Hamburg (kobinet)
In Hamburg beginnt das neue Schul-Jahr.
Viele Menschen sind besorgt.
Sie sorgen sich um Kinder mit Behinderungen.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Diese Kinder brauchen besondere Hilfe in der Schule.
Diese Hilfe nennt man Schul-Begleitung.
Schul-Begleitung bedeutet: Eine Person hilft einem Kind in der Schule.
Diese Person heißt Schul-Begleiter.
Der Schul-Begleiter unterstützt nur dieses eine Kind.
Mehr als 4.000 Kinder in Hamburg brauchen Schul-Begleitung.
Jetzt plant die Schul-Behörde eine Änderung.
Schul-Behörde bedeutet: Das Amt, das für die Schulen zuständig ist.
Die Änderung sieht so aus:
Eine Begleit-Person soll mehrere Kinder gleichzeitig betreuen.
Viele Menschen finden das falsch.
Eine Schul-Begleiterin heißt Nicole Singh.
Nicole Singh hat eine Petition gestartet.
Petition bedeutet: Viele Menschen unterschreiben einen Brief.
Damit fordern sie etwas von wichtigen Leuten.
Mehr als 87.000 Menschen haben diese Petition unterschrieben.
Nicole Singh sagt:
Die Kinder bekommen jetzt weniger Unterstützung.
Die Kinder können schlechter am Unterricht teilnehmen.
Unterricht ist Lernen in der Schule.
Ein Lehrer oder eine Lehrerin erklärt etwas.
Das ist ein Rück-Schritt für die Kinder.
Auch andere Menschen kritisieren die Pläne.
Die Eltern-Kammer Hamburg ist dagegen.
Die Eltern-Kammer ist eine Gruppe von Eltern.
Diese Gruppe spricht für alle Eltern in Hamburg.
Die GEW Hamburg ist auch dagegen.
GEW bedeutet: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Das ist ein Verein für Lehr-Kräfte.
Der Verein setzt sich für die Rechte der Lehr-Kräfte ein.
Eltern und Fach-Kräfte haben ein Video veröffentlicht.
Fach-Kräfte sind Menschen mit viel Wissen in ihrem Beruf.
In dem Video sprechen sie die Schul-Senatorin an.
Schul-Senatorin bedeutet: Die Politikerin, die für die Schulen verantwortlich ist.
Die Schul-Senatorin heißt Ksenija Bekeris.
Die Menschen sagen in dem Video:
Helfen Sie den Kindern in Hamburg!
Die Zahl der Kinder mit Schul-Begleitung ist stark gestiegen.
Vor 10 Jahren hatten 1.574 Kinder eine Schul-Begleitung.
Heute sind es 4.011 Kinder.
Das ist mehr als doppelt so viele wie früher.
Behinderten-Verbände sind ebenfalls gegen die Pläne.
Behinderten-Verbände sind Vereine für Menschen mit Behinderungen.
Sie setzen sich gemeinsam für die Rechte dieser Menschen ein.
Die Verbände sagen: Die Pläne sind nicht richtig.
Alle Kinder mit Behinderungen haben das Recht auf Bildung.
Das steht in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Das ist ein weltweiter Vertrag.
Viele Länder haben versprochen: Sie achten die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Foto: change.org
Hamburg (kobinet)
Anlässlich des Schulstarts in Hamburg warnen Betroffene vor den Folgen geplanter Kürzungen in der Schulbegleitung. Mehr als 4.000 Kinder in der Stadt sind auf eine individuelle Begleitung angewiesen. Ab diesem Schuljahr soll jedoch eine Begleitperson mehrere Kinder gleichzeitig betreuen. Die Schulbegleiterin Nicole Singh hat dazu eine Petition auf Change.org gestartet, die bereits über 87.000 Unterstützende verzeichnet.
"Die Schulbehörde spricht von Weiterentwicklung, doch wir spüren nur eins: Kürzungen", sagt Singh. In den ersten Schultagen berichten Eltern und Schulen bereits von gekürzten Betreuungsstunden. "Wir erleben jetzt jeden Tag, was die Kürzungen tatsächlich bedeuten: Kinder, die nicht mehr die Unterstützung bekommen, um überhaupt am Unterricht teilzunehmen. Das ist keine Weiterentwicklung, das ist ein klarer Rückschritt für die Kinder, die am meisten unsere Hilfe brauchen", so Singh.
Auch öffentlich wächst die Kritik. Die "WELT" berichtete jüngst über 540 neu geprüfte Fälle und räumte ein, dass die Schulsenatorin Ksenija Bekeris Fehler in der Kommunikation der Behörde eingestehe. Neben den Unterzeichnenden der Petition unterstützen auch die Elternkammer Hamburg und die GEW Hamburg die Forderung nach einer Aussetzung der geplanten Änderungen. In einem Social-Media-Video richten sich Eltern und Fachkräfte direkt an Bekeris: "Lassen Sie Hamburgs Kinder nicht im Stich!"
Der Bedarf nach Schulbegleitung hat sich in Hamburg in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt: Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Schulbegleitung stieg von 1.574 im Schuljahr 2014/15 auf 4.011 im Schuljahr 2025/26, laut Hamburger Schulbehörde. Behindertenverbände sehen die geplanten Maßnahmen im Widerspruch zu Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention, der allen Kindern mit Behinderung gleichberechtigten Zugang zu Bildung garantiert.
Foto: change.org
Hamburg (kobinet)
Anlässlich des Schulstarts in Hamburg warnen Betroffene vor den Folgen geplanter Kürzungen in der Schulbegleitung. Mehr als 4.000 Kinder in der Stadt sind auf eine individuelle Begleitung angewiesen. Ab diesem Schuljahr soll jedoch eine Begleitperson mehrere Kinder gleichzeitig betreuen. Die Schulbegleiterin Nicole Singh hat dazu eine Petition auf Change.org gestartet, die bereits über 87.000 Unterstützende verzeichnet.
"Die Schulbehörde spricht von Weiterentwicklung, doch wir spüren nur eins: Kürzungen", sagt Singh. In den ersten Schultagen berichten Eltern und Schulen bereits von gekürzten Betreuungsstunden. "Wir erleben jetzt jeden Tag, was die Kürzungen tatsächlich bedeuten: Kinder, die nicht mehr die Unterstützung bekommen, um überhaupt am Unterricht teilzunehmen. Das ist keine Weiterentwicklung, das ist ein klarer Rückschritt für die Kinder, die am meisten unsere Hilfe brauchen", so Singh.
Auch öffentlich wächst die Kritik. Die "WELT" berichtete jüngst über 540 neu geprüfte Fälle und räumte ein, dass die Schulsenatorin Ksenija Bekeris Fehler in der Kommunikation der Behörde eingestehe. Neben den Unterzeichnenden der Petition unterstützen auch die Elternkammer Hamburg und die GEW Hamburg die Forderung nach einer Aussetzung der geplanten Änderungen. In einem Social-Media-Video richten sich Eltern und Fachkräfte direkt an Bekeris: "Lassen Sie Hamburgs Kinder nicht im Stich!"
Der Bedarf nach Schulbegleitung hat sich in Hamburg in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt: Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Schulbegleitung stieg von 1.574 im Schuljahr 2014/15 auf 4.011 im Schuljahr 2025/26, laut Hamburger Schulbehörde. Behindertenverbände sehen die geplanten Maßnahmen im Widerspruch zu Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention, der allen Kindern mit Behinderung gleichberechtigten Zugang zu Bildung garantiert.





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