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Immer mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten

12 Euro
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Foto: omp

FRANKFURT am Main (kobinet)

In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen auch im Ruhestand: 2025 waren 14 Prozent der Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren erwerbstätig, 2024 lag ihr Anteil noch bei 13 Prozent. Auf die Zahlen des Statistischen Bundesamts, die das belegen, verweist der Sozialverband Hessen / Thüringen. Den neuen Daten zufolge arbeiteten 73 Prozent als abhängig Beschäftigte, knapp zwei Drittel (65 Prozent) davon waren in einem Mini- oder Ein-Euro-Job geringfügig tätig. Der größte Teil (40 Prozent) ging einer Beschäftigung bis zu 10 Stunden pro Woche nach, für 13 Prozent hatte die Arbeitswoche aber sogar mehr als 40 Stunden.

Den Trend fördert sicher auch, dass der Gesetzgeber verschiedene finanzielle Anreize gesetzt hat, um ältere Menschen länger im Arbeitsleben zu halten und so dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Seit 2023 gibt es etwa für Rentner in Deutschland keine Hinzuverdienstgrenze mehr. Und nach den Regelungen der sogenannten Aktivrente können Arbeitnehmer seit Januar 2026 nach Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze bis zu 2000 Euro pro Monat steuerfrei aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hinzuverdienen.

Einen weiteren Indikator dafür, dass viele Betroffene den zusätzlichen Verdienst brauchen, um über die Runden zu kommen, bildet die auf hohem Niveau verharrende Armutsgefährdung der Altersgruppe 65 plus. Laut Sozialberichterstattung gelten in Hessen 19,5 Prozent dieser Senioren als armutsgefährdet, in Thüringen 18,7 Prozent. In dieselbe Richtung weist die steigende Zahl älterer Menschen im Grundsicherungsbezug: In Hessen erhielten Ende 2025 mehr als 67.700 Menschen Grundsicherung im Alter (plus 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), in Thüringen mehr als 9.200 Personen. Im Freistaat war der Zuwachs mit 7,4 Prozent besonders stark.

Allerdings hat nicht jeder die Möglichkeit, seine Altersversorgung durch einen Zuverdienst aufzubessern. Von der Option ausgeschlossen – und damit unter Umständen allein auf die gesetzliche Rente angewiesen – sind diejenigen, die etwa durch Krankheit oder Einschränkungen nicht mehr arbeitsfähig sind, Angehörige pflegen oder körperlich schwere Arbeiten nicht mehr ausführen können.

Der VdK fordert daher eine auskömmliche gesetzliche Altersversorgung für alle.

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