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VdK warnt vor verschärften Pflegegrad-Regeln und rät zu schnellen Anträgen

Redaktioneller Hinweis: Artikel mit dem Co-Autor "kobinet Redaktionsassistent" werden vollautomatisch oder größtenteils vollautomatisch reformuliert und ausgespielt. Weitere Informationen finden Sie hier: https://kobinet-nachrichten.org/kobinet-redaktionsassitent-was-ist-das/
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Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Der Sozialverband VdK warnt vor den geplanten Verschärfungen durch das Pflegeneuordnungsgesetz der Bundesregierung. Laut dem Gesetzentwurf, den die Bundesregierung Anfang Juni 2026 vorgelegt hat, werden ab 2027 die Voraussetzungen für die Pflegegrade 1 bis 3 verschärft. Dadurch werde es Pflegebedürftigen deutlich erschwert, einen Pflegegrad zu erhalten, so der Verband.

Aus diesem Grund ruft der VdK seine 2,3 Millionen Mitglieder auf, noch bis zum 31. Dezember 2026 einen Erstantrag auf Anerkennung eines Pflegegrades zu stellen. "Noch ist das neue Gesetz nicht verabschiedet und es gilt das alte Recht. Das müssen Pflegebedürftige und deren Angehörige nutzen", betont VdK-Präsidentin Verena Bentele. Sie weiß, dass viele Menschen aus Scham oder Angst vor komplizierten Anträgen zögern. "Ein Pflegeantrag ist kein Makel, sondern wichtige Voraussetzung, weiter in den eigenen vier Wänden leben zu können. Zögern ist jetzt genau der falsche Weg", so Bentele. Wer noch in diesem Jahr einen Pflegegrad erhalte, behalte ihn nach aktuellem Stand auch bei verschärften Regeln.

Der Aufruf richte sich ausdrücklich nur an Personen ohne Pflegegrad. Wer bereits einen Pflegegrad habe, solle einen Antrag auf Höherstufung nur nach reiflicher Überlegung stellen, da hier die Gefahr einer Rückstufung bestehe, erklärt der VdK.

Gleichzeitig fordert der Verband die Bundesregierung auf, den Gesetzentwurf noch deutlich zu verbessern. "Nur, weil Pflegebedürftige zukünftig seltener und weniger Leistungen erhalten sollen, heißt das nicht, dass ihre Pflegebedürftigkeit verschwindet", sagt Bentele. "Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen nicht weniger, sondern mehr Unterstützung."