Berlin (kobinet)
Jürgen Dusel ist der Behinderten-Beauftragte der Bundes-Regierung.
Er hilft Menschen mit Behinderung.
Er arbeitet für die Bundes-Regierung.
Er setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.
Er hat sich zu einem neuen Gesetz-Entwurf geäußert.
Ein Gesetz-Entwurf ist ein Plan für ein neues Gesetz.
Der Plan kann noch verändert werden.
Das hat er auf Facebook geschrieben.
Das Bundes-Kabinett hat am 12. August 2026 einen Gesetz-Entwurf beschlossen.
Das Bundes-Kabinett sind alle Bundes-Minister zusammen.
Der Bundes-Kanzler ist ihr Chef.
Es geht um die Kinder- und Jugend-Hilfe.
Die Kinder- und Jugend-Hilfe unterstützt Kinder und Jugendliche.
Sie hilft auch Familien mit Problemen.
Der Gesetz-Entwurf soll die Kinder- und Jugend-Hilfe neu regeln.
Jürgen Dusel kritisiert diesen Gesetz-Entwurf.
Er sagt: Der Entwurf schadet Kindern mit Behinderungen.
Eine Behinderung macht manche Dinge schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Kinder mit Behinderungen könnten weniger Hilfe bekommen.
Das verletzt ihr Recht auf Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Der Entwurf ändert die Eingliederungs-Hilfe.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Menschen mit Behinderung bekommen Hilfe.
Bisher konnten Kinder mit Behinderungen eigene Hilfe bekommen.
Zum Beispiel eine Schul-Begleitung.
Die Schul-Begleitung ist eine Person.
Diese Person hilft einem Kind in der Schule.
In Zukunft wird eigene Hilfe schwieriger zu bekommen.
Zuerst soll es Gruppen-Angebote in Kitas und Schulen geben.
Gruppen-Angebote sind Hilfe für mehrere Kinder zusammen.
Kita bedeutet: Kinder-Tages-Stätte.
Individuelle Hilfe gibt es nur noch auf Antrag.
Individuell bedeutet: Genau auf ein Kind abgestimmt.
Ein Antrag ist ein Schreiben an ein Amt.
Damit fragt man offiziell um etwas.
Eltern müssen zeigen: Das Gruppen-Angebot reicht nicht.
Das müssen sie schriftlich belegen.
Das ist schwer für viele Familien.
Jürgen Dusel sagt: Reiche Familien bekommen mehr Hilfe als arme.
Das ist nicht fair.
Es gibt einen Plan für eine bessere Lösung.
Dieser Plan heißt: Inklusive Lösung.
Inklusiv bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Viele Familien warten seit Jahren darauf.
Die Inklusive Lösung sollte klären: Wer hilft welchem Kind?
Heute gibt es 2 verschiedene Systeme.
Das erste System ist die Sozial-Hilfe.
Sozial-Hilfe ist Geld und Unterstützung vom Staat für Menschen in Not.
Das zweite System ist die Kinder- und Jugend-Hilfe.
Kinder mit Behinderungen bekommen Hilfe von verschiedenen Systemen.
Das ist schwierig für Familien.
Sie wissen oft nicht: Wer hilft uns?
Der neue Gesetz-Entwurf bringt diese 2 Systeme nicht zusammen.
Einzelne Kommunen dürfen die Inklusive Lösung testen.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Sie entscheiden selbst über manche Regeln.
Das ist keine Pflicht.
Jürgen Dusel sagt: Das ist zu wenig.
Der Entwurf macht die Bürokratie nicht kleiner.
Bürokratie bedeutet: Viele komplizierte Regeln und viel Papier-Kram.
Der Gesetz-Entwurf geht jetzt in den Deutschen Bundes-Tag.
Der Bundes-Tag ist eine Gruppe von Politikern.
Die Menschen in Deutschland wählen diese Politiker.
Die Bundes-Tags-Abgeordneten lesen den Gesetz-Entwurf.
Sie besprechen ihn.
Dann entscheiden sie: Wird er ein Gesetz?
Foto: Bundesbehindertenbeauftragter
Berlin (kobinet)
"Die geplante Regelung gefährdet das Recht von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen auf eine bedarfsgerechte und selbstbestimmte Teilhabe sowie chancengleiche Bildung - und macht sie einmal mehr abhängig von den Ressourcen ihrer Eltern!" Mit diesen klaren Worten hat sich der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, zum am 12. August 2026 im Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe auf Facebook zu Wort gemeldet. Jürgen Dusel kritisiert u.a. dass der Gesetzentwurf, der nun im Deutschen Bundestag beraten wird, Änderungen bei der Eingliederungshilfe vorsieht: "Künftig sollen infrastrukturelle Gruppenangebote in Kitas und Schulen zum Regelfall werden. Individuelle Hilfen wie Schulbegleitung bleiben zwar weiterhin möglich. Familien müssten jedoch nachweisen, dass die vorhandenen Angebote den Bedarf ihres Kindes nicht decken – die Beweislast läge nun also bei ihnen."
Der Entwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe bleibt aus Sicht des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung hinter den Erwartungen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und ihren Familien zurück. "Seit Jahren warten viele Familien auf die sogenannte 'Inklusive Lösung'. Sie sollte die Zuständigkeiten für die Eingliederungshilfe zusammenführen. Bislang sind die Verantwortlichkeiten zwischen Sozialhilfe und Kinder- und Jugendhilfe gesplittet – je nach Behinderung des Kindes. Für viele Familien bedeutet das unterschiedliche Ansprechpartner, unklare Zuständigkeiten, doppelte Verfahren und einen hohen bürokratischen Aufwand. Der Gesetzentwurf verzichtet nun auf diese verbindliche Zusammenführung der beiden Systeme unter dem 'Dach' der Jugendhilfe. Stattdessen sollen Kommunen künftig beantragen können, die Inklusive Lösung zu erproben", so der Bundesbehindertenbeauftragte. Für Jürgen Dusel wird die Bundesregierung damit ihrem eigenen Anspruch, Bürokratie abzubauen, nicht gerecht: "Anstatt es gerade Eltern und Familien mit Kindern mit Behinderungen einfacher und die Verwaltung smarter zu machen, zementiert dieser Entwurf die Bürokratie."
Link zum Facebook-Post von Jürgen Dusel
Der Gesetzentwurf wird nun in den Deutschen Bundestag eingebracht und von den Bundestagsabgeordneten beraten.
Foto: Bundesbehindertenbeauftragter
Berlin (kobinet)
"Die geplante Regelung gefährdet das Recht von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen auf eine bedarfsgerechte und selbstbestimmte Teilhabe sowie chancengleiche Bildung - und macht sie einmal mehr abhängig von den Ressourcen ihrer Eltern!" Mit diesen klaren Worten hat sich der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, zum am 12. August 2026 im Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe auf Facebook zu Wort gemeldet. Jürgen Dusel kritisiert u.a. dass der Gesetzentwurf, der nun im Deutschen Bundestag beraten wird, Änderungen bei der Eingliederungshilfe vorsieht: "Künftig sollen infrastrukturelle Gruppenangebote in Kitas und Schulen zum Regelfall werden. Individuelle Hilfen wie Schulbegleitung bleiben zwar weiterhin möglich. Familien müssten jedoch nachweisen, dass die vorhandenen Angebote den Bedarf ihres Kindes nicht decken – die Beweislast läge nun also bei ihnen."
Der Entwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe bleibt aus Sicht des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung hinter den Erwartungen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und ihren Familien zurück. "Seit Jahren warten viele Familien auf die sogenannte 'Inklusive Lösung'. Sie sollte die Zuständigkeiten für die Eingliederungshilfe zusammenführen. Bislang sind die Verantwortlichkeiten zwischen Sozialhilfe und Kinder- und Jugendhilfe gesplittet – je nach Behinderung des Kindes. Für viele Familien bedeutet das unterschiedliche Ansprechpartner, unklare Zuständigkeiten, doppelte Verfahren und einen hohen bürokratischen Aufwand. Der Gesetzentwurf verzichtet nun auf diese verbindliche Zusammenführung der beiden Systeme unter dem 'Dach' der Jugendhilfe. Stattdessen sollen Kommunen künftig beantragen können, die Inklusive Lösung zu erproben", so der Bundesbehindertenbeauftragte. Für Jürgen Dusel wird die Bundesregierung damit ihrem eigenen Anspruch, Bürokratie abzubauen, nicht gerecht: "Anstatt es gerade Eltern und Familien mit Kindern mit Behinderungen einfacher und die Verwaltung smarter zu machen, zementiert dieser Entwurf die Bürokratie."
Link zum Facebook-Post von Jürgen Dusel
Der Gesetzentwurf wird nun in den Deutschen Bundestag eingebracht und von den Bundestagsabgeordneten beraten.





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