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Kein Rotstift bei der Inklusion

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Foto: ht

DÜSSELDORF (kobinet)

Angesichts angespannter Haushalte warnt der VdK Nordrhein-Westfalen eindringlich davor, bei der Inklusion den Rotstift anzusetzen. Damit teilt der Verband die Position von Jürgen Dusel, dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, in einem aktuellen STERN-Interview. VdK-Präsident Horst Vöge betont: "Menschen mit Behinderung dürfen nicht die Leidtragenden von Sparmaßnahmen sein. Künftige Haushalte müssen einen verbindlichen Rahmen für mehr Teilhabe schaffen. Das Ziel muss eine barrierefreie Gesellschaft sein – davon sind wir jedoch noch weit entfernt, zum Beispiel beim Wohnungsbau, im öffentlichen Nahverkehr, in Behörden, bei der Gesundheitsversorgung oder beim Zugang zu Bildung und Arbeit."

Der Eindruck, dass politische Entscheidungen zunehmend von Kürzungen geprägt sind, verfestigt sich nach den Worten des VdK-Präsidenten leider.

In Nordrhein-Westfalen haben rund zwei Millionen Menschen eine anerkannte Schwerbehinderung. Rund 80 Prozent von ihnen sind älter als 54 Jahre. "Sie brauchen Verlässlichkeit und keinen Wegfall von Leistungen, die ihnen ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben ermöglichen", sagt Horst Vöge.

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