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VdK zu Linnemanns Plänen: Rentenansprüche pflegender Angehöriger sollen nicht gekürzt werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet)

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" angekündigt, die geplante Kürzung der Rentenansprüche für pflegende Angehörige um 30 Prozent zurückzunehmen. Der Sozialverband VdK begrüßt dies als "wichtiges Signal", mahnt jedoch eine verbindliche Finanzierungszusage an. VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte: "Die Anerkennung der Leistung pflegender Angehöriger ist überfällig. Dass Minister Linnemann die Kritik an den geplanten Kürzungen aufgreift und so früh nach seinem Amtsantritt eine Korrektur angekündigt hat, ist ein positives Signal für viele Millionen Menschen." Gleichzeitig bleibe die Finanzierungsfrage offen, so Bentele. Linnemann habe lediglich von einem Spielraum gesprochen, den er prüfen wolle. Der VdK fordert eine verbindliche Klärung aus Steuermitteln, da es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handele.

Der Verband kritisiert zudem den Referentenentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes unter Linnemanns Amtsvorgängerin Nina Warken. Die darin vorgesehene Absenkung der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige auf 70 Prozent hätte deren soziale Absicherung verschlechtert. Der VdK korrigiert zudem eine Aussage Linnemanns: Nach aktuellen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums wurden im Dezember 2025 rund 5,1 Millionen Pflegebedürftige zu Hause versorgt – das sind über 80 Prozent aller Pflegebedürftigen.

Zusätzlich fordert der VdK, die Möglichkeit zu erhalten, auch während des Rentenbezugs über eine Teilrente zusätzliche Entgeltpunkte für die Pflege von Angehörigen zu erwerben. Bentele unterstrich: "Pflegende Angehörige sind das Rückgrat unseres Pflegesystems. Sie vor zusätzlichen Belastungen zu bewahren, ist das Mindeste – was sie wirklich brauchen, ist spürbare Entlastung."

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