MAINZ (kobinet)
Viele Familien in Deutschland haben wenig Geld.
Sie müssen jeden Euro genau einteilen.
Das nennt man Kinder-Armut.
Kinder-Armut bedeutet: Manche Kinder haben nicht genug Geld.
Sie haben nicht genug zu essen oder keine warmen Kleider.
Kinder-Armut ist kein Zahlen-Problem.
Kinder-Armut ist ein Problem für echte Menschen.
Der Kinder-Schutz-Bund ist ein Verein.
Der Verein hilft Kindern in Rheinland-Pfalz.
Der Verein hat Politiker angeschrieben.
Ein Politiker arbeitet für die Menschen in Deutschland.
Die Menschen wählen die Politiker.
Politiker entscheiden über wichtige Regeln und Gesetze.
Die Politiker sind im Bundes-Tag.
Der Bundes-Tag ist eine Gruppe von gewählten Politikern.
Diese Politiker kommen aus Rheinland-Pfalz.
Sie kommen von CDU, Grünen, Linken und SPD.
CDU, Grüne, Linke und SPD sind Parteien.
Eine Partei ist eine Gruppe von Politikern mit gleichen Zielen.
Der Verein hat die Politiker um etwas gebeten.
Familien mit wenig Geld bekommen 25 Euro extra im Monat.
Das nennt man Sofort-Zuschlag.
Der Sofort-Zuschlag ist extra Geld vom Staat.
Arme Kinder bekommen dieses Geld jeden Monat.
Die Politiker wollen dieses Geld streichen.
Der Verein sagt: Das darf nicht passieren.
Ab 2026 bekommt ein Kind bis 5 Jahre 357 Euro im Monat.
Davon sind 117 Euro für Essen gedacht.
Das sind 3,91 Euro pro Tag.
Für Bildung und Freizeit bleiben 1,93 Euro im Monat.
Davon kann man keine Bunt-Stifte kaufen.
Auch kein Buch und kein Mal-Heft.
Den Sofort-Zuschlag gibt es seit 2022.
Der Staat wollte den Sofort-Zuschlag nur für kurze Zeit geben.
Das nennt man Übergangs-Lösung.
Eine Übergangs-Lösung gilt nur so lange, bis es eine bessere Lösung gibt.
Danach sollte eine neue Kinder-Hilfe kommen.
Diese neue Hilfe ist nicht gekommen.
Deshalb gibt es den Sofort-Zuschlag noch immer.
Klaus Peter Lohest leitet den Kinder-Schutz-Bund in Rheinland-Pfalz.
Klaus Peter Lohest sagt: 25 Euro sind für viele Menschen wenig.
Aber für arme Familien ist das sehr viel.
Diese Familien müssen jeden Cent zählen.
Für sie sind 25 Euro keine kleine Menge Geld.
Kinder-Armut hat Folgen fürs spätere Leben.
Manche Kinder wachsen in armen Familien auf.
Diese Kinder machen später seltener eine Aus-bildung.
In einer Aus-bildung lernst du einen Beruf.
Du lernst in einer Schule und in einem Betrieb.
Diese Menschen brauchen später häufiger Geld vom Staat.
Klaus Peter Lohest sagt: Der Staat spart jetzt Geld.
Aber später gibt der Staat mehr Geld aus.
Das schadet den Kindern und Familien.
Das schadet auch dem Sozial-System.
Das Sozial-System hilft Menschen in Deutschland.
Zum Beispiel: Kranken-Versicherung und Rente.
Der Verein warnt noch vor weiteren Problemen.
Es soll bei vielen Hilfen gespart werden.
Hier sind Beispiele:
Es soll weniger Unterhalts-Vorschuss geben.
Der Unterhalts-Vorschuss ist Geld vom Staat.
Der Staat zahlt dieses Geld, wenn ein Eltern-Teil kein Geld für sein Kind zahlt.
Es soll weniger Wohn-Geld geben.
Wohn-Geld ist Geld vom Staat.
Das Geld hilft bei der Miete.
Auch die Kinder- und Jugend-Hilfe soll weniger Geld bekommen.
Kinder- und Jugend-Hilfe bedeutet: Der Staat unterstützt Kinder und Familien.
Die Hilfe sorgt dafür: Kinder können gut aufwachsen.
Klaus Peter Lohest sagt: Wer Kinder-Armut nicht bekämpft, schadet den Kindern.
Diese Kinder haben später weniger Chancen im Leben.
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MAINZ (kobinet)
Kinderarmut zeigt sich nicht in Statistiken, sondern im Alltag von Familien, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Der Kinderschutzbund Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. hat deshalb die rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten von CDU, Grünen, Linken und SPD aufgefordert, die geplante Streichung des Sofortzuschlags für Familien im Kinderzuschlag in Höhe von 25 Euro monatlich nicht mitzutragen. Der Regelbedarf für ein Kind zwischen null und fünf Jahren liegt 2026 bei 357 Euro im Monat. Davon sind 117,15 Euro für Ernährung vorgesehen, umgerechnet 3,91 Euro am Tag. Für Bildung und Kultur bleiben 1,93 Euro im Monat übrig. Ein Betrag, in dem weder Buntstifte noch ein Buch oder ein Ausmalheft Platz finden.
Der Sofortzuschlag wurde 2022 als Übergangslösung eingeführt, zunächst mit 20, später mit 25 Euro, bis die geplante Kindergrundsicherung greifen sollte. Diese Reform ist gescheitert. Der Zuschlag ist geblieben und hat seither zumindest einen Teil der finanziellen Belastungen einkommensarmer Familien abgefedert. "Für Sie, für mich und viele andere wäre der Verlust von 25 Euro im Monat verkraftbar. Für Familien, die schon heute mit jedem Cent rechnen müssen, ist das kein kleiner Betrag", erklärt Klaus Peter Lohest, Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes RLP.
Was in der Kindheit an finanzieller Sicherheit fehlt, holt viele Betroffene später wieder ein. Kinderarmut wirkt langfristig: Junge Menschen aus Familien mit längerem Bürgergeldbezug beginnen seltener eine Ausbildung und sind später häufiger selbst auf Grundsicherung angewiesen. Lohest: "Wer heute an der Unterstützung für Familien spart, nimmt in Kauf, dass sich diese Kosten in einer anderen Form später wieder zeigen, bei den Betroffenen selbst und im Sozialsystem."
Der Verband warnt zugleich vor weiteren geplanten Belastungen für Familien: darunter Einschränkungen beim Unterhaltsvorschuss und Wohngeld sowie Kürzungen in der Kinder-und Jugendhilfe. "Wer Kinderarmut ignoriert, verbaut diesen Kindern ihre Zukunft", so Lohest weiter.
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Kinderarmut zeigt sich nicht in Statistiken, sondern im Alltag von Familien, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Der Kinderschutzbund Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. hat deshalb die rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten von CDU, Grünen, Linken und SPD aufgefordert, die geplante Streichung des Sofortzuschlags für Familien im Kinderzuschlag in Höhe von 25 Euro monatlich nicht mitzutragen. Der Regelbedarf für ein Kind zwischen null und fünf Jahren liegt 2026 bei 357 Euro im Monat. Davon sind 117,15 Euro für Ernährung vorgesehen, umgerechnet 3,91 Euro am Tag. Für Bildung und Kultur bleiben 1,93 Euro im Monat übrig. Ein Betrag, in dem weder Buntstifte noch ein Buch oder ein Ausmalheft Platz finden.
Der Sofortzuschlag wurde 2022 als Übergangslösung eingeführt, zunächst mit 20, später mit 25 Euro, bis die geplante Kindergrundsicherung greifen sollte. Diese Reform ist gescheitert. Der Zuschlag ist geblieben und hat seither zumindest einen Teil der finanziellen Belastungen einkommensarmer Familien abgefedert. "Für Sie, für mich und viele andere wäre der Verlust von 25 Euro im Monat verkraftbar. Für Familien, die schon heute mit jedem Cent rechnen müssen, ist das kein kleiner Betrag", erklärt Klaus Peter Lohest, Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes RLP.
Was in der Kindheit an finanzieller Sicherheit fehlt, holt viele Betroffene später wieder ein. Kinderarmut wirkt langfristig: Junge Menschen aus Familien mit längerem Bürgergeldbezug beginnen seltener eine Ausbildung und sind später häufiger selbst auf Grundsicherung angewiesen. Lohest: "Wer heute an der Unterstützung für Familien spart, nimmt in Kauf, dass sich diese Kosten in einer anderen Form später wieder zeigen, bei den Betroffenen selbst und im Sozialsystem."
Der Verband warnt zugleich vor weiteren geplanten Belastungen für Familien: darunter Einschränkungen beim Unterhaltsvorschuss und Wohngeld sowie Kürzungen in der Kinder-und Jugendhilfe. "Wer Kinderarmut ignoriert, verbaut diesen Kindern ihre Zukunft", so Lohest weiter.





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