FRANKFURT am Main (kobinet)
Immer mehr Rentner in Deutschland arbeiten noch.
Rentner sind alte Menschen.
Sie müssen nicht mehr arbeiten.
Sie bekommen Geld vom Staat.
Das Geld heißt Rente.
Rente bedeutet: Du hast lange gearbeitet.
Jetzt bist du alt.
Du bekommst Geld vom Staat.
Du musst nicht mehr arbeiten.
Das nennt man Ruhe-Stand.
Im Jahr 2025 arbeiteten 14 von 100 Rentnern noch.
Diese Rentner waren zwischen 65 und 74 Jahren alt.
Im Jahr 2024 waren es noch 13 von 100.
Es werden also mehr Rentner, die arbeiten.
Das Statistische Bundes-Amt hat diese Zahlen gesammelt.
Das Statistische Bundes-Amt zählt viele Dinge in Deutschland.
Der Sozial-Verband Hessen und Thüringen hat darauf hingewiesen.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen anderen Menschen mit Problemen.
73 von 100 arbeitenden Rentnern hatten einen festen Arbeit-Geber.
Ein Arbeit-Geber ist ein Chef oder eine Firma.
Der Arbeit-Geber gibt Menschen Arbeit und bezahlt sie.
65 von 100 arbeitenden Rentnern hatten einen Mini-Job.
Mini-Job bedeutet: kleine Arbeit mit wenigen Stunden.
Man bekommt dabei nur wenig Geld.
40 von 100 arbeiteten bis zu 10 Stunden pro Woche.
13 von 100 arbeiteten mehr als 40 Stunden pro Woche.
Der Staat will: Ältere Menschen sollen länger arbeiten.
Dafür gibt es Geld-Vorteile.
Geld-Vorteile bedeutet: Du bekommst mehr Geld.
Das soll Menschen dazu bringen, länger zu arbeiten.
Seit 2023 dürfen Rentner unbegrenzt dazu verdienen.
Vorher gab es eine Grenze.
Seit Januar 2026 gibt es die Aktiv-Rente.
Aktiv-Rente bedeutet: Du arbeitest weiter nach der Rente.
Du kannst bis zu 2.000 Euro pro Monat dazu verdienen.
Dieses Geld ist steuer-frei.
Steuern sind Geld für den Staat.
Alle müssen einen Teil ihres Geldes an den Staat geben.
Steuer-frei bedeutet: Du musst davon keine Steuern zahlen.
Viele ältere Menschen haben zu wenig Geld zum Leben.
Das nennt man Armuts-Gefährdung.
Armuts-Gefährdung bedeutet: Das Geld reicht nicht für alles.
Zum Beispiel nicht für Essen oder Kleidung.
In Hessen sind fast 20 von 100 Senioren armuts-gefährdet.
In Thüringen sind es fast 19 von 100.
Immer mehr ältere Menschen brauchen Grund-Sicherung.
Grund-Sicherung bedeutet: Der Staat zahlt Geld zum Leben.
Das Geld reicht für das Wichtigste.
Zum Beispiel für Essen und eine Wohnung.
In Hessen bekamen Ende 2025 mehr als 67.700 Menschen Grund-Sicherung.
Das waren 3 von 100 mehr als im Jahr davor.
In Thüringen bekamen mehr als 9.200 Menschen Grund-Sicherung.
Dort stieg die Zahl sogar um 7 von 100.
Aber nicht alle Rentner können arbeiten.
Manche sind krank.
Manche können körperlich schwere Arbeit nicht mehr machen.
Manche kümmern sich um kranke Angehörige.
Angehörige sind Menschen aus der eigenen Familie.
Zum Beispiel die Mutter, der Vater oder die Schwester.
Diese Menschen können kein Geld dazu verdienen.
Sie bekommen nur Geld von der Rente.
Der VdK ist ein Sozial-Verband in Deutschland.
VdK steht für: Sozial-Verband Deutschland.
Der VdK hilft Menschen mit wenig Geld.
Er hilft auch Menschen mit Behinderungen.
Der VdK fordert: Alle sollen eine ausreichende Rente bekommen.
Ausreichend bedeutet: Das Geld reicht wirklich zum Leben.
Foto: omp
FRANKFURT am Main (kobinet)
In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen auch im Ruhestand: 2025 waren 14 Prozent der Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren erwerbstätig, 2024 lag ihr Anteil noch bei 13 Prozent. Auf die Zahlen des Statistischen Bundesamts, die das belegen, verweist der Sozialverband Hessen / Thüringen. Den neuen Daten zufolge arbeiteten 73 Prozent als abhängig Beschäftigte, knapp zwei Drittel (65 Prozent) davon waren in einem Mini- oder Ein-Euro-Job geringfügig tätig. Der größte Teil (40 Prozent) ging einer Beschäftigung bis zu 10 Stunden pro Woche nach, für 13 Prozent hatte die Arbeitswoche aber sogar mehr als 40 Stunden.
Den Trend fördert sicher auch, dass der Gesetzgeber verschiedene finanzielle Anreize gesetzt hat, um ältere Menschen länger im Arbeitsleben zu halten und so dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Seit 2023 gibt es etwa für Rentner in Deutschland keine Hinzuverdienstgrenze mehr. Und nach den Regelungen der sogenannten Aktivrente können Arbeitnehmer seit Januar 2026 nach Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze bis zu 2000 Euro pro Monat steuerfrei aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hinzuverdienen.
Einen weiteren Indikator dafür, dass viele Betroffene den zusätzlichen Verdienst brauchen, um über die Runden zu kommen, bildet die auf hohem Niveau verharrende Armutsgefährdung der Altersgruppe 65 plus. Laut Sozialberichterstattung gelten in Hessen 19,5 Prozent dieser Senioren als armutsgefährdet, in Thüringen 18,7 Prozent. In dieselbe Richtung weist die steigende Zahl älterer Menschen im Grundsicherungsbezug: In Hessen erhielten Ende 2025 mehr als 67.700 Menschen Grundsicherung im Alter (plus 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), in Thüringen mehr als 9.200 Personen. Im Freistaat war der Zuwachs mit 7,4 Prozent besonders stark.
Allerdings hat nicht jeder die Möglichkeit, seine Altersversorgung durch einen Zuverdienst aufzubessern. Von der Option ausgeschlossen – und damit unter Umständen allein auf die gesetzliche Rente angewiesen – sind diejenigen, die etwa durch Krankheit oder Einschränkungen nicht mehr arbeitsfähig sind, Angehörige pflegen oder körperlich schwere Arbeiten nicht mehr ausführen können.
Der VdK fordert daher eine auskömmliche gesetzliche Altersversorgung für alle.
Foto: omp
FRANKFURT am Main (kobinet)
In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen auch im Ruhestand: 2025 waren 14 Prozent der Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren erwerbstätig, 2024 lag ihr Anteil noch bei 13 Prozent. Auf die Zahlen des Statistischen Bundesamts, die das belegen, verweist der Sozialverband Hessen / Thüringen. Den neuen Daten zufolge arbeiteten 73 Prozent als abhängig Beschäftigte, knapp zwei Drittel (65 Prozent) davon waren in einem Mini- oder Ein-Euro-Job geringfügig tätig. Der größte Teil (40 Prozent) ging einer Beschäftigung bis zu 10 Stunden pro Woche nach, für 13 Prozent hatte die Arbeitswoche aber sogar mehr als 40 Stunden.
Den Trend fördert sicher auch, dass der Gesetzgeber verschiedene finanzielle Anreize gesetzt hat, um ältere Menschen länger im Arbeitsleben zu halten und so dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Seit 2023 gibt es etwa für Rentner in Deutschland keine Hinzuverdienstgrenze mehr. Und nach den Regelungen der sogenannten Aktivrente können Arbeitnehmer seit Januar 2026 nach Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze bis zu 2000 Euro pro Monat steuerfrei aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hinzuverdienen.
Einen weiteren Indikator dafür, dass viele Betroffene den zusätzlichen Verdienst brauchen, um über die Runden zu kommen, bildet die auf hohem Niveau verharrende Armutsgefährdung der Altersgruppe 65 plus. Laut Sozialberichterstattung gelten in Hessen 19,5 Prozent dieser Senioren als armutsgefährdet, in Thüringen 18,7 Prozent. In dieselbe Richtung weist die steigende Zahl älterer Menschen im Grundsicherungsbezug: In Hessen erhielten Ende 2025 mehr als 67.700 Menschen Grundsicherung im Alter (plus 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), in Thüringen mehr als 9.200 Personen. Im Freistaat war der Zuwachs mit 7,4 Prozent besonders stark.
Allerdings hat nicht jeder die Möglichkeit, seine Altersversorgung durch einen Zuverdienst aufzubessern. Von der Option ausgeschlossen – und damit unter Umständen allein auf die gesetzliche Rente angewiesen – sind diejenigen, die etwa durch Krankheit oder Einschränkungen nicht mehr arbeitsfähig sind, Angehörige pflegen oder körperlich schwere Arbeiten nicht mehr ausführen können.
Der VdK fordert daher eine auskömmliche gesetzliche Altersversorgung für alle.





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