist.
Die Person hat es bis fast ganz nach oben geschafft.
Er hat von seinen eigenen Mobbing-Erfahrungen erzählt.
Die klick-safe Schul-Stunde hatte 3 Partner.
Die Partner heißen: klick-safe, Aktion Mensch und Nummer gegen Kummer.
Nummer gegen Kummer ist eine Beratungs-Stelle für junge Menschen.
Eine Beratungs-Stelle ist ein Ort, wo Menschen Hilfe bekommen.
Dort arbeiten Fachleute, die bei Problemen helfen.
Zum ersten Mal gab es die Schul-Stunde auch in Deutscher Gebärden-Sprache.
Gebärden-Sprache bedeutet: Menschen sprechen mit den Händen.
Gehörlose Menschen nutzen Gebärden-Sprache.
Gehörlos bedeutet: Ein Mensch kann nichts hören.
So konnten auch gehörlose Menschen teilnehmen.
Christina Marx arbeitet bei der Aktion Mensch.
Sie sagt: Cyber-Mobbing betrifft sehr viele junge Menschen.
Besonders oft betrifft es Menschen mit einer Beeinträchtigung.
Eine Beeinträchtigung bedeutet: Manche Dinge fallen einer Person schwerer als anderen.
Die Person braucht dabei manchmal Unterstützung.
Sie sagt: Alle müssen lernen, respektvoll miteinander umzugehen.
Alle sollen gleich-berechtigt mitmachen können.
Gleich-berechtigt bedeutet: Alle Menschen haben dieselben Rechte.
Niemand darf wegen seiner Herkunft oder Behinderung benachteiligt werden.
Was haben die Schüler-innen und Schüler gesagt?
Die Schüler-innen und Schüler haben Fragen beantwortet.
Fast alle finden: Cyber-Mobbing ist ein ernstes Problem.
Das ist ein wichtiges Ergebnis.
Ein Ergebnis zeigt, was bei etwas herausgekommen ist.
Zum Beispiel: Was haben viele Menschen geantwortet?
Aber nur etwa die Hälfte weiß: Wie kann ich Betroffenen helfen?
Betroffene sind Menschen, die gemobbt werden.
Noch nie haben so viele Schüler-innen und Schüler mitgemacht.
Das zeigt: Viele junge Menschen brauchen mehr Unterstützung.
Sie müssen lernen: Wie stoppe ich Cyber-Mobbing?
Und: Wo bekomme ich Hilfe?
Deborah Woldemichael leitet klick-safe.
klick-safe ist ein Programm für sicheres Internet.
Sie sagt: Auch kleine Handlungen können etwas verändern.
Wer hinschaut und handelt, kann Cyber-Mobbing stoppen.
Jeder Mensch kann Verantwortung übernehmen.
Verantwortung bedeutet: Du machst deine Aufgabe gut.
Du kümmerst dich selbst um Probleme.
Tony Eberhardt ist Model und Sprecher.
Ein Sprecher ist jemand, der vor anderen Menschen redet.
Er erklärt etwas oder erzählt von sich.
Er macht außerdem Bilder, Videos und Texte für das Internet.
Er hatte selbst eine Hör-Behinderung und wurde viele Jahre gemobbt.
Eine Hör-Behinderung bedeutet: Ein Mensch kann schlecht oder gar nicht hören.
Der Mensch braucht manchmal besondere Hilfe.
Er erzählt seine Geschichte.
Er hofft: Sie hilft einem Kind.
Er wünscht sich: Kinder sollen den Mut finden, über Mobbing zu sprechen.
Chioma Alukuma arbeitet bei Nummer gegen Kummer.
Sie sagt: Wenn du gemobbt wirst, bleib nicht allein damit.
Manchmal weiß man nicht, was man tun soll.
Du kannst dir Hilfe holen.
Du kannst mit jemandem darüber reden.
Vielleicht hast du selbst jemanden verletzt.
Auch dann kannst du etwas ändern.
Materialien für Lehrerinnen und Lehrer
Cyber-Mobbing ist auch nach der Schul-Stunde noch ein Thema.
Deshalb gibt es Materialien für den Unterricht.
Materialien sind Dinge, die man zum Arbeiten oder Lernen braucht.
Das können zum Beispiel Arbeits-Blätter oder Aufgaben-Hefte sein.
Lehrerinnen und Lehrer können sie kostenlos nutzen.
Die Materialien zeigen: Wie erkenne ich Mobbing früh?
Wie zeige ich Zivil-Courage?
Zivil-Courage bedeutet: Anderen Menschen mutig helfen.
Auch wenn das schwer oder gefährlich ist.
Alle Materialien sind in Einfacher Sprache geschrieben.
Sie sind barriere-frei gestaltet.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können die Inhalte nutzen.
Auch Menschen mit einer Behinderung.
So können möglichst viele Schüler-innen und Schüler etwas davon lernen.
Was sagen die Menschen, die mitgemacht haben?
Deborah Woldemichael sagt: Respekt kommt nicht von selbst.
Wir müssen genau hinschauen.
Und wir müssen mutig sein.
Wir alle können Teil der Lösung sein.
Christina Marx von der Aktion Mensch sagt: Wir setzen uns für junge Menschen ein.
Wir tun das seit über 20 Jahren.
Wir wollen, dass alle die gleichen Chancen haben.
Anna Zacharias leitet Nummer gegen Kummer.
Sie sagt: Junge Menschen kommen oft zuerst zu uns.
Sie erzählen uns von ihren Problemen.
Bei uns erfahren sie: Sie werden ernst genommen.
Zusammen überlegen wir: Was kann ich jetzt tun?
Zusatz-Informationen zur Umfrage
Bei einer Umfrage werden viele Menschen gefragt.
Alle antworten auf die gleichen Fragen.
Während der Schul-Stunde gab es eine Live-Umfrage.
Live bedeutet: Die Ergebnisse waren sofort sichtbar.
Über 20.000 Menschen haben abgestimmt.
Die Teilnahme war freiwillig und anonym.
Freiwillig bedeutet: Du entscheidest selbst.
Niemand zwingt dich dazu.
Anonym bedeutet: Niemand weiß, wer mitgemacht hat.
Es wurden keine persönlichen Daten gespeichert.
Persönliche Daten sind Angaben über dich, zum Beispiel dein Name oder deine Adresse.
Hinweis: Die Umfrage gilt nicht für alle Schüler-innen und Schüler in Deutschland.
Sie zeigt nur die Meinungen der Menschen, die mitgemacht haben.
Die klick-safe Schul-Stunde gibt es schon länger.
Jedes Mal geht es um ein anderes wichtiges Thema.
Zum Beispiel: Hass im Netz, Fake-News oder Künstliche Intelligenz.
Hass im Netz bedeutet: Menschen schreiben im Internet sehr gemeine oder böse Dinge über andere.
Fake-News sind falsche Nachrichten, die nicht stimmen, aber echt aussehen.
Künstliche Intelligenz bedeutet: Computer können denken und lernen, ähnlich wie Menschen.
Die aktuelle Schul-Stunde wurde im Media-Turm in Ludwigshafen aufgezeichnet.
Aufgezeichnet bedeutet: Etwas wurde mit einer Kamera festgehalten.
Man kann es später noch einmal ansehen.
Mehr Informationen findest du hier:
www.klick-safe.de/klick-safe-schul-stunde
Foto: Aktion Mensch e. V.
Bonn (kobinet)
Ein peinliches Bild, ein verletzender Kommentar – für Betroffene kann sich daraus ein Albtraum entwickeln: Cybermobbing ist kein harmloser Streit im Netz, sondern ein ernsthaftes Problem mit weitreichenden Folgen. Das bestätigen auch die Ergebnisse einer Umfrage unter den 65.820 Schüler*innen aus allen Teilen Deutschlands, die am 17. September 2026 an der klicksafe Schulstunde unter dem Motto "Online gemobbt. Real verletzt. Gemeinsam gegen Cybermobbing!" teilnahmen. Insgesamt schalteten sich 2.194 Schulklassen der Jahrgangsstufen fünf bis acht zu dem interaktiven inklusiven Streamingformat dazu, um die Mechanismen und weitreichenden Auswirkungen von digitaler Anfeindung zu verstehen, zu diskutieren und zu reflektieren. Gemeinsam mit Fachexpert*innen erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Strategien, wie sie Cybermobbing erkennen, Betroffene unterstützen und zu einem respektvollen Miteinander im Netz beitragen können. Mit dabei: "Germany’s Next Topmodel"-Finalist Tony Eberhardt, der persönliche Einblicke in seine Erfahrungen mit Mobbing teilte, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch heißt.
Erstmalig wurde die klicksafe Schulstunde in Kooperation mit der Aktion Mensch und Nummer gegen Kummer durchgeführt und in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Für Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch, ist der Umgang mit Cybermobbing auch eine Frage von Inklusion und Teilhabe: "Cybermobbing ist ein Problem, das viel zu viele junge Menschen betrifft – noch einmal mehr aber junge Menschen mit Beeinträchtigung. Das dürfen wir als Gesellschaft nicht länger hinnehmen. Ein respektvolles Miteinander und eine gleichberechtigte Teilhabe müssen von Anfang an gelernt und gelebt werden." Auch Schutz und Begleitung sind für Betroffene wichtig. Durch die Nummer gegen Kummer wurde die klicksafe Schulstunde zusätzlich um ein unmittelbares Hilfeangebot für alle teilnehmenden Schüler*innen ergänzt.
Schüler*innen sind sich einig: Cybermobbing ist ein ernstes Problem
Was oft mit vermeintlich harmlosen Kommentaren beginnt, kann schnell an Dynamik gewinnen und weitreichende Folgen für die Betroffenen haben. Das bestätigen die weiteren Ergebnisse der Umfrage unter den 65.820 Schüler*innen im Rahmen der Veranstaltung. Alarmierend: Nur knapp die Hälfte weiß, wie sie Betroffenen helfen kann.
Die Rekordteilnahme macht deutlich, wie hoch der Bedarf an Aufklärung und Präventionsarbeit ist, um Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Risiken von digitaler Gewalt zu sensibilisieren und ihre Medienkompetenz zu stärken. Gleichzeitig zeigt sich, dass junge Menschen mehr Handlungsstrategien und Unterstützungsangebote benötigen, um die Mobbing-Spirale zu durchbrechen. "Schon kleine Handlungen können einen Unterschied machen und ein Umfeld schaffen, in dem Respekt, Zusammenhalt und Zivilcourage stärker sind als Ausgrenzung. Jede Person kann hier Verantwortung übernehmen. Wer hinschaut und handelt, durchbricht die Dynamik, die Cybermobbing antreibt", erklärt Deborah Woldemichael, Leiterin von klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz.
Wie wichtig Erkennen und Einschreiten sind, weiß auch Model, Speaker und Content Creator Tony Eberhardt. Er war selbst aufgrund seiner Hörbehinderung viele Jahre betroffen: "Wenn meine Geschichte dazu beiträgt, dass auch nur ein Kind den Mut findet, darüber zu sprechen, eine Lehrkraft genauer hinsieht, Eltern früher handeln oder politische Veränderungen angestoßen werden, dann hat all das, was ich erlebt habe, heute einen Sinn."
Chioma Alukuma, Beraterin bei der Nummer gegen Kummer und Expertin in der klicksafe Schulstunde, erläutert: "Wenn man Cybermobbing erlebt oder mitbekommt, ist es gut, wenn man nicht alleine damit bleibt. Manchmal weiß man einfach nicht, was man tun oder wie man helfen soll. Aber auch wenn man selbst jemanden verletzt oder beim Mobbing mitgemacht hat, kann man etwas ändern und Verantwortung übernehmen. Ich finde, es ist wichtig, dass alle wissen: Man kann sich Hilfe holen und mit jemandem darüber reden."
Cybermobbing stoppt nicht mit der Schulstunde: Materialien für pädagogische Praxis
Um das Thema über die klicksafe Schulstunde hinaus nachhaltig im Unterricht – und damit auch im Alltag – zu verankern, werden Lehrer*innen und pädagogischen Fachkräften umfangreiche Begleitmaterialien zur Verfügung gestellt. Die praxisnahen Unterrichtsprojekte zeigen Schüler*innen, wie sie Mobbing frühzeitig erkennen, Zivilcourage zeigen und als Klassengemeinschaft zu einem respektvollen Miteinander beitragen können. Gleichzeitig soll die Arbeit mit den Inhalten auch die Medienkompetenz junger Menschen stärken. Alle Materialien sind in Einfacher Sprache verfasst und barrierefrei gestaltet, um die Inhalte möglichst vielen Schüler*innen zugänglich zu machen.
Weitere Stimmen zur klicksafe Schulstunde
Deborah Woldemichael, Leiterin von klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz: "Ein respektvolles Miteinander entsteht nicht von allein, es braucht Aufmerksamkeit, Haltung und Mut. Wir alle sind Teil der Lösung, um Cybermobbing wirksam zu stoppen!"
Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch: "Eine chancenreiche und -gleiche Zukunft unserer Gesellschaft ist unser Anliegen und Antrieb zugleich. Als größte nichtstaatliche Förderorganisation in der Kinder- und Jugendhilfe setzen wir uns gemeinsam mit unseren Förderprojekten seit über 20 Jahren entschlossen für junge Menschen ein."
Anna Zacharias, Geschäftsführerin und Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Nummer gegen Kummer fügte hinzu: "Als anonymes Beratungsangebot sind wir häufig die ersten, denen sich junge Menschen anvertrauen. In der Beratung machen sie die Erfahrung, dass sie ernst genommen werden. Das ist die Grundlage, um gemeinsam nächste Schritte zu erarbeiten."
Zusatzinformationen und Bildmaterial
Im Rahmen der klicksafe Schulstunde am 17. September 2026 wurde unter den digital teilnehmenden Schüler*innen eine Live-Umfrage durchgeführt. Über 20.000 Stimmen wurden dabei abgegeben. Die Schüler*innen konnten an der Umfrage einmalig, freiwillig und ohne Erfassung personenbezogener Daten mittels eines QR-Codes teilnehmen. Die Ergebnisse wurden aggregiert und prozentual in Echtzeit während der Schulstunde dargestellt. Hinweis: Die Umfrage ist nicht repräsentativ für Schüler*innen der entsprechenden Altersgruppe in Deutschland.
Die klicksafe Schulstunde hat sich fest als interaktives Bildungsangebot etabliert. Jede Ausgabe widmet sich einem relevanten Thema. Ob Hass im Netz, Fake News oder Deepfakes und KI: Junge Menschen werden sensibilisiert und gestärkt, um sich sicher, verantwortungsvoll und selbstbewusst im Netz zu bewegen. Die aktuelle klicksafe Schulstunde wurde im Media:TURM in Ludwigshafen aufgezeichnet und ist Teil des Back-to-School-Aktionsmonats, der sich in diesem Jahr ebenfalls mit dem Thema Cybermobbing auseinandersetzt: www.klicksafe.de/klicksafe-schulstunde sowie www.klicksafe.de/back-to-school.
Weiterführende Informationen zum Engagement der Aktion Mensch gegen Mobbing sowie zum Beratungsangebot von Nummer gegen Kummer gibt's unter www.aktion-mensch.de/mobbing und www.nummergegenkummer.de.
Foto: Aktion Mensch e. V.
Bonn (kobinet)
Ein peinliches Bild, ein verletzender Kommentar – für Betroffene kann sich daraus ein Albtraum entwickeln: Cybermobbing ist kein harmloser Streit im Netz, sondern ein ernsthaftes Problem mit weitreichenden Folgen. Das bestätigen auch die Ergebnisse einer Umfrage unter den 65.820 Schüler*innen aus allen Teilen Deutschlands, die am 17. September 2026 an der klicksafe Schulstunde unter dem Motto "Online gemobbt. Real verletzt. Gemeinsam gegen Cybermobbing!" teilnahmen. Insgesamt schalteten sich 2.194 Schulklassen der Jahrgangsstufen fünf bis acht zu dem interaktiven inklusiven Streamingformat dazu, um die Mechanismen und weitreichenden Auswirkungen von digitaler Anfeindung zu verstehen, zu diskutieren und zu reflektieren. Gemeinsam mit Fachexpert*innen erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Strategien, wie sie Cybermobbing erkennen, Betroffene unterstützen und zu einem respektvollen Miteinander im Netz beitragen können. Mit dabei: "Germany’s Next Topmodel"-Finalist Tony Eberhardt, der persönliche Einblicke in seine Erfahrungen mit Mobbing teilte, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch heißt.
Erstmalig wurde die klicksafe Schulstunde in Kooperation mit der Aktion Mensch und Nummer gegen Kummer durchgeführt und in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Für Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch, ist der Umgang mit Cybermobbing auch eine Frage von Inklusion und Teilhabe: "Cybermobbing ist ein Problem, das viel zu viele junge Menschen betrifft – noch einmal mehr aber junge Menschen mit Beeinträchtigung. Das dürfen wir als Gesellschaft nicht länger hinnehmen. Ein respektvolles Miteinander und eine gleichberechtigte Teilhabe müssen von Anfang an gelernt und gelebt werden." Auch Schutz und Begleitung sind für Betroffene wichtig. Durch die Nummer gegen Kummer wurde die klicksafe Schulstunde zusätzlich um ein unmittelbares Hilfeangebot für alle teilnehmenden Schüler*innen ergänzt.
Schüler*innen sind sich einig: Cybermobbing ist ein ernstes Problem
Was oft mit vermeintlich harmlosen Kommentaren beginnt, kann schnell an Dynamik gewinnen und weitreichende Folgen für die Betroffenen haben. Das bestätigen die weiteren Ergebnisse der Umfrage unter den 65.820 Schüler*innen im Rahmen der Veranstaltung. Alarmierend: Nur knapp die Hälfte weiß, wie sie Betroffenen helfen kann.
Die Rekordteilnahme macht deutlich, wie hoch der Bedarf an Aufklärung und Präventionsarbeit ist, um Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Risiken von digitaler Gewalt zu sensibilisieren und ihre Medienkompetenz zu stärken. Gleichzeitig zeigt sich, dass junge Menschen mehr Handlungsstrategien und Unterstützungsangebote benötigen, um die Mobbing-Spirale zu durchbrechen. "Schon kleine Handlungen können einen Unterschied machen und ein Umfeld schaffen, in dem Respekt, Zusammenhalt und Zivilcourage stärker sind als Ausgrenzung. Jede Person kann hier Verantwortung übernehmen. Wer hinschaut und handelt, durchbricht die Dynamik, die Cybermobbing antreibt", erklärt Deborah Woldemichael, Leiterin von klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz.
Wie wichtig Erkennen und Einschreiten sind, weiß auch Model, Speaker und Content Creator Tony Eberhardt. Er war selbst aufgrund seiner Hörbehinderung viele Jahre betroffen: "Wenn meine Geschichte dazu beiträgt, dass auch nur ein Kind den Mut findet, darüber zu sprechen, eine Lehrkraft genauer hinsieht, Eltern früher handeln oder politische Veränderungen angestoßen werden, dann hat all das, was ich erlebt habe, heute einen Sinn."
Chioma Alukuma, Beraterin bei der Nummer gegen Kummer und Expertin in der klicksafe Schulstunde, erläutert: "Wenn man Cybermobbing erlebt oder mitbekommt, ist es gut, wenn man nicht alleine damit bleibt. Manchmal weiß man einfach nicht, was man tun oder wie man helfen soll. Aber auch wenn man selbst jemanden verletzt oder beim Mobbing mitgemacht hat, kann man etwas ändern und Verantwortung übernehmen. Ich finde, es ist wichtig, dass alle wissen: Man kann sich Hilfe holen und mit jemandem darüber reden."
Cybermobbing stoppt nicht mit der Schulstunde: Materialien für pädagogische Praxis
Um das Thema über die klicksafe Schulstunde hinaus nachhaltig im Unterricht – und damit auch im Alltag – zu verankern, werden Lehrer*innen und pädagogischen Fachkräften umfangreiche Begleitmaterialien zur Verfügung gestellt. Die praxisnahen Unterrichtsprojekte zeigen Schüler*innen, wie sie Mobbing frühzeitig erkennen, Zivilcourage zeigen und als Klassengemeinschaft zu einem respektvollen Miteinander beitragen können. Gleichzeitig soll die Arbeit mit den Inhalten auch die Medienkompetenz junger Menschen stärken. Alle Materialien sind in Einfacher Sprache verfasst und barrierefrei gestaltet, um die Inhalte möglichst vielen Schüler*innen zugänglich zu machen.
Weitere Stimmen zur klicksafe Schulstunde
Deborah Woldemichael, Leiterin von klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz: "Ein respektvolles Miteinander entsteht nicht von allein, es braucht Aufmerksamkeit, Haltung und Mut. Wir alle sind Teil der Lösung, um Cybermobbing wirksam zu stoppen!"
Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch: "Eine chancenreiche und -gleiche Zukunft unserer Gesellschaft ist unser Anliegen und Antrieb zugleich. Als größte nichtstaatliche Förderorganisation in der Kinder- und Jugendhilfe setzen wir uns gemeinsam mit unseren Förderprojekten seit über 20 Jahren entschlossen für junge Menschen ein."
Anna Zacharias, Geschäftsführerin und Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Nummer gegen Kummer fügte hinzu: "Als anonymes Beratungsangebot sind wir häufig die ersten, denen sich junge Menschen anvertrauen. In der Beratung machen sie die Erfahrung, dass sie ernst genommen werden. Das ist die Grundlage, um gemeinsam nächste Schritte zu erarbeiten."
Zusatzinformationen und Bildmaterial
Im Rahmen der klicksafe Schulstunde am 17. September 2026 wurde unter den digital teilnehmenden Schüler*innen eine Live-Umfrage durchgeführt. Über 20.000 Stimmen wurden dabei abgegeben. Die Schüler*innen konnten an der Umfrage einmalig, freiwillig und ohne Erfassung personenbezogener Daten mittels eines QR-Codes teilnehmen. Die Ergebnisse wurden aggregiert und prozentual in Echtzeit während der Schulstunde dargestellt. Hinweis: Die Umfrage ist nicht repräsentativ für Schüler*innen der entsprechenden Altersgruppe in Deutschland.
Die klicksafe Schulstunde hat sich fest als interaktives Bildungsangebot etabliert. Jede Ausgabe widmet sich einem relevanten Thema. Ob Hass im Netz, Fake News oder Deepfakes und KI: Junge Menschen werden sensibilisiert und gestärkt, um sich sicher, verantwortungsvoll und selbstbewusst im Netz zu bewegen. Die aktuelle klicksafe Schulstunde wurde im Media:TURM in Ludwigshafen aufgezeichnet und ist Teil des Back-to-School-Aktionsmonats, der sich in diesem Jahr ebenfalls mit dem Thema Cybermobbing auseinandersetzt: www.klicksafe.de/klicksafe-schulstunde sowie www.klicksafe.de/back-to-school.
Weiterführende Informationen zum Engagement der Aktion Mensch gegen Mobbing sowie zum Beratungsangebot von Nummer gegen Kummer gibt's unter www.aktion-mensch.de/mobbing und www.nummergegenkummer.de.





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