BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamt-Verband hat sich geäußert.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein großer Zusammen-Schluss von vielen Hilfs-Organisationen in Deutschland.
Die Organisationen helfen Menschen, die Unterstützung brauchen.
Der Verband hat eine Meinung zu einem Plan geäußert.
Dieser Plan kommt von der Bundes-Regierung.
Der Plan heißt: Zehn-Punkte-Plan gegen Sozial-Missbrauch.
Sozial-Missbrauch bedeutet: Jemand nutzt Geld vom Staat auf falsche Weise.
Dieses Geld war aber für andere Menschen gedacht.
Sozial-Leistungen sind zum Beispiel Arbeits-losen-Geld oder Rente.
Dr. Joachim Rock ist der Chef des Verbandes.
Dr. Rock sagte: Kriminelle Netz-Werke müssen verfolgt werden.
Kriminelle Netz-Werke sind Gruppen von Menschen, die zusammen Unrecht tun.
Diese Menschen nutzen andere Menschen aus.
Sie nutzen dabei die Not anderer Menschen aus.
Dr. Rock warnte außerdem vor einem Problem.
Manche Menschen sind Opfer dieser kriminellen Gruppen.
Opfer bedeutet: Diese Menschen werden von anderen ausgenutzt.
Neue Regeln dürfen diese Opfer nicht bestrafen.
Opfer dürfen keine weiteren Nachteile bekommen.
Dr. Rock sagte: Wer Menschen ausnutzt, muss bestraft werden.
Solche Menschen vermieten schlechte Wohnungen.
Sie lassen andere Menschen schlecht arbeiten.
Dafür bekommen sie Geld.
Das ist ihr Plan zum Geld-Verdienen.
Der Verband lehnt bestimmte strengere Regeln ab.
General-Verdacht bedeutet: Alle Menschen einer Gruppe gelten als verdächtig.
Dabei hat keiner von ihnen etwas Falsches getan.
Solche Regeln treffen Menschen wegen ihrer Herkunft.
Soziale Lage bedeutet: Wie viel Geld jemand hat und wie jemand lebt.
Solche Regeln treffen auch Menschen wegen ihrer sozialen Lage.
Statt General-Verdacht brauchen Menschen Unterstützung.
Dr. Rock nannte einen wichtigen Schutz vor Aus-beutung.
Aus-beutung bedeutet: Jemand lässt andere viel arbeiten.
Diese Menschen bekommen dafür aber nur sehr wenig Geld.
Der beste Schutz ist: Menschen werden unabhängig.
Dazu brauchen sie Sprache, Bildung und gute Arbeit.
Menschen brauchen dafür:
die deutsche Sprache lernen
Bildung und Beratung
gute Arbeit
Teil-habe
Teil-habe bedeutet: Man macht bei etwas mit und gehört dazu.
Dr. Rock kritisierte geplante Kürzungen bei Integrations-Kursen.
Integrations-Kurse sind Lern-Kurse für Menschen, die neu in Deutschland sind.
Dort lernen sie die deutsche Sprache und Regeln des Alltags.
Diese Kürzungen sind falsch.
Sie schwächen Menschen, statt sie zu stärken.
Dr. Rock sagte zum Schluss: Der Staat muss Täter verfolgen.
Täter sind Menschen, die Unrecht tun.
Kriminelle Netz-Werke sollen keine Möglichkeit mehr haben.
Sie sollen andere Menschen nicht mehr ausnutzen können.
Aber auch die Opfer müssen gestärkt werden.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband hat sich zum Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung gegen Sozialmissbrauch geäußert. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, betonte gestern in dem Zusammenhang, dass kriminelle Netzwerke, die Notlagen ausnutzen, konsequent verfolgt werden müssten. Gleichzeitig warnte er davor, die Opfer solcher Strukturen durch Verschärfungen der Anspruchsvoraussetzungen zu belasten. "Wer die Notlage von Menschen ausnutzt, sich an Schrottimmobilien bereichert und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und Sozialleistungsmissbrauch zum Geschäftsmodell macht, muss mit allen rechtlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen werden", sagte Rock. Die Opfer dürften jedoch nicht zu den Leidtragenden des Aktionsplans werden. Der Verband lehnt daher Verschärfungen ab, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder sozialen Lage unter Generalverdacht stellen. Als wirksamsten Schutz vor Ausbeutung nannte Rock die Unabhängigkeit der Betroffenen durch Zugang zu Sprache, Bildung, Beratung, guter Arbeit und sozialer Teilhabe. Kritisch merkte er an, dass die geplanten Kürzungen bei den Integrationskursen diesem Ziel widersprächen. "Wer kriminellen Netzwerken ihre Geschäftsgrundlage entziehen will, muss nicht nur die Täter konsequent verfolgen, sondern auch diejenigen stärken, deren Notlage von ihnen ausgenutzt wird", so Rock.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband hat sich zum Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung gegen Sozialmissbrauch geäußert. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, betonte gestern in dem Zusammenhang, dass kriminelle Netzwerke, die Notlagen ausnutzen, konsequent verfolgt werden müssten. Gleichzeitig warnte er davor, die Opfer solcher Strukturen durch Verschärfungen der Anspruchsvoraussetzungen zu belasten. "Wer die Notlage von Menschen ausnutzt, sich an Schrottimmobilien bereichert und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und Sozialleistungsmissbrauch zum Geschäftsmodell macht, muss mit allen rechtlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen werden", sagte Rock. Die Opfer dürften jedoch nicht zu den Leidtragenden des Aktionsplans werden. Der Verband lehnt daher Verschärfungen ab, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder sozialen Lage unter Generalverdacht stellen. Als wirksamsten Schutz vor Ausbeutung nannte Rock die Unabhängigkeit der Betroffenen durch Zugang zu Sprache, Bildung, Beratung, guter Arbeit und sozialer Teilhabe. Kritisch merkte er an, dass die geplanten Kürzungen bei den Integrationskursen diesem Ziel widersprächen. "Wer kriminellen Netzwerken ihre Geschäftsgrundlage entziehen will, muss nicht nur die Täter konsequent verfolgen, sondern auch diejenigen stärken, deren Notlage von ihnen ausgenutzt wird", so Rock.





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