Berlin (kobinet)
Der Paritätische Gesamt-Verband hat den Kabinetts-Beschluss kritisiert.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein großer Verein in Deutschland.
Der Verein hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
Das Kabinett ist die Gruppe der Minister in der Regierung.
Ein Kabinetts-Beschluss bedeutet: Alle Minister haben zusammen etwas entschieden.
Hier hat das Kabinett ein neues Gesetz beschlossen.
Das Gesetz heißt: Erstes Gesetz zur Struktur-Reform der Kinder- und Jugend-Hilfe.
Eine Struktur-Reform bedeutet: Der Aufbau von etwas wird grundlegend verändert.
Viele Regeln und Abläufe werden neu geordnet.
Jugend-Hilfe bedeutet: Kinder und Jugendliche bekommen Unterstützung.
Auch ihre Familien bekommen Hilfe.
Der Beschluss war am 12. August 2026.
Der Verein setzt sich für Menschen in schwierigen Lebens-Lagen ein.
Eine schwierige Lebens-Lage bedeutet: Der Alltag ist für manche Menschen besonders hart.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Der Verein sagt: Die Reform hilft Familien nicht wirklich.
Eine Reform bedeutet: Etwas wird verändert, damit es besser wird.
Joachim Rock ist der Chef des Vereins.
Er sagt: Die Regierung verspricht Teilhabe für alle.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Aber das Ergebnis ist das Gegenteil.
Das Gegenteil bedeutet hier: Nicht alle können mitmachen.
Die Regeln sind zu kompliziert für Familien.
Es gibt sehr viel Verwaltungs-Aufwand.
Verwaltungs-Aufwand bedeutet: Es gibt sehr viele Formulare und Regeln.
Das ist keine echte Hilfe für Familien.
Inklusion kommt so nicht voran.
Der Verein kritisiert: Das Gesetz setzt die UN-Behinderten-Rechts-Konvention nicht um.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderung haben dieselben Rechte wie alle anderen.
Familien mit Kindern mit Behinderung haben es weiterhin schwer.
Sie müssen in 2 verschiedenen Gesetzbüchern nachschauen.
Ein Gesetzbuch ist eine Sammlung von Regeln.
Der Staat schreibt diese Regeln auf.
Welche Art von Behinderung das Kind hat, ist dabei wichtig.
Danach richtet sich, welches Gesetzbuch gilt.
Das ist sehr verwirrend für Familien.
Es gibt eine geplante Experimentier-Klausel.
Eine Experimentier-Klausel ist eine besondere Regel in einem Gesetz.
Sie erlaubt es, neue Wege auszuprobieren.
Zum Beispiel: Verschiedene Gesetze können gemeinsam angewendet werden.
Aber viele kleine Regeln machen das unmöglich.
Kinder mit seelischer Behinderung bekommen zuerst nur Gruppen-Angebote.
Eine seelische Behinderung bedeutet: Ein Mensch hat starke Probleme mit den Gefühlen oder dem Denken.
Manche Kinder haben starke Ängste oder tiefe Traurigkeit.
Das macht den Alltag sehr schwer.
Diese Kinder brauchen besondere Unterstützung.
Erst danach können Eltern einen Einzel-Antrag stellen.
Joachim Rock sagt: Beim Einzel-Antrag entscheidet das Geld.
Nicht der Bedarf des Kindes ist wichtig.
Bedarf bedeutet: Was das Kind wirklich braucht.
Sondern wie viel Geld vorhanden ist.
Der Verein warnt: Es gibt weniger Geld für die Erziehungs-Hilfe.
Erziehungs-Hilfe bedeutet: Familien bekommen Unterstützung beim Aufwachsen ihrer Kinder.
Fachleute helfen Eltern und Kindern.
Kürzungen bedeutet: Es gibt weniger Geld und weniger Hilfe.
Die Regierung will Kita-Plätze statt Familien-Hilfe anbieten.
Aber Kitas helfen nicht abends und am Wochen-Ende.
Die Regierung will betreute Wohn-Gruppen abschaffen.
Stattdessen sollen normale Wohnungs-Zimmer genutzt werden.
Das soll Geld sparen.
Aber Joachim Rock sagt: Frühe Hilfe kostet weniger Geld.
Das zeigt sich nach langer Zeit.
Ohne frühe Hilfe drohen später größere Probleme.
Größere Probleme können sein: Wohnungs-Losigkeit, abgebrochene Ausbildung oder Jugend-Kriminalität.
Wohnungs-Losigkeit bedeutet: Ein Mensch hat keine Wohnung.
Er hat keinen festen Platz zum Wohnen.
Jugend-Kriminalität bedeutet: Junge Menschen tun etwas, das gegen das Gesetz ist.
Das passiert oft, wenn sie keine Unterstützung bekommen.
Das kostet am Ende mehr Geld als frühe Hilfe.
Der Paritätische Gesamt-Verband fordert den Bundes-Tag auf, nachzubessern.
Der Bundes-Tag ist eine Gruppe von Politikern.
Die Menschen in Deutschland wählen diese Politiker.
Die Politiker machen Gesetze für alle Menschen in Deutschland.
Nachbessern bedeutet: Das Gesetz muss verbessert werden.
Der Verein fordert: Die Reform muss Kindern und Familien wirklich helfen.
Die Reform soll nicht nur Geld sparen.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Berlin (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband hat am 12. August 2026 den Kabinettsbeschluss zum Ersten Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe scharf kritisiert. Der Verband wirft der Bundesregierung vor, die Reform scheitere an der Lebenswirklichkeit von Familien. "Die Regierung verspricht Teilhabe für alle. Herausgekommen ist das Gegenteil", erklärte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Unterm Strich bleibe eine Verwaltungslogik, die an Akten und Zuständigkeiten orientiert sei und die Inklusion nicht voranbringe.
Besonders kritisiert der Verband, dass die Reform die UN-Behindertenrechtskonvention nicht umsetze. Familien mit Kindern mit Behinderungen müssten sich weiterhin in zwei Sozialgesetzbüchern zurechtfinden, je nach Art der Behinderung. Eine geplanten Experimentierklausel für inklusive Leistungen werde durch kleinteilige juristische Regelungen erstickt. Auch bei der Bildungsassistenz fehle es an Bedarfsorientierung: Kindern mit seelischer Behinderung werde zunächst ein Gruppenangebot zugemutet, bevor ein Einzelantrag möglich sei. "Hier wird nicht nach Bedarf entschieden, sondern nach Kassenlage aussortiert", so Rock.
Zudem warnt der Verband vor Kürzungen bei klassischen Hilfen zur Erziehung. Familienhilfe werde durch Kita-Plätze ersetzt, häusliche Probleme am Abend und Wochenende blieben ungelöst. Aus betreuten Wohngruppen würden WG-Zimmer, weil diese vermeintlich weniger kosteten. Rock betonte: "Frühzeitige, ausreichend intensive Begleitung ist auf Dauer günstiger als spätere Wohnungslosigkeit, abgebrochene Ausbildungen oder Jugendkriminalität."
Der Paritätische Gesamtverband fordert den Bundestag auf, im weiteren Verfahren deutlich nachzubessern. "Wir brauchen eine Reform, die Kindern und Familien hilft, keine, die allein der kurzfristigen Haushaltssanierung dient", sagte Rock.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Berlin (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband hat am 12. August 2026 den Kabinettsbeschluss zum Ersten Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe scharf kritisiert. Der Verband wirft der Bundesregierung vor, die Reform scheitere an der Lebenswirklichkeit von Familien. "Die Regierung verspricht Teilhabe für alle. Herausgekommen ist das Gegenteil", erklärte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Unterm Strich bleibe eine Verwaltungslogik, die an Akten und Zuständigkeiten orientiert sei und die Inklusion nicht voranbringe.
Besonders kritisiert der Verband, dass die Reform die UN-Behindertenrechtskonvention nicht umsetze. Familien mit Kindern mit Behinderungen müssten sich weiterhin in zwei Sozialgesetzbüchern zurechtfinden, je nach Art der Behinderung. Eine geplanten Experimentierklausel für inklusive Leistungen werde durch kleinteilige juristische Regelungen erstickt. Auch bei der Bildungsassistenz fehle es an Bedarfsorientierung: Kindern mit seelischer Behinderung werde zunächst ein Gruppenangebot zugemutet, bevor ein Einzelantrag möglich sei. "Hier wird nicht nach Bedarf entschieden, sondern nach Kassenlage aussortiert", so Rock.
Zudem warnt der Verband vor Kürzungen bei klassischen Hilfen zur Erziehung. Familienhilfe werde durch Kita-Plätze ersetzt, häusliche Probleme am Abend und Wochenende blieben ungelöst. Aus betreuten Wohngruppen würden WG-Zimmer, weil diese vermeintlich weniger kosteten. Rock betonte: "Frühzeitige, ausreichend intensive Begleitung ist auf Dauer günstiger als spätere Wohnungslosigkeit, abgebrochene Ausbildungen oder Jugendkriminalität."
Der Paritätische Gesamtverband fordert den Bundestag auf, im weiteren Verfahren deutlich nachzubessern. "Wir brauchen eine Reform, die Kindern und Familien hilft, keine, die allein der kurzfristigen Haushaltssanierung dient", sagte Rock.




