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SoVD Berlin-Brandenburg stellt Forderungen für ein soziales Berlin 2026–2031 vor

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Foto: Sozialverband Deutschland

BERLIN (kobinet)

Anlässlich der Öffnung der Briefwahlstellen für die Berlin-Wahl am 10. August 2026 hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) Landesverband Berlin-Brandenburg seine Forderungen für ein soziales Berlin für die Legislaturperiode 2026 bis 2031 vorgestellt. Der Verband betont darin vor allem die Notwendigkeit, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe in der Hauptstadt zu stärken. Der SoVD fordert unter anderem Maßnahmen gegen Armut und soziale Ausgrenzung sowie eine Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen. Besonders im Fokus stehen dabei die Sicherung bezahlbaren Wohnraums, die Stärkung der Pflegeinfrastruktur und die Umsetzung inklusiver Bildungsangebote. Der Verband weist darauf hin, dass diese Themen in der kommenden Legislaturperiode Priorität erhalten müssten, um die Lebensqualität aller Berlinerinnen und Berliner zu sichern.

Im Einzelnen fordert der SoVD Berlin-Brandenburg:

1. Bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum sichern

Berlin muss mindestens so viele Sozialwohnungen bauen, wie aus der Mietpreisbindung fallen – und zusätzlich 10.000 pro Jahr im preisgebundenen oder gemeinwohlorientierten Bereich gegen die Wohnungsnot. Nötig sind aus Sicht dieses Sozialverbandes außerdem wirksame Mietbegrenzungen, Schritte gegen Spekulation und verbindlich geplante, sichtbare Barrierefreiheit.

2. Schulen sozial gerecht und inklusiv stärken

Bildung darf nicht von Herkunft, Einkommen oder Förderbedarf abhängen. Berlin braucht, so die Forderung des SoVD, mehr Personal, gezielte Unterstützung für belastete Kieze und verbindliche Inklusion mit barrierefreien Schulen.

3. Gute Pflege- und Gesundheitsversorgung gewährleisten

Gesundheit und Pflege müssen verlässlich, barrierefrei und menschenwürdig organisiert werden. Dazu gehören bessere Arbeitsbedingungen, ausreichend Personal und weniger Barrieren in Praxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

4. Armut bekämpfen und Kindern Chancen eröffnen

Berlin muss Armut entschlossener bekämpfen, besonders bei Kindern, älteren Menschen, Alleinerziehenden und Erwerbslosen. Soziale Träger brauchen dafür Anerkennung und eine verlässliche Finanzierung, das fordert der SoVD Berlin-Brandenburg.

5. Mobilität sozial und alltagstauglich gestalten

Mobilität entscheidet über Teilhabe. Der ÖPNV muss zuverlässiger, barrierefreier und bezahlbar bleiben. Zugleich braucht Berlin sichere Wege ohne E-Scooter-Barrieren für zu Fuß Gehende und Radfahrende sowie sozial gerechte Mobilitätsangebote.

6. Bevölkerungsschutz sozial ausrichten

Hitzewellen, Krisen und Notlagen treffen gefährdete Gruppen besonders hart. Berlin braucht wirksamen Hitzeschutz, barrierefreie Warnsysteme, erreichbare Schutzräume und verlässliche Hilfen im Ernstfall.

7. Inklusion konsequent umsetzen

Inklusion muss in Berlin, wie der SoVD Berlin-Brandenburg fordert, als Querschnittsaufgabe verstanden werden. Verwaltung, Infrastruktur und soziale Leistungen müssen barrierearm gestaltet und Betroffene konsequent einbezogen werden.

8. Gleichstellung stärken und Frauen besser schützen

Berlin muss, so eine weitere Forderung des SoVD, Gleichstellung, Familienförderung und Schutz vor Gewalt konsequent ausbauen. Frauen brauchen verlässliche Beratungsangebote, Schutzräume, Prävention und konsequente Ermittlungen.

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